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Jüdische Zeitung · 1914-01-09 · 2 (9.1.1914) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
8 (1914)
Issue
2 (9.1.1914)
Date
1914-01-09
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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JÜDISCHE ZEnUHG BH»C NRTIDNRL -JUDI5CHE5 ORGAN wmurrm ■■■■■■■ ■■■■■■■■■■■■• ■ Erscheint wöchentlich. — Redaktion, Administration und Inseratenaufnahme: Wien-, II., Karmeliterplatz Nr. I. — Sprechstunden täglich von | 11—12 Uhr vormittags und 4—5 Uhr nachmittags. — Manuskripte werden nicht zurBckgestellt. — Abonnementspreise: Für Oesterreich* , U Ungarn: Ganzjähr. K 10.—, halbjähr. K 5.—, Vierteljahr. K 3.—. Für Deutschland: Ganzjähr. Mk. 10.—, halbjähr. Mk. 5. , Vierteljahr.1 ■ Mk. 3.—. Für das übrige Ausland: Ganzjähr. Frcs. 15.—. Einzelexemplare 20 h. — Postsparkassenkonto 133.404. — Telephon 22.075. | Nr. 2. Wien, Freitag, den 9. Jänner 1914. VIII. Jahrgang. Dienstag, 20. Jinner, x/29 Uhr abends, grosser Beethovensaal, Vortrag des Dr. Schemarja Levin ehern. Mitglied der I. rtiss. Duma, über: Die Aufgaben der Juden im Orient. Karten ä K 2.—, 1.— und 60 h. bei Kehlendorf er und im Zionistischen Bureau II., Karmeliterplatz 1. Für das palästinensische Schnlwerk! Das Aktions-Komitee der Zionistischen Organisation hat einen Aufruf erlassen und die ‘ Zionisten haben geantwortet. Die erste Liste über die Zahlungen, die in wenigen Tagengeleistet worden sind, seit die Zionisten erfahren haben, daß es gilt, mit der hebräischen Sprache und^demhebräischen Schul werk in Palästina unsere nationale, kulturelle und politische Freiheit zu verteidigen, weist über K 500Ö0 aus. Wir haben niemals daran gezweifelt, daß die Zionisten ihre Pflicht tun werden, wenn uns ernste Gefahr droht. Wir haben gewußt, daß in jedem einzelnen Zionisten der zionistische Geist lebendig ist, der die Tat fordert und die Lässigkeit verdammt. Noch sind weite Kreise der .zionistischen Organisation und noch weitere Schichten des jüdischen Volkes nicht genau darüber informiert, mit welchen Mitteln der Kampf gegen uns geführt wird. Wenn erst bekannt sein wird, in wie unverantwortlicher Weise man das heilige Werk in Palästina zu schädigen versucht, wird die Empörung noch hundertfach wachsen und der Wille zu helfen, zu stützen und zu sichern, wird zur Flamme werden, die über den armseligen Intrigen volksfremder Gegner des Zionismus zusammenschlägt. Unseren Gegnern ist es bis jetzt nicht gelungen, uns einen Schaden zuzufügen. Die Kraft und Treue unserer palästinensischen Brüder hat sich herrlich bewährt, und an ihrer Entschlossenheit sind Lockungen und Drohungen kläglich zuschanden geworden, ln wenigen Tagen ist «in neues hebräisches Schulwerk in Palästina geschaffen worden, eine sichere Grundlage für die kulturelle, nationale und politische Entwicklung des jüdischen Volkes. Uneingeschränkte Anerkennung, heißer Dank gebührt den Männern Palästinas, die in der Stunde der Entscheidung Mut und unwandelbare Treue bewiesen haben. Ihren Namen wird ein unvergängliches Blatt in der Geschichte unseres Volkes gewidmet bleiben. Stolz dürfen wir schon in dieser Stunde darauf sein, daß sich auch das Vertrauen bewährt hat, das Palästina der Zionistischen Organisation entgegengebracht hat. Im Aufträge Palästinas hat das Aktions-Komitee der Zionistischen Organisation die Zionisten aller Länder zur befreienden Tat aufgerufen und die Nationalsteuer für das hebräische Schulwerk von ihnen verlangt. Schon jetzt sind dem Zionistischen Zentralfonds, der außer den wichtigen politischen Arbeiten auch die großen kulturellen Aufgaben in Palästina zu erfüllen hat, mehr als vierzigtausend Mark aus dem engsten Kreise zur Verfügung gestellt worden. Jetzt erst werden wir imstande sein, in die breite Oeffentlichkeit zu gehen und an jeden Einzelnen, der fijr„_das Gedeihendes jüdischen