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Jüdische Zeitung · 1913-11-14 · 46 (14.11.1913) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
7 (1913)
Issue
46 (14.11.1913)
Date
1913-11-14
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 46 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 Eia amtlicher Bericht über das zionistische Palästinawerk. Der soeben erschienene Handelsbericht des kaiserlidi-deutschen Vizekonsulats in Jaffa für das Jahr 1912 berichtet eingehend über den wirtschaftlichen Aufschwung, den Palästina unter dem belebenden Einfluß der zionistischen Bewegung nimmt. Der Bericht, der sich ausführlich über die mannigfachen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschen und Juden in Palästina ausläßt, sagt u. a.: „Der deutschen Ausfuhrindustrie kann nur emppfohlen werden, der zionistischen Bewegung ihre dauernde Aufmerksamkeit zu schenken. Sind die Zionisten auch in erster Linie national gesinnte Juden, so haben doch viele von ihnen rege Beziehungen zu Deutschland. Die Zahl der aus! Deutschland eingewanderten Juden ist zwar nicht erheblich, aber unter den vielen aus Rußland', Oesterreich-Ungarn und Rumänien gekommenen Juden befindet sich mancher, der von früher her Geschäftsverbindungen mit deutschen Häusern hat und diese in Palästina weiter pfleg!!. Ferner befinden sich gerade unter den Leuten in leitender Stellung, wie Aerzten, Technikern' und studierten Landwirten, Personen, die eine deutsche Hochschulbildung genossen haben und deshalb geneigt sind, ihr Material, in dem, wie in dem vorstehenden ausgeführt, die deutsche Ausfuhrindustrie besonders leistungsfähig ist, aus Deutschland zu beziehen. Einige Geschäftsleute (hier werden in dem Bericht zwei große Firmen von Weltruf genannt) schmeicheln der jüdischen Nationaleitelkeit dadurch, daß sie ihre Reklameplakate in hebräischer Sprache und Schrift verbreiten; auch die hiesige österreichische Post, die in einzelnen jüdischen Kolonien Zweigstellen hat, veröffentlicht ihre Nachrichten mit auf Hebräisch. Da würde sich auch die deutsche Industrie kaum etwas vergeben, wenn sie sich gegebenenfalls dieser Hilfsmittel bediente. Das zionistische Zentralorgan „Die Welt“ erscheint wöchentlich einmal, und zwar in deutscher Sprache; Sitz der Redaktion ist Berlin. Für deutsche Geschäftsleute, die mit hiesigen Juden Verbindungen anknüpfen wollen, eignet es sich als Insertionsblatt.“ Es ist kein Zweifel, daß die hier gegebenen Anregungen der deutschen Industrie manche Position in Palästina schaffen könnten, die sonst von anderen eingenommen werden wird, die sich den Bedürfnissen des Landes und den Wünschen der wirtschaftlich regen Bevölkerung anzupassen verstehen. MOB PIIA5 im Neubau des ■W3 HOTEL NEW-YORK TO3 Wien, II., Kleine Sperlgasse b bietet den P. T. Gästen allen Komfort. — Küche und Keller sind als erstklassig bekannt. Elegante un i geräumige Lokalitäten. Hochzeits¬ und Festbankette werden bestens arrangiert. aus der Fabrik L. T. Piovati Central-Verkauf: MAX LUSTIG, WIEN 1., Adlergasse 3. I., Franz Josefs-Quai 19. Versandt nach dem In- und Auslande. Solideste Bedienung. Preiskurante gratis u. franko. •Caa*GK>«(3R>«CK>*(UK3«CK>«C2BR>CK>« J Tanz - Institut f für distinguierte Kreise I | II,, Taborstraße Nr. 20 a. 5 2 Direktion: Jacques Löw. § SDie P. T. Studierenden sowie Korporationen 2 genießen Honorarbegünstigungen. ■ CK>*eBrd«cara«eK>9eKaacB3*CTC>«carc>» Vepeinsnarfiriditen. Wien. Verein zionistischer Hochschüler .Theodor HerzIL) Seminar-Programm: Samstag, den 15. November, A. H. Dr.. Goldhammer: „Die kolonisatorischen. Aufgaben des Nationalfonds, I. — Dienstag, den 18. November, im Rahmen des zion. Seminars: Diskussion über aktuelle zionistische.. Fragen, II. Leiter: Herr Adolf Böhm. — Mittwoch, 'den 19; November: Bibelseminar II. Bb. Rieger: Hagadoth. — Freitag, den 2t. November Palästinaseminar IV. „Geogr. Grundriß Palästinas (Kolonisation)“. Referent Bb. Roll. — Beginn der Vorträge und Seminarien präzise 8 Uhr. Gäste willkommen. Wien. (Verein jüdischer Hochschüler „Mensa academica Judaica“.) Bei der am 25. Oktober 1. J. stattgefundenen Plenarversammlung wurden folgende Herren in den Ausschuß gewählt: M. U. C. Markus Salzberger, Präses; M. U. C. Sigmund Klein, I. Vize-Präses; M. U. C. Moses RabbaCh, II. Vize-Präses; M. U. C. Samuel Silberbusch und David Schajowicz, Kassiere; M. U. C. Leiser Drettler und stud. med. Chaim Beutel, Oekonome; stud. med. Paul Schmer und stud. ing. Samuel' Reischer,- Schriftführer; M. U. C. Moses Fendrich und cand. iur. Moritz Ozmo, Hausverweser und cand. phil. Srul Kohn, Lektionar; M. U. C. Lipa Schumer, Isaak Thaler und Abraham Berger, Revis. — Durch die stetig zunehmende Anzahl der in der Mensa speisenden jüdischen Studenten sah sich dieVereinsleitung veranlaßt, neue geräumigere Lokalitäten' zu mieten, welche die Mensa am 29. Oktober 1. J. im IX. Bez., Liechtensteinstraße 23, bezog. Dadurch wurde auch der Wunsch aller Frequentanten erfüllt, nämlich die Verlegung der Mensa in ein in nächster Nähe der Universität! und der meisten Universitätsinstitute gelegenes! Lokal. Der Verein hat aber durch die damit verbundene bedeutende Erhöhung des Mietzinses und Neuanschaffung von Mobilar neue große Verpflichtungen übernommen und wendet sich daher an die jüdische Oeffentlichkeit mit der dringenden Bitte um Unterstützung in seiner humanen Tätigkeit. Geldsendungen wollen gefl. an die neue Adresse, IX., Liechtensteinstraße 23, gerichtet werden. Wien. Die vom „Misrachi“ angekündigten Kurse haben bereits begonnen und werden noch Anmeldungen Sonntag, den 16. Nov., II., Malzgasse 16, Schulzimmer 14, um 2 Uhr nachmittags entgegengenommen. Wien. Die Jüd.-akad. Ferialverbindung „Emunah“ gibt allen Ferialvc. Bindungen bekannt, daß am Freitag, den 14. d. M., um 8 Uhr abends, auf ihrer Bude, VI., Linke Wienzeile 40, ein Vortrag stattfindet. Referent: A. H. Univ.-Dozent Dr. Bernh. Geiger. Thema: „Die Pflichten eines zionistischen Studenten.“ Wir laden sämtliche Feriales herzlichst ein. Wien. Die Jüdisch-Akademische Verbindung „Ivria“ teilt mit, daß der nächste Vortrag in der Reihe der „Jüdischen Vortragsabende“ am Montag, den 17. d. M., 7 Uhr abends, stattfindet. A. H. Dr. Marmorstein spricht üben das Thema: „Semitische oder arische Kunst?“ Wien. (Akad.-soz. Verein Cheiruth.) Freitag, den 14. d. M., präzise 7 Uhr abends findet im Cafe Stefanie ein Vortrag des Schriftstellers Schneier aus Amerika über: „Drei jüdische Typen in der Weltliteratur“ statt. Gäste willkommen! Regiebeitrag 20 Heller. Wien. (S c h i 11 o w s k y - A b e n d.) Der vom akad. Verein „Jüdische Kultur“ bereits angekündigte Vortragsabend, an dem der bekannte jüdische Schriftsteller Dr. Chaim Schitlowsky (Newyork) über das interessante Thema „D i e jüdische Assimilation: Was hat sie uns genommen und was gibt sie uns?“ sprechen wird, findet Sonntag, den 16. d. M. um halb 9 Uhr abends im großen Festsaale des Hotel Continental (Taborstraße) statt. Dem Wiener Publikum ist Gelegenheit geboten, die Ansicht eines der bedeutendsten Vertreters der jüdischen Kulturbewegung über dieses Thema zu hören. Wie bekannt, kehrt Dr. Schitlowsky von einer Vortragstournee aus Galizien und Bukowina zurück, wo seine Reden, die sich durch reiches Wissen, tiefes Denken, Klarheit und Schwung auszeichnen, großen Beifall gefunden haben. Karten zu 2 und 1 Krone sind nur an der Abendkassa erhältlich. Wien. (Verein jüd. Veterinär-Mediziner.) Ausschußwahlen: Obmann: cand. med. vet. Pollak, Obmannstellvertreter: cand. med. vet Sorger, erster Schriftführer: stud. med. vet. Tuchner, Kassier: cand. med. vet. Löffler. Wien. (Hatchijah.) Die Ausschußwahlen für das Wintersemester 1913 14 ergaben folgendes Resultat: M. U. C. Samuel Schweig, nassi, absolv. phil. E. Sonnenschein Sgan, M. U. C. L. Neuberger, maskir, M. U. C. M. Margulies, gisbar, cand. agr. J. Braunstein. Das Vereinslokal der Hatchijah befindet sich 9. Bez., Garnison". 22, Parterre. — Samstag, am 15. Cheschwan, referiert Bb. Kestenbaum: „Din ischeschbon mijom hadistrikte.“ Hebräisch sprechende Kollegen und Kolleginnen als Gäste willkommen. Beginn pünktlich 8 Uhr. Wien. (,Herzl-KIub“, 1L, Leopoldsgasse 31.) Mittwoch, den 19. d. M., 8 Uhr abends, Vortrag des Gg. Rubin: „Reise-Beobachtungen eines Zionisten in Mesopotamien“. — Sonntag, den 16. d. M.: Ausflug: Bisamberg. Zusammenkunft 2 Uhr nachmittags Stadtbahnstation Schottenring. — Zu allen Veranstaltungen Gäste herzlich willkommen. Wien. Der Erste Wiener Jüdische Turnverein, 9. Bez., Liechtensteinstraße 20, veranstalteTSonntag, den 23. November in den Turnlolcali täten einen Five ö’clock tea mit Vorträgen und anschließendem iTanz. Gäste willkom’men!' •' QRflF-Wcirfel Feinste Rindsuppe An Ausgiebigkeit und Wohlgeschmack äbnlictten Erzeugnissen weit überlegen. Graf Würfel u. Würze Koscher. j Wien. (Vereinigung jüdischer Exportakade- ker.) Ergebnis der Ausschußwahlen: Obmann: , Abraham Groß; Obmannstelh ertreter: Walter Skall; Schriftführer: Moses Gronich, Friedrich Sass; Kassiere: Karl Fürth, Kurt Saxl; Bibliothekar: Gustav Steiner. Wien. (Jüd.-akad. Ferialverbindung „Hebronia“.) Chargen wählen: iur. Emil Okladek X, iur. Max Schnabl XX, iur. Paul Knopfmac h e r XXX. Wien. (Zionistischer Verband ehemaliger Hochschüler.) Mittwoch, den 19. d. M., spricht Gg. Herr Dr. Leop. Sofer: „Ueber die jüdische Wanderbewegung“. Ort: Cafe Puc her, Kohlmarkt 10. Zeit: präzise i^9 Uhr abends. Gäste willkommen! Wien. (Jugendseminar der Wiener Zionistischen Vereinigung.) Samstag, den 15. d. M., um i?6 Uhr im Lokale des Jüdischen Handlungsgehilfenverbandes Vortrag des Gg. Herrn Alfred Vogl über „Die ökonomische Lage der Wien. (Jüdische Tovnbee-Halls, Wien, XX.. Othmargasse 46.) Beginn der Vorträge: An Wochentagen halb S Uhr, Samstag, sowie an Sonn- und Feiertagen 7 Uhr abends. Vortrags- Programm für die Zeit vom 15. November bis 21. November 