Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 8 (1914)
- Issue
- 24 (12.6.1914)
- Date
- 1914-06-12
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 24 Tachkemoni-Schule in ein Gymnasium beschlossen werden. Damit soll dem Wunsche zahlreicher religiöser Juden in Rußland entsprochen werden, die ihren Kindern eine Gymnasialbildung in traditionellem Geiste zuteil werden lassen möchten. Es ist ferner geplant, für die Schüler, die sidi dem kaufmännischen oder landwirtschaftlichen Beruf zuwenden wollen, Spezialkurse einzurichten. * * * Von der hebräischen Mädchenschule in Jaffa. In Jaffa besteht bekanntlich seit vielen Jahren eine vom Odessaer Palästinakomitee unterhaltene hebräische Mädchenbürgerschule (Betli Seplier' Ironi Le-Banoth). Nunmehr hat der Hilfsverein der deutschen Juden ebenfalls eine Mädchenschule in Jaffa eröffnet und, um für diese neue Anstalt Schülerinnen zu gewinnen, die oberen Klassen seiner Kindergärten geschlossen. Damit nun den Schülerinnen der Kindergärten, die die hebräische Mädchenschule besuchen wollen, die Möglichkeit hierzu geboten ser,' hat der hebräische 'Lehrerverband beschlossen, der hebräischen Mädchenbürgerschule einen Vorkursus anzugliedern, in dem der Unterricht bereits aufgenommen worden ist und der sehr zahlreich besucht ist. * * ' * Neue Ausgrabungen in Palästina. Professor Sellins Ausgrabung des alten Sichern in Palästina, die zur einen Hälfte durch Mittel der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien, zur anderen durch Unterstützung des Deutschen Kaisers fortgeführt wird, hat in diesem Frühjahre einen sehr erfreulichen Fortgang genommen. Vor allem ist nun das Stadttor herausgearbeitet, wie noch kein anderes antikes palästinensisches; es ist ein dreifaches Tor, von sechs auf gewaltigen Quadern ruhenden Türmen umgeben, mit zwei Torhöfen. Im Innern der Stadt fand man die' berühmte kanaanitische Stadtburg stark ausgeplündert, aber doch in den Fundamenten trefflich erhalten. Reiche Ausbeute von Einzelfunden haben die vielen israelitischen und samaritanischen Privathäuser ergeben, die in verschiedenen Sumpfgräben aufgedeckt wurden. Die Ausgrabung, die schon jetzt eine schöne Bereicherung für die palästinensische Archäologie bedeutet, mußdemnächst wegen der Ernte abgebrochen werden, wird aber im August und September fortgeführt. Unterstützt wird Professor Sellin bei seiner Arbeit von den Herren Dr. Praschniker und Grohmann aus Wien. Zentral-Verkauf: MAX LUSTIG, WIEN I., Adlergasse 3. I., Franz Josefs-Quai 19. aus der Fabrik L. T. Piovati Versand nach dem In- und Auslande. Solideste Bedienung. Preiskurante gratis u. franko. Hüll JAKOB PW im Neubau des ntr- HOTEL NEW-YORK TO2 Wien, II., Kleine Sperlgasse bietet den P. T Gästen allen Komfort. — Küche und Keller sind als erstklassig bekannt Elegante uni geräumige Lokalitäten. Hochzeits¬ und Festbankette werden bestens arrangiert. UereinsnadiritiiteD. Wien. (Akadem. Verein „Jüdische Kultur“.) Das infolge zweifelhaften Wetters aufgeschobene Gartenfest findet Sonntag, den 14. d. M. (nicht wie irrtümlicherweise am 15. d. M. angekündigt war) statt. Wien. (Akadem. Verein „Jüdische Kultur“.). Samstag, den 13. d. M. findet im Vereinslokal, 9. Bez., Hörigasse 11, ein Vortrag von unserem Bb. MUC. Kaspar Blond über „Dr. Nathan Birnbaum, sein Leben und Schaffen“ statt. Beginn halb 8 Uhr abends. Gäste willkommen! Wien. (Akad. Verein „Esperanza“.) Samstag, den 13. Juni spricht Herr Dr. Arnold Friedmann über seine bei der letzten Gesellschaftsreise gewonnenen Eindrücke von der palästinensischen Kolonisation. Beginn halb 9 Uhr abends im Vereinslokal (Sephardischer Tempel). Wien. (Hatchiiah, akad. Vereinigung für liebr. Sprache und Kultur.) Freitag, den 18. Sivan f (12. Juni), halb 8 Uhr abends, findet in unserem Lokale. (9. Bez., Garnisongasse 22), das Referat des Bbr. cand. med. Arjeh Neuberger über „Machlot harnadt ezel ha’jehudim“ statt. Gäste willkommen! Znaim. : In der am 28. Mai abgelialtenen außerordentlichen Generalversammlung wurden für die ausscheidenden Ausschußmitglieder nachstehende Herren gewählt: Obmann: Dr. Michael Scheehner; Stellvertreter: Emst Gütig; Schriftführer: Richard Seger. Mähr.