Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitung · 1915-12-10 · 49 (10.12.1915) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
9 (1915)
Issue
49 (10.12.1915)
Date
1915-12-10
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2438141-2438521-2438569--4626-2444517
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Nr. 49 ODISCHE ZEITUNG Seite 3 Vorträge zur Aufklärung über ostjüdische Fragen. - .-[ Montag, den 6. d. M. wurde der Zyklus von Vorträgen, die das Komitee zur Aufklärung über ostjüdische Fragen in diesem Winter hier halten zu lassen beabsichtigt, durch einen Vortrag, des Herrn Rabbiners Dr. Osias Thon aus Krakau über die „Schöpferischen Kulturkräfte im osteuropäischen Judentum“ eröffnet. In dem Festsäal 'des Ingenieur- und Architektenvereines hatte sich ein zahlreiches ■ Publikum eingefunden. Leider waren es auch ' diesmal fast ausschließlich Ostjuden, während doch das genannte Komitee es hauptsächlich' auf '"die leitenden Persönlichkeiten aus dem Westen, Juden sowie [Nichtjuden, absäeht, die esl übet* vdie ostjüdischen Fragen aufklären möchte. Herr f-Rabb. Dr. Grunwald hielt die Begrüßungsansprache, an die er manche Aufklärungen über [."die Bestrebungen des Komitees knüpfte. Die vortrefflichen Ausführungen Dr. Thons, die sich, durch eine greifbare, auf eigener Erfahrung sich .• stützende Anschaulichkeit auszeichneten, ‘ vermochten es, die Zuhörer mit den Begriffen Has- -kalah, * Chassidismus, Misnagdim, jüdische1 und r -hebräische Sprache und Literatür vertraut zu ma- , ■ chen. In den nächsten Vorträgen Sollen die Schöpfungen des Ostjüä’entumS auf allen Gebieten spe- ■ zialisiert und daher eingehendbehandelt werden. Die Makkabäerfeier der Wiener Zionisten, •‘"die Dienstag,.„den 7: -d. M. im, Hotel Continental 'stattfand, kann“ in jeder Hinsicht als gelungen, .-angesehen werden. Der Saai„War -bis auf den ^■fetzten. „.Rja,tz,vbfeetz0 Die ■.jjjarjbietungen .des Herrn Öberkähtör Morge'freterm. waren,-wie irhmer^ glänzend: Herr B a 16 . verband' in seiner Festrede , die, ferne Vergangenheit "des .Volkes Israels' .mit deti bedeutungsvollen .Geschehnissen der Gegenwart, die in eine Hoffnung' auf eine bessere Zukunft äusklang. Sehr verständnisvoll waren die Vprlesungen-des Fräulein Ganz,..besonders das Deborahliecf." Die Zuckermann’schen .Gedichte: „Makkabäer“, „Psalm“ und .„Theodor Herzl“, vorgetragen von Herrn Egon Brecher in bekannt meisterhafter Art, "ergriffen alle Anwesenden. Einen würdigen und eindrucksvollen Abschluß des Abends bildeten .die schönen hebräischen Lieder des Wanderbundes. „Blau-Weiß“. Das Arangement dieser Veranstaltung lag in den bewährten Händen der Fraii Erna Patak, der hauptsächlich das Gelingen derselben zu danken ist. «- Am 5. d. M. fand im Lokale des Vereines „Jugendbund Hatikwah“ (9., Porzellangasse 76) die Gründungsfeier Statt. Bei der Generalversammlung wurde folgender Ausschuß gewählt: Präses: L. Dickstein, Vizepräses: J. Kürer, Schriftführer: G. Goldarbeiter, Kassier: S. Eichenbaum, Bibliothekar: W. Fischer. — Zu den jeden Sonntag um 3 Uhr nachmittags Stattfindenden Vorträgen sind Gäste willkommen. BBAerstbau. »uöp nas>“ Lehrbuch der hebräischen Sprache für Schul- und Selbstunterricht von Moses Rath. Selbstverlag (Wien, 1. Rotenturmstr. 17/18.) Preis K 5.20 (M 4.—). Als dieses Buch vor dem Kriege erschienen war, da schrieb ein Kritiker: Dieses Buch bringt eine Belastung ,des Zionistischen Gewissens; es wird nämlich von jetzt an für einen schwer sein, sich zu entschuldigen, isobald er hebräisch nicht wird lernen Wollen. Denn mit Hilfe dieses Buches kann -wirklich jeder, sowohl der Anfänger als auch der, Welcher schon Vörkenntnisse besitzt, auch ohne Lehrer die hebräische Sprache, ihre Grammatik [ und ihren Stil erlernen. Die Tatsache nun, daß im Laufe eines Jahres, dazu des Kriegsjahres, die erste Auflage der - deutschen Ausgabe des Lehrbuches ganz vergriffen Wurde und jetzt eine neue Auflage als! ' nötig sich erwies, zeigt, daß viele zionistische ' Gewissen jene Belastung gefühlt und sich ihrer; zu entledigen gesucht haben. Für den Wert dieses» .'Buches zeugt auch der Beschluß der Zentrale der Histadruth Jbrith, es „als bestes der neuen Lehr-- .bücher dieser Art für Abendkurse und Selbst, unterricht Deutschsprechender zu empfehlen“. Das Buch besteht aus drei Teilen. Der erste, hebräische, enthält Uebungssätze, Fragen, grammatikalische Erläuterungen, Tabellen, Gedichte, Le- 'sestücke und kann sowohl für den Selbstunterricht als auch für den Unterricht nach Berlitz benützt werden. Der 'zweite Teil besteht aus dem Lehrbuch (in einer deutschen und feiner polnischen Ausgabe; der Druck der jidischen wurde durch den Ausbruch des Krieges unterbrochen) das die vom Elementarbeginn anhebende Einleitung, Laut- und Schriftlehre (Kurrentschriftübungen), dann das Vokabular zum hebräischen Lehrbuch, alle Regeln der Grammatik in prägnanter Fassung nebst Erläuterungen an Beispielen und Tabellen, ferner Uebersetzungsaufgaben aus dem Deutschen ins Hebräische enthält. Als besonders Wertvoll seien auch die Wiederholungsfragen, die dem Lernenden die Kontrolle über das schon Gelernte ermöglichen, die Anmerkungen für den Lehrer bezw. Selbstlernenden Schüler, sowie das alphabetische Wörterverzeichnis erwähnt. Für Selbstlernende ist der dritte Teil . bestimmt, der „Schlüssel“, der die [hebräische Lösung der deutschen Aufgaben enthält. Der vorliegende Band umfaßt die ganze Sprachlehre; der in Aussicht gestellte Zweite Band wird eine Oberstufe derselben bringen und eine Literatur - Chrestomathie. Hervorzuheben" ist auch,, daß das Buch! '■ in Anlage und Ausiwuhf der (Beispieleauf die; ■Ansprüche von .Erwachsenen eingestellt ist. Ferner die .ungewöhnliche Sorgfalt-in der Vökalisation und Betonungsbezeichnung, die erzielte Eindringlichkeit durch Variieren von großer und kleiner Schrift Sowie das ansprechende - Aeußere. Auch sei hoch erwähnt, daß in der voriiegen-; neuen Auflage des deutschen Teiles die Druckfehler der* ersten ausgebessert und manche früheren Härten des .'Stils beseitigt worden sind. Für weitere Auflagen wird jedöchvielleicht mancher bei diesem für breitere Schichten bestimmten Buche die Nummerierung der. Lektionen durch arabische Ziffern den jetzt verwendeten römischen vorziehen, besonders da im Jndex idie ersteren angewendet Sind. Auch werden vielleicht aus demselben Gesichtspunkte noch ein paar internationale grammatikalische Termini im deutschen Teil etwas populärer noch zu erklären sein. Fast bei allen ist es ja auch jetzt schon geschehen. A. S. Wir geben'hierdurch bekannt, daß unser geliebter Gatte resp. Vater Isah Ofcnöer (Horoüner) nach kurzem, schweren Leiden am 29. November 1. J. im 49. Lebensjahre in ein besseres Jenseits verschieden ist Das Leichenbegängnis hat am 1. Dezember 1. J. stattgefunden. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Fibel des Erwachsenen. Ein Fundament des alltäglichen Wissens, gleichsam die unentbehrliche Fibel des Erwachsenen, ist Brockhaus’ Konversationslexikon, dessen populäre Zweibändige' Ausgabe im vergangenen Jahre neu und bis auf die Gegenwart fortgeführt, erschienen ist. Mit Seinen 81000 Artikeln, seinen 5000 Abbildungen und über 400 Karten vereinigt esi in idealer Weise Wort und Bild. Der jpiedrige Preis von 24 'Mark für die zwei starken Bände in ihrer vornehmen und gediegenen Ausstattung ermöglicht es jedem, einen „Kleinen Brockhaus“ zu besitzen. ■tä Zu beziehen durch F. A. Brockhaus, Leipzig und durch alle Buchhandlungen. WINTER-ULSTER K 42 Winterrock K 48 Winteranzug K 36 Jacob Rothberger, k. u. k. Hoflieferant, Wien, . Stephansplatz . 66 Jeder Jude abonniere das Lemherger „THGBDRTT die verbreitetst, und in Oesterreich-Ungarn und Deutschland beliebteste, in jüdischer Sprache seit 13 Jahren erscheinende Tageszeitung hat nach den Kriegsschauplätzen eigene Berichterstatter entsendet und enthält wertvolle Kriegsberichte und Telegramme. Wer genaue Berichte über das jüdische Leben in Galizien und anderer Zentren haben will, lese das jüdische Lemberger „Tagblatt“. — Für Geschäftsverbindungen [mit Oesterreich-Ungarn und Deutschland empfiehlt siGh das Lemberger „Tagblatt“ als wertvolles Insertionsorgan. — Abonnement jährlich K 16.—, halbjährig K 8.50, vierteljährlich K 4.50, monatlich K 1.50. Verschleißer werden gesucht und erhalten hohen Rabatt. — Abonnement und Inseratenaufträge nimmt die Expositur der Lemberger-Tageszeitung „Tagblatt“, Wien, II. Große Sperlgasse 6 entgegen. — Oesterr. Postsparkassen - Konto Nr. 6254. ■ ' - RESTAURATION „zup pumänifdun Küdie“ Ch. Weiß vorm. Korn Wien, II., Hammerpurgstallg. 3. Anerkannt vorzügliche polnische u. rumänische Küche. Cafe „Marienbriicke“ ■lla 1-: I-, Rotenturmstraße 31. RENDEZVOUS DER ZIONISTEN. Cafe Jägerhof (Weiss) IX., Porzellangasse 22. Vornehmes Familien-Cafe modemst eingerichtet gut ventilierte Spielsäle. Zentral-Lokal der Zion. Ferialverbindungen. Sämtliche in- und ausländischen Zeitungen sowie alle Zion. Blätter liegen auf. ZIVNOSTENSKA Wechselstuben in Wien: I., Graben 15, I., Herreng. 12, II., Praterstr. 24, III., Land straße Hauptstr. 88, IV., Favoritenstr. 4, V., Margaretenstr. 71, VI., Gumpendorferstr. 100, VII., Mariahilferstr. 84, VIII., Josefstädterstr. 103, IX., Porzellangasse 9, X., Favoritenstr. 95, XII. Meidlinger Hauptstr. 15, XXL, Am Spitz 15._ Kulante Besorgung aller . Bank« und Börsentransaktionen. BANKA FILIALE WIEN I., Herrengasse 12 Aktienkapital u. Reserven: über K 103 Millionen. EINLAGEN ’73L°L auf BQdMt lIM Zentrale in Prag, gegründet 1868. Filialen: Brünn, Budweis, Friedek-Mistek, Iglau, Karlsbad, Klattau, Königgrätz, Krakau, Lern berg, Melnik, Olmütz, Mährisch-Ostrau, Pardubitz, Pilsen, Pisek, Prossnitz, Reichenberg, Tabor, Triest. Stahlkammer mit vermietbaren Safes Abonnement von K 7.— an. Herausg; Alexander Geller, verantwort!. _Red. David Nebenzahl Drück v. Josef Seywald, G.m.b. H. (verantwortl. Otto Schneeweiß),Wien, II. Taborstr. 52 B

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.