Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 8 (1914)
- Issue
- 15 (10.4.1914)
- Date
- 1914-04-10
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 15 Turnen unö Sport. Hakoah gegen Floridsdorf er A. C. 1:1. Außer im Rohspiel konnten die Erstklassigen in nichts eine Ueberlegenheit zeigen. Die Unserigen hatten wieder großes Pech, sonst hätten sie das Spiel gewinnen müssen. Konnten in der ersten Halbzeit die Floridsdorfer das Spiel noch offen halten, so waren sie im zweiten Halftime fast fortwährend auf die Verteidigung ihres Tores beschränkt. Der leider etwas zu schwache Schiedsrichter nahm trotz des äußerst derben Spieles nur einen einzigen Ausschluß vor. Bezeichnenderweise war der Ausgeschlossene der einzige Jude der Mannschaft der Floridsdorfer. Deutsch, so ist sein Name, dürfte es wohl darauf abgesehen haben, seinen Klubkollegen zu zeigen, wie man gegen die jüdische Hakoah spielen piuß. Sein Opfer ist bewußtlos vom Platze getragen worden und erholte sich erst nach längerer Zeit. — Lieber das Spiel selbst ist wenig zu sagen. Kohn, der neu eingestellt iwar, scheint ganz untrainiert zu sein. Er vergab gegen Schluß des Spieles zwei todsichere Chancen. Scheuer als rechter Half bot speziell in der zweiten Halbzeit eine Prachtleistung. Desgleichen Mdiler. In der Stürmerreihe war Grasgrün, in der Verteidigung Rosenthal der Beste. — Das Tor erzielte Grasgrün mit einem Bombenschuß. Die Floridsdorfer glichen knapp vor Halbzeit aus. * * * Hakoah—Südmark 1:1. Die Hakoahner nahmen in der ersten Halbzeit das Wettspiel zu leicht Als sie zur Einsicht kamen, war es bereits zu spät Südmark verteidigte mit der ganzen Mannschatt Jetzt spielten die Blau-Weißen |mit seltener Aufopferung. Aber erst in der 25. Minute gelang es Grasgrün mit Bombenschuß auszugleichen. Trotz verzweifelter Anstrengung gelang es jedoch nicht, den siegbringenden Treffer zu erzielen. In der letzten Minute ergab sich noch die Chance eines Elfm et er stoß es, aber auch diese Chance konnte nicht ausgenützt werden. Mit solchem Pech haben wir die Hakoah noch niemals spielen gesehen. Es diene aber der Mannschaft zur Lehre, daß man auch gegen einen inferioren Gegner vom Anfang an auf das Erzielen von Goals hinarbeiten muß. — Die Besten im Felde waren Grasgrün und Horwitz. * * * H akaoh-Reserven — Makkabäa, Preßburg 3:1. Da die Makkabäa das Wettspiel nicht verschieben wollte, mußte dieses Spiel. auf dem Hakoahplatze stattfinden und kollidierte mit dem Meisterschaftsspiel der ersten Mannschaft, worunter der Besuch sehr Zu beiden hatte. Eine Verschiebung des Wettspieles hätte beiden Teilen nur Vorteile gebracht — Das Spiel selbst brachte recht guten Sport Die Makkabäa hat seit dem Vorjahre viel zugelernt, so daß die Hakoahner große Mühe hatten, sie zu bezwingen. Erst in der zweiten Halbzeit gab die größere Routine den Ausschlag. Die Tore erzielten für Hakoah Kolisch III, Pollak und Lewitus. Für Makkabäa war Arnold erfolgreich. Hervorragend war Kandl im Tor der Preßburger. Den Preßburger Gg. wurde ein herzlicher Empfang zuteil. * * * Voranzeige. Am Sonntag, den 12. und Montag, den 13. April beteiligt sich die Hakoah an dem großen Psterpökal-Turnier, das der Sportklub „Rudolfshügel“ ausgeschrieben hat — Die Auslosung hat folgende Paarung ergeben: Erster Tag: Hakoah gegen Rudolfshügel, Wacker gegen Simmering. Zweiter Tag: Rudolfshügel gegen Simmering, Hakoah gegen Wacker. Wie Original englifdier Gummimantel K 16.50 Ludwig Lazar WiefiK Lieehleii$iemstr.6 i£olinga$$e 13-^ SC'ücßi ersichtlichen Preise einer* man sieht, außer den beiden erstklassigen Ver- I nen Rudolfshügel und Simmering, die sich im Mitteltreffen der Meisterschaft befinden, die beiden führenden Vereine der zweiten Klasse. Am ersten Tage stehen einander Hakoah und Rudolfshügel gegenüber, die