1913. Samstag, den 15., Konzert Arrangement Frl. Schwarz; Sonntag, den 16., „Rabbiner Dr. Adolf Schmiedl (Worte des Gedenkens)“, Prof. Dr. Moritz Rosenfeld; Montag, den 17., Deutscher Literatur-Zyklus (II. Abend); Dienstag, den 18., „Aus der jüdischen Geschichte“, Professor Dr. K. Kupfer; Mittwoch, den 19., Bilder aus dem Rechtsleben der Vergangenheit, Lehrer D. Huschak; Donnerstag, den 20., Gesundheitspflege der Schuljugend, Dr. Karl Grünfeld; Freitag, den 21., Bibelvortrag. Brünn. (Vereinigung der östlichen jüdischen Hochschüler.) Ausschußwahlen für das Winter- Semester 1913 1914: Präses: cand. mech. M. Telner; Vizepr.: stud. mech. J. Nissenbaum; Schriftführer: stud. mech. J. Scheftei; Kassier: stud. mech. J. Epstein; Bibliothekar: stud. mech. L. Halperin; Beisitzer: cand. mech. D. Lichtenstein'; stud. mech. A. Soloweitschik. Budweis. Der Ferialverein jüdischer Hochschülcr Südböhmens „Hatikwah“ gibt hiemit allen Gesinnungsgenossen seine Konstituierung bekannt. In den Ausschuß wurden gewählt: jur. Weißkopf, Obmann; jur. Klinger, 1. Obinannstellvertreter; jur. Fürth, 2. Öbmannstellvertreter; techn. Weinmann, Schriftführer, med. Ddler, .Kassier. Ev. Zuschriften sind zu richten an: J. U. C. Josef Weißkopf, Wien, 11., Rembrandtstraße 14. Budweis. Bei dem am 5. d. M. stattgefundenen Diskussionsabcnde des jüdischen Volksvereines „Zion“ in Budweis behandelte Herr Dr. Josef Freund das Thema: „Wesen und Bedeutung der Diskussionsabende“. — Ausgehend von dem Satze: daß der Einzelne nur als Teil der Gesamtheit zur Geltung kommen kann und daß das Individuum als Organ der Menschheit seinen Platz auszufüllen habe, folgerte er, daß der ordentliche Wirtschaftsbetrieh die Willensübereinstimmung der einzelnen Teile erfordere, damit die Arbeitsteilung systematisch durchgeführt, keiner Störung durch auseinandergehende Bestrebungen der Eirizclorgane unterliege. — Die Nutzanwendung dieses Satzes auf die Organisation der Judenschaft, die vom Zionismus angestrebt wird, ziehend, weist der Vortragende nach, daß es unbedingt notwendig ist, daß regelmäßig die einzelnen Mitglieder der Organisation zusammentreten, um ihre Willensäußerungen vorzubringen und zu erörtern, um bei eventuellen Diverenzen die bestehenden Unterschiede in der Anschauung zu besprechen und durch Aufstellung der Mittellinie, die Willensübereinstimmung, die für sämtliche Angehörige bindend sind,“ herbeizuführen. — An der Wechselrede über die aufgestellten Sätze beteiligten sich außer dem Vortragenden Herr Professor Dr. Epstein, Dr. Grünfeld und Heinrich Dubskv. In der anschließenden Ausschußsitzung teilt der Präsident mit, daß die isr. Kultusgemeinde seinem Anträge stattgegeben und 16 Mitglieder der Repräsentanz freudig zugestimmt haben, einen jüdischen G e -; schichtskurs in Budweis einzuführen, sodaß Budweis nunmehr auch diesen neben dem hebräischen Sprachkurse für Mittelschüler und dem hebräischen öffentlichen Sprachkurse aufzuweisen haben wird. — Die heurige Generalversammlung des Vereines wird mit einem Vortragsabende eingeleitet und am 15. d. M. im Hotel „Glocke“ um 8 Uhr abends stattfinden: — Der Ausschuß hat auch folgende Resolution einstimmig angenommen: „Derjüdische Volks- - verein--,Zion* in Budweis begrüßt es freudig, 7877

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