Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 9 (1915)
- Issue
- 15 (16.4.1915)
- Date
- 1915-04-16
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 15 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 3 1000 DollarsSpenOe Oer öslerr.ding. Zionisten NeuMs für jiiö. Eliirtik linge aus Galizien unö Oer Bultouina. Die österreichisch-ungarischen Zionisten in New-York haben zur Linderung der Not der jüdischen Flüchtlinge aus Galizien und der Bu-; kowina über Intervention der Herren | Red. Frostig, Adolf Stand und Ob.-Ing. ^Stricker den Betrag von 1000 Dollar |K 5.500.— gesammelt und an die Adressen der lObgenannten eingesendet. Diese Gelder wurden flaut Beschluß des Executivkomitees der Ziofnisten Oesterreichs in der Weise verwendet, daß | durch das Büro der Hilfsaktion anläßlich. der | Pessachfeiertage K 2500.— an jüdische Flücht-! linge aus Galizien, K 500.— an solche aus der Bukowina verteilt wurden. Weitere K1000.— wurden für jüdische Flüchtlinge aus der Bukowina bestimmt und der Rest von K 1500.— dem Zionistischen Zentralkomitee W.-Oe. für die Hilfsaktion für die Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina überwiesen. Der Herausgeber unseres Blattes, Gg. Alexander Geller, hat sich dieser Tage mit Fräulein Kornelia Kraus vermählt. Wir entbieten ihm, der von jeher zu den treuesten und wakkersten Anhängern unserer Idee zählt und sich um die zionistische Sache in Wien, namentlich aber um unser Parteiorgan, große Verdienste erworben hat, unsere wärmsten Glückwünsche. Die Redaktion der „Jüdischen Zeitung“ und ihre nächsten Freunde spenden aus diesem freudigen Anlasse 2 Oelbäume auf Namen des neuvermählten Paares. Personalnaitiriditen. Nach Redaktionsschluß erhalten wir die tieftraurige Nachricht: Juda Leon Perez ist nicht mehr. Einer der größten Dichter und Schriftsteller unseres Volkes sinkt mit ihm ins Grab. Er war nicht nur, wie so viele, ein Schriftsteller jüdischer Abkunft, schrieb nicht nur in hebräischer und jüdischer Sprache, er wurzelte auch tief im Volke, aus dem er hervorgegangen ist und war ein nationaler Jude durch und durch. Eine eingehende Würdigung des Dahingeschiedenen, dessen plötzlicher Tod in der Judenschaft aller Länder große Trauer auslösen wird, behalten jwir uns vor. Ehre seinem Andenken! VmiHsnadiPiditen. Wien. Jüdischer Handlungsgehilfen-Verband (Zentrale Wien, 11. Obere 'Donaustraße 65). Dienstag, den 20. April halb S Uhr abends, Vortrag des Kollegen David Nebenzahl: „D i e gegenwärtige Lage der Jude n“. Donnerstag, den 29. April, halb 8 Uhr abends, Vortrag von Frau phil. Dr. Rudolfine Waltuch: „Jüdisch e Wanderschaftsbewegung' (Veranstaltung der Frauenabteilung). Bibliotheksstunden: Dienstag von i/28 — y29 Uhr abends, Samstag von 8 — 9 Uhr abends, Sonntag von 11—y» 1 Uhr. (Die Bibliothek zählt bereits 750 Bände). Wien. Am 21. April 1. J., 8 Uhr abends, findet im Cafe Prückl (I. Stubenring) der 3. Vortragsabend des Zionistischen Zentral Vereines statt. Thema Vorbehalten. Am 14. d. M. sprach Gg. Dr. Otto A b e 1 e s über den Zionismus nach dem Kriege. Er ging in seinem Vortrage von der Entwicklung des Zionismus bis zum Kriegsausbruch aus und wies darauf hin, daß es infolge der durch den Krieg erfolgenden großen Umwälzungen notwendig sein werde, in Abänderung des Arbeitsprogrammes der letzten Jahre das Hauptgewicht zionistischer Tätigkeit auf die praktische Arbeit in Palästina und in der Diaspora zu legen und die Austragung kultureller Streitfragen einem späteren Zeitpunkte vorzubehalten. ALLGEMEINE DEPOSITENBANK. Der Verwaltungsrat beehrt sich hiemit die stimmberechtigten Aktionäre der Allgemeinen Depositen-Bank zur dreiundvierzigsten ordentlidie General-Versammlung welche Donnerstag, den 29. April 1915 vormittags 11 Uhr im Sitzungssaale des Anstaltsgebäudes (I., Schottengasse 1) stattfinden wird, eingeladen. Tages-Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht und Bilanz für das Geschäftsjahr 1914. 