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Jüdische Zeitung · 1913-05-23 · 21 (23.5.1913) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
7 (1913)
Issue
21 (23.5.1913)
Date
1913-05-23
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Seite 5 Nr. 21 JÜDISCHE ZEITUNG Der XI. Zionistenkongreß in Wien. Der XI. Zionistenkongreß findet vom 2. bis 9. September 1913 (30. Ab bis 6. EIul 5673) in Wien, in den Räumen der k. k. Gesellschaft der Musikfreunde statt. Er beginnt mit einer feierlichen Eröffnungssitzung, di^ Öieristag, den 2. September abends, in der Katharinenhalle in Weigl’s Dreherpark (Schönbrunn) stattfindet. Die Verhandlungen nehmen Mittwoch, den 3. September, vormittags, im großen Musikvereinssal ihren Anfang. / . Das genaue Programm aller Veranstaltungen wird demnächst veröffentlicht werden. V1, - ■; Das Kongreßbüro wird am 2. Juni eröffnet werden. Adresse: Büro des XI. Zionistenkongresses, Wien, II., Karmeliterplatz 1. Telephon 22075* / ,. ... [Bankinstitut eirigeleitete Aktion eine allgemeine ^Zusammenfassung der jüdischen Pflanzer zum Zwecke des Schutzes der gemeinsamen Interessen:- Wie-schwer auch dieses Ziel zu erreichen ist, so hat' es doch den Anschein, daß man ihm in der. letzten, Sitzung um einige Schritte näher gekommen ist. Es wurde eine Kommission ge- -wählt,' die den Auftrag erhielt, auf Grund der ' .nach einer längeren Beratung festgesetzten Richt- 'linien Normalstatuten für die lokalen Gruppen sowie ein S+atut für den Verband auszuarbei‘en. -In der nächsten Versammlung, die innerhalb drei "Wochen stattfinden soll, wird man hoffentlich zur-Gründung des Syndikats und zur endgültigen Festsetzung der Statuten schreiten können. .... * " Aus Pethach-Tikwah. nommenen, von - der genannten Gesellschaft erworbenen Terrain bereits-in allernächster Zeit begonnen werden soll. * Eine Spende der Kolonie Rischon Le-Zion finden Roten Halbmond. Ko n st ant i nop e'l. Die Winzergenossenschaft in der palästinensischen Kolonie Rischon Le-Zion hat der Gesellschaft vom1 Roten Halbmond einige Hundert Flaschen alten Rotwein und Cognac für die im1 Kriege verwundeten Soldaten zur Verfügung gestellt. Der Begleitbrief verdolmetscht die treue Anhänglichkeit sämtlicher jüdischer Kolonisten an das ottomanische Vaterland und ihr warmes Mitgefühl mit den Opfern des Krieges. -- ' Alis der palästinensischen Kolonie Pethach- -Tikwah wird geschrieben: Die Regierungssteuem unserer Kolonie. betragen im laufenden Jahre ca. ' 55.000 “Frcs.; , die Gemeindesteuern 83.967 Frcs. Die Kosten für die Bewachung der Pflanzungen machen allein mehr als 30.000 Frcs. aus. — Der Vorstand der Kolonie hat beschlossen, eben ' zweiten.;Arzt für die Kolonie zu engagieren. —- Im: abgelaufenen Jahre arbeiteten aus den benachbarten arabischen Dörfern in unserer Kolonie v1400 Männer und 1200 Frauen und Kinder. ■ * Ein Nachspiel "zu der Ketin er RituahriordaffaTe. 'Prag, SamStag, den 10. Mai, fand eine- ■5U>.. na-uin/ftrm („rTr.: P-m.