Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 10 (1916)
- Issue
- 12 (24.3.1916)
- Date
- 1916-03-24
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 12 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 der russischen Okkupation in herzlicher Teilnahme zu gedenken. Der Erzherzog erklärte, daß, unter einer besonderen Auslegung der Haager Konvention, im okkupierten Gebiet der Grundsatz der Gleichberechtigung aller Religionsbekenntnisse vom Armeeoberkommando proklamiert lworden sei. Den Mitgliedern der Deputation, welche der Mittagstafel beim Erzherzog zugezogen wurden, ist auch von maßgebenden mit der Militärverwaltung (Russisch-Polens befaßten Funktionären die Förderung ihrer Bestrebungen zugesagt worden.“ * Lemberg: Das Jüdische Hilfskomitee in Lemberg teilt uns mit: Nachstehende jü dische Krieger der österreichisch-ungarischen Armee sind in russischer Gefangenschaft in Kiew im Jahre 1914—15 bis zum 16. Februar, russ. Stils, d. i. bis zum 1. März 1915 gestorben und am dortigen jüdischen Friedhofe bestattet worden: 1. Apfelschnitt Abraham, 32 Jahre alt, gestorben am 2. Oktober 1914 (19. Tischri) an Dysenterie. 2. Haber Isachar Ber, am 2. September 1914 (11. Eiul) aus Lemberg. 3. Esner Michel, am 23. September 1914 (7. Tischri) an Schußwunde. 4. Erich Nudiim, am 24. Februar 1915 an Piämie. 5. Klein Leusch (Leibusch?) am 1. Oktober 1914 (18. Tischri) an Pneumotoraz. 6. Miller (Müller) Hersch, am 16. November 1914. 7. Petschenik Leo (Peczenik), am 4. November 1914. 8. Frata Eno, am1 26. September 1914 (6. Tischri) an Piämie, 3S Jahre alt. 9. Chazyns Moritz, am 2. Oktober 1914 (19. Tischri) an Tetanus. 10. Zeichner Isak Maer, am 9. November 1914. 11. Steren (Stern?) Uren Johann (Aron Johann?) am 11. September 1914 (20. Elul), an Tetanus. 12.t Schwarzwarer Moses (Mous), am 23. September 1914 (3. Tischri, zom Gedaliah an Wunden. Hilfsaktion des Zionistisdien Zentral; Komitees für die Eluditlinge aus Galizien und der Buhowina. 21, Ausweis. Isidor Goldatein 2.—, Fritz Mayer, Wr. Neustadt 5.—, Bernhard Kohout, Hruschau 1.—, Ludwig Bamberger 1,—, H. Singer 5.—, Brüder Ungar 10.—, k. k. Feldw. P. Schatzker, Inf.-R. 89 für die Hinterbliebenen gefallener jüdischer Soldaten aus Galizien 85.—, Kanonier Klinghofer 2.30, Dr. Alfred Lanzer 40.—, Moritz Tiller 20.—, Direktor Remi 10.—, L1; Arnold Grossmann, Etapp.-Post 183 6.—, Dr. Max Modern 20.—, Siegmund Cohn, Jägemdorf 5.—, Sofie Cornfeld 1.—, Ing. Max Löbl 5.—, Ch. Alt;- mann 20.—, Emil Goidberg 20.—, Adele Weishut 5.—, Frl. Berllha Klein, Linz, Spittelwiese 13, anläßlich der Jahrzeit ihres seligen Vaters 5.—, Dr. Egon Zweig 10.—, Dr. Leo Blum 15.—, M. Schmolka 2.—, Dr. Arnold Friedmann 5.—, Bernhard Herzog 10.—, Dr. Emil Krasny 20.—, Dr. Leop. Meisel 5.—, Dr. Weisengrün 10.—, Dr. Georg Weiner 5.—, Aufhäuser u. Liebmann Nachfolger 5.—, Moritz Steinermann, Drohobycz 50.—, S. Bock, Jägemdorf 50.—, Ing. L. Rosner, Limanowa 2.—, Frau Helene Mayer - Cohn, Berlin, für Ottynia 100.—, Dr. Moritz Pachtmann 20.—, N. F. durch Dr. Weisselberger 30.—, Dr. Robert Lazarsfeld 1.—, Sigmund Bybring 5.—, Brüder Jokl, Jägemdorf 50.—, Josef Geist, Wr. Neustadt 2.—, Hugo Baumann, Ob.-lng., Witkowitz 5.—, Frau Hofrat Sofie v. Borkenau 20.—, Alexander Koppel, Graz 10.—, Dr. E. M. Berstl, Wr. Neustadt 5.—, Wette Weisengrün-Torczyner 10.—, Jakob und Gustav Goldmann 100.—, Otto Koppa, Linz 4.—, Leopold Lunzer, Baden 50.—, Erna Patak 10.—, Ergebnis aus den Sammelbüchsen in Rothschildspital 57.90, Schwester A. 50.—, Frau Leopoldine W. 30.—, Dr. Taglicht als nichtangenommenes Honorar 20.—, Rosa Kollmann-Stiftung 28.—, Anny Perelis 5.—, Gustav Hellers Wwe., Prossnitz a. E. 2.—, Dr. Jakob Ornsitein 5.—, Sigmund Lackenbacher 3.—, Philipp Aleksandrowitsch, Krakau 34.—, Dr. Georg Weiner 5.—, Dr. Leopold Meisel 5.—, Eisenbahnrevident Josef Schläfer, Czernowitz, derzeit Baden, anläßlich der Wiederkehr des Todestages seines Vaters Leiser Schläfer für die Flüchtlinge aus der Bukowina 20.—. Summe K 1.144.20 Hiezu der frühere Ausweis „ 41.543.49 Somit bisher „ 42.687.69 Zivnostenskä banka v Praze Filialen in Brünn, Budweis, Friedek-Mlstek, Iglau, Karlsbad, Klattau, Kolin, Königgrätz, Krakau, Lemberg, Mähr.