Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitung · 1914-06-05 · 23 (5.6.1914) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
8 (1914)
Issue
23 (5.6.1914)
Date
1914-06-05
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2438141-2438483-2438505--4207-2444036
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 23 abends findet im Verbandslokal, II., Taborstraße Nr. II B (2. Stiege), ein Vortrag des Koll. Maxime Straub statt. Thema: „Reiseeindrücke aus Albanien und Montenegro“. Gäste willkommen! Wien. (Hatchijah, akad. Vereinigung für hebr. Sprache und Kultur.) Freitag, den 11. Siwan (5. Juni), halb S Uhr abends, findet in unserem Lokal, 9. Bez., Garnisongasse 22, das Referat des Bbr. med. Korez über „Ha’raajon ha’meschichi be jisrael“ statt. Gäste willkommen! — Sonntag, den 13. Siwan, Ausflug auf den Hermannskogel. Versammlungsort vor der „Mensa acad. jud.“. Hebräisch sprechende Gäste willkommen! 'Wien. („Bar-Kochba“, 9. Bez., Cafe Klinik.1 Wir laden die wohlhonorigen Organisationen und Freunde unseres Vereines zu der am S. Juni im großen Festsaal der k. k. Universität stattfindenden Promotion unseres Alten Herrn S. Hirschhaut zum Doktor der gesamten Heilkunde geziemend ein. Wien. Am Sonntag, den 24. Mai d. J. fand im Schullokale, 9. Bez., Seegasse 16, die Prü-» fung der Zöglinge (5 Knaben- und -1 Mädchenabteilungen) des jüdischen Schul Vereins für den 9. Bezirk statt. Hiezu waren erschienen: Herr Schulinspektor Professor Dr. Moritz Kanitz, Herr Bibelschulinspektor Julius Braun als Vertreter der Kultusgemeinde, Herr Religionslehrer Max Rieden, die Herren Vorstandsmitglieder Dr. Siegfried Halberstam, Samuel Samuely, Isidor Goldschmidt u. a., sowie Eltern in großer Zahl. Die Prüfung ergab ein sehr günstiges Resultat. Die Herren Inspektoren Prof. Dr. Kanitz und Braun haben dem Vereinsvorstande für seine Mühe gedankt, ferner den beiden tüchtigen Lehrern Müller und Popper über die erzielten Erfolge und allen Schülern und Schülerinnen über ihre Leistungen die vollste Zufriedenheit ausgedrückt. Seitens der Eltern wurde den beiden Lehrern für ihre Mühewaltung der herzlichste Dank abgestattet. Der Vorstand kann daher mit Befriedigung auf seine Tätigkeit zurückblicken und wäre es zu wünschen, daß dem Verein allseits großes Interesse entgegengebraclit werde. Wien. (Jugendbibliothek.) Die von der Wiener Zionistischen Vereinigung eingerichtete Jugendbibliothek hat sich sehr segensreich erwiesen. Sie wurde von den Teilnehmern der jüdischen Geschidhtskurse der Vereinigung und den Wanderern des Jüdischen Wanderbundes „Blau- Weiß“ auf das eifrigste benützt. Leider genügen die wenigen Hundert Bände der Bibliothek lange nicht den Bedürfnissen der Wiener jüdischen Jugend. Unserem Mahnruf an die Oeffentlichkeit haben nur die Herren Robert Guttmann in Prag und Otto Schmiedek, Wien, Folge geleistet und unsere Bibliothek durch Geld- und Bücherspenden bereichert, wofür wir ihnen auch an dieser Stelle unseren herzlichsten Dank sagen. Wir hoffen, daß dieses Beispiel recht viele Nachahmer finden wird; der weitere, dringend erforderliche Ausbau der Bibliothek ist ohne großzügige Förderung durch die Oeffentlichkeit unmöglich. Jeder, der den großen Einfluß der Lektüre auf die heranwachsende Jugend kennt, helfe uns, unseren Jungen gute, jüdische Bücher in die Hand zu geben. Wer es einmal mitangesehen hat, welche Freude unsere Bücher den jugendlichen Lesern bereiten, wird gern an dem Ausbau dieser wohltätigen Institution, die ohne jedes Entgelt der Wiener Jugend zur Verfügung steht, mitarbeiten. Die Bibliothek ist berufen, eine der bedeutsamsten Faktore in der Erziehung einer wirklich jüdisch denkenden mitfühlenden Jugend zu werden. — Bücher- und Geldspenden richte man an die Wiener Zionistische Vereinigung, Wien, 9. Bez., Hörigasse 11. Auf Wunsch werden die Bücher auch abgeholt. Klosterneuburg. Samstag, den 6. Juni veranstaltet die hiesige Ortsgruppe einen literarischen Abend, bei dem Dr. Wilhelm Stein (Wien) eine einleitende Conference halten und Fräulein Gisela Kohn (Wien) Proben aus der jüdischen Dichtung lesen wird. Krems. Im Volksverein „Zion“ spricht Sonntag, den 7. d. M. Herr Dr. Otto Abeies (Wien) über das Thema: „Was will der Zionismus?