-T nn>: rr:- tHv.'ri:vt Sitzung des Bezirksschiilrn+es von Kohn statt,: in der fast ausschließlich nur die Affaire des . P: Hrachovsky diskutiert wurde. Vor der Sit- J z'qng -war eine“ umfassende Untersuchung des - Falles durch die exekutiven Organe des Bezirks- ' schülrates durchgeführt worden und auf Grund f der Ergebnisse dieser Untersuchung wurde in j der Sitzung eine Reihe von Fragen betreffend; | “die Schuld des P. Hrachovsky zur Diskussion gestellt, und zwar ob dieser ein Liebesverhältnis 5 mit der Lehrerin K. unterhalten, ob er die : Pavükzu sich geladen, ihr einen Drohbrief . gesandt, ob er fegen die luden und Protestanten gehetzt, ob er die Bevölkerung Koüns der Un-i Sittlichkeit beschuldigt, ob er das Ri-uahnordm'ärchen verbreitet, und zu diesem Behuf eine vertrauliche Versam'mlung ohne Legitimation rinberufen rhatte. Alle diese Fragen wurden mit "allen Stimmen be’aht. Auch der Dechant Sixta ^beantwortete sie bejahend, wobei er hinzufügte, ifdrachovsky sei eine Schmach für die Geistlichkeit. Hierauf wurde . über die /Strafe entschieden. Es wurde beschlossen, zu vfordern, - daß P. Hrachovsky entweder sogleich .strafweise suspendiert oder vom' Juli ab versetzt werde. Diese .zwei Eventualitäten werflehedem Landesschulrate zur Genehmigung vorgellgt werden. . ■ * ' Emtyjeue PiT~~zy’rg?koIo'nle der riidafrikanisdien Zionisten in Palästina. •- Jitrh a n n esb u r g. Dfe South African ..Zio- ••nist Federation;-hat beschlössen, rn-.Pa’ästina rin größeres .ländliches Grundstück anzükauFen und do.i®; eine große Farm einzurichten, -auf der düjmiifldiöche Ansied'er inshesonde-e Oelbanm- "* uijdt' MandeWIanzttmren' auo-e'e-ri werden sol'en. Die. Kosten der Farm' werden sich ungefähr auf 45'öO£F|Fund belaufen,- die die zionistischen Vereine- MjP^dähriRa im1. LaiFe einiger Jahre aufzubringen' fhoffen:- Dpsüdafrikanische Zionistenföderatiöni hat mit der ottomanischen Gesellschaft für /Agrikultur, Handel .. und Industrie t,Agudath~Netaim“ in Jaffa ein Uebereinkommen getroffen, wonach mit den Vorarbeiten für die Anlage der. Pflanzungen auf dem in Aussicht ge¬ Hotel „SädKisdier HOP and CaK Telephon interurb. 16613. Wien II., TaborstraSe 46a w,en Modernstes, mit allem Kömfort ausgestattetes Hotel in nächster Nähe des Nord- und Nordwestbahnhofes, sowie der Stadt und des k. k. Praters. Haltestelle der elektrischen Straßenbahn. Fahrgelegenheit nach allen Richtungen. 80 Fremdenzimmer. Salons, Lesezimmer, Zentralheizung, Bäder, Personenaufzug, elektrische Beleuchtung, Telephon. Kalt- und Warmwasserleitung. Oeopolö UetterSAneiter, Besitzer d.Ca» Thonethof, Brünn &\& 123 * Aus flep Rulfusgemeiirie. Das KottagesanatoriiUn des Prof. Norden als Taufanstalt. In Nr. 17 vom 25. April 1913 veröffentlichten wir die in allen Tagesblättern erschienene Nachricht von der Taufe des in Agonie liegenden Arztes Dr. Hirsch aus Eisgrub (Mähren) in dem Kottagesanatorium des Prof. Norden. Nun ist aber die Anstalt, in welcher dar bewußtlose, in Agonie liegende Dr. Hirsch über Be-: treiben seiner Frau (einer Christin) getauft wurde, ohne daß die Anstattsärzte die an einem bewußtlosen Sterbenden vollzogene Taufe gehindert hätten, die Klinik des Professors Norden. Diesen Umstand benützt der Besitzer des Kottagesanatoriunrs iDr. Urbantschitsch, um1 uns mit einer Berichtigung Zu behelligen, aus welcher mehr die Absicht, für seine Anstalt Propaganda zu machen, als eine Berichtigung der Nachricht von der vorgenommenen Zwangstaufe spricht. Die Tatsache der Zwangstaufe des bewußtlosen Dr, Hirsch läßt sich nicht ableugnen. Wir stellen -numnehr fest, daß diese Zwangstaufe nicht im1 Kotfagesanatorium des Dr. Urbantschitsch, sondern nieder'Klinik des Professors-.Norden vollzogen - wurde. Das Ver-i