Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 7 (1913)
- Issue
- 41 (10.10.1913)
- Date
- 1913-10-10
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 41 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 nieten üfid Nidhtzionisten hervorrief. Er ver- * weilte sodarin ausführlicher bei dem Rechenj sJdhaftsberichte des Aktionskomitees Und dem Referate Dr. R u p p 1 n s. In schönen Worten Schilderte sodann der Redner die Bedeutung der Gründung der hebräischen Universität in Jerusalem1 für das Kultur- und Wirtschaftsleben der Juden in Palästina und im Golus. Als zweiter Redner sprach Gg. Dr. Brand. Er bezeichnet« den Kiewer Ritualmordprozeß als ein krasses. Symptom der Lage der Juden in Rußland und wies liadl, daß im Zionismus allein das Heil des JudentümeS liege. Er appelliert zum Schlüsse an die Versammlung, nach Möglichkeit die Mittel der Organisation zii starken, damit sie in die Lage versetzt werden, ähnlich wk bei den Jemeniten, eine größere Einwanderung nach Palästina durchführen zu können. Hierauf beantwortete der Referent einige aus der Versammlung gerichtete Anfragen. Zum Schlüsse appellierte der Präses des „Qssid“ S. U. C. Armin Weichsel bäum an die zahlreich erschienenen Mittelschüler, sich rechtzeitig für ihren künftigen Beruf als jüdische Akademiker und Führer des Volkes vorzubereiten. Die Ausführungen der Redner machten auf die Erschienenen sichtlich tiefen Eindruck, der sich in dem starken Beifall, den die Redner ernteten, deutlich kundtat. Graz. Am 25. September fand die ordentliche Generalversammlung des Vereines „Zion“ in Graz statt. Nach dem' Rechenschaftsberichte, den namens des abtretenden Ausschusses der Obmann, Herr Karl Fischer, erstattete, wurde zur Neuwahl des Vorstandes geschritten. In den neuen Ausschuß wurden entsendet die Herren: Oskar Freudmann als Obmann, Karl Fischer als Obmann-Stellvertreter, Ignaz Hau- S e r als Schriftführer für die deutsche, cand. med. Millenbald für die hebräische Sprache, Moriz Friedländer als Kassier. An die Vornahme der Wahlen schloß sich der Bericht des Delegierten zum1 XI. Kongreß, des Herrn Oskar Freuamann. Unser Delegierter legte die Bedeutung dieses Kongresses für unsere große Volkssache dar. Sein entschiedenes Festhalten an den Grundsätzen der gegenwärtigen Leitung fand die einmütige Billigung der Vesammlung. Radautz. (Bezalelausstellung.) Am 17. September 1. J. ist die von der jüd. akad. Ferialvereinigung „Chermonia“ veranstaltete Bezalelausstellung geschlossen worden und beweist die überaus große Zahl der verkauften Gegenstände und der Besucher den Erfolg dieser Veranstaltung, welche das Interesse der Bevölkerung für jüd. Kunst in hohem Maße erweckt hat. Bielitz. Chargenwahlen der jüd. akad. Ferialverbindung „Emunah“ :Cand. ing. Bernhard. Wurbek X, cand. ing. Samuel Bleicher XX F X, cand. ing. Bruno Eimer XXX. Bude: Wien, VI., Linke Wienzeile 40, Kouleurkaffee: VI., Linke Wienzeile 36. Budenstunden: täglich von 6—8 Uhr abends. Verkaufsstelle des J. N. F. auf der Bude. Aussig. Am 28. September 1913 fand im Dampfschiffhotel eine gutbesuchte Versammlung des Volksvereines „Theodor Herzl“ statt, in welcher Herr Louis Schiff ein ausführliches Referat über den XI. Zionistenkongreß erstattete. Die Ausführungen des Referenten, die den Verlauf und die Erfolge unseres Kongresses schilderten, fanden lebhaften Beifall. Anschließend entwickelte sich eine lebhafte Debatte, an welcher außer dem Referenten die Herren Walter Kohn, Max Läufer, Dr. Hugo Pick u. a. sich beteiligten. Namentlich die Haltung der Westösterreichischen Landmannschaft in der Bankfrage war Gegenstand eingehender Besprechung. Auf Antrag des Herrn Dr. P i ck wurde nachstehende Resolution einstimmig angenommen: ' „Die am 28. September 1913 im Dampfschiffhotel in Aussig tagende Versammlung der Aussiger Zionisten nimmt den Bericht ihres Delegierten beim XI. Zionistenkongreß mit Befriedigung zur Kenntnis. Sie erklärt sich mit der Stellungnahme und den Anträgen der WestösterreiChischen Landsmannschaft in der Bankfrage völlig einverstanden und spricht den Mitgliedern derselben und insbesondere deren Führer Herrn Dr. Emil Margulies für ihr energisches Eintreten ihre Anerkennung und Dank aus.