Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 8 (1914)
- Issue
- 32 (18.9.1914)
- Date
- 1914-09-18
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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sc Nr. 32 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 3 Unsere Jungens haben auch, als Flüchtlinge aus-Belgien hier ankamen, im. Aufträge des jüdischen 'Jugendbundes diese Leute am .Bahnhofe erwartet und in die Quartiere gebracht. /Außerdem' besorgt ein Zug den Ordnerdienst in den der Gemeinde Wien unterstellten Volksküchen des II. und XX. Bezirkes. In letzter Zeit haben , wir eine unsere Tendenzenhoch besser -entsprechende Arbeit hinzuhekomtnen. Ein Jude, Herr Brust, hat uns zwei große Grundstücke zum Anbau überlassen und uns sogar das Betriebskapital hebenswürdigst zur Verfügung-gestellt. Das eine Grundstück auf der- Hohen Warte haben .wir bereits in Arbeit gekommen und mit Spätgemüse bebaut , Eine, Anzahl unserer Jungens biwakiert draußen im" Zeltlager’ 'und blau-weiße und schwarz - gelbe Fähndien wehen auf unseren Zelten,. weithin sichtbar. -Die Geräte bekämen wir von der Gemeinde Wien geliehen, sie schickt uns auch täglich einen Wäsäerwägen zur Bewässerung. -Das: erzielte Gemüsewollen1 wir dann zu wohltätigen '--Zwecken verwenden. . . So; -arbeiten wir vielseitig und wie wir glauben nützlich;. .‘Erfreulich; ist es auch,-daß unsere Wanderer in; dieser Zeit-einen ungemeinen Grad von Verantwortungsgefühl und Selbständigkeit erlangt haben. Da die "Mehrzahl unserer Führer, zwölf Mann, eingerüdct sind, lastet vielfach auf den Wanderern selbst die volle Verantwortung'- für älles Geschehen und sie zeigen sich dessen würdig und fähig. ~~ . -Der-bevorstehende 1. Tischri 5675 fällt in eine Zeit; welthistorischen-Geschehens./ Auch’ in den Annalen der Geschichte des jüdischen Volkes wird dieser Zeitpunkt als Markstein einer Schicksalswendung zu einer — wie wir zuversichtlich hoffen — glücklicheren Zukunft der Judenheit verzeichnet werden. Wir wissen, daß, wie immer die Lage der Juden in der Diaspora sich gestaltet, unsere Sehnsucht doch nur ein Endziel, unsere Glückseligkeit -nur’ einen wahrhaften Riihepunkt kennt! die Heimstätte in Erez Israel. Uns ihr zu nähern, sie zu gewinnen, darauf muß alle Zeit unser. höchstes Streben gerichtet sein. Deshalb empfinden wir alle es, vyie sehr wir -auch -unter der Not des Krieges leiden und wieviel Elend an unseren Wohnsitzen wir zu lindern bemüht sind, als eine heilige palästinensisches Kolonisationswerk nicht im Stiche zu lasse n. Unsere wackeren Pioniere-in Erez-Israel, die jetzt unter doppelten Schwierigkeiten opferfreudige Arbeit leisten,’ können ijir Werk, jiur dann mit Aussicht auf Erfolg fortsetzen, .wenn wir ihnen die Mittel dazu beschaffen. Gelegenheiten zu Spenden für den Nationalfonds sind genüg vorhanden.: Für 'die Ablösungen der Neujahrsglückwünsche werden unsere Freunde diesmal —So. hoffen wir — besonders reichliche Sp enden bestimmen. Beim Aufruf zur Thora an den hohen Feiertagen versäume man nicht, den Nationalfonds mit einer Spende-zu bedenken; - Am• Vorabend des- Jom'-Hakipu- ’iim veranstalte mau Karothsammlungen für den Nationalfonds. - Zahlreich Sind die Anlässe, unseren Volks- Schatz zu mehren und zu stärken. Wollen wir der großen Not, die Palästina heimsuchen könnte, Vorbeugen, so müssen wir Alle nicht nur -als Spender, sondern auch als SarrfmIer uns in’den Dienst des Natiorialfonds Stellen. Jeder gebe nach seinem Vermögen! Jeder arbeite nach besten Kräften! Wird diese unsere Parole befolgt, so braucht unS das mm beginnende neue Jahr nicht mit Sorge um1 unsere Siedlungen in Palästina zu erfüllen. Ein- Jahr verheißungsvollen Schaffens und des Segens wird dann unserem Volke und unserem Lande, beschieden sein. Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds gez. Justizrat Dr. Bodenheimer. ftmiriaAriiMen. Wien» Zur Fortführung der Geschäfte des zion. Zentralbüros findet Jeden Mittwoch 8 Uhr abends eine Sitzung des Z.-K. statt wozu noch einzelne Vertrauensmänner der Partei die augenblicklich in Wien weilen, herangezogen wurden. Die allgemein zugänglichen Zusammenkünfte verbleiben für jeden Donnerstag, 8 Uhr (II., Circusgasse 33.) Wien» Von Mitgliedern des ZentraJkomites stehen zur Zeit die Herren Dr. Jakob Ehrlich, Dr. Emil Margulies und Dr. Emü Stein im Felde. An der Front befinden sich weiterhin neben zahlreichen anderen Ggs. der Obmann des D. K. für 1. Oe. Dr. Leopold Friedmann, sowie der Leiter der NF. Sammelstelle für. W. Oe, Präs, der Reichsorg, des „Blau- Weiß“, Dr. Ernst Skutezky. * - -Prerau. Der A. H. der mähr.-schles. Ferialverbindung „Massaoüda,“ Dr. Fritz Rosenzweig, ist in der Schlacht bei Krasnik gefallen. . IJUir hoffen, da§ unser Blatt, das infolge der Kriegsuiirren sein Erscheinen unterbrochen hatte, von nun an inregelmäßiger Folge imimin erscheinen wird, nmnn Die „Jüdische Zeitung'*. Empfehlenswerte Hoteis, RestauräntvCaMt eie. c<c^ooo<z>oopo<3>ooo<c>o OTnfa Rc+nn/iO Uomehmes Familien-Cafe o □ o a Q Ö modernste Frtsdiluftuentilation o A Wien, IX., Wühringersirafje 12, v O vls-ä-vls der Alt-PUsenetzer Blcrhalle. O O 1 Min. von der Universität. Billard und Spielsäle. O 9 Couleurcafö der .loria*. Renflezoousö. Zionisten 9 Sämtliche inu. ausländische Zeitungen liegen aui. I \ . ALBERT ELSNER, Caf&ier. \J u Ö L, SchottenringNr. 12. - -Telephon 1473>7. Familien-Cafä ersten Ranges. .C ■ * AdleivPlntfc Nachtmahl- Spezialität feiner Aufsdinitt and andere kalte Speisen. — Biere vom Faß. 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