-Ostrau. Jüdischnationales Sommerfest. Am Sonntag, den 14. d. M., 4 Uhr nachmittags, veranstalten die jüdischnationalen Vereine von Mähr.-Ostrau, der Volksverein „Zion“, der Turnverein „Makkabi“ und der Handlungsgehilfenverband ein gemeinsames Sommerfest, dessen Reinertrag dem Zentralfonds zugedacht ist. Das Fest bietet einen erfreulichen Beweis des harmonischen Zusammenwirkens der nationalen Organisationen und es ist mit Bestimmtheit zu erwarten,, daß dem Feste ein volles Gelingen beschießen sein wird. Die jüdischen Vereine Nordmährens und Schlesiens werden zu diesem Feste herzlichst eingeläden, und das Komitee wird aufs angenehmste berührt sein, recht viele auswärtige ’ Gesinnungsgenossen ’' begrüßen zu können. Im Falle ungünstigen Wetters findet das Fest, welches in den Stadtparkanlagen (alte SChießstätte) abgehalten wird, am 2S. Juni statt. Teschen. (Jüd.-akad. Ferialklub.) Die Chargenwahlen für das laufende Sommersemester hatten folgendes Ergebnis: cand. phil. Walter Robitschek x, ing. Bruno Pilzer xFxx, ing. Friedrich Wiesner xxx. Proßnitz.. Am 7. Juni weilte hier Kollege Keßler und' wurde ihm zu Ehren von der hierortigen Ortsgruppe des Jüdischen Handlungsgehilfenverbandes eine Begrüßung im Jüdischen Kasino veranstaltet Klosterneuburg. Der hiesige jüdische Volksvcrein veranstaltet Samstag, den 13. Juni einen jungjüdischen (literarischen) Abend in Bogners Restaurant, . wobei Prof. Dr. . Wilh. Stein über die jüdische Dichtung sprechen wird und die Damen Gisela Kohn und Frida Loewy (Klosterneuburg) Proben lesen werden. Gäste herzlich willkommen!'' Olmfitz. Den Bemühungen unseres Gg. Osk. Huber ist es gelungen, eine' Ortsgruppe des Jüdischen Handlungsgehilfen-Verbandes zu gründen, welche am 6. Juni konstituiert worden ist. Nach Begrüßung durch den Vorsitzenden erstattete der Obmann der Verbandsleitung Koll. Keßler sein Referat, worauf der Obmann der Kreisleitung Proßnitz Koll. Fried und der Obmann der Ortsgruppe Proßnitz Koll. Schreiber auf die Wichtigkeit des Zusammenschlusses der jüdischen Angestellten hinwiesen. Bisher sind bereits über 40 Mitglieder beigetreten und es ist Aussicht vorhanden, daß eine große Anzahl in Kürze gleichfalls ihren Beitritt anmelden werden. Die Wahlen ergaben folgendes Resultat: Obmann: Adolf Fink; Stellvertreter: Oskar Huber; Kassier: Ernst Spitzer; Stellvertreter: Frl. Irene Diamant; Schriftführer: Benno Fleischer; Stellvertreter: Artur März; Revisionskomitee: Frl. Borger, Herr Wilhelm Diamant und Josef Bellak. Builing OIID HUGO IIH Wien, II. Taborstr. 17 [Hirschenhaus] Telephon 39247. Ausflugskarten für die Umgebung Wiens, Fahrpläne. Kartenschutz von K 1.20 aufw. Antiquariat. Provinzversand. turn: und Sportassen. I Hakoah. Pfingstsonntag: Hakoah II. — I., Wr.-Neustädter F. C. 5: 0. Sonntag standen sich die beiden Mannschaften vor 'einem zahlreichen (distinguierten Publikum gegenüber. Vom Ankick weg übernimmt Haköäh' den Ball. - Ständig wächst die Ueberlegenheit der Wiener, die ihren Ausdruck in zwei Prachtgoals findet, die Kolisch I. zum Erzeuger haben. Die Einheimischen kamen nur selten über die Mitte, die spärlichen Angriffe wurden von Oskar Kohn und Scheuer wieder zurückgewiesen. Halbzeit 3:0. Die zweite Halbzeit hat dasselbe Bild, eine ständige Belagerung des Neustädter Tors und einen heldenhaften Kampf der Neustädter Verteidigung, in welcher besonders der Tormann hervorragte — er hielt viele schwere Bälle in ausgezeidineter Weise und ohne ihm wäre das Score noch bedeutend höher ausgefallen — gegen die wuchtigen, von den schnellen Hokoahflügeln Kolisch III und Pollak-II'herbeigeführten Angriffen der Wiener. In der ersten Hälfte der zweiten Halbzeit