Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 7 (1913)
- Issue
- 34 (23.8.1913)
- Date
- 1913-08-23
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Ni. 34 JÜDISCHE ZEITUNG , ' Seite 7 "treten, um den Wanderpreis endgültig zu gewinnen, in welchem Belange die Aussichten insoferne nicht ungünstig sind, als die Möglichkeit besteht, noch einige Punkte zii erreichen, die heuer infolge eines Mißgeschicks anderen Vereinen zufielen, insbesondere gilt dies für die mittleren Strecken und für aas Weitspringen. . Nachstehend unsere Erfolge: Lederer belegte •im Laufen über 100 m unter 24 Teilnehmern in der glänzenden Zeit von .11,2 Sekunden den ersten Platz. Wertheimer wurde Dritter. — Im Fußballweitstoßen wurde Rosenthal unter 22 •Konkurrenten Zweiter (49 m 60 cm). — Im Laufen über 400 m kam Hilfreich als Dritter ins Zieh — Im ■ Hochsprung machte Hirschler ■den zweiten Platz. Seine Leistung (160 cm) ist in Anbetracht dessen, daß er erst sehr kurze Zeit diese Disziplin betreibt, sehr anerkennenswert. — Das 1500 m Laufen sah Kraus auf dem zweiten Platz bei über 20 Teilnehmern. •— Im "Weitsprung trug Lederer mit einer Leistung von 5 m 56 cm den zweiten Preis davon. — Das' •Stafettenlaufen über 3 mal 1000 m sah die Hakoah auf dem zweiten Platz (Rosenberger, Kraus, Freund). — Die 4 mal 100 m Stafette wurde von Sabel, Friedmann, tWertheimer^ .Lederer .überlegen .gewonnen. — Alles in Allem, ein glänzender Erfolg der blau-weißen Farben. rö_ ' , Hakoah Reserven, schlagen Preßburger Metallarbeiter 8:2. Ein überlegener Sieg, der jetzt sehr gut zusammengestellten Reserve-Mannschaft. Politzer II, Lewitus, Gansl II und Rottmann waren •die Besten. Die Goalschützen waren Brunner (2), Politzer II (2), Lewitus, Kolisch III, Gansl II und Pollak. Die Ungarn konnten in der ersten Halbzeit noch halbwegs Widerstand leisten, erlagen dann aber dem schönen Zusammenspiel der Hakoahner. - Die erste Mannschaft spielte am Sonntag in Raab gegen den ungarischen Provinzmeister und unterlag nach ebenbürtigem Spiel 2:0. Die Tore fielen in den letzten zehn Minuten aus •einem Elfmeter-Strafstoß .und unmittelbar darauf aus einem Eckstoß. Bedenkt man, daß die Unsrigen ohne Horwitz sp'ielten und Grasgrün wenige Minuten nach Beginn infolge einer Verletzung austreten mußte, so ist ihre Leistung sehr anerkennenswert.— Am 21. September 1. J. findet das Retourspiel auf der „Hohen Warte“ statt. A.. B. * Am nächsten Sonntag spielt die Hahoah .auf dem Sportplatz „Hohe "Warte“ gegen den Wiener Amateur-Sportverein ein Herausforde- Tungsmatch. Die- Amateure sind jener Verein, •der unter den Wiener Vereinen den größten Prozentsatz Juden aufweist. Da auch die Anhänger zum Großteil Juden sind, steht er dem Aufstieg der „Hakoah“ nicht besonders sym- :patisdi gegenüber. Der Uebertritt ihrer langjährigen Spieler Arthur und Siegfried Kolisch in unser Lager, hat die Rivalität noch bedeutend vergrößert. Lange Zeit wichen die Amateure einem Zusammentreffen mitden Unsrigen aus', bis sie nun endlich die Herausforderung annahmen. Die Hakoah wird keinen leichten Stand haben, denn die Amateure sind eine der besten Mannschaften Wiens, und daß sie sich bereits in Hochform befinden, beweisen ihre Erfolgevom letzten Freitag und Sonntag. Die Unsrigen werden heuer zum ersten Male in kompletter Aufstellung spielen und werden alles daran setzen, um ehrenvoll abzuschneiden. Auf -jeden Fall ist ein hochinteressanter Kampf zweier scharfer Rivalen zu erwarten. Vor diesem Wettspiel tragen. die beiden erstklassigen Vereine „Vienna“ und „Floridsdorfer A. C.“ ein Match aus. (Siehe Inserat im heutigen Blatte.) * „Makkabäer“, Sportklub Pozsony. Makkabäer 1 — Privatbeamten Sportklub I 3:0. Sonntag, den 17. August wurde des Sportplatz des Pozsonyer Privatbeamtenvereines mit einem schönen Siege der blau-weißen Farben eingeweiht. Die Makkabäer produzierten ein -schön kombiniertes Zusammenspiel. Nach den ersten fünf Minuten erzielt Kohn den erster« Treffer. Nach wechselseitigem Spiel erzielt Schwitzer das zweite Goal. Halbzeit '2:0. In der zweiten Halbzeit haben die Makkabäer stark gegen den Wind zu kämpfen. Ein Elf-Meter Strafstoß wird von Lowinger sicher ins Tor des Gegners placiert. Das schöne, faire Spiel der Makkabäer mußte geradezu die Bewunderung des zahlreich anwesenden Publikums, des zur Einweihungsfeier anwesenden Vertreters der Stadtkommune etc. herausfordem. Dieser junge zionistische Sportklub, der sich in solch kurzer Zeit zu einer der beachtesten Mannschaften hervorarbeitete ist eine Gründung unseres hervorragenden Gg.. Samuel Bettelheim, Chefredakteur der „Ung. Jüd. Zeitung“. Die Leitung des Vereines liegt in Händen unserer bewährten Gg. H. Sigmund Zsamek und H. Eduard Kalmar. Der Verein zählt bereits über 100 Mitglieder, verfügt über 2 Fußballmannschaften und schreitet nun zur Einführung von Turnsektionen. Der Verein übt eine kolossale moralische Wirkung auf die jüdische Jugend in Pozsony und fördert den jüdischnationalen Gedanken. Sportplatz „Hohe Warte“. Stadtbahnstation: Unt.-D8bling. Straßenbahn-Linie 37. Sonntag, den 24. August 1913 5 Uhr: Herausforderungsmatch Hakoah gegen Amateure. 3 Uhr; Vienna gegen Floridsdorfer A. C. Verkaufsstellen: Cafe Marienbrücke und Cafe Liechtenstein. Im Vorverkauf: Reservierter Raum K 1.—, Tribünensitz K 1.50. Eingesendet. Wir erhalten folgende Zuschrift: - Sehr geehrter Herr Redakteur! Wollen Sie die Güte haben und folgenden Zeilen Platz in Ihrer werten Zeitung gewähren: Der Jubilar Dr.. Ch. Schitlowsky, der sich längere Zeit in Amerika aufgehalten, und dort eine eifrige Tätigkeit'auf dem Gebiete der jüdischen Kultur .entfaltet hat, ist nunmehr nach Europa zurückgekehrt. In Glasgow hatte er bereits einige Vorträge und zwei große öffentliche Meetings abgehalten. Dr. Schitlowsky wird seine Reise nach der Schweiz in einigen Tagen antreten und in Paris Aufenthalt nehmen, woselbst ihm zu Ehren ein Festabend stattfinden wird. Nun bietet sich die Gelegenheit, daß auch das Wiener Judentum' einen der besten Söhne des Volkes kennen lernt und den Einfluß seiner markanten Persönlichkeit aut sich wirken läßt. Der Name Dr. Schitlowsky ist mit dem Aufschwung der jüdischen Renaissance eng verbunden. Es