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Jüdische Zeitung · 1913-08-01 · 31 (1.8.1913) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
7 (1913)
Issue
31 (1.8.1913)
Date
1913-08-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 31 -a; V \\ i; i: : . 4 » iiU fl : | i' :■) i \]i j ■( : t 1 •: i r j;!' M j : i | .:; - ' 5 y.\? I L: .fl, 5 i - : 1 : i.: - ) PalästinasGesellsdiaftsreise anläßlich des XI. Zionisfen-Kongresses. Um den Teilnehmern des XI. Zionistenkongresses in Wien Gelegenheit zu geben, eine Heise nach Palästina zu unternehmen, wird im1 Anschluß an denselben mit dem Eildampfcr des Oesterr. Lloyd eine große Gesellschaftsreise veranstaltet. Da man auf eine große Teilnehmerzahl rechnen kann, werden die Fahrpreise außerordentlich ermäßigt sein. Preise (pro Person): Triest-Palästina und retour bei 10 Teilnehmern: I. Kl. Frcs.679.60, II. Kl. Frcs. 474.10; bei 20 Teilnehmern: I. Kl.. Frcs. 600.—, II. Kl. Frcs. 420.—; Kosten dcsi 19-tägigen Aufenthaltes in Palästina Frcs. 425.—; III. Kl. (ab Alexandrien II. Kl.) K 306.—, III. Kl. (Bett und Verpflegung nur bis Alexandrien) K 213.—, IV. Kl. (Verdeck, ohne Bett und Verpflegung) K 93.—. Kosten des Aufenthaltes in Palästina für Passagiere der III. und IV. Kl. ca. Frcs. 200.—, bei kleinen Ansprüchen event. weniger. Die Fahrt Wien—Triest ca. 20°'» ermäßigt, für Passagiere, die die IV. Kl. des Dampfers benützen, 50"" ermäßigt (Preis dieser Karte K 11.75). I. Wiener jüdischer Turnverein. Liechtensteinstraße 20. Die Adaptierungsarbeiten in der Turnhalle werden am 3. August d. J. beendet und wird am Montag, den 5. August, der regelmäßige Turnbetrieb wieder aufgenommen. I m Hinblick auf das am 7. September d. J. stattfindende Kongreßschauturnen der Jüdischen Turnerschaft werden alle Mitglieder dringend ersucht, die Turnstunden von nun an regelmäßig zu besuchen. Herren-Turnen Montag und Donnerstag, Damen-Turnen Mittwoch und Samstag von 7)/, bis 8ä/4 Uhr abends. BfSMIlBil JAKOB PIIA8 im Neubau des "1W3 HOTEL NEW-YORK Wien, II., Kleine Sperlgasse b bietet den P. T. Gästen allen Komfort. — Küche und Keller cinH nie ereflrlneeta bekannt Die Anmeldungen zur Gesellschaftsreise werden vom Palästina-Informationsbüro, Wien, 11., Karmeliterplatz, entgegengenommen und die Teilnehmer müssen ehestens mindestens die Hälfte des Betrages für die Fahrt Triest—Palästina und retour erlegen. Sämtliche Angaben über Verhältnisse des Landes, Sehenswürdigkeiten, Touren, Reiseausrüstungen sind dem im Verlage des Büros erschienenen „Kl. Reiseführer durch Palästina“ (Preis 1 Frc.) zu entnehmen. Judifcber Sport. Hakoah HI. gegen Makkabäa I 3:2. Sonntag, den 20. d. hatte der Sorptklub „Hakoah“ seine jungmannschaft zur Austragung eines Propagandawettspieles gegen den dortigen gesinnungsgenössischen Klub „Makkabäa“ nach Preßburg geschickt. Das Wettspiel fand auf dem Tornaplatze statt und hatte ein zahlreiches, distinguiertes Publikum herbeigezogen. Spielverlauf: Gleich nach Abstoß kommt Makkabäa schön vor, doch wird der Angriff abgewehrt. Nun gestaltet „Hakoah“ das -Spiel - offen und erzielt nach längerem Geplänkel einen Eckstoß, der von Kapert II. schön geschossen und von Pikkolo gut in die linke Torecke plaziert wird. Nun folgt wieder offenes Spiel, bis sich bei einem Angriff „Makkabäas“ der sonst gut spielende Schiedsrichter Filler („Blue Star“, Wien) veranlaßt sieht, wegen eines harmlosen Hands des linken Verteidigers einen Elfer zu diktieren der durch Löwinger (früher P. T. E. I.) unhaltbar eingesendet wird. Dann wieder offenes Spiel, in dessen Verlauf es Poliak II gelingt, den zweiten Treffer für „Hakoah“ zu erzielen. Gegen Schluß der ersten Halbzeit folgte noch ein wuchtiger Angriff der Preßburger, der aber durch die Wiener Verteidigung sicher abgewehrt werden kann, dann ging es mit 2:1 für „Hakoah“ in die Pause. ln der zweiten Halbzeit kommt „Makkabäa“ mächtig auf und es gelingt ihr bald nach Abstob durch den famos spielenden Grünfeld den Ausgleich berbeizuführe«. Nun wird „Hakoah“ eine Zeit hindurch stark bedrängt, bis nach einem Durchbruch Poliak II im Strafraum regelwidrig gerempelt wird. Der daraus resultierende Elfer wird von Levitus sicher zum siegbringenden Goal für „Hakoah verwandelt. Dann noch wechselnde Angriffe, bis der Schiedsrichter Schluß des fairen Spieles verkündete. Bei „Makabäa“ sehr gut: Löwinger, der Rechtsaußen Grünfeld, der Centrelialf und der Goalkeeper, bei „Hakoah“: Pikkolo, Lampel II und die Stürmerreihe, in der unsere Kleinen und Kleinsten geradezu imponierten. Durch dieses Wettspiel hat „Hakoah“ insofern bahnbrechend gewirkt, als sie gezeigt hat, daß auch ihre Jungmannschaft stark genug ist, die blauweißen Farben ihrer I. Mannschaft würdig in der Fremde zu vertreten. Die jungen Spieler wurden von unserem dorligen GG. Gg. sehr liebenswürdig empfangen und für den schwer erkämpften Erfolg mit verdientem Beifall belohnt. RES1HI JAKOB PINKAS im Neubau des "1W3 HOTEL NEW-YORK TOS Wien, II., Kleine Sperlgasse b bietet den P. T. Gästen allen Komfort. — Küche und Keller sind als erstklassig bekannt. Elegante und geräumige Lokalitäten. Hochzeits¬ und Festbankette werden bestens arrangiert. aus der Fabrik L. T. Piovati Central-Verkauf: MAX LUSTIG, WIEN I., Adlergasse 3. I., Franz Josefs-Quai 19. Versandt nach dem In- und Auslande. Solideste Bedienung. Preiskurante gratis u. franko. C^CS3CS3CS3CSWS3CSKS3C53CS3 Vereinsnadirirfifen. Der für den 3. August I. J. angekündigte „Zionistische Zuckerltag“ in Vöslau“ ist bis auf weiteres verschoben. Stockerau. Am, Sonntag, den 17. Juli 1913 hielt der Einzelverein „Zion“ seine 5. ordentl. Jahresgeneralversammlung bei gutem Besuche ab. Den Rechenschaftsbericht gab Gg. Schreuer, worauf ihm und dem abtretenden Ausschüsse reicher Beifall gezollt wurde. Die Neuwahlen für 1913 ergaben einen Sgliedrigen Ausschuß unter dem Vorsitz des bewährten Herrn Gg. Ed. Hahn. Anschließend leitete Herr Gg. J. U. C. Erich Groß eine Konferenz zum XI. Kongreß ein und erteilte auf die zahlreichen Fragen befriedigende Antworten; der Vortrag fand geziemende Anerkennung! Proßnitz. Sonntag, den 20. Juli fand im jüdischen Kasino eine Herzlfeier, veranstaltet von den jüdischnationalen Vereinen von Proßnitz, statt. Gg. Dr. Zweig eröffnete namens des Parteirates die Feier mit einigen kurzen Worten. Hierauf ergriff Gg. Herr Dr. Gustav Leschner das Wort zur Gedenkrede. Begeisternd schilderte er, was uns Herzl gewesen und forderte auf, dessen Vermächtnis hochzuhalten. Gg. Herr Dr. Zweig sprach noch einige tiefgefühlte Worte des Gedenkens an den im Vorjahre verstorbenen Führer der Proßnitzer Zionisten, Herrn Friedrich Löw. Es folgte die Rezitation eines Biaiikschen Gedichtes und mit der Absingung der Hatikwali schloß die würdige Feier. Mährisch-Weißkirchen. (Jüd.-akad. Ferialverbindung „Massada“.) Chargenwahlen des XVL. Generalkonventes in Leipnik: cand. med. Emi-l Bachrach X, cand. jur. Stephan Taubeier XX, cand. jur. Fritz Heim XXX. Holleschau. Donnerstag, den 24. Juli 1913 veranstaltete die jüd.-akad. Ferialverbindung „Zephyra“ gemeinsam mit der jüdischnationalen Vereinigung „Achdus“ einefi Trauergoftesdienstj anläßlich des Todestages unseres Führers Dr. Theodor Herzls, an welchem ein großer Teil der hiesigen Gemeinde teilnahm. Der Herr Kantor J. Michalowsky trug in gefühlvollster Weise die Trauergesänge vor; diese würdevolle Feier fand mit der Absingung der „Hatikwah“ den Abschluß. Proßnitz. (Ferialverein jüdischer Hochschüler „Giskalah“.) Chargenwahlen: cand. ing. Erich Altar, Präses; stud. ehern. Cornel Grünwaid, Vicepräses; stud. ing. Robert Löw, Schriftführer. Göding. Die jüd.