sausen noch zwei Bälle in das Neustädter Tor, dann folgte ein regelrechtes Exhibit der Wiener, das beim Publikum lebhaften Beifall hervorrief. Den richtigen Ausdruck des Kräfteverhältnisses hätte ein zweistelliges Resultat gezeigt. Pfingstmontag: Hakoah II. — Soproni F. 6s A.C. Das Wettspiel begann vor einer großen, eleganten Zusdiäuermenge um 4 Uhr. Ein orkanartiger Wind blies gegen das Hakoahtor. Vom Ankick weg übernehmen die Einheimischen das Kommando, zwei vehemente Angriffe werden von der blau-weißen Verteidigung elegant zurückgeschlagen, ein rasender Lauf von Pollak II, ein Centre und mit einem Bombenstoß Spedierte Kolisch I den Ball ins Tor der Roten (4. Minute). Dann offenes Spiel, ein Corner gegen Hakoah, der abgewehrt wird, der Ball gelangt zum Linksaußen der Soproner und dessen Centre wird, vom Wind unhaltbar, in das Goal der Wiener gedrückt. Dann ständiges Drängen der Hakoah gegen den Sturm, bis ein Centre vom rechten Flügel durch Kolisch I unter dem Jubel des Publikums, das sehr mit unserer Mannschaft sympathisierte, in das führende Goal! für Hakoah verwandelt wurde. Dann wechselnde Angriffe, die resultatlos verlaufen, bis Halftime (2:1). In der zweiten Halbzeit werden die Angriffe der Roten seltener und seltener, unjd schließlich beherrschte Hakoah das Feld. Es gelingt noch Piccolo, von beiden Backs der Soproner hart bedrängt, an dem herauslaufenden Tormann vorbei das 3. Goal für Hakoah zu er1 zielen, dann folgt, ähnlich wie in Wr.-NeuStaidt, das Exhibitionsmatch der Wiener. Liste 9er Ueberläuter. Amalie Greger geb. Willner, 1886, Teplitz- Schönau, verheiratet, Private, 5. Bez., Reinprechtsdorferstraße 28.. — Max Kanner, 1873, Wien, ledig. 10. Bez., Wielandplatz 7. — Therese Tänzer geb. Stein, 1876, Wien, verheiratet, 16. Bez., Klausgasse 32. — Regina Bock, 1886, Wien, ledig, Weißnäherin, 16. Bez., Brunnengasse 53. — Rudolf Polacsek, 1872, Wien, geschieden, Beamter, 20. Bez., Klosterneuburgerstraße 66. — Beile (Paula) Dreier, 1882, Leipnik, ledig, Private, 5. Bez., Reinprechtsdorferstraße 11. — Reja Löwy, 188S, Belgrad, ledig, Private, 2. Bez,, Ferdinandsstraße 11. — Gisela Berönyi, 1893, Wien, ledig, Schneiderin, 7. Bez., Lerchenfelderstraße 21. * Zum Judentum zurückgetreten ist: Robert Kende, Reisender. Notizen. Midraschah. Die bekannte Zigarettenpapier- und Hülsenfabrik Jac. Schnabl & Co. in Wien, XIX., bringt (zufolge eines mit dem Kuratorium des Hebräischen Gymnasiums in Jerusalem geschlossenen Vertrages für die jüdischen Raucher Zigarettenpapier, Zigarettenhülsen und Papier-Zigarrenspitzen unter dem1 Namen „Midraschah“ in Verkehr und fallen von deren Erlös 5 Prozent dem Hebräis'chen Gymnasium in Jerusalem zu. — Es ergeht somit an die gesamte Judenheit die Bitte, die Erhaltung des Hebräischen Gymnasiums in der Weise zu unterstützen, daß nur Zigarettenpapier, Zigarettenhülsen und Papier-Zigarrenspitzen „Midraschah“ verlangt werden. — „Midraschah“ wird aus bestem, echt ägyptischen Vergepapier erzeugt und entsprechen sowohl die Hülsen als auch die Zigariettenpapiere allen Anforderungen ider Hygiene. Das Entwöhnen des Säuglings ist oft eine schwierige Sache und wird daher der stillenden Mutter empfohlen, zuerst einmal täglich dem Kinde etwas Nestlemehl, nur mit Wasser aufgekocht in der Saugflasche zu geben. Nach und nach werden zwei, drei und mehr solcher Mahlzeiten gegeben, das Kind wird sich ohne Schwierigkeiten entwöhnen lassen, wird sich kräftig entwickeln und wirklich prächtig gedeihen. Probedose von Nestles Kindermehl vollkommen gratis erhältlich durch Henri Nestle, Wien, I., Biberstraße 1. BBMdiau. Hartmann Martin Prof. Dr.: „Reisebriefe aus Syrien.“ — Dietrich Reimer, Berlin. Preis 3 M. “«w Privat: Restauration Jacques Benvenisti’s Wien, II. Weintraubehgasse Nr. 7 Türkische Speisenspezialitäten. Abonnement in und außer dem Hause. Nea-eröffnet! STEEflNI&KINO, II. Ob. Donausfr. 79 Nächst der Stephanie-Brücke. 239841