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Jüdische Zeitung · 1913-12-05 · 49 (5.12.1913) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
7 (1913)
Issue
49 (5.12.1913)
Date
1913-12-05
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 49 G Rn F-Würfel Feinste Rindsuppe An Ausgiebigkeit nnd Wohlgeschmack Ähnlichen Erzeugnissen weit überlegen. Graf-Würfel u. Würze Koscher. Ma-> neMe ge"a*i auf den Namen „Grat“ Blau-weiße Zionbleistifte, herausgegeben von der - „Wiener Zionistischen Vereinigung“ zugunsten des hebräischen. Gymnasium in Jerusalem. Versand in Mindestpackungen von 6 Dutzend zum Preise vonK7.— gegen Vorausbezahlung oder per Nachnahme. Bestellungen an den Schriftführer der Vereinigung, exp. Jakob Korn, Wien, II., Nestroygasse 5. Die Niederlage der-Karmelweine befindet sich bei S. Steinhart, Weinhandlung, II., Rotensterngasse 22. Telefon 17348. Wegen technischer Schwierigkeiten ist die vorliegende Nummer verspätet erschienen. Aus dem gleichen Grunde mußten der Bericht über die A.-C.-Sitzung, mehrere VereinsnachHchten, Sportmitteilungen und sonstige Nachrichten Zurückbleiben. Verefnsnadiriditen. Wien. (Herzl-Kluh, Leopoldsgasse 31, Tür Nr. 61.) Samstag bis Montag Besuch der Veranstaltungen anläßlich des KreiStumtages. — Mittwoch, den 10. d., 8 Uhr abends, Diskusäsion über „Religion und Nation“. Wien. Die Ausschußwahl des akademischen Vereines „ludäa“: Präsident: Karl Aufricht, stud. tedm.; Vizepräsident: Hugo Kölbl, cand. jur.; Kassier: Armin Kohn, stud. jur.; Schriftführer Otto Kohn, stud. com. Wien. (Wiener zionistische Vereinigung.) Dje „Wiener zionistische Vereinigung hat ein neues Garnisongasse 22, Parterre, Bb. Natan 'Melzer über „Madua uwameh hinnu Jebudim1?“ Wien. Wiener zionistische Verengung. Die „Wiener zionistische Vereinigung“ hat en neues Lokal, Wien, IX., Hörigasse 11 bezogen. Ihre Konvente finden jeden. Montag, V28 Uhr statt Wien. (Jüdische "Tovnbee-Halle, Wien, XX., Othmargasse 46.1 Beginn der Vorträge: An Wochentagen halb 8 Uhr, Samstag, sowie an Sonn- und Feiertagen 7 Uhr abends. Vortragsprogramm' für die .Zeit ^om 5. bis 12. Deschöpf erischen MenSch'en auf jedem Gebiete der Betäticrung als ein Ziel der Entwicklung art. ■ Theodor Herzl. unser Vorbild und Führer. - war auch' durchaus kein „jüdischer Weiser“. aber er war ein Mann von genialem, rolitisdhen Bück, von glücklicher Intuition, königlicher Würde und unbeugsamem Willen, ein schöpferischer "Mensch. Oh wie gerne verzichteten wir auf ein paar Dutzend jüdischer Weiser und Gerechter, könnten wir dafür nur noch einen Herz! eintausdhen! AH das. was uns von Achad Haam trennt und was wir nicht verwischen wo'Ien, kann natürlich unsere Bewunderung für diesen einzigartigen Mann nicht schwächen. Er ist ein Ganzer und ein Großer. Seine Weltanschauung ist tief und' einheitlich. Das ist seine Stärke gegenüber den politischen Zionisten,’die es zu einer fest. abgeschlossenen Theorie nicht bringen können. Sein kritischer Blick ist scharf und hat immer wieder die .jvun’den Punkte in unserer Arbeit getroffen. ■ Wir haben-von ihm unendlich 'viel gelernt. “Für die * Kulturarbeit in Palästina. die einen immer -breiteren Raum in unserer Tätigkeit einnimmt besitzt Ächad Haam eine Autorität, wie niemand sonst Das hat sich anläßlich seiner letzten Palästinareise aufs deutlichste gezeigt. Eine solche Autorität inmitten des Chaos der verschiedensten Anschauungen ist unersetzlich wertvoll. - Das muß auch der anerkennen, welcher die Meinungen Achad Haams' nicht injedem Punkte feilen kann und das wird bei fast a"en poMtischen Zionisten der Fall ’ sein. Aber keiner, selbst wer nur den vorliegenden ersten Band seiner Schriften kennen’ lernt, wird der. Persönlichkeit Achad Haams seine tiefste Bewunderung versagen. a. b. ooo JAKOB PW im Neubau des ■W3 HOTEL NEW-YORK TO3 Wien, II., Kleine Sperigasse 5 bietet den P. T. Gästen allen Komtort. — Küche un Keller sind als erstklassig bekannt Elegante un i