-akad. Ferialverbindung „Gamala“ teilt allen Gg. mit, daß sie ein zionist. Seminar in Göding unter der Leitung ihres A. H. Professor Hugo Stern hält und eine größere Jemenitenaktion unternimmt. Gurahumora. (Jüd. acad. Ferialverbindung „Libanonia“.) Hier hat sich eine Ferialverbindung konstituiert, die sich zur Aufgabe gestellt hat, auf das nationale Leben im südöstlichen Teile der Bukowina belebenden Einfluß auszuüben. Chargenwahl: J. U. C. J. Braun, Senior (X); cand. ing. Wilhelm Biedermann, Consenior (XX); J. U. C. Siegmund Ehrlich, Schriftführer (XXX). Der Grüiidungskommers findet am 3. August I. J. Gründungskommers findet am 3. August 1. J.. im Rathaussaalc zu Gurahumora statt. Teplitz-Schönau. Am 9. d. M. fand eine große Versammlung statt, welche der jüdische Vclksverein „Zion“ einberufen hatte, um der jüdischen Bevölkerung unserer Stadt zur Stellungnahme zu einigen aktuellen Fragen der österreichischen Judenheit Gelegenheit zu geben. Das ausführliche und mit großem Beifall aufgenommene Referat erstattete Herr Dr. Emil Margulies (Leitmeritz). Zum Schlüsse wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: „Die am 9. Juli im Hotel „Central“ tagende große jüdische Versammlung spricht den jüdisch-nationalen Studenten, die an der Wiener Universität mit bewunderungswürdigem Mute die Ehre des jüdischen Volkes verteidigen, ihre Anerkennung aus und versichert sie ihrer wärmsten Sympathie. Von den akademischen Behörden verlangt sie nichts als Gerechtigkeit. Die Versammlung erklärt, daß für einen charaktervollen Juden kein Platz sein könne in einem Verein, der offen oder versteckt antisemitisch ist oder geleitet wird, beziehungsweise offen oder versteckt antisemitische Politik treibt.“ Das Leben des jungen Babys hängt an einem Faden wenn die Verdauung gestört ist. Versäumen Sie deshalb nicht, Ihrem Kinde beizeiten Nestle's Kindermehl zu geben, Sie ersparen sich damit bittere Vorwürfe in der Zukunft. — Eine Probedose und lehrreiche Broschüre über die Pflege des Kindes versendet vollkommen gratis: Henri Nestle, Wien, I., Biberstraße 1. Aufruf. Hilfsverein jüdischer Handwerker für Mährisch-Ostrau und Umgebung. An Eltern und Vormünder! Nach dem Schulschluß tritt an viele die Frage heran: Was soll aus unseren Jungen werden? Bei der Wahl des Berufes soll der Wunsch des Knaben berücksichtigt werden, denn der Erfolg ist ausgeschlossen, wenn man für ein Fach bestimmt wird, für das man keine Neigung hat, oft wählt aber der Junge einen Beruf, zu dem er nicht geschaffen ist oder seine geistige Veranlagung nicht paßt. Darum muß neben der Vorliebe des Knaben für die Berufswahl auch die reifliche Ueberlegung von Eltern und Vormündern bestimmend sein. in den letzten Jahren hat sich die Jugend massenhaft dem Studium zugewendet und darum ist eine Ueberproduktion von Absolventen verschiedener Lehranstalten geschaffen worden, für die Stellungen nur schwer zu haben sind. Im Handwerkerstande haben immer noch tüchtige ausgebildete Menschen ihr gutes Fortkommen gefunden und immer noch wird stets eine gute Handwerkerkraft gesucht. Der Unterzeichnete Hilfsverein jüdischer Handwerker für Mährisch-Ostrau und Umgebung hat es sich statutarisch zur Aufgabe gemacht, Knaben, welche Lust und Liebe zum Handwerk haben, verläßliche Lehrstellen zu besorgen. Beim Vorstande oben bezeiclineten Vereines haben sich bewährte Lehrmeister aller Handwerke angemeldet, welche brave Jungen zu tüchtigen Handwerkern ausbiiden wollen. Der Hilfsverein wird sich durch die ganze Dauer der Lehrzeit die Aufsicht über den Lehrling Vorbehalten, daß derselbe nicht nur sein Handwerk vollkommen erlernt, sondern auch in Bezug auf Sitten und Moral nicht leidet. Eltern und Vormünder! Wendet euch vertrauensvoll an den Hilfsverein jüdischer Handwerker in Mährisch-Ostrau, derselbe besorgt u nentgeltlich die Lehrstelle bei tüchtigen braven Meistern. Mittellose und Waisenknaben werden, wenn sie brav und fleißig sich aufführen, vom Verein nach Tunlichkeit unterstützt. Anmeldungen sind an den Vorstand des Hilfsvereines für jüdische Handwerker in Mährisch-Ostrau schriftlich zu richten. Vortreffliches Heil- und Tafelwasser. MTTONI natürlicher ,-- ALKALISCHER SAUERBRUNN SHiEEfllE 239871

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