Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 8 (1914)
- Issue
- 20 (15.5.1914)
- Date
- 1914-05-15
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr- 20 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 Jf.WUfM,. (, i -m*i '!■ ■■ ^SAJVTE^S Cbit neue Uorjüglidje S£oc^fcf)oFoIabe Mk aaS Suiiuä SKeinlä ©cfjofolabefabtif. V"'Ym 3« {ja&ctt in affen gifiafen ber girma ] ■ 3uIin3 SMeinl. JM Direbtopiumssifzung Oes JüOisAen Nafionalionös. Am Sonntag, den 3. Mai d. J. fand im Zionistischen Zentralbureau in Berlin eine Direktoriums-Sitzung statt, an der folgende Herren teilnahmen: Justizrat Dr. Bodenheimer, Dr. Hantke, .Dr. T s c h 1 e n o \v, . 'Professor Dr. Wartburg, die Sekretäre Groß und Ingenieur Kaplansky, ferner als Gast Herr Agronom Oettinger, der auf der Reise von Brasilien nach Palästina befindlich, in Berlin Aufenthalt nahm. * Ausgestaltung des Paläslinaamtes. Infolge des fortwährend zunehmenden Agenden des Palästina-Amtes sowohl für den Nationalfonds wie für andere Institutionen und Gesellschaften hat isich die Notwendigkeit einer Erweiterung nach Ressorts ergeben. Für das landwirtschaftliche Ressort, insbesondere die Betriebe und kolonisatorischen Unternehmungen des Nationalfonds ist Herr Agronom Oettinger gewonnen worden, der viele Jahre eine hervorragende Stellung in den übereeischen. Kolonien der Ica bekleidet hat und dessen reiche Erfahrungen nunmehr Palästina zugute kommen werden. * - Boden für Tachkemonilchuel in Jaffa. Der Nationalfondl erwirbt den für die Tachkemonilcliule bestimmten Boden im Werte von 45.000 Francl!und gibt ihn dem TachkemoniKohiitee [unter .den üblichen Bedingungen für 49 Jahre in Erbpacht. Erbauung neuer Arbaiterfamilienhäuser aus: dem Arbeiterheimstättenfonds. Der Sitzung lagen ausführliche Exposes des Palästina-Amtes und des Hauptbureaus über die in diesem Jahre zu erbauenden Arbeiterhäuser für Jemeniten und Aschkenasim vor. Es wurde eingehend über die Art der Vergabe der Häuserbauten an Unternehmer sowie über den Standort in privaten (Kolonien und auf N.-F.-Gütern 'beraten und entsprechende Beschlüsse gefaßt. Wie allseits hervorgehoben Wird, ist stellenweise ein Ber dürfniä nach feinem stärkeren und größer gebauten Typus von Arbeiterfamilienhäusem vorhanden. Es wurde deshalb in Aussicht genommen, bei der nächsten Generalversammlung einen Beschluß auf die Schaffung einer größeren Arbeiterhaus-Spende, etwa in der doppelten Höhe der bisherigen, beizuführen. Gleichzeitig wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß mit Rücksicht auf die fortdauernde und in den nächsten Jahren zu erwartende verstärkte Einwanderung der Jemeniten, sowie der Notwendigkeit der Ansiedlung von aschkenasischen Arbeitern mit Hilfe des Arbeiterheimstättenfonds die Propaganda für letzteren ungeschwächt fortgeführt werde. Zu diesem Zwecke ist die Herausgabe einer neuen Werbeschrift über diesen wichtigen Spendenzweig , des Nationalfonds geplant. In diesem Zusammenhang sei mitgeteilt, daß auch eine .Reihe .von- Aüfklärungs- und Werbeschriften über den zu erweiternden Genossenschaftsfonds fül Siedlungs-, Okkupations- und. Pachtgenossenschaften (letztere nach. italienischem und rumänischem Muster) in den' nächsten Monaten .erscheinen sollen, j Schließlich wurde über Arrondierung von Nar tionalfondsbesitzungen beraten und deren Realisierung teilweise von den zu. erwartenden Einnahmen des Nationalfonds abhängig gemacht. Im Hinblick auf die weittregende Bedeutung der geplanten Aktionen in Palästina ist zu hoffen, daß die Freunde und Vertrauensmänner des Nationalfonds durch erhöhten Eifer in der Werbearbeit eine rasche Verwirklichung ermöglichen werden. Das Interesse, daß die verstärkte Propaganda für Palästina der letzten Zeit, in immer weiteren Kreisen ävachrift, läßt. eine erhebliche Vermehrung der N.-F.-Einnahmen -auch in diesem Jahre erwarten, * * Die in der Zeit vom 3. bis 10. M^i d. J. für den Jüdischen Nationalfonds eingegangenen Spenden betragen 13013.02 H. Hiervon entfallen auf Rußland Mk. 5966,10, Deutschland Mk. 2124,05. Galizien Mk. 1496,82, Oesterreich Mk. 1392.67. Ungarn Mk. 1123,72, Nordamerika Mk. 509.43, diverse Eingänge Mk. 74,07. VereinsnatbrifUen. Wien. (Hateehijah, akad. Vereinigung für hebräische Sprache und Kultur.) Freitag, den 19. Jjar (15. Mai) 1/28 Uhr abends findet im Lokale unserer Vereinigung (IX., Garnisongasse 22)_der Vortrag des Bbr. med. Nathan Melzer über „Haisch Laiwri“ statt. Gäste willkommen. Gleichzeitig geben wir unseren Bbr. Bbr. sowie allen Kollegen kund, daß wir in den ersten Tagen des Monates Juni eine Achad-Haam-Feier in derUniversilät veranstalten werden und bitten wir, sich schon jetzt mit Eintrittskarten zu versehen, da solche am “Abende der Veranstaltung nicht mehr erhältlich sein werden. Preis der Karten für Studenten K —.60, für Nichtstudenten K 1. Zu haben: im Palästina-Informationsbureau, II., Karmeiiterplatz 1, im Lokale der Hateehijah, IX., Garnisongasse 22, im Cafe Herz (Marienbrücke), Cafe Brammer, Liechtensteinstraße, Ecke M.-Theresienstraße und bei den Mitgliedern der „Hatechijah“. Wien. (Akademischer Verein jüdischer Frauen.) Sonntag, den 17. d. M. 8 Uhr, veranstaltet der „Akad. Verein jüd. Frauen“ zu Gunsten des hebräischen Schulwerks in Palästina einen literarisch-musikalischen Abend unter Mitwirkung der Violinvirtuosin Frl. Tcz'-’, der Opemsängerin Frl. Tauber und des Herrn Dr. Präger. Der Abend fi idet im Dom-Cafe, I., Singerstraße statt. Wien. (Herzlklub.) Sonntag, den 17. d. M. Ruderpartie. Treffpunkt 1/28 Uhr früh, Tegetthof- Denkmal. Mittwoch, den 20. d. M. Vortrag Gg. Simon Advokat Aber Abraham-Reisen. Beginn S Uhr abends. Gäste herzlichst willkommen! Wien. (Jüd. Handhrngsgehrfenverband, Ortsgruppe Wien: Dienstaden 19. d. M. findet im Verbandloka!, II, Taborstraße 11 b, eine Vorlesung von Herrn Dr. Mayer, Präger statt: Aus neuen jüdischen Dichtungen. Beginn 8 Uhr abends. Gäste willkommen. Wien. IJüd. akad. Verbindung Unitas.) Die Chargenwahien-für das laufende S. S. hatten folgendes Ergebnis :•> MUC. Ernst Hirsch x, JUC. Paul Gehlbard xx,Fx, med. Paul Bandler. Wien. „Bar-Kochba“. Am 