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Jüdische Zeitung · 1913-05-16 · 20 (16.5.1913) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
7 (1913)
Issue
20 (16.5.1913)
Date
1913-05-16
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 20 Wien. Die jüd.-akad. Verbindung „Ivria“ teilt mit, daß der nächste Vortrag . im Zyklus „Der XI. Kongreß“ am Montag, den 19. d. M., um1 1/28 Uhr auf der Bude, IX., Glasergasse 4a, stattfindet. Herr Adolf Böhm wird über „Die Geschichte des Zionismus seit HerzI“ sprechen. Gäste herzlichst 'willkommen. * Wien. (Akad. Verein jüdischer Mediziner.) Ab 12. Mai 1913 befindet sich das Vereinslokal des Ak. Vereins jüd. Med.: IX., Garnisongasse Nr. 22, Parterre. — Mittwoch, den 21. d. M., veranstaltet der Verein eine Exkursion in .die „Hammerbrotwerke“. Auskünfte und Anmeldungen zur Teilnahme schriftlich oder mündlich1 im Vereinslokal (Amtsstunden Montag bis Freitag 2 bis 3 Uhr n. m.). Gäste herzlich1 willkommen! Wien (Herzl-Klub). Sonntag, den IS. d. M.. vorm. Ruderpartie. Treffpunkt: Ecke Obere Donaustraße und Untere Augartenstraße, präzise 7 Uhr früh. Sonntag, den 18. d. M., nachmittags korporativer Besuch des Frühlingsfestes des gg. Mädchenvereines „Moria“. Dienstag, den 20. d. entfällt der Vortrag im Vereinslokale. Hiefür Versammlung im Cafe Rembrandt. « Wien. (Herzl-Klub.) Dienstag, den 20. d. M., präzise 8 Uhr abends, im Souterrainlokal des Cafe Rembrandt, II., Unt. Augartenstraße 11, Agitationsversammlung. „Das Judenproblem.“ Referent: Gg. Simon Advokat. „Die zion. Palästinaarbeit.“ (Lichtbilder.) Referent: Gg. Josef, Stein. * - Wien. (Akademischer Verein jüdischer Veterinär-Mediziner.) Ausschußwahlen: Obmann: M.V.C. Karl Katz; Obm.-Stellv.: M. V. C. Felix Pollak; Schriftführer: med. vet. Jul. Marmor-1 stein; Kassier: med. vet. Albrecht Sorger. * Wien. (Jüdisch-akad. Verbindung „Ivria“.) Der A.H. der „Ivria“'ing. ehern. Otto Eisler wurde am 10. Mai d. J. zum Doktor der Technischen Wissenschaften promoviert. * Wien. (Misrachi.) Vortrag des Dr. M. Grün- : wald über „Palästinajudentum“. An jener histo-. rischen Stätte, an der Herzl zum erstenmale' die. Fahne des Zionismus öffentlich entfaltete,: hatte der junge Misradiiverein am’ 19. v. M, sein; Debüt Nach einer kurzen Ansprache Reitens j des Vereinsobmacjnes, -Herrn.' Isidor Austerlitz, in welcher er die Anwesenden zur aktiven Mit- arbeit aufforderte, hielt Dr. Grunwald seinen Vortrag. Zunächst gab der Redner einen gedrängten Ueberblick über die Entwickelung des Judentumes im letzten Jahrhundert bis zum Auftauchen des praktischen Palästinagedankens, worauf er zur Schilderung seiner Reisecindrücke im Palästinaneuland „Jischuw hachodosch“ überging. In gewohnter, fesselnder Darstellung entwarf Dr. Grunwald ein Bild des gesund pulsierenden jüdischen Lebens in den Kolonien und — an Hand von Daten — der fortschreitenden materiellen und kulturellen Entwickelung des Landes. Einen erhebenden Eindruck machte namentlich der Hinweis auf den mächtigen Ein-- fluß, den das Milieu und das Leben in Palästina auf die Hebung des ethischen, moralischen und religiösen Geist der Bewohner ausübe, welcher Gedanke in dem schönen Bilde zum Ausdrucke gebracht wurde: So wie die Biene aus allem, was sie aufnimmt, nur Honig erzeugt, so. erzeugt Palästina aus allem, was dort intellektuell sich betätigt, Religion. Diese Judaisierungstendenz und Renaissance des jüdischen Geistes ist zum großen Teile der hebräischen Sprache zu danken, mit deren Einzug auch gutjüdischer Geist, wieder wadigerufen wurde. Unser Streben müsse darum dahingehen, jener Renaissance ein Zentrum, eine Stätte der Reinkultur. zu schaffen, um hinweisen zu können: Sehet, so sieht das Judentum mit diesem Zentrum aus! Die Juden der .Golusländer sollen wieder von dort, in wohltätiger Wechselwirkung, neue. Inspirationen aufnehmen und der Verwirklichung zuführen. Unsere Pflicht ist es aber auch, mit größtem Nachdruck für die Pflege der Kenntnis der hebräischen Sprache zu wirken, wozu die Schaffung von Kursen mit der bewährten Methode Iwrith-be-Iwrith erforderlich isL Den mächtigen Eindruck des Vortrages bekundeten die mit wahrem Jubel aufgenommenen Dankesworte, die Herr Rabbiner Kramer namens der Versammlung an den Vortragenden richtete. Nach dem Vortrage versammelten sich eine große Anzahl der Teilnehmer, zu einem gewahre Verständnis des modernen Judentums mit mütlichen Abendessen, in dessen Verlaufe Toaste /erschließen helfen. Das darf umsomehr erhofft gewechselt wurden. Butofdiau. Ur „Monumenta Hebraica“. Das seinerzeit ins Stocken geratene großangelegte Werk wird nun von dem Orion-Verlag, Gesellschaft m. b. H. in Wien, mit den Herausgebern Dr. S. Funk (Vertreter des Judentums), Univ.-Prof. Dