Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 7 (1913)
- Issue
- 36 (5.9.1913)
- Date
- 1913-09-05
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 Seite JÜDISCHE ZEITUNG ... Nr.-36 Ais Geschenk für unsere Leser versendet die bekannte Firma Teppich-Möbelhaus S. Schein, k. u. k. Hof- und Kammerlieferant, Wien, I.,- Bauernmarkt 10, 12 und 14, das neuerschienene, diesmal besonders vornehm ausgestattete Album für Innendekoration vollkommen gratis und franko. Eine Korrespondenzkarte mitn genauer Adreßangabe und ausdrücklicher Berufung auf unser Blatt genügt. Notizen. ,JBerson“-Gummiabsätze sind dodi die besten!. Den P. T. Kongreßteilnehmern ist bei Einkauf von Seide das Spezialhaus „Zur Stadt Lyon“, I., Tudhlauben Nr. 12 (Mattonihof) bestens empfohlen. * Schöne Form, bequemes Tragen, solide Arbeit, diese Vorzüge bietet die Sch uli Warenerzeugung Geza Ärvay, II., Gredlers t r a ß e 9. * Die P. T. Kongreßbesucher werden auf das bestrenommierte Cafö Astoria, IX., Währingerstraße 12 i aufmerksam gemacht. Dieses eine Minute von der Universität entfernte modernst eingerichtete Cafe ist das Couleurcafe der jüd.-akad. Verbindung „Ivria“ und wird von den zionistischen Kreisen gerne frequentiert. Das geräumige vornehme Lokal, die Frischluftventilation, die solide Bedienung empfehlen dieses Familiencafe auf das Beste. # Aengstlich liötet jede Mutter ihren kleinen Liebling vor den Gefahren der Sommerhitze, welche alljährlich sovlele Opfer unter den Säuglingen fordert, weil es in den meisten Fällen an einer richtigen, verläßlichen Nahrung fehlt Geben Sie aber, dem zarten Baby Nestles Kindermehl, das sich schon in vielen tausend Fällen .von Generation zu Generation so glänzend bewährt hat, dann ersparen Sie sich nicht nur Kummer, sondern sie werden Ihr Kind auch . prächtig gedeihen sehen. Probedose auf Verlangen. sofort gratis durch: Nestle, Wien, I. Biberstraße 1. * Eine Sehenswürdigkeit ist das im Zentrum unserer Stadt, I., Singerstraße 10, gelegene Dom- Cafe. In diesen vornehm-gemütlichen Räumen fühlt sich jeder Fremde und Einheimische wohl. Jüdifdiep Sport. Hakoah—Amateure 2:2. Hakoah tritt mit zwei, Amateure mit drei Ersatzleuten an. Amateure haben den Abstoß, doch übernimmt Gansl I sofort den Ball, überspielt die Deckung und Verteidigung /fälschlich in den Zeitungsberichten ist die Angabe, daß Gansl die Verteidigung niederwarf!), die „stehend“ Zusehen mußte, wie er in der ersten Minute unaufhaltsam einsendet. Daß darüber die Hakoalianhänger hoch erfreut waren und Jenö mit Beifallssturm ihre Anerkennung kundgaben, hat natürlich die Amateure nicht gut gestimmt. Im weiteren Spielverläufe verursachte Mehler (der als Ersatz auf einem ungewohnten Posten spielte) einen Strafstoß, der von Halpern, trotz. sofortigen Hinwerfens, nicht pariert werden konnte. Hakoah geht aber, wieder stramm los, ohne jedoch faul zu spielen, denn beiderseits, wurde scharf, jedoch absolut nicht roh gespielt. Amateure haben mehr vom Spiele, doch weiß die Verteidigung jeden ihrer Angriffe zu zerstören. Artur Kolisch auf der einen Seite, Sträußler auf der anderen, leisten ganz Hervorragendes. Mitten in diesen Angriffen auf das Hakoahtor gelingt es den Blauweißen durchzubrechen, ein schöner Zentreball und Mehler schießt ein. Kurz hierauf Schluß der ersten Spielhälfte. Nach der Pause macht das Spiel anfangs einen ruhigeren