sich heuer schon ein unentschiedenes Treffen (2:2) geliefert haben. Rudolfshügel konnte damals nur durch1 einen Elfer ausgleichen. Auch Wacker und Simmering sind heuer einander bereits gegenüber gestanden und zwar blieb Simmering mit 3:2 knapper Sieger. Am zweiten Tage treffen sich einander uRdolfshügel und Simmering, deren Spiele immer einen spannenden Verlauf genommen haben. Anschließend findet der Schlager Hakoah gegen Wacker statt. Dieses Match kann als Vorspiel für das am 21. Juni d. J. stattfindende Meisterschaftsspiel der beiden Vereine betrachtet werden. Im Herbstspiel der beiden Rivalen blieb die Hakoah mit 2:0 siegreich. Ob sie diesmal den Sieg wiederholen wird können, ist schwer zu sagen. Jedenfalls wird man einen hochinteressanten Kampf zu sehen bekommen. — Gewertet wird jedes gewonnene Spiel mit zwei Punkten, jedes unentschiedene mit einem Punkt. Bei gleicher Punktanzahl entscheidet die bessere Goaldifferenz. — Die Chancen unserer Mannschaft sind keine schlechten und darf man auf ihr Abschneiden gespannt sein. — Das Turnier findet auf dem Rudolfshügelplatz, Endstation Laxenburgerstraße, statt und ist mit der Linie 66 bequem zu erreicnen. Die Spiele beginnen an beiden Tagen um halb 3 beziehungsweise um halb 5 Uhr nachmittags. Die Hakoah spielt in folgender Aufstellung: Halpern, Sträuß- Jer, Rosenthal, Mehler, Glasel, Kolisch I, Horwitz, Kolisch II, Grasgrün, Scheuer, Gansl. An den beiden Vormittagen findet in der gleichen Paarung ein Turnier der Reservemannschaften der beteiligten vier Vereine statt. Diese Spiele beginnen um halb 9 beziehungsweise 10 Uhr vormittags. — Entree 30 Heller. Stottern Grundfalsch sind Sprech- und Atemübung. Nur die Angst ist zu beseitigen, aber wie? Ausk. g. fr. 0. Hausdörfer, Breslau 16, R. 108. Tüchtiger Hebräer, welcher auch in anderen Gegenständen Unterricht geben kann, sucht Lektionen. S. Aluker, Wien, HL, Reisnerstraße 6|7. Sportklub „Hakoah“ Pokalkämpfe 1914 Rudolfshügel, Favoriten. Endstation Laxenburgerstr. Linie 66. Sonntag, 12. April V» 3 Uhr: HahoahsRudolfshQgel 1/2 5 Uhr: UadteFsSimmeFing Montag, 13. April 1/2 3 Uhr: ROdolfshQgel s SimmeFing Vs 5 Uhr: HahoafeWaifeep Entree K —.80 Reserv. Raum K 1.20, Sitzplatz K 2.— Nach Palästina (Jaffa-Chaifa) ) mit Schiffen des Oesterr. Lloyd, Triest. Postlinie: ab Triest jeden Sonntag 1 Uhr nachnachmittags; ab Alexandrien jeden Dienstag 5 Uhr nachmittags; an Jaffa jeden Donnerstag 7 Uhr früh'; an Chaifa jeden Freitag 1 Uhr 30 Min. früh. Fahrpreise: Triest-Jaffa, durchaus Syrienlinie, mit Verpflegung ohne Verpflegung I ‘ Klasse . . Frs. 305.60 Frs. — — IL „ ... 178.60 „ —.— III. „ . . „ —K 38.— Eillinie (Triest — Alexandrien) und Syrienlinie (Alexandrien—Jaffa): ab Triest jeden Freitag 1 Uhr nachm.; an Alexandrien1 jeden Montag 2 Uhr nachm.. Ab Alexandrien jeden Dienstag 5 Uhr nachm.; an Port-Said Mittwoch' 7 Uhr früh. Ab Port-Said jeden Mittwoch 6 Uhr abends; an Jaffa jeden Donnerstag 7Uhr früh, an Chaifa jeden Freitag 1 Uhr 30 Mint, früh. Fahrpreise Triest-Jaffa: mit Verpflegung ohneVerpflegung I. Klasse Frs. 448.60 —.— II. „ „ 297.60 —.— 111. H. IIL IIL IV. UI. (EiUinie) (Syrienlinie) (Eillinie) K 137.- ,, 118.50 K 46.50 Eillinie) (Syrienlinie) (Aenderungen Vorbehalten.) Gesellschaftsreisen mit mindestens 10 Teilnehmern bei Lösung von Tour-Retouikarten sind um 25°/o ermäßigt Freigepäck I.KL 100 kg, II. Kl. 60 kg, III. und IV. Kl. 30 kg. Sämtliche Fahrpreise sind nur giltig für Reisende, die durch das Palästina - Informationsbüro, Wien, II., Karmeliterplatz 1, empfohlen sind. Rituelle Nahrungsmittel an Bord. Auskünfte und direkte Fahrkarten bei der Generalagentur de9 Oesterreichischen Lloyd, Wien, L, Kärntnerring 6. Dauerhafter als üeöer KAUTSCHUK-ABSATZ ftlma-Kautsdiuii-Gesellsuiafi m. b. fi. WIEN 1. Elegant unö hygienisch