Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 9 (1915)
- Issue
- 50-51 (21.12.1915)
- Date
- 1915-12-21
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Säte 4 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 50/51 kys. Keiner dachte ans Sterben, wir hofften und erwarteten alles vom Leben. Damals sah ich ihn zum letztenmale in seinem' Stolze, in seinem Glücke, in seiner Zufriedenheit und doch immer weiter strebend. Zwei Wochen Später entbrannte der Krieg; und entriß ihn seinem Wirkungskreise, seinen Freunden, seinem Volke. Hugo Zuckermann, heute an deinem Jahrzeittage danken wir Dir für alles, was Du uns gewesten bist, nie werden wir Deiner vergessen und Dein Bild soll noch späteren Geschlechtern als leuchtendes Beispiel jüdischen Edelmutes und jüdischer Pflichterfüllung überliefert werden. G. W. Vortrag des Criuaföozenfen Dr. Sctiorr in Wien. Im Rahmen des Vortragszyklus, der vom „Komitee zur Aufklärung über ostjüdische Fragen“ veranstaltet wird, hält Herr Privatdozent Dr. Moses Schorr, Donnerstag, den 30. d. AL im Saale des Ingenieur- und Architektenvereines, Wien, I. Eschenbachgasse 9 einen Vortrag unter dem Titel: „Geschichte der Ostjuden“ (mit besonderer Berücksichtigung der Verfassungsgeschichte der Juden in Polen und Lithauen). Beginn präzise halb 8 Uhr abends Es wird starker Besuch erbeten und erwartet Eintrittskarten zu K —.50 und K 1.— sind in der Buchhandlung R. Löwit, I. Rotenturmstr. 22 und an der Abendkasse erhältlich. Mein l’s Thee Neuer Ernte Bus 9er jüdisthen Heil. AuS Amerika kommt die Nachricht, daß die Regierung der Vereinigten Staaten zum Gesandten in Sofia einen Juden, Mr. Louis Einstein, ernannt hat. Bekanntlich ist auch der Botschafter Amerikas in Konstantinopel ein Jude namens Hemy Morgenthau. Wie „Jewish World“ meldet, zogen nicht weniger als sechs Juden als Abgeordnete in das neugewählte südafrikanische Parlament ein. Noch angenehmer ist die Wahrnehmung, daß alle sechs von den wärmsten Sympathien für das Judentum und ihre jüdischen Brüder erfüllt sind und wunderbar genug, Anhänger der jüdisch-nationalen Bewegung sind, was ihrem Patriotismus für ihr Adoptivvaterland keinerlei Abbruch' tut, obwohl 4 davon sogar leitende Stellungen in der zionistischen Federation oder zionistischen Vereinen einnehmen. Diese jüdischen Abgeordneten gehören im Parlamente vier verschiedenen politischen Parteien pn, aber nur einer jüdischen Partei. . _ Einem Gerüchte zufolge, Sei einem dieser jüdischen Abgeordneten, Herrn Graumann, auch das Finanzministerium angeboten worden. Seit einiger Zeit weilt Herr Oberrabbiner A. J. Kuk aus Jaffa, einer der bedeutendsten, Rabbiner und einer der bedeutendsten Führer des palästinensischen orthodoxen Judentums, jn St. Gallen, da ihm durch den Kriegsausbruch kurz vor dem geplanten, großen Agudas - Israel - Kongreß, zu dem er einberufen war, die Heimreise immöglich wurde. Die große orthodoxe Londoner Gemeinde „Machsike Hadas“ hat nun einen ehrenvollen Ruf als Rabbiner lan ihn ergehen lassen, dem er auch, aber nur für die Kriegsdauer, Folge leisten wird. Getreu seinem hohen Ideale gedenkt Herr Oberrabbiner Kuk nach dem Kriege wiederum sein Amt im heiligen Lande zu übernehmen. » Der König von Bulgarien hat dem ehemaligen bulgarischen Großrabbiner Dr. M. Ehrenpreis in Beantwortung seiner Glückwünsche anläßlich der Eroberung von Nisfch folgende Depesche gesandt: „Sofia, Palais, 10.November 1915. Herrn Oberrabbiner Dr. Ehrenpreis. Stockholm. Der Ausdruck treuen Gedenkens sowie die patriotischen Worte und lebhafte Anteilnahme an den Geschicken Bulgariens aus weiter Ferne haben mich tief gerührt. Herzlichen Dank und Gruß. Ferdinand.