2. Bericht der Revisoren. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes. 4. Wahl eines Mitgliedes des Verwaltungsrates. 5. Wahl des Revisions-Ausschusses, bestehend aus drei Mitgliedern und einem Ersatzmanne. Die Herren Aktionäre, welche ihr Stimmrecht ausüben wollen, werden eingeladen nach § 18 der Gesellschaftsstatuten ihre Aktien wenigstens 8 Tage früher, d. i. bis spätestens inkl. 21. April 1915 bei der Allgemeinen Depositen-Bank in Wien (1., Schottengasse 1) zu hinterlegen. Der Rechnungs-Abschluß pro 1914 wird den zur General-Versammlung legitimierten Herren rechtzeitig zugesendet werden. Wien, 9. April 1915. Der Verwaltungsrat. Die fünfzigste orOentlidie General-Versammlung der k. k. privilegierten floden-Gredil-Anstolt findet am 30. April 1915, um halb 5 Uhr nachmittags, in Wien, I., Teinfaltstraße Nr. 8, statt. 0 0 0 Verhandlungs-Gegenstände: a) Bericht des Gouverneurs. b) Bericht der Zensoren. c) Beschlußfassung über die Gesellschaftsrechnungen und die Verwendung des Gewinnes. d) Beschlußfassung über die Aufrechterhaltung der dem Verwaltungsrate im Vorjahre erteilten Ermächtigung, das Aktienkapital von 53 Millionen auf 63 Millionen Kronen durch Ausgabe von 30.000 Aktien ä K 300 Nominale zu erhöhen. e) Bestimmung des Wertes der Anwesentheitsmarken für die Venvaitungsräte und Zensoren. f) Bestimmung der Höhe der Tantiemen. g) Wahl von Verwaltungsräten. h) Wahl von Zensoren. ln dieser Generalversammlung sind jene Herren Aktionäre stimmberechtigt, welche mindestens 14 Tage vor dem Zusammentreten derselben, daher bis längstens 16. April 1. J., fünfzig Aktien nebst Coupons bei der Kasse der Gesellschaft in Wien (Teinfaltstraße Nr. 8) deponieren. Konkurs. Beim Betverein „Bnej-Emunah“ in Dzieditz, öst. Schlesien, ist die Stelle eines Schochet-Kantors zu besetzen. Evakuierte, geeignete Bewerber wollen ihre Offerte einsenden. Gehalt 1000 Kronen nebst freier Wohnung. Der Vorstand des Betvereines „Bnej-Emunah“ Dzieditz, öst. Schlesien. ■ -im ■ ■ RESTAURATION; ■ „zur rumänifdien Küche“ ■ ■ Ch. Weiß vorm. Korn; ■ Wien, II., Hammerpurgstallg. 3. ■ _ Anerkannt vorzügliche polnische u. rumänische Küche. S PrivatRestauration Jacques BenvenistPs Wien, II. Weintraubengasse Nr. 7 Türkische Speisenspezialitäten. Abonnement in und außer dem Hause. ff Cafe ADLER I., Schottenring Nr. 12. Telephon 14737 Familien-Cafä ersten Ranges. Spezialität Adler-Platte feiner Aufschnitt und andere kalte Speisen. — Biere vom Faß. Weine offen und in Bouteillen. — Neu adaptierte prachtvolle Souterrain-Lokalitäten mit Kegelbahn an Vereine und Oesedschaffen zu vergeben. Couleurcafe der Bukowinerischen Studenten-Verbindung lorlania". — Sämtliche inu. ausländischen Zeitungen liegen auf. Sandor Adler. Cafe „Marienbrücke“ lli 1., Rotenturmstraße 31. RENDEZVOUS DER ZIONISTEN. Cafe Jägerhof (Weiss) IX., Porzellangasse 22. Vornehmes Familien-Cafe modernst eingerichtet gut ventilierte Spielsäle. Zentral-Lokal der Zion. Ferialverbindungen. Sämtliche in- und ausländischen Zeitungen sowie alle Zion. Blätter liegen auf. ■oaccnaeaaecidAcaatcnacaaAcn Cafe Maria tiieresia •C*D i I., üohensfaufengasse 21 (Ecke Maria Theresienstraße) cao*! Vollständig neu renoviert Modernst eingerichtet (Drei Seiffertbillards). Sämtliche in- und ausländische Zeitungen liegen auf. Stamm-Cafe der Lese- und Redehalle jüd. Hochschüler. Für aufmerksame Bedienung ist bestens gesorgt. g •caDcjraeea3«ex39CK3«caa«acKD«ejr> Herausg. u. verantw. Redakteur: Alexander Geller. — Druck von Jos. Seywald, G. m. b. H. (verantw. O. Schneeweiß), II., Taborstraße 52b. I 3