“ Jagemdorf. (Verein „Zion“.) Am 23. Mai fand der zweite Diskussionsabend statt. Das Referat hielt Herr Dr. Eugen Wo] ln er. Er besprach den Aufsatz von Robert Weltsch im Buch vom Judentum: „Theodor Herzl und wir“. Er wandte sich gegen die hier vorgebrachten Anschauungen. An der Diskussion beteiligten sich die Herren Dr. Singer, Dr. Großlicht und Dr. Grünfeld. Die Zuhörer waren diesmal zahlreicher erschienen und es ist zu erwarten, daß die Einführung der Diskussionsabende zum Entstehen eines jüdischen und zionistischen Lebens hier viel beitragen wird. Bielitz. Am Samstag, den 23. Mai wurde im jüdischen Gemcindesaal eine Ausstellung eröffnet, welche Erzeugnisse unserer palästinensischen Spitzenschulen sowie der Kunstgewerbeschule „Bezalel“ umfaßte. Zu der Eröffnung, welche durch Frau Emilie Schmelz vorgenommen wurde, hatte sich ein zahlreiches, distinguiertes Publikum eingefunden. Frl. Nelly Thieberger (Prag) besprach in fein pointierter, mit großer Begeisterung aufgenommener Rede das Original engliidier Gummimantel K 16.50 I «T■ am Ludwig Lazar WieMX JLiechieixsteinstr.ö Kolinja$$e PiltfrgUeder von Verbind unifers,Spor t*- ynd Turnvereinen erhalten auf die a Stück ersichtlichen Preise ©inen Programm und die Arbeit des „Verbandes jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina“, dessen neugegründete Ortsgruppe die Ausstellung veranstaltete. Die Rednerin verstand es, unseren Frauen die Notwendigkeit eigener nationaler Arbeit klarzulegen und ihnen die Unhaltbarkeit eines kosmopolitischen Standpunktes, einer Arbeit für „die Allgemeinheit“ zu beweisen. „Es gibt so viele schöne und liebe Frauen und doch steht uns unsere eigene Mutter am nächsten!“ — Am nächsten Abend hielt im Rahmen der Ausstellung Herr Dr. ing. Artur Felix (Andridhau) einen Liditbildervortrag über den neuen Jischuw in Palästina und machte besonders für die P. L. D. C. Propaganda. — Die Ausstellung wurde am Montag geschlossen. Erfreulich ist das Wachstum der Ortsgruppe. Vor wenigen Wochen begründet, zählt sie heute bereits gegen 80 Mitglieder und dürfte in kürzester Zeit die stärkste Filiale des Frauenverbandes in Oesterreich-Ungarn werden. Aus diesem ist auch die Präsidentin der Ortsgruppe, Frau Emilie Schmelz, vervorgegangen, die mit bewunderungswürdiger Liebe und Begeisterung sich der Arbeit angenommen und im Verein mit der Schatzmeisterin, Frl. Martha Schnabel, einer bewährten Gesinnungsgenossin, zum Gelingen des geschilderten Werkes beigetragen hat. Rofe. Karlsbad. Die nach Karlsbad kommenden Zionisten werden darauf aufmerksam gemacht, daß der Volksverein „Zion“ in Karlsbad seine regelmäßigen Zusammenkünfte in Kirsch' Restaurant Lincoln, Egerstraße, jeden Donnerstag um 8 Uhr abends abhält. Teschen. (Jüd.-akad. Ferialklub.) Die Chargenwahlen für das laufende Sommersemester hatten folgendes Ergebnis: cand. phil. Walter Robitschek x, ing. Bruno Pilzer xxFx, ing. Fritz Wiesner xxx. Holleschau. Am 20. Mai fand die diesjährige Generalversammlung des Jüd.-nat. Mädchenvereines „Sulamith“ statt. Getreu Seiner Devise: „Alles kann die Frau dem Zionismus sein“ — wie Herzl den Wirkungskreis der jüdischen Frau umschrieb — hat der Verein, der von Jahr zu fahr an Mitgliederzahl wächst, im abgelaufenen Vereinsjahre auf allen Gebieten der zionistischen Propaganda eine äußerst rege Tätigkeit entfaltet. Der Verein war stets bemüht, einerseits durch regelmäßige Abhaltung von Vorträgen seine Mitglieder zu tüchtigen Zionistinnen heranzubilden, anderseits durch Veranstaltung von öffentlichen Versammlungen das Interesse der jüdischen Mitbürger für unsere nationale Bewegung zu erwecken und. wachzuhalten. Diese emsige Arbeit spiegelt sich denn auch in den relativ hohen Ziffern, mit denen unsere Stadt in den Ausweisen für die diversen