werfliehe' des : Falles ist -somit durch die Berichtigung nicht im geringsten abgeschwächt. .'Die an uns gelangte Berichtigung lautet: WienJ'-den 9. Mai 1913. Verehrliche Redaktion! In Nr. 17 des VII. Jahrganges Ihrer periodischen Druckschrift „Jüdische Zeitung“ ist unter dem Titel „Das Kottagesana*orium des Prof- Norden als Taufanstalt“ fine Notiz erschienen. Als Bevollmächtigter des Herrn Dr. Rudolf Urbantschitsch, Chefarzt des Wiener Kottagesanatoriums ersuche ich gemäß § 19 des Paßgesetzes in das nächst erscheinende oder zweitfolgende Blatt Ihrer Druckschrift und zwar sowohl bezüglich des Ortes der Einreihung als auch bezüglich der Schrift ganz in derselben Weise, in welcher die obbezeichnete Notiz zum Abdrucke gebracht war, nachfolgende Berichtigung aufmerksam: „Es ist unwahr, daß das Kottagesanatorium das Kottagesanatorium des Prof. Norden ist; dasselbe ist vielmehr Eigentum! der prot. Firma Wiener Cottagesana'orium Dr. Rudolf Urbantschitsch & Co., deren Gesellschafter Herr Dr. Rudolf Urbantschitsch und Herr Stadtbaum'eister Hans Kazda sind. Unwahr ist, „daß htt Kottagesanatorium der Jude Dr. Hirsch auf dem Sterbebette getauft wurde“, sowie auch „daß der durch die Frau des Kranken (einer Christin) herbeigeschaffte Priester sich Zuerst geweigert habe, den Dr. Hirsch zu taufen, weil dieser völlig bewußtlos dalag und sich erst auf Betreiben der Frau hiezu habe bewegen lassen.“ Wahr ist, daß sich im Wiener Cottagesanatorium nur im Herbste des Jahres 1911 zwei Herren namens Dr. Hirsch aufhielten und dasselbe nach wenigen Tagen gesund verließen und daß in diesem' Sanatorium niemals an einem Juden, sondern überhaupt nur einmal eine Taufe vorgenommen wurde und zwar an denf neugeborenen Kinde eines Katholiken. Hochachtungsvoll Dr. Joachim'. Juöisdier Spopf. Hakoah ( gegen Slovan 14:1. Sehr faires Spiel. Hakoahtrotz Ersatz stark überlegen. Die Goals erzielen Gansl (1), Kolisch (1), Sträußler (2). Hakoah II gegen Slovan II 4:1. * Sonntag, den 25. d. M. spielt ein Team1 der zweitklassigen Wiener Fußballklubs gegen den Preßburger Fußballklub in Preßburg. Der Reingewinn dieses Matches ist für die Abbrändler bestimmt. In diesem Team spielen vier Hakoahner: Kolisch, Horowitz, Glasl und Dukes. mm JAKOB PINKAS Im Neubau des -|»3 HOTEL NEW-YORK "WO Wien, II., Kleine Sperlgasse b bietet den P. T. Gästen allen Komfort. — Küche und Keller sind als erstklassig bekannt. Elegante und geräumige Lokalitäten. Hochzeits¬ und Festbankette werden bestens arrangiert. VereinsnadiFHbteiK Wien. In tiefster Trauer erlaubt sich die unterfertigte „Jüd.-akad. Verbindung Macccabäa“ allen A. H-, A. H., i. a. B., i. a. B., Freunden und Bekannten zur Kenntnis zu bringen, daß ihr verdienstvolles Mitglied A. H. Ing. Wolf Noe nach langem, qualvollen Siechtum am 17. Mai a. c. aus dem Leben schied.' Alle, die ihn kannten, werden ihm stets eia ehrenvolles Gedenken bewahren. Das Leichenbegängnis fand am Mittwoch, den 21. Mai in Wien statt. I. A. d. A. C. ing. Alex. Kremenezky, dz. X., mech. Göth Geza, dz. XXX. ' » Wien. (Jüdischer Wanderbund „Blau-Weiß, IX., Garnisongasse 22.) Welche Anziehungskraft der jüdische Wanderbund „Blau-Weiß“ auf unsere Jugend ausübt, kann man daraus ersehen, daß er seine ersten Wanderungen während der Pfingstfeiertage in fünf Gruppen unternehmen

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