Eindruck; beide Seiten arbeiten mit Volldampf und Amateure konnte einsenden und dadurch ausg'eichen. Bei einem gegen Amateure diktierten Strafstoß wollte ein Amateur den Ball, wie es im Verlaufe des1 Spieles schon mehreremale geschah, auf eine ihm besser passende Stelle auflegen, wurde jedoch von Artur KoUjäÖi etwas unsanfter weggedrängt, was Schiedsrichter Komar mit Aus- Schließen bestrafte. Hakoah spielt zwar mit 10 Mann, aber ganz äqual den Amateuren. Im weiteren Verlaufe bekommt Gansl II den BalL, stürmt nach vorne und überhört dabei den Pfiff des Schiedsrichters. Dejfeinternationaie erstklassige Back Popovich, dw die Entscheidung des Schiedsrichters gehört, .macht Gansl II nicht aufmerksam, sondern stellt sich ihm in den Weg und wird aber auch prompt ..yön Gähsl II angeranrit. Statt s|th seines! Fehlers ziT s'chjt-'l men, .leistet sich ijun der internationale, erstklassige Bade Pppj^yich'jden ,Ausdruck ’j,Juden-' bagage!“ Der Umstand,;, daß die zahlreichen Hakoalianhänger diesen mit lauter Stimme gerufenen Ausspruch gehört'hatten,, daß Popovich : Judenstämmling ist und einem Klub ängehort, der zu seinen Mitgliedern, sehr,, viele Israelit^ .' zählt, riet kolossale.'Entrüstung‘hervor, die.’(dir:1 Schiedsrichter sofort‘begriff'und d«i!Äüsschluß / des internationalen * erstklassigen - Bades Popo-1 vich verfügte. Im-.Spielfelde sdbst ging aas; Spiel weiter ruhig von ätatten. und,.war min- Hakoah sichtlich überlegen.'' im.'Publikfiiji. jf-‘: doch dauerte es'.Jänger pfit '-der Her'steliui^g': der Ruhe. Die Amateur-,;rsraeliten“ suchten d/e ] Worte ihres liebenKlubkollegen durch Schreien und Schimpfen ,uh^ , selbstverständliches feiges Zurückweidien vergessen.'zu’'mäcKen ‘und w’ir^n ' sehr unangenehm berührt, ...als t man phnen- Schmach und Schämie zufief, well äe. mit einem 1 Popovi$h im selben.,Klub bleiben. Am,.-Spielferne erzeugte ,diet ganz entschiedene Ueber-i legenheit der Blatiweiß'en eine/Nervosität der - Amateure. Da plötzlich griff 'der Amateur Sin-! ger, natürlich auch lein! Israelit,, grundlos Mehler; an und Wurde vom''Schiedsrichter ausgeschlossen. Daraufhin verließen ejf Mingteh vbr dem ■ regulären Spielende die Amäteitfe’"dasi Spifeifelijl. s — Sonntag spielt , die Hakoah . 'auf der Hoh?n Warte ihr erstes MeistersdiäftSSpiel gegehl'Bewegüngsspieler. Die1 "Reserve’ ‘‘Spielt"um ' 3 Üh'il, die I. Mannschaft um 5 Uhr. K. Bütelta. Archiv für 5üdis<he Faniilienfbrschuhg,'Kunst-' geschiehte iind Museumswesen. Entsprechend dem Charakter der,-ijüdischen ExSfsg'esdiichte,: hat sich ein gewisser Teil jenes Interesses, dersonst dem großen Ypjksjgarizen ziigewendet wird,5 aut Familientracütion ./konzentriert, däs;, jnsbe-’ sondere in solchen. £ejiten, wo die Tetäidigeii' Werte solcher. Traditionen, verblichen, zur nackten Familienehre ‘ geworden ist. 'Aus solche)] " Interessen scheint die neugegründete Zeitschrift hervorgegangen, zu'jseiii,. deren Herausgeber mit ■ großem Fleiße und fielen; Opfern sich .die..'Er-! gründung von Stammbäumen und großen Deszen- * denzkelten, sowie,,alles, was mit.jüdischer'„ÄdeTsgeschichte“ zu tun hat, zum Ziele gesetzt hat.! Freilich ist das inhaltlich.Wertvolle hier bloß den äußerlichen Familienziu^arnmenhängen unter- ‘ geordnet, die .ddth^vof^allem' nur' die (jlied'er ' solcher*- Familien- Ihteresfeierem durffeni ' Anderer-1 seits'bietet eine deri berüchtigten ■ „Senij'g'othalt‘-‘ verwandten nur entgegengesetzte -. Tendenz,./die jüdischen Blutstropfen! irt jnichtjüdischen „Größen“ \ nachzuweisen, ein mehr sensationelles als in 'Be-' zug auf die Anlässe--erfreülichesTntefesse. ‘ Jedenfalls könnte die k-Zeitscbrift, wenn, sie . dis Genealogische mdhr ' fils Uebergäng zürn Kiil-r turgeschichtlidien benützen wollte, recht Gut^s ' zutage fördern. Aus dem reichhaltigen Inhalt des vorliegenden ' Doppelheftes sind in dieser Beziehung die Memoiren des,,Simeon v. Geldein, der die Phantasie seines Großneffen Heinrich , Heine so stark angeregt hat, sowie das Diplom ■ eines jüdischen Arztes von:-der Paduaner Universität hervorzuheben; Zwei- Aufsätze," darunter, einer von D. B. Wachstein, beschäftigten sich' mit der Familie Wetzlar, deren -Ahne einer der! ältesten Adeligen Wiens gewesen ist. An erster Stelle leitet ein hervorragender deutscher Ge- . nealoge eine Verwandtschaft Kaiser Wilhelms II., und Bernh. Dernburgs — von nichtjüdischer; Seite , her — ab. Das Artihiv führt auch eine Rubrik:. „Korrespondenz“ für Leser und Abonnenten zu Mitteilungen und Anfragen. M. - '■ , Erich Bisdhoff: Elemente der Kabbalah. "(L Theoretische Kabbalah.) ^Verlag Hermann. Bej^sdörff. Das wenig betretene Gebiet. der.- jüdischen ' Kabbalah wird hiei; „von . einem prot^stgnfischen ■ Gelehrten, der schon früher, ähnliche T?ublikäiiö-, nen hat erscheinen " fassen, in einigen übersieht-‘ liehen Grundzügen und an einzelnen Textbej-' spielen, darzustellen versucht, Der Verfasser be-! tont vor allem die Einheitlichkeit. der darin sich ' aussprechenden Weltanschauung, die, yön einer ganz anderen Richtung her, -in, ihren ..letzten, Grundzügen die Dreieinheifslehrep, sowohl' -.des Christentums alsauch 'Hegels berührt. 'In J^rze sind Welten- und Schopfungslehre. auseinanHe/-1 gesetzt, namentlich die Lehre von den zehn „Sephirot“, welche einigermaßen mit den zehn „Sphären“ in Zusammenhang stehen .und . auch mit den Hauptlehren über die Natur "des '.Menschen Zusammenhängen, ferner die Seelenlehre und die Seelenwanderungslehre des R. Isaak Luria. Die Uebersetj;ungen geben hauptsächlich einige markante ,.Sohor“stelIen (nur in ganz kurzen Bruchstücken) wieder — erwähnt sei' insbesondere die herzliche Schilderung vom Tode R. Simons ben Jochai — außerdem das uralte, Zahlen- und Buchstabenmystik enthaltende „Buch der Schöpfung“. Ajs eines, der. ganz! wenigeil; neueren Werke kann es den hiefür sic;h Interessierenden zur Orientierung recht gut empföhlen werden. E. 'M. 1 Yom Judentum. Soeben erschien . im Leip) ziger Verlag, Kurt Wölff (früher Ernst -Ro?.' wofiit) ein Sammelbuch, das den einfachen und 'stolzen Titel „Vom Judentum“ führt. Dieses 'Büch wild, wie schön die Inhaltsangabe und die Namen der Mitarbeiter versprechen, von: ungewöhnlicher Bedeutung werden. Es ist ein Buch ' des, N £ u ,e‘ n „ J u ,d e n t ü m s, ein. Büch', in . dem sich die,.schöpferischen jüdischen Kräfte, die in;, der Zjc^iistischeri Bewegung und im nationalen .' Judentum ' d ie/Zus am men fass u rig aller wertvollen! jüdisihen Strömungen sehen. und anstreben; ,einen einheitlichen und kraftvollen Ausdruck ge-, 'schaffen haben. Der Herausgeber ist der Verein' jüdischer Hochschul er Bar Kochbain Prag,.;dessen,'Mitglieder. Dr. Hugo. Bergmann, Dr.' Oskar Epst ein, Dr. Hugo H errmann, Hans Kohn, Dr., Wilhelm Stein und Robert' W e.l t sc h .grundlegende Aufsätze im Rahmen 'des Sammelbiiches veröffentlichen. Für di^ weitesten Kreise bedeutsam wird das neue^jBuch dadurch', daß, in'ihm sich jüdische Denkejjjüber das Jüdische Problem in voller Äusfüh^ichkeit und tnit persönlichem Bekennermut .