Institutionen des Zionismus figuriert. Der Verein hat sich ferner der ..Zionistischen Frauenweltorganisation“ angeschlossen und gemäß der von dieser Organisation ausgeganTenen Anregung knapp vor Sckewuoth einen Blumentag veranstalte', der einen über alles Erwarten glänzenden Verlauf nahm. Er ergab das namhafte Reinerträgnis von 110 Kronen, welcher Betrag dem Nationalfond zuo-eführt wurde. Der Blumentau-, der erste derartige Versuch, erwarb sich rasch die Beliebtheit sämtlicher Juden, ungeachtet ihrer sonstigen Stellung zum Zionismus, sodaß er fortab eine alljährlich sich wiederholende Institution in unserer Stadt bilden wird. Da die bisherige Präsidentin des Vereines, Frl. Hilde Heß, die, wacker unterstützt von der Vizepräsidentin Frl. Luise Gorge, denselben mit anerkennenswerter Umsicht und Rührigkeit leitete, sich in nächster Zeit verehelichen wird, War es nötig, die Präsidentenstelle neu zu besetzen. Die Wahl fiel mit Stimmeneinhelligkeit auf Frl. Charlotte Adler. Der Verein wird, wie bisher, so auch unter der neuen Leitung bestrebt sein, durch unermüdliche Arbeit dem Zionismus immer neue Anhänger zu gewinnen. __ Neu eröffnet! STEFflHIE:RINO, II. Ob. Donausfr. 79 Nächst der Stephanie-Brücke. Wochenprogramme: Von Freitag den 5. Juni bis inkl. Montag den 8. Juni: 1. „Oesterreichs Kriegsflotte.“ Die neueste Sehenswürdigkeit. Prachtvolle Aufnahmen. — 2. „Ein Tindesherz.“ Drama in drei Akten. — 3. „O, diese Junggesellen.“ Interessantes Lustspiel. (Schulfrei!) — Von Dienstag .den .9. Juni ibi;s inkl. Donnerstag den 11. Juni- 1. „Cherchell.“ Herrliche Naturaufnahme. — 2. Kat und Ket. Lustspiel in einem Akt. — 3. Schnellzug Nr. 115.“ Ein spannendes Drama in zwei Akten. — 4. „Anton als Napoleon-Modell.“ , Komische Szene. — 5. „Pfiff, als Kontrollor der Schlitzröcke.“ Komische Szene. — Voranzeige: Aut vielseitigem Wunsdi ab Freitag, den 19. Juni: „Shylok von Krakau.“ Notiz. Midraschah. Die bekannte Zigarettenpapier- und Hülsenfabrik Jac. Schnabl & Co. in Wien, XIX., bringt izufolge eines mit dem Kuratorium des Hebräischen Gymnasiums in Jerusalem geschlossenen Vertrages für die jüdischen Raucher Zigarettenpapier, Zigarettenhülsen und Papier-Zigarrenspitzen unter dem' Namen „Midraschah“ in Verkehr und fallen von deren Erlös 5 Prozent dem Hebräischen Gymnasium in Jerusalem zu. — Es ergeht somit an die gesamte Judenheit die Bitte, die Erhaltung des Hebräischen Gymnasiums in der Weise zu unterstützen, daß nur Zigarettenpapier, Zigarettenhülsen und Papier-Zigarrenspitzen „Midras'chäh“ verlangt werden. — „MidrasChah“ wird aus bestem, echt ägyptischen Vergepapier erzeugt und entsprechen sowohl die Hülsen als auch’ die Zigarettenpapiere allen Anforderungen der Hygiene. Eiste 9er Ueberläufer. Edith Paizovsky, 1S90, Wien, ledig, Private, 13. Bez., Neue Weltgasse 23. — Friedrich Platschek, 1895, Wien, ledig, Handeisangestellter, 7. Bez., Neustiftgasse 5. — Jeannette Frankl, 1886, Tarnopol, ledig, Hilfsarbeiterin, 13. Bez., Tiefedorfergasse 4. — Josefine Pick, 1889, Karlowitz, ledig, Bankbeamtin, 2. Bez., Herminengasse 14. — Dr. Alfred Schulhof, 1862, Wien, ledig, Advokat, 1. Bez., Am Hof 5. — Ernst Rosenfeld, 1894, Wien, ledig, Student, 3. Bez., Untere Viaduktgasse 43. — Antoinette Bacher, 1892, Wien, ledig, Studentin, 3. Bez., Untere Viaduktgasse 6. — Franz Lederer, 1885, Prag, ledig, Beamter, 19. Bez., Cottagegasse 45. — Hermine Sperber, 1888, Wien, ledig, Kassierim, 19. Bez., Weinberggasse 44. — Richard Ernst Bial, 1873, Breslau, ledig, Privatier, 7. Bez., Apollogasse 32. Hllen Zionisten bestens empfohlen! Bei Berufung auf das Blatt gewähren wir 10°|o Rabatt Erstes u. ältestes zabnärztlidi. u. zahntedin. (Melier Zahnarzt Qr.Plowilz s Bremer, Wien, II. Stephaniestrasse 8. Telephonstelle 8 von 5184. e• e• Für Propoganfla* Organisation für Zahn- und Kosmetische Ateliers, Zeitungen etc. hier oder auswärts empfiehlt sich routinierter Fachmann J. Steiner, Wien, II. Roten Sterngasse 10-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.