-Ostrau, Melnik, Olmütz, Pardubitz, Pisek, Pilsen, Proßnitz, Reichenberg, Tabor, Triest und Wien. Am 2. April 1916 um 10 Uhr vormittags wird im Kassenhofe des Palais der Zivnostenskä banka, Prag, die 48. ordentliche General-Versammlung der Hbtionäre Oer zivnostenskä banka v Praze stattfinden, wozu die stimmberechtigten Herren Aktionäre hiemit eingeladen werden. PROGRAMM: 1. Jahresbericht und Rechnungsabschluß. 2. Bericht des Revisionsausschusses. 3. Antrag des Verwaltungsrates auf Verteilung des Reingewinnes. 4. Wahl in den Verwaltungsrat. 5. Wahl in den Revisionsausschuß. Jene Herren Aktionäre, welche an der Generalversammlung teilnehmen wollen und welche als solche am 31. Dezember v. J. in den Aktienbüchern der Bank eingetragen waren, können die nach § 12 der Statuten*) zur Ausübung ihres Stimmrechtes erforderlichen Aktien bis 25. März d. J. bei der Kasse der Bank in Prag oder deren Filialen gegen Empfangnahme der Legitimationskarte zur Generalversammlung hinterlegen. Die Bilanz, sowie das Gewinn- und Verlustkonto liegen im Bureau der Bank für die Herren Aktionäre zur Einsicht auf. Prag, am 16. März 1916. Der Verwaltungsrat. *) § 1Z der Statuten: Stimmberechtigt in der Generalversammlung sind jene Aktionäre, weiche mindestens £0 auf ihren Namen lautende Aktien besitzen, deren Besitz am 31. Oezember des vorhergehenden Jahres in den Aktienbüchern der Bank eingetragen war. Mit je 20 weiteren Aktien wird je eine Stimme mehr erworben. Die zur Ausübung des Stimmrechtes nötigen Aktien müssen samt den nicht fälligen Kupons acht Tage vor Abhaltung der General-Versammlung bei der durch den Verwaltungsrat bezeichneten Kasse deponiert werden. UNION-BANK. Die sechsundvierzigste ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Union-Bank findet Mittwoch, den April 1916 um 11 Uhr vormittags im Anstaltsgebäude, I. Renngasse Nr. 1, statt. TAGESORDNUNG: Bericht des Verwaifungsrates und Vorlage des Bilanz* abschlussss pro 1915. Bericht des Revisionsausichusses und Beschlußfassung hierüber. 1. Bericht des Verwaifungsrates und Vorlage des Bilanz* 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Rein* gewinnet. 2. Bericht des Revisionsausschusses und Beschlußfassung 4. Wahlen in den Verwaltungsrat. Wahl des Revisionsausschusses für das Jahr 1916. Die stimmberechtigten Herren Aktionäre, welche an der Generalversammlung teilzunehmen wünschen, wollen ihre Aktien in Gemäßheit des § 27*) der .Statuten spätestens am 28. März d. J. deponieren, und zwar: in Wien bei der Liquidatur der Union-Bank, in Triest bei der Filiale der Union-Bank, in LLemberg bei der Union-Bank, Filiale Lemberg, in LB e r 1 i n bei der Dresdner Bank, in Frankfurt a,. M. bei der Deutschen Effekten- und Wechsel-Bank oder bei deri Dresdner Bank in Frankfurt a. M., in München bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank öder bei der Dresdner Bank, Filiale München, in Nürnberg bei der Dresdner Bank, Filiale Nürnberg, in Basel, Genf, S tf. Gallen und Zü r i ch bei dem Schweizerischen Bankverein oder bei der Eidgenössischen (B.ank (A. G.). Die Aktien sind unter Anschluß von Konsignationen zu erlegen, welche vom Einreicher eigenhändig zu unterzeichnen und für Wien in zwei Exemplaren, für die anderen Einlagsstellen in drei Exemplaren auszufertigen sind. — Ein Exemplar der Konsignationen erhält der Deponent mit der Empfangsbestätigung versehen zurück; nach abgehaltener Generativer Sammlung werden die Aktien gegen Rückstellung dieser Konsignationen ausgefolgt. — Das Stimmrecht kann vom Aktionär oder dessen gesetzlichen Vertreter pesönlich oder durchV Bevollmächtigung eines andern stimmberechtigten VAktionärs ausgeübt werden (§ 28 dfer Statuten). Wien, 18. März 1916. Union-Bank. *) § 27 der Statuten lautet: Der Besitz von je 20 Aktien gibt das Recht auf eine Stimme in der Generalversammlung. Zur Ausübung des Stimmrechtes ist erforderlich, daß die Aktien längstens 8 Tage vor dem Zusammentritte der statutenmäßig berufenen Generalversammlung in die Gesellschaftskasse oder an einem anderen vom Verwaltungsrate zu bestimmnden Orte hinterlegtwerden. Nachdruck honoriert.