ist einer späteren Zeit Vorbehalten, seine Leistungen auf diesem Gebiete gebührend zu würdigen. Seine Wiener Freunde beabsichtigen nunmehr diese auch dem Wiener Judentum so wertvolle Bekanntschaft zu ermöglichen und erhielten hiezu Dr. Schitlowskys Zustimmung. Wir sind überzeugt, daß die Begrüßung Dr. Schitlowskys in Wien sehr warm und herzlich sein wird. Wir versichern Sie unserer größten Wertschätzung und zeichnen mit aller Hochacütung Einige Verehrer Dr. Schitlowskys. RESTAURANT JAKOB PINKAS im Neubau des HOTEL NEW-YORK TW3 Wien, H., Kleine Sperlgasse b bietet den P. T. Güsten allen Komfort. — Küche und Keller sind als erstklassig bekannt. Elegante uni geräumige Lokalitäten. Hochzeits¬ und Festbankette werden bestens arrangiert. aus der Fabrik L. T. Piovati Central-Verkäuf: M A X L U S TIG, WIEN I., Adlergasse 3. I.*, Franz Josefs-Quai 19. Versandt nach dem In- und Auslande. Solideste Bedienung. Preiskurante gratis u. franko. ©I© eeaD«<*K>»eK>«cK>acas*CKd»cK>cMa« «Tanz - Institut! TRp distinguierte Kreise III., Taborstraße Nr. 20 a. 5 g Direktion: Jacques Löw. § §Die P. T. Studierenden sowie Korporationen 8 genießen Honorarbegünstigungen. | caraa<ara«caroac»o«c»D»CH©ee*aac*3« Vereinsnadiriditen. Wien. ' („Bar Kochba“.) Anläßlich des XL Zionisten-Kongresses veranstaltet die Vereinigung jüdischer Hochschüler aus Galizien „Bar Kochba“ zu Ehren der galizischen Delegierten am Montag, den- 1. September im Saale des Hotel Guth, II., Stephaniestraße 14, halb 9 Uhr abends einen Begrüßungskömmers. Alle nacht Wien einlangenden galizischen Kongreßgäste werden ersucht, zu erscheinen. Wien. (Humanitätsverein der Trebitscher.) Am 15. d. M. veranstaltete der Humanitätsverein der Trebitscher in Wien unter Führung seines Obmannes Herrn Isidor Spira eitlen Ausflug in seine Heimatsgemeinde; zur Begrüßung der Gäste batten sich der Kultuspräses Herr Josef! Taussig, ein Bruder des Gründers und ersten Obmannes' Hofrat Siegmund Taussig, weiters der Bürgermeister Oberlehrer Freund, der Vizepräsident des Männergesangvereines Herr Carl Ornstein und Bruder in Vertretung des durch einen Trauerfall am Erscheinen verhindert gewesenen Präsidenten Herrn Fried und m. a. am Bahnhofe eingefunden. Abends war im Gartensalon des Oberkantors Fuchs ein gemeinsames Nachtmahl, bei welchem in überaus herzlicher Weise Begrüßungsansprachen und Toaste ausgebracht wurden und das Konzert von der Stadtkapelle besorgt wurde; Obmann Spira, Kassier Siegfried Stein, Schriftführer Inozenz Sorer und die Ausschußmitglieder kaiserl. Rat Salomon Beer und Dr. Siegfried Spitzer dankten für den großartigen Empfang und toastierten auf Kultuspräses, Bürgermeister, Männergesangverein und die Damen. Am nächsten Abend war Theater, Liedervorträge und Tanzkränzchen; Frau Dr. Subak entzückte durch eine glänzende Stimme, die Herren Fried, Goldmann, Fürst, Kohn etc. durch ihr glänzendes Spiel, Frau Ornstein durch Liebreiz und brillantes Spiel. Berufsschauspieler von Namen glaubte man vor sich zu haben, so tadellos war Vortrag, Mimik und Geste. Herr Dr. Spitzer dankte in überaus herzlicher Weise den