“ #> Auch aus der jüdischen Welt: I. Hugo v. Hofmannsthal gibt im‘ eigenen Namen ... von dem Hinscheiden Seines Vaters, des "hoch - W-oh lg ebo re n en Herrn i,.... der Stiftskirche bei den Schotten aufgebahrt ..... Seelenmessen werden >*. in der obgenannten Kirche Sowie in der Pfarrkirche Zu Rodaun gelesen.“ („N. Fr. Pr.“) (Und da Isage man, dem Juden fehlt der Sinn für wahre Frömmigkeit!) II. „Hübsches israelitisches Fräulein erbittet vom Christkind seriösen, charaktervollen Mann. Nur ernstgemeinte Anträge unter „Glück“ an... “ („N. Wr. Tgbl.“) III. Zur Beruhigung 'vieler Israelitinnen, die der Befürchtung Ausdruck gaben, die Christbäume könnten heuer unerschwinglich teuer werden, hat die Behörde »ür die Bäumchen Höchstpreise festgesetzt Aber aus der zionistischen Welt: IV. „Elegante junge Zionistin wünscht Gedankenaustausch mit geistvollem, der ersten Gesellschaft angehörigen Zionisten. Unter „Weißblau“ an ... .“ ( i,N. Fr. Pr.“) Bitte! llljllflllllllllllilllilllllljlllllilMIlIM R. Löwit Spezialbuchandlnng für jüdische Literatur Wien I., Rotenturmstraße 22. In die Bibliothek jedes Juden gehören: Hugo Zuckermanns Gedichte Herausgegeben von Otto Abeies Elegant kartoniert'’ K 2.40, in Leinen geb. K 3.60 Liebhaber-Ausgabe Nr. 1—100 in Ganzleder geb. zum Preise von K 12.— für das Exemplar. Was der Dichter des „Reiterliedes“ für den Jungjuden bedeutet, davon sollen diese Gedichte zeugen. Soeben ist erschienen: Gustav Meyrink : Der Golem. Roman. Gebunden K 8.64 Das alte Motiv vom Golem wird in Meyrinks Buch phantastisch umgestaltet und vertieft Der Roman ist eines der buntesten, spannendsten und gedankentiefsten Werke der deutschen Literatur. Von besonderer Aktualität ist jetzt: Dr. Nathan Birnbaum: Den Ostjuden ihr Recht'• K —.80 Anfang Jänner 1916 erscheint: „Judenliteratur im Weltkrieg“. Gesammtverzeichnis der jüdischen Kriegsliteratur. Nebst einer Liste besonderer Gelegenheitskäufe und jüd. Musikalien. Interessenten erhalten das Verzeichnis grat. Adressenang. erbeten. WINTER-ULSTER K 42 Winterrock K 48 Winteranzug K 36 Jacob Rothberger, k. u. k. Hoflieferant, Wien, I. Stephansplatz 3. IMttön I fimafott | fnSöüfkn Beißig: S- 21. äJrotf fjauS 1915 SrelbpoflauSgalie auf ftarfem Rapier tßreiS eleg. gefi.üJt. 3.— „ubv nw* Lehrbuch der hebräischen Sprache für Schul- und Selbstunterricht mit Wörterverzeichnis und Schlüssel von Moses Rath, Leiter der jüdischen Volksschule in Krakau. Einzige praktische Methode zur Erlernung der hebräischen Sprache in Wort und Schrift, auch ohne Lehrer mit deutscher (resp. polnischer) Unterrichtssprache.- Preis eines Exemplars (400 Seiten stark) gebunden K 4.70 mit Schlüssel K5.20. Zu bestellen bei allen Buchhandlungen oder direkt bei Moses Rath, Wien, I. Rotenturmstraße 17/18. i . ntrn ■ ■ RESTAURATION- ■ „zur pumänlEdien Küthe“ ■ ■ Ch. Weiß vorm. Korn ■ ■ Wien, II., Hammerpurgstallg. 3. ■ £ Anerkannt vorzügliche polnische u. rumänische Küche. S Cafe „Marienbrücke I., Rotenturmstraße 31. u RENDEZVOUS DER ZIONISTEN. Cafe Jägerhof (Weiss) IX., Porzellangasse 22. Vornehmes Familien-Cafe modemst eingerichtet gut ventilierte Spielsäle. 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Josef Seywald, G.m.b. H. (verantwort!. Otto Schneeweiß),Wien, II. Taborstr. 52 B