8. d. M. sprach im Vereinslokale der A. Dr. Israel Waldmann über das Thema „Meine Reiseeindrücke aus Palästina“. Der Referent schilderte zuerst den allgemeinen Eindruck, den Palästina auf ihn gemacht hat. Was man sogleich beim Betreten Palästinas wahrnehmen kann, das ist das Aufblühen einer neuen hebräischen Kultur, die berits alle Schichten der jüdischen Bevölkerung durchdrungen hat. Sodann besprach er die Verhältnisse in den' jüdischen Ko!on:e-i mit besonderer Berücksichtigung der vom N.-F. gegründeten. Schließlich widmete er den aktuellen Fragen (Arbeiter-, Araber-, Jemeniten-, Kulturfrage und Achusabewegung) einen großen Teil seiner Ausführungen, die insgesamt zwei Stunden in Anspruch nahmen und von den anwesenden Gästen und Mitgliedern des Vereines mit dem wärmsten Beifall entgegengenommen wurden. — Samstag, den 16. d., i,49 Uhr abends, findet in der Vereinigung „Bar-Kochba“ ein allgemein zugänglicher Vortrag des Ehrenmitgliedes Herrn Adolf Böhm über das Thema „Die jüdische Kolonisation Palästinas“ statt. — Gleichzeitig wird sämtlichen Organisationen bekanntgegeben, daß das Vereinslokal der Vereinigung jüdischer Hochschüler aus Galizien „Bar-Kochba“ sich nunmehr im Souterrain des Cafe Klinik (Ecke Lazarettg. u. Spitalgasse) befindet. Klosterneuburg. Auf Anregung unserer rührige i S'ockerauer Gesimungsgenossen veranstaltete der hiesige- Jüd. Volksverein am 19. April eine Nachmittagsunterhaltung. Nach einer wirkungsvollen Rede Dr. Sofers aus Stockerau wurde dem aus Stockerau, Wien und Klosterneuberg zahlreich erschienenen Publikum, das den leider zu kleinen Saal füllte, von der zionistischen Jugend Stockeraus unter der umsichtigen und verdienstvollen Leitung des Gg. S. Wildmann ein gut gewähltes Vortragsprogramm in vollendeter Form geboten. Besonders zu erwähnen wäre ein . Duett aus Goldfadens „Bar Kochba“ (Fräulein Rosa Sofer und Herr S.-Wildmahn) und die Gesangsposse „Ein Gratulationsbesuch“ (die Damen Fritsch, Beer, Maurer, Sofer, Groß und Salvender). Eine Verlosung von Bezalel-Gegenständen und ein animiertes Tanzkränzchen beschlossen das Fest. Wir sind unseren Stockerauer Freunden zu großem Dank verpflichtet für das gute Beispiel, das sie unserer bisher interessenloseri Jugend vor Augen vor Augen geführt haben. Der Erfolg stellte sich alsbald ein in der Gründung des „Zionistischen Jugendbundes Klosterneuburg“ am 10. d. M. Jägemdorf. Der Verein „Zion“ beschloß in seiner Ausschußsirzung, a'lwöchentlich Samstags, einen Vereinsabend mit freien Diskussionsvorträgen zu veranstalten. Samstag, den 9. d. M. fand der erste, frei .zugängliche Abend im Stadt- Cafe statt. Herr Dr.- Adolf Grünfeld bewies die Notwendigkeit der Kenntnis -der jüdischen Geschichte; denn — wie er rekrimierte — ohne Kenntnis der Vergangenheit seines Volkes, gibt es wohl eine Gegenwart, aber kein freudiges Arbeiten für eiie frohe Zukunft. Die Diskussion, an der sich; Herr Katz, die Herren Dr. Singer, Dr. Bollner, Dr. Großlicht und Dr. Rudolfer beteiligten, war sehr lebhaft. Auf Anregung des Vortragenden wurde beschlossen, hier einen Geschichtskurs einzuführen. MMhr.