geräumige Lokalitäten. Hochzeits und Festbankette werden bestens arrangiert- *282*2X2X3 BBC2X2X2X2X21 aus der, Fabrik L. T. Piovati Zentral-Verkauf: ÜWAX LUSTIG, WIEN ' I., Adlergasse 3. V I., Franz Jösefs-Quai 19. Versand nach dem In- und Auslande. Solideste Bedienung. Preiskurante gratis u. franko. J2X2X2X21KÄ2X2X2X2X3 •csapcRa »cHapcBaacara «cBapcKacaR)« | Tanz - Institut f für distinguierte Kreise § | II., Taborstraße Nr. 20 a. | g Direktion : Jacques Löw. § §Die P. T. Studierenden sowie Korporationen 2 genießen Honorarbegünstigungen. ■ ciaaenacisteisteiiQociDteiDtciia« zember 1913: Freitag, den 5. Dez.: Bibelvortrag; Lehrer Leopold Weiss. — Samstag, den 6. Dez.: Konzert. : — Sonntag, den 7. Dez:: Thema Vorbehalten; Sekretär Guido Fuch'sgelb. — Montag, den . 8. Dez.: „Aus Dr. Adolf Schmiedls Schriften“; Professor Dr. M. Rosenfeld. — Dienstag, den 9. Dez.: „Die Smtflufsage“; phil. Dr. N., E. Poh'orilles. — Mittwoch, den 10. Dez.: „Richard Wagner, sein Leben und seine Werke“; Fritz Hohenberg. — Donnerstag, den 11. Dez.': „Eine Gewissensfrage“; Dr. J. Samuely. — Freitag, den 12. Dez.: Bibelvortrag. Wien. (Verein! zionistischer Hoch’s'chüler „Theodor Herzl“, IX., HörlgaSSe 11.) Seminar- Programm: Samstag, den 6. Dez.: A. H. Dr,. Leo Goldhammer: Kolonis.-Aufgaben des' Nationalfonds, II. — Sonntag, den 7. Dez.: Jüdisch- Abend. — Dienstag, den 9. Dez.: Hisfor. Zionistisches Seminar, Leiter Dr. Leo Goldham’mer. — Mittwoch, den 10. Dez.: Palästinaseminar, VII. — Samstag, den 13. Dez.: Dr. Willy S+ein, Martin Büber, III. — Der Kurs für neuhebräische Literatur findet jeden Mittwoch und SamSfag von) 7 bis 8 Uhr Statt. — Beginn der Vorträge und Seminarien präzisle 8 Uhr. Gäste willkommen. Wien. (Jüdische' akademische Verbindung „Makkabäa“.) A. B. Otto A1 m o s 1 i n o promoviert am1 6. d. M., um 1 Uhr im großein Festsaale der k. k. Universität zum Doktor der gesamten Heilkunde. Wien. (Verband ehemaliger zionistischer Hochschüler.) Mitwodh, den 10. d. M., spricht Herr Dr. Wilhelm Stein über „Zionismus vor Herzl“. Ort: Cafe Pucher, Kohlmarkt Nr. 10. Beginn präzise i/29 Uhr abends. Gäste willkommen. Wien. (Verein iüdisch-sozia 1 istiseher Hochschüler „Cheruth“.) Freitag, den 5. d. M. Spricht Gen. Wachmann über: Der sozialistische Jurist. Freitag, den 12. d. M. berichtet Gen. Rewutzky über: Die Parteikonferenz m Lemberg. Die Vorträge finden im Cafe Stefanie statt und beginnen halb 8 Uhr abends. Wien. (Jüdische akademische Verbindung „Zephirah“.) Donnerstag, den 11. d. M. 7 LJhr abends, spricht Herr Dr. Emil Stein im' Damensalon des Cafe Citv. IX , PorzelTangasse 1 über „Zionistische Palästinaarbeit“. Gäste willkotntnen. Wien. Dienstag, den 9. Dezember 1913. Um' 6 Uhr abends, findet im Leonoldstädter Tempel, II., Tempelgasse 3, eine vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wim vera^s+altete Gedächtnisfeier für den verewigten Rabbiner dieses Bethauses Dr. Adolf Srhmi°dl s. s+att. Die Trauerrede hält Herr Rabbiner Dr. Max Gjünwald. Wien. (Jüdische akademische Verbindung „Kadimali“.) Am 25. November fand ein Vortragsabend der akad. Verl. „Kadimah“ statt. Herr Lucian Brünner referierte über das Thema: „Der XI. Kongreß und die Juden als politischer Faktor in Oesterreich.“ Herr Brunner Schilderte zunächst den Verlauf des Kongresses und betonte die Wichtigkeit der politischen Tätigkeit der Zionisten in Golus und insbesondere in Oesterreich. Es war interessant von Herrn Brunner zu erfahren, auf welche Weise in ihm Selbst ein Umschwung vom liberalen Politiker zum nationalen Juden vor sich ging. Seinen lehrreichen Ausführungen folgte starker Applaus der zahlreichen Zuhörerschaft. In der Diskussion kam zunächst Dr. Weisengrün zu Wort, der sich ebenfalls für die politische Tätigkeit seitens der Zionisten aussprach. Nach ihm ergriff Oberingenieur Stricker das Wort, der eben von der Sitzung des großen A. C. aus Berlin zurückgekehrt war und aus dem Auditorium interessante Mitteilungen über die letzten politischen Ereignisse in der Bewegung übermittelte. Wien. (Verein jüdischer Hochschüler „Mensa academ'ica Judaica“.) Sonntag, 7. Dezember I. J. findet anläßlich des drittjährigen Bestandes des Vereines und der Eröffnung des neuen Lokales, IX., LiChtensteinstraße 23 um halb 7 Uhr abends eine Feier statt, zu deren Teilnahme alle Stifter, Gründer, Förderer, unterstützende Mitglieder, wie auch Mitglieder jüd.-akad. Verbindungen und Vereine und alle jüd. HoChschüler auf diesem Wege höflichst eingeladen werden. Brünn. Gesinnungsgenossen treffen sich stets besonders aber jeden Samstag abends im1 Cafe Margaretenhof, 1. Stock. Auswärtige Gg. sind stets herzlich' willkommen. Die NationalfondSkommission hält jeden Mittwoch von 6—8 Uhr abends ihre Sitzungen im Vereinslokal der „Mirjam“ Gr. Platz 21, ab, wo gleichfalls Gg stets willkommen sind. Jägemdorf. Ueber Antrag der zionistischen Kultusräte, beschloß unsere Kultusgemeinde die Durchführung einer Jemenitenaktion. Dank der unermüdlichen Tätigkeit eines rührigen Damenkomitees, das sich aus Fräulein Helene DefriS, Olga Goldberger, Frieda Jokl, Erna Grünsteini, Stella Nettl, Elsa Mammer, Helene Raubitschek und Lotte Schafranek zusamtnensetzte, brachten wir in Kürze den für unsere Gemeinde beträchtlichen Betrag von 923 K zusammen. An die Spitze dieser Aktion stellte sich unsere Kultusgemeinde und die angesehensten Bürger unserer Stadt. Wir sprechen hiefür der KultuSgemeindevorstebung und dem Dam'enkomitee unseren besten Dank aus. Pilsen. Vor einer Zuhörerschaft von über 1000 Personen, einer Zahl, wie wir sie hei einem jüdischen, geschweige denn einem zionistischen Vorträge hier noch nicht gesehen haben, sprach das Mitglied des E. A. C„ Herr Dr. Schemarja Levin am Mittwoch, den 19. v. M., im1 großen Waldeksaal, über die Tragödie des Judentums. Er snrach wie ein Künstler und Seine Zuhörerschaft folgte ihm mit wachsender Spannung; die sich zum Schlüsse in einem1 brausenden, picht endenwollenden Beifall löste. Wir haben' deutliche Anzeichen dafür, daß Dr. Levm in der gesamten Pilsner Judenschaft einen tiefen, nachhaltigen Eindruck zurückgelassen hat. Er hat unsere Sache mit einem1 Ruck um' die Arbeit von Jahren nach vorwärts gebracht. ES wird unsere Aufgabe sein, das aufgerüttelte Gewissen der Pilsner Judenschäft nicht zur Ruhe kommen zu lassen. Ueber die eingeleite+e Sammlung für den Zentralfond wird demnächst berichtet werden. Mähr.-Ostrau. Ueber Einladung deS Jüd. Volksvereines „Zion“ in Mähr.-Ostrau, erstattete am 27. November Herr Adolf Stand (Lemberg) in Mähr.-Ostrau ein ausführliches Referat über den XI. Kongreß. Vorerst die heutige Lage der Juden am Balkan streifend, erörterte Redner die Vorgeschichte des XL Kongresses und die für seine Abhaltung in Wien maßgebend gewesenen Gründe, sowie den darauf zurückführenden ungeahnten Erfolg di»s Kongresses, ln populärer, übersichtlicher Weise berichtete Herr Stand sodann über Verlauf und Beschlüsse des Kongresses. Besonders ausführlich verweilte Redner bei der Universitätsfrage. Weiters besprach er die Auseinandersetzung zwischen politischen und praktischen 'Zionismen und gab .schließlich ein Bild über den gegenwärtigen S‘and der Kolonisation und Fortschritte der nräk tischen zionistischen Arbeit, sowie die fortschreitende Popularisierung des zionistischen Gedankens in der ganzen Welt. Die einrucksvolle Art und der meisterhafte Aufbau des Vortrages übten eine tiefe Wirkung aus und das aus den verschiedensten Gesellschaftskreisen der Stadt bestehende Publikum, welches den Saal bis auf das letzte Plätzchen füllte, folgte mit ungeteiltem Interesse dem zweistündigen, ausgezeichneten Referate und lohnte zum Schlüsse mit stürmischem Beifall die Ausführungen des Gg. Stand. Trautenau: Am 5. November d. J. besprach Herr Prof. Hugo Stern die wirklich recht aktuelle Frage: „Warum kommen wir so langsam 7877 239871

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