“ — Nachdem noch über eine Frage lokalen Interesses debattiert wurde, wurde diese interessante Versammlung von deren Leiter, Herrn Holub, geschlossen. Sarajevo. Ueber Veranlassung des jüdischen Nationalvereines wurde hier am 4. Oktober eine Versammlung abgehalten, in welcher nach einem Referate des Gg. Siegfried Weber die Gründung eines „Jüdischen Turnvereines“ beschlossen wurde. In die provisorische Leitung wurden folgende Herren en+sendet: Präsident: Siegfried Weber, Vicenräsident: Julius S i nger, Sekretäre: Fritz Deutsch und Leon Pinto, Kassiere: H. Klein und J. Fried-, mann, Zeugwart: 1. Taubmann, Turnwarte: S. S a 1 o m. M. F i n z i, Revisoren: Is. P a p o und 2. Flesch. Stanidlau. (Akad. Verb. „Bar Kochba“.) Wahlen: cand. iur. Sigmünd Horowitz X. cand. iur. Abraham M a n h a r t XX, cand. iur. Mendel Kgswiijer XXX. Storonetz-Putilla. (Jüd.-akad. Ferialverbindung „Gewirah“.) Chargenwahl: M. U. C. Siegfried H. Rauchwerger, Senior; M. U. C. Hermann Greif, Consenior; F. X. jur. Uscher Wagschal, Schriftführer. Misslitz. Am 31, August hat die konstituierende Versammlung des hiesigen jüd. Turnvereines stattgefunden und nach kaum achttägigem Bestände haben unsere Turner am Kongreß- Schauturnen teilgenommen, wofür ihnen auch eine Belobung seitens des Vorstandes vom westösterreichischen Kreise zuteil wurde. Diese Leistung haben wir in erster Reihe unserem Obmann und Tumleiter Herrn Adolf Löw zu verdanken und in zweiter Reihe unserem Herrn Rabbiner BGa Diamant, der ein begeisterter, eifriger Förderer der zionistischen Idee innerhalb unserer Gemeinde ist. Für das unaufhaltsame Vorwärtsschreiten des Zionismus in unserer Gemeinde spricht auch der am Sonntag, den 21. September vom jüd. Turnvereine veranstaltete „Kongreß- Abend“, der massenhaft besucht war. Nach der Eröffnungsansprache des Herrn Rabbiners ergriff Herr cand. jur. Oskar Grünbaum das Wort über „Der Zionismus — Der XI. Kongreß“. Reicher Beifall und das Bewußtsein, viele neue Anhänger für unsere hehre Sache gewonnen zu haben, lohnten diese Glanzleistung. Hierauf erstattete Herr Rudolf Löw sein Referat über das Kongreß-Schauturnen, welches beifällig aufgenommen wurde und machte der Zuhörerschaft die erfreuliche Mitteilung, daß der Turnverein trotz seines kurzen Bestandes, nebst einer strammen Herrenriege auch eine ansehnliche Damenriege aufzuweisen hat. Unsere Kultusge- .meinde, an deren Spitze Herr Josef Pollenz steht, hat ihren prinzipiellen Anschluß an die zionistische Organisation durch Gewährung einer Jahressubvention für den jüd. Nationalfonds zum Ausdruck gebracht. Trebitsch. Die Kreisleitung Iglau veranstaltete hier am 14. d. M. nach einer kurzen Pause eine zweite Propagandaversammlung in Form einer Berichterstattung über den XL Kongreß. Herr Rabb. Dr. Stoß ler begrüßte aufs Herzlichste die aus Iglau erschienenen Damen und Herren, sowie die in stattlicher Anzahl vertretenen Einheimischen und eröffnete die Versammlung mit einer zündenden Ansprache. Der Delegierte des Kreises, Herr Obering. Glas, erstattete hierauf ein beifälligst aufgenommenes Referat über die Arbeiten und Erfolge des Wiener Kongresses. Unser Kreisobmann, Herr Dr. S. Werner, hielt eine von Begeisterung getragene Rede, die bei den Zuhörern den nachhaltigsten Eindruck hinterließ und, beantwortete mehrere . Anfragen und^ Einwäp<je^,-Nack einer sinnreichen Schlußrede des. Herrn Dr. Stoß ler wurde die von den Herren. Dr. Po.llak und O r n s t e i n geleitete Versammlung geschlossen. Die Bildung eines Vereines^, ist dank dem Eintreten für unsere Sache seitens einiger angesehener Gemeindemitglieder, so insbesondere des ehrwürdigen Präses unserer alten Gemeinde, Herrn Josef "Taussig, gesichert. . Die Niederlage der Karmelweine befindet sich bei S. Steinhart, Weinhandlung, II., Rotensterngasse 22. Telefon 17348. •••••••••••••••••••••«•••••MM« Rvis für Einjäiirig:Freiwillige. Telefon: Stelle 6 von 3455. Witkowski ft Nacht Nadif. Julius Naöit’s Witwe IX., Berggasse Nr. 27 empfiehlt sämtliche Uniformiefiings- und Ausrüstungs-Sorten für das k. k. Militär-, Staats- und Eisenbahnbeamte, sowie für Einjährig-Freiwillige aller Branchen. Große Auswahl in Couleurbändern, Neuanschaffungen werden in kürzester Zeit'effektniert. Wien, II., Taborstr. 