gesamten Darstellern. Am Sonntag, den 17., war Vormittag gemeinsamer GräberbesucÜ unter Führung des Kultuspräses und des Oberkantors und vieler Anderer, Nachmittag wohnten die Gäste einem zu Ehren des Geburtstages Sr. Majestät veranstalteten Festgottesdienste bei, in welchem Rabbiner Dr. Stössel in schwungvoller Rede dem Kaiser huldigte. Die Spitzen der Behörden mit dem Bezirkshauptmann nahmen an der Feier teil. Bewegten Herzens nahmen die Teilnehmer Abschied von ihren lieben Landsleuten. Wien. (Herzlklub.) Sonntag, den 24. d. M., Tagesausflug Tulbingerkogel. Zusammenkunft Stadtbahnstation Brigittabrücke 8 Uhr früh. Pro- . viantmitnahme empfohlen. — Dienstag, den 26, d. 'M., .Nationalfonds-Abend. Festrede Gg. Herr Dr.. Weiner. Rezitation. Um rege Beteiligung wird gebeten. Bei allen Veranstaltungen Gäste willkommen. Lundenburg. (Jüd.-akadem. FerialVerbindung „Hatikwah“.) Ergebnis der Chargenwahl: phil. Leo Spitz x (xj; med. Walter Reiss xxFx; : iür. Richard Stangl xxx. Gurahumo.-a. (Jüd. akadem. Ferialverbindung „Libanonia“.) Am 3. August fand der Grün.- dungskommers der jüd.-akad. Ferialverbindung „Libanonia“ statt. Die Gründung dieser Verbindung im Süden der Bukowina wurde nicht nur von der Studentenschaft, sondern auch von der gesamten jüd. Bevölkerung in Gurahumora aufs lebhafteste begrüßt und fand im zahlreichen Besuch ihren Ausdruck. Es waren erschienen: als Vertreter der Gemeinde Vizebürgermeister Herr Paul Schieber und die Vertreter der jüd. Korporationen Emunah, Hasmonäa, Ivria (Wien). Jordania (Wien), Mensa Judaica (Wien), Tikwah (Suczawa) und Zephirah. Nachdem der Senior der Verbindung L U. C. Braun den Kommers eröffnet und in kurzen, kernigen Worten die Anwesenden begrüßt hatte, hielt' Lehramtskand. ' für Handelsakademien Herr Schöhner die Festrede, in der er die Ziele des modernen jüd. Studenten, somit auch die der neugegründeten Verbindung entwickelte. Seine Rede wurde mit großem Beifall aufgenommen. Den Toast auf die Damen hielt cand. ing. Biedermann und den Toast auf die A. H. A. H. cand. med. Salzberger. Ihm erwiderte A. H. Advokat Dr. Scharf und versicherte im Namen der hlten - Herrn, daß sie sich voll und ganz in den Dienst der jungen Verbindung stellen wollen. Herr Vrzebürgermeister Saul Schieber begrüßte im Namen der Gemeinde die Gründung der Verbindung. Es sprachen hierauf für die akad. Verbindung Emunah jur. Reifler, für die Hasmonäa jur. Sobe, Jor-i dania med. Siegel, Tikwah f. U. C. Lupul, Zephirah jur. Willner. Alle Redner begrüßen im Namen ihrer Verbindungen die jüngste aufs herzlichste und versprachen ihr, mit Rat und. Tat beizustehen. Der Senior hielt noch ein kurzes Schlußwort und forderte die Versammelten auf, mit ihm die jüdische Nationalhymne „Hatikwah“ einzustimmen. An die Stelle des inoffiziellen Teiles trat der Tanz. Bielitz. Die jüd.-akadem. Ferialverbindung „Emunah“ in Bielitz hat ihre Ferialtätigkeit mit einem Vortragsabend über „Strömungen im Judentum“, gehalten im Festsaale der isr. Kultusgemeinde von Bb. iur. Traubner, eröffnet. Durch den. alle Erwartungen übertreffenden guten Be- -tr yof