äußern, die '•sich1 bisher noch nicht oder nicht . in solcher Form1 ausgesprochen haben: Karl ’W0iif s k e h 1, .Jaköb Wass erijiann, Margarete Su.smann,- Erich1 Käh'l e r, Arthur Salz (Heidelberg), Ar- "nöld Z w.eig, Gustav Landa uer','- der Sozia- ’list, Moritz Hei mann, der Dramatiker und .'Kritiker der .„Neuen Rundschau“,'j:Max Brod, "der 'Präger Dichter u. a.. Von. ' bekannten-. zionistischen und (mätiqnaljüdischen., Schriftstellern enthalt 'das Sämipelbüch „Vpm.'ijüdentum“. Äufsät.ze vpn Martin B u b e r dessen Einfluß "dem Buch deutlich anzumerkdtr ist und der. sich : auch 'an der '.Redaktion beteiligt hat —, von ,Moses Calvary, Alfred Wölff, Ad^lf Böhm, Ludwig Strauß, Dr. Moritz G ö 1 d s-’t e i n, Dr. Nathan Birn'baüm, Micha .Josefc bin Go- "rion (BerdyczewSki).! ' Das Buch ist in, jneun Abschnitte geteilt: Jüdisches Wesen; Jüdische 'Religiosität; --“Jüdi-- ]sdhes Denken; Das; neue Judentum; Das'-'Werden der..Jüdischen Bewegung; D^e Aufgaben.'.nder; •jüdisdieh '.Bewegung; Der Jude' und Europa;. Probleme der Gegenwart und der Zukunft;’Aus alten Büchern. ' * Das< Buch' wird nicht nur; gelesen werden; ies wird heue 'jüdische Kräfte.'wecken .und.,'stärköi. Uns Zionisten aber kann es . mehr werden .als vielleicht/alle Bücher der'detzten Jahre.,-Denn ‘es kämpft wieder für die Urkräfte unserer; .Bewegung,’ die ein neues Judentum', schaffen', will. ■ .. V ■.*»? » -‘Gt; . . * 1 - DervPrejs des Buch'esj. ist, mit 3,50,'Mkv.'füi>< idäs geheftet^, 4,5Ö- Mk. für das göbiindene -Exemplar angesetzt. Bestellungen:/,' nehmen 'alle Buchhandlungen, .der Jüdische- Verlag in Berlin W.. 15, Kurt Wolff, VerlagTn Leipzig und Bar Ko.chba in Prag, Langegässe 41,'entgegen. .... . ,' / . . ' 'Jüden ab Erihrder imd Entdecker. Veröffentlichung der Henrie/te' Bedcer-Stiftüng. Welt-Ver-, lag, Bet.lin-Wilm'ersdorf. (Mit,8 Porträt-Tafeln.) Preis gebunden 3 Mk. Was das Buch will, läßt schon sein Titel vermuten: Der vielgehörten Behauptung Entgegen-• treten, 'daß den Juden die genialen iMenSChen und'der "Wagemut fehlten. Ein einleitender, von Dr. "N a th an Bir nb aum geschriebener Aufsatz spricht sich über diese Aufgabe, deutlicher aiis. Eine Sammlung von über 200 .Beispielen, /die von Ernst He'ppner besorgt ist, wird ihr in weitestem' Maße gerecht. Wir erhalten in den bdden Abschnitten dieser Sammlung — der erste bringt die Biographien besonders hervorragender jüdischer Erfinder, Entdecker und Or- .gahisätoren, der zweite kürzere biographische Däten zahlreicher weiterer in alphabetischer Anordnung — sehr interessante Aufschlüsse, namentlich auch über den jüdischen Ursprung einiger der wichtigsten modernen Verkehrseriindungeh. Die Ausstattung des Buches, dem1 auch acht Porträt-Tafeln beigeheftet sind,; ist vöreügiieh. GEZA ÄRVAY :S CH UH WÄRE N-ER ZEUGUNG dEGR. 1888. TEL. 21773. 'WIEN, 11., GREDLERSTRASSE NR. 9 EMPFIEHLT SICH DEN HERREN' , EINJÄHRIG - FREIWILLIGEN FÜR VÖRSCHRIFTSMÄSS1GE BESCHUHUNGEN SOWOHL NACH MASS ALS AUCH VOM LÄGER LIEFERANT FÜR K. U. K. OFFIZIERS-UNIFOR- MIERUNGS-VERW ALTUN GEN. ' GROSSE AUSWAHL VON MODERNEN SCHUHEN SPORT- UND TURNSCHUHE.