Kolonisationswerkes in Palästina und für den großen Erneuerungsprozeß unseres Volkes Interesse hegt, heranzutreten. Jetzt erst werden wir mit der Aufklärung weiterer Kreise beginnen können, da uns die ersten vollständigen Nachrichten über den glücklich geführten Kampf um die neuen Schulen Palästinas erreicht haben. Jetzt erst dringt die Kunde von dem schweren Kampf, den wir führen müssen, in die fernen Gegenden Nordasiens, Amerikas, Afrikas und in die vielen kleinen Orte, in denen national gesinnte Juden wohnen, und immer weiter wird unser Ruf dringen, immer bestimmter und enthusiastischer die Antwort sein, die uns zurück kommt. Einen Anfang haben wir auf dem Weg zur Verwirklichung unseres Kultur-Programms gemacht, und die Hilfe unserer Freunde ist nicht ausgeblieben. Vierzigtausend MarkI Es ist kein großer Betrag, aber in wenigen Tagen haben wir ihn erhalten, und wir sind fest überzeugt, daß die Zionisten ihre Leitung nicht im Stich lassen werden. Wir sind weit davon entfernt, uns eines endgültigen Sieges freuen zu dürfen. Nicht mehr als einen Schritt auf dem Weg zum Ziel haben wir getan, und hundertmal größer muß die Hilfe werden, die uns zuteil wird, wenn wir nicht doch das Vertrauen Palästinas enttäuschen sollen. Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr gilt es unverdrossen zu arbeiten! Der Zionismus ist ein unendliches Ideal. Er fordert von seinen Anhängern Treue und Ausdauer, Arbeit und Opfer, aber er gibt uns auch das beglückende Bewußtsein der Mithilfe an einem Werke, dem die Zukunft gehört. Die stolze und freudige Bewegung, die jetzt durch die Reihen unserer Freunde geht, zeigt uns klarer als je vorher, daß unser Volk für dieses Erlösungswerk reif ist. Wir gehen unverzagt vorwärts! * * * Das Zionistische Zentralkomitee für Westösterreich fordert alle Organisationen und! Vertrauensmänner Westösterreichs auf, di» Sammlungen mittels der ihnen zugegangenen Sammelbogen sofort einzuleiten. Es hegt di» feste Zuversicht, daß die westösterreichischen Zionisten hinter der Opferwilligkeit der Zionisten der anderen Länder nicht zurückstehen werden. Sammlungen und Propagandamaterial sind durch das Zionistische Zentralbür» in Wien, II. Kanneliterplatz 1 zu beziehen. * * * ZentralfondslieiträgB ans Westösterreich für 1914. I. Ausweis Innerösterreich. Wien. I. Rate: Heinrich Mende 200.—; Adolf Brecher 100.—; Dr. Leopold Meisel 100.—; Dr. Egon Zweig 100.—; Dr. Alfred Löwy 75.—; Dr. Jacob Ehrlich 50.—Eisig Torczyner 50.—; Ingenieur Va* 50.—; Isidor Gewitsch 50.—; Ingenieur Adalbert Hoffmann 30.—; Rev. Rudolf TauOig 25,—; Zion. Loaverein f. d. Leopoldstadt 25.—; Ingenieur Alfred Engel 20.—; Max Markus 20.—. Zusammen K 895«-— Böhmen. Prag. Anton Glaser 100.—; Mitglieder des D. K- K- 210.—; Alte Herren der Bar Kochba 150.—; Bar Kochba 130.—; Siegm. Thein 100.—; kais. Rat Dr. Troller 20.—. Zusammen K 710.— Te plltz-Sehönau. Sammlung K 2370.— (Spezifikation folgt). Pilsen. Prof. Dr. Siegfr. Federmann 500.—; Dr. Ranmann 300.-—; Wilh. Liebstein 300.—; Dr. Friedr. Eidlitz 100.—; Alfr. Erben 100.—. Zusammen K1100.— Trautenau. W. Weiß 10.—. Beiebenberg. Volksverein 100.—. Zusammen K 3500.— Für das hebräische Schnlwerk in Palästina. I. Wr. Jüdischer Turnverein, ges. durch Dr. Walter Werner 100—; Dr. Czapek, WienSammfung n. d. A. H. „Bar Kochba“ (Prag) 10.—. Zusammen K HO.— Summa der Eingänge: K 4395 EinRitterdesFranz Josefsordens. (Ein Mahnruf an die Wiener'Kultnsgemeinde.)) | In den Berichten über den Kampf, welchen die palästinensischen Juden für die Erhaltung der hebräischen Sprache führen, wird immer und immer wieder der Name Efraim Kohn genannt. Bei allen Aktionen, weiche darauf gerichtet sind, die palästinensischen Juden ihres eigenen Willens zu berauben, sie zu blinden Werkzeugen des Auswärtigen Amtes in Berlin zu machen, steht dieser Mann an erster Stelle^

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