-Ostrau. Ueber Einladung des Volksvereines „Zion“ hielt Gg. Herr Dr. Osias Thon, Krakau, am 10. d. M. einen Vortrag in Mähr.- Ostrau. Der geschätzte Gast sprach über das Thema „Volk, Land und Sprache“ und fand für seine gedankenreiche Rede, seine formvollendete Ausdrucksweise stürmischen Beifall. Die fesselnden Schilderungen der Entwicklungsgeschichte des jüdischen Volkes, die Liebe zu seinem Lande, die Wiederbelebung seiner Sprache die überzeugende Begründung der zionistischen Bewegung und ihres Siegeszuges fanden in Herrn Dr. Thon einen so meisterhaften Schilderer, daß die Zuhörer ganz in seinem Banne waren' und mit gespanntester Aufmerksamkeit seinen ausgezeichneten Ausführungen folgten. Recht ansehnlich waren die zionistischen Vereine Troppau und Oderberg vertreten. Vom Mähr.-schles. Distriktskomitee waren Dr. Friedmann und Weinreb anwesend. Nach dem Vortrag vereinigten sich die engeren Gesinnungsgenossen aus M.- Ostrau, Troppau und Oderberg mit Herrn Dr. Thon zu einer zwanglosen Zusammenkunft, wozu auch die Spitzen aller jüdischen Vereine erschienen waren. Auch bei dieser Gelegenheit war Herr Dr. Thon Gegenstand herzlichster Sympathiebeweise und des Ausdruckes aufrichtigster Danbarkeit für seinen ausge :e'chne'en fesse'nden und erfolgverheißenden Vortrag. Bielitz. Der zion. Jugendklub entfaltet eine rege Tätigkeit. Nachdem in einer internen Klubsitzung Artur Rabinowitz über die jüngsten Ereignisse im jüdischen Leben berichtet hatte, veranstaltete der Klub eine auch Gästen zugängige Versammlung,' in der- Kb. Rudolf Kohn eine Wochenschau, der Klubpräsident Dr. Gustav Aschermann ein großangelegtes Referat über das palästinensische Schulwerk hielt. Es folgte eine sehr angeregte Debatte, an der sich die Herren Sobel, Dr. Wagner und Dozent Dr. Geiger (Wien) beteiligten. Letzterer fand für die Tätigkeit des Klubs Worte größter' Anerkennung. In vorgerückter Nachtstunde wurde die Sitzung geschlossen. Krems a. D. Am 7. d'. fand hier die konstituierende Versammlung des Vereines „Zion“ im Sitzungszimmer der-lsr. Ku!tu;gemeinde statt, die gut besucht war. Gg. Ignaz Rephan er öffnete die Versammlung worauf Gg.. Karl Sachs den Zweck des Vereines erörterte. Die vorgenommene Wahl ergab folgendes Resultat: Kultusvorsteher Otto Auspitz, Obmann Ignaz Rephan, Stellvertreter Jakob Neubauer, Kassier Jacques Karpfen und Karl Sachs, Schriftführer Dr. Mehrer, Samuel Kolb und Josef Pisker ohne Funktion. Anfang Juni findet hier eine Propaganda- Versammlung statt in welcher ein Referent aus Wien sprechen wird. Hihiflilig ID HD HDD Wien, II. Taborstr. 17 [Hirschenhaus] Telephon 39247. Werbebuch der neuen Rundschau, 3 Hefte in einem Bande. Zwei verschiedene Bände. Nur K 1.80. Antiquariat. Provinzversand. £23 01010 £2301 JC2X23 aus der Fabrik. L^ T. Piovatt Zentral-Verkauf: MAX LUSTIG, WIEN I., Adlergasse 3. I-, Franz Josefs-Qnai 1% Versand nach dem In- und Auslande; Solideste Bedienung. Preiskurante gratis u. franko. 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