17 [Hirschenhaus] Als Buch erscheint Mitte des Monats: Bartsch, die Geschichte von der Hannerl und ihren Liebhabern. Geheftet K ri.—, Gebunden K 7.20, Halbpergament K 7.80, Leder K 9.60. Hermann Kubinke, neuester Ullstein-Band K 1.20. Antiquariat. Provinzversand. An die zionistischen Advokaten, Aerzte und Ingenieure Oesterreichs! Der zionistische Verband ehemaliger Hochschüler in Wien hat sich zur Aufgabe gemacht, ein Verzeichnis der zionistischen Advokaten, Aerzte und Ingenieure Oesterreichs anzulegen, das in Drudk gelegt und jährlich erneuert den Verbandsmitgliedern zugesandt werden soll, um ihnen Gelegenheit zu bieten, bei der Auswahl beruflicher Stellvertretung in erster Linie Gesinnungsgenossen heranzuziehen. Da der Verband von dieser Aktion eine wirtschaftliche Stärkung seiner Mitglieder erhofft, werden alle zionistischen Angehörigen obiger BeruiSkreise ersucht, Namen, Stand und Adresse dem Verbände mitzuteilen. Gleichzeitig ergeht an die Vertrauensmänner des jüdischen Nationalfondes das Ersuchen, die Aufmerksamkeit der beteiligten Kreise auf die Aktion zu lenken und sich gegebenenfalls mit dem Adressenmaterial ihres Sprengels an die Verbandsleitung zu wenden. Zionistischer Verband ehemaliger Hochschüler in Wien, II., Karmeliterplatz 1. * Geschieht»- und Hebräischkurse (Ibrith beibrith) für unsere Jugend! Anfangs November werden in zahlreichen Bezirken Wiens die Jugendkurse der „Wiener Zionistischen Vereinigung für Jugendpflege“ wieder eröffnet. Nebst Wetterführung der vorjährigen Geschichtskurse werden neue Anfängerkurse eingerichtet. Hebräischkurse werden in größerem Maßstabe eingeführt. Wir werden in Her nächsten Nummer das Nähere über die Art der Kurse sowie Technisches über die Einschreibung mitteilen. * Die Aktion für das Hebräische Gymnasium in Jerusalem. Die „Wiener Zionistische Vereinigung“ setzt ihre Aktion für das Hebräische Gymnasium in Jerusalem nicht mehr durch den Vertrieb von Blocks, sondern durch Herausgabe von blauweißen Zionsbleistiften fort. Sie gibt jetzt eine neue, in Qualität und Politur verbesserte Serie heraus. Der Versand erfolgt in Mindestpackungen von 6 Dutzend zum Preise von K 7.— gegen Vorausbezahlung oder per Nachnahme. Alle jüdischen Mittelschüler und Hochschüler, jede jüdische Firma und Vereinigung verwenden nur die Zionsbleistifte! Bestellungen richte man an den Schriftführer der .„Wiener Zionistischen Vereinigung“, Herrn exp. Jakob Korn, Wien, II., Nestroygasse 5. Jüd.-akad. Techniker-Verband in Wien. Wie uns aus jüd. Technikerkreisen mitgetilt wird, hat sich an der k. k. Wiener Technischen Hochschule ein Verein unter obigem Namen gebildet. Wer die Verhältnisse unseres Standes kennt, muß sich sagen, daß es hoch an der Zeit ist, wenn unsere Jugend zur Abwehr greift. Der jüd. Techniker, der die Hochschule verläßt, findet schwer einen Posten. Während seiner Studien kann er es nur besonderen Glücksumständen zuschreiben, wenn er eine Ferialpraxis antreten kann. Skripten und Lehrmittel stehen ihm nicht so zur Verfügung, wie dem deutschen Studenten, der seinen Verein hinter sich hat. ' Daß er an Exkursionen deutscher Vereine nicht teilnehmen kann, ist eine alte Tatsache, die jeder Techniker an sich gespürt hat. Der jüd. Provinzler, der nach Wien kommt, um zu inskribieren, steht ohne Führer der Wahl eines künftigen Berufes ratlos gegenüber. Lauter Mißlichkeiten, die der junge Verband abzuändem suchen will. Wir wünschen ihm alles Glück dazu und vor allem recht viel Gönner und Förderer. PersonalnaAriAL Unser Gg. Herr Kurt Blumenfeld (Berlin) feierte am 7. Oktober seine Vermählungsfeier mit. Frl. Jenny H u r w i t z (Königsberg). Wir entbieten unserem hochverdienten Parteigenossen aus diesem Anlässe unsere herzlichsten Glückwünsche! Der Jüdische Volksverein „Zion“ in Teplitz-Schönau ließ Herrn Blumenfeld, den „erfolgreichen Pionier unserer Bewegung“ in das Goldene Buch des Jüdischen Nationalfonds eintragen. L. Goldschmidt Juwelier L, Franz Josefs-Kai 33 (Hotel Metropole) Uebernimmt Umarbeitungen von altem Schmuck. Reparaturen prompt und billig. 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