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Jüdische Zeitung · 1914-01-23 · 3-4 (23.1.1914) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
8 (1914)
Issue
3-4 (23.1.1914)
Date
1914-01-23
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JöDISCHE ZEITUNG Nr. 3 il4 und Samstag abend von T/gS bis X/210 Uhr geturnt. Der Turnbetrieb wird vom Kreisturnwart des westösterreichischen Kreises der Jüdischen Türnerschaft, Herrn Ing. Steinherz geleitet und es ist zu wünschen, dafi auch der Mädchenriege dieses jungen Turnvereins eine stattliche Anzahl Turnerinnen beitritt.' Die Besichtigung des Turnbetriebes ist nur weiblichen Personen gestattet,männlichen Personen unbedingt untersagt. Die Männerriege dieses Vereins hatte Gelegenheit, am 3. Januar beim Gründungsfest des jüdischen Handlungsgehilfenverbandes mit einer Barrenriege das erste Mal vor die Oeffentlichkeit zu treten und zeigte bei dieser Gelegenheit in exakt ausgeführten Uebungen verschiedenster Schwierigkeitsstufen, welch’ erfreuliche Resultate der Turnbetrieb unter der sachkundigen Leitung des Vereinsturnwartes Herrn H. Glogau in kurzer Zeit gezeitigt hat. Mitgliederanmeldungen können schriftlich oder mündlich während der Turnstunden am Turnplatz, II. Malzgasse 16 jeden Montag, Dienstag und Donnerstag von 1/_8 bis 9 Uhr abends erfolgen. Wien. Die akad. Verbindung Kadimah im K. Z V. veranstaltet am 24. Februar 1. Js. eine „Rotviolette Redoute“ in den Beethovensälen. Wien. (Katchijah). Samstag, den 26. Tebeth, um 8 Uhr abds. referiert im Vereinslokale, IX. Garnisongasse 22. parterre, Herr AI. Chariiner über „Schirah chadascha waatidoteha.“ Montag, den 28. Tebeth, um 71/2 abds. Bb'. N. AI. Gelber über „Toldoth hajhudim b'Pholin bisznoth 1764—1864“ (III. Fortsetzung) Hebräisch sprechende Kollegen und Kolleginnen als Gäste willkommen. Wien. (Wiener zionistische Vereinigung). Die Wiener monistische Vereinigung hat ihre Geschichts- und Hebräischkurse im November v.J. wieder eröffnet. Bis jetzt bestehen 8 Kurse. Die Gesamtfrequenz beträgt 70 bis 90 Hörer pro Stunde. Drossnltz. Am 3. er. fand im jüdischen Kassino die diesjährige Generalversammlung des jüdischen Handlungsgehilfen-Verbandes statt Die zahlreich erschienenen Mitglieder hatten Gelegenheit, sich über die Notwendigkeit unserer Arbeit klar zu werden. Als Obmann des neugewählten Ausschusses fungiert Herr Leo Schreiber, Coli. W. Kleiner als Obmannstellvertreter, Cojl. Karl Fried als Schriftführer und Coli. Franz Breichenstein als Kassierer. Triest. Die am 27. Dezember abgehaltene Alakkabäerfeier unseres Circolo Sionistico nahm einen ganz glänzenden Verlauf. Ein elegantes Publikum füllte den großen Festsaal bis aufs letzte Plätzchen, als die von einem Knabenchor gesungene Hatikwah den Abend eröffnete Aus dem reichen Programm sei besonders ein vorzügliches Quartett hervorgehoben, dessen künstlerisch hochstehende Leistungen stürmischen Beifall fanden. Nach einer kernigen Ansprache des Präsidenten des Circolo beschlossen Gesang und Rezitation den ersten Teil der Feier. Kaum war die letzte Programmnummer vorüber, als die Klänge der Hatikwah, von einer Militärkapelle prächtig gespielt, durch den Saal brausten und mit Jubel und Beifall aufgenommen wurden, Nach dem sich anschließendem Ball schieden die Teilnehmer voll des Lobes über die schöne Veranstaltung, um deren Gelingen sich in erster Linie der Obmann unseres Vergnügungskomitees, Gg. Dr. David Grünspecht, verdient gemacht hat. Stockeraa. Im Bräuhaus-Jonfinnen zu Stockerau fand am II. Jänner die Makkabärfeier statt, die zahlreich besucht, einen glänzenden Verlauf nahm. Nachdem durch Dr. Leopold Sofer, Wien, der seiner-Freude Ausdruck gab, wieder hier eine Makkabäerfeier eröffnen zu können, der Abend mit markigen Worten eröffnet wurde, sang ein gemischter Chor (Hr. Wildner, Hr. Stern R. Herr iur. Groß, Hr. W. Sofer, Frl. Rose Sofer, Fri. Wildner, Frl. Frisch) die Hatikwah, worauf Herr Wildner das Chamtkalied in formvollendeter Weise ’ vortrug, am Klavier von Fri. Werdisheim Lily begleitet. Hierauf entwickelte Herr Dr. Stein aus Wien in klarer, herzergreifender Weise die Bedeutung des Abends und erntete für seine glänzenden Ausführungen stürmischen Beifall. . Dann folgten Klaviervorträge der Damen Fri. A Salvender, Frl. Rosa Sofer und des Herrn Richard Wagner aus Wien, worauf Frl. Gisela Kohn (Alaria Wien) in -schlichtigen, inniger Weise ausgewählte Geschichten von Peretz vorias. Der rührige, neugegründete femischte Chor brachte noch das Weihelied „Auf zur at“ zum Vortrag, dann besorgte Herr Ed. Schnabel, Wien, durch gelungene Humoristika den heiteren Teil des Abends,-jderen -offizieller. Teil -durch-riie. stürmisch.. verlangte Wiederholung der „Hatikwah“ abgeschlossen wurde. Hierauf wurde dem Tanze gehuldigt, der die Wiener Gäste und ihre Stockerauer Freunde bis früh beisammenhielt. Den Wiener Gästen kann für ihre ' Mitarbeit nicht genug gedankt werden, doch auch den I Stockerauer Komitee gebührt für die schöne, würdige Veranstaltung großer Dank. Oderberg-Babnhof. Der Volks verein Zion veranstaltete am 11 d. AI. einen zionistischen Vortragsabend, zu welchem ihre Mitwirkung die beiden Herren Referenten u. z. Herr Ing Reich aus Mähr. Ostrau- Oderfurt und der bei seinen Eltern hier zu Gast weilende Herr M. U. C. Arthur Zänker (jüd. Akd. Verb Unitas Wien) in sehr anerkennenswerter Weise angeboten haben. Der Vortrag begann um >/4 9 Uhr und die Herren Referenten hatten bis nahezu Mitternacht, die in großer Zahl anwesenden Zuhörer, durch ihren meisterhaften und formvollendeten Vortrag gefesselt, wofür ihnen reichlicher Beifall und Applaus gespendet wurde. Zum Schlüsse wurden K 50.— für dasj hebräische Schulwerk gesammelt. Kimpolung. Die Konstituierung des neugewählten Ausschusses des jüdisch-nationalen Vereines „Theodor Herzl“ ergab folgendes Ergebnis; Obmann Julius Kreindler, Obmanristellvertreter Dawid Schiäffer, Schriftführer und Bibliothekar Elias Schwarz, Kassierer Max Berl, Oekonom Leib Schächter, Zeitungsverweser Sigmund Rosentower, Nationalfonds-Kommissar Chaim Ellenbogen. Ohne Funktion verblieben die Herren: Isaak Kahan, Adolf Rauchwerger. Karl Weber, Jakob Jurgrau und Ataier Hausierer. Zu Revisoren wurden die Herren Osias Kreindler und Hermann Jawetz gewählt. — Gleichzeitig wurde eine Nationalfonds- Kommission, bestehend aus den Herren Israel Wassermann, Berl Siegel, Fritz Picker und Joseph Baar, eingesetzt. Taschen. Die Alakkabäerfeier, die am Sonntag, den 28. Dezember, im städt. Rathaussaale vom Jüdischen Volksverein veranstaltet wurde, hatte sich eines ungemein zahlreichen Besuches aus allen isr. Kreisen von Teschen und Umgebung zu erfreuen und nahm in jeder Hinsicht einen ' glanzvollen Verlauf. Eine weihevolle Einleitung erfuhr das Fest durch das Lichteranzünden, das Herr Kantor Alarkus H. Fuchs verrichtete. Namens des Jüdischen Volksvereines begrüßte hierauf Herr Müller die Festgäste und hieß insbesondere die Vertreter des isr. Kultusvorstandes, den Festredner Herrn Staatsbahnrat Fried aus Wien, die jüd. Hochschülerverbindungen,. sowie den jüd. Turnverein von Bielitz-Biala herzlich willkommen. Herr Staatsbahnrat Emil Fried, der sodann, lebhaft akklamiert, das Wort zu seiner Festrede ergriff, wußte die Zuhörerschaft vom Anfang bis zum Schlüsse in den Bann I seiner von tiefinnerer Ueberzeugung getragenen, formj vollendet vorgebrachten Ausführungen zu ziehen. — Hernach wurde das reichhaltige Programm des Abends absolviert. Herr Kantor Alarkus H. Fuchs trug zwei ' Arien vor. Die Klavierbegleitung besorgte in feini fühliger Weise Herr Edgar Robitschek. — Den Clou; des Abends bildeten die Violinvorträge des kleinen Max Rosthal, eines 7jährigen Wunderkindes. — Der weitere Verlauf des Abends brachte eine Reihe schöner Eindrücke. Der jüd. Turnverein von Bielitz-Biala produzierte sich in schwierigen Uebungen am Hand-Reck und -Tisch, die er spielend meisterte. .Eingeleitet wurden die Vorführungen des Turnvereins m't Stab- und Pferd- Uebungen der Damenriege. Die feschen Turnerinnen und strammen Turner wurden mit dröhnendem Applaus i ausgezeichnet. — Sehr beifällig wurden weiters die | Liedervorträge des Frl. Emmy Trenk vom Deutschen; Theater aufgenommen. — Den Schluß machten humoristische Vorträge des beliebten Charakterkomikers vom Deutschen Theater, Herrn Oskar Radetzky. Klosterneuburg. Am 10. Jänner fand im hiesigen; zionistischen Verein eine Makkabäerfeier statt, die von einem zahlreichen Publikum besucht war. Nach der Begrüßung durch den Obmann Gg. Dr R. Schneeweiß, der u. a. auf die Lehren der Beilis-Affäre verwies, ergriff Dr. Leopold Friedmann (Wien). Mitglied des zionistischen Distriktskomitees, das Wort zur Festrede, j Dieser schloß sich die Akademie an, an der Frau Dora Weiß, Carmen Slabania, Alischa Spielmann und Frl. Löwv mitwirkten. Das Fest erweckte großes Interesse für unsere Idee, das vom D.-K. hoffentlich wach gehalten werden wird. BleiilZ. Dievereinigten zionistischen Korpora- : tionen von Bielitz-Biala veranstalteten am 21. Dezember ■ 1913 eine Makkabäerfeier, die durch ihre Darbietungen! besonders durch die Aufführung eines hebräischen j Dramas durch zionistische Studenten auf die zahlreichen : Teilnehmer eine nachhaltige Wirkung ausübte. Ueber; Anregung des Festredners Prof- Dr. M,_B_e_rko w.ic_z j würde^ein flammender "Protest gegen das volksverräte-! rische Vorgehen des HilfsVereins in den. Schulen Palästinas einstimmig angenommen und im Anschluß daran ‘ eine Geldsammlung eingeleitet. Personalnacbrichteii. Für die mir und den Meinen anläßlich des 'uns betroffenen schmerzlichen Verlustes bewiesene ‘ Teilnahme sage ich allen Freunden und Gg. besten Dank. Besonders herzlichen Dank Herrn Dr. Alfred Löwy. für seine selbstlose, aufopferungsvolle Behandlung während der langen Krankheit unserer guten Mutter. Ernst Hirsch. Notizen. Die herrlichen Schneegebirge in der Nähe von Wien bedingen es, daß Wien sich zu einem großen wintersportlichen Zentrum entwickelt hat. Alles betreibt Sport, speziell Wintersport. Um den gesteigerten Bedürfnissen der Bevölkerung zu entsprechen, hat sich das bestrenommierte Sport- und Touristenausrüstungs-Haus Ludwig Lazar, Wien IX/I, Kolingasse 13, und IX/I, Liechtensteinstrasse 6, entschlossen, seine Verkaufslokalitäten zu vergrößern, wozu auch das Jubiläum des 25 jährigen Bestandes dieser Firma, die heute als eine der ersten ihrer Branche gilt, einen passenden Anlaß geboten hat. Das Geschäftsprinzip der genannten Firma geht dahin, ihren Kunden bei billigsten Preisen nur das Beste zu bieten, und hält selbe stets alle einschlägigen Artikel, wie Fußbälle, Fecht- und Wintersport-Ausrüstungs-Artikel in reicher Auswahl auf Lager. Tanz - Institut^ ö für distinguierte Kreise 2 III., Taborstrasse 20 ä: I 8 £ Direktion: Jacques Löw. Die P. T. Studierenden sowie Korporationen gemessen Honorarbegünstigungen. J Die Niederlage der Karmelweine befindet sich bei S. Steinhart, Weinhandlung, II., Rotensterngasse 22. Telefon 17 348. Verkaufsstellen des Jüdischen Notionolfonds für Marken, Telegramme und Ansichtskarten. I. Bezirk: Cafe Marienbrücke, RotentuimstraQe (Kassa). „ J. Schlesinger, Buchhandlung,; Seitenstettengasse 5. H. „ Cafe Stefanie, Stefaniestraße 2i (Kassa). VI. „ ' Bude der Kartellverb. Emunah' Gamalah, Linke Wtenzeile 40, Sout. 2, täglich.6^r8„tlhr abends^ XI. „ Max Kurzholz, Papierhandlung, Liechtensteinstr. 7. „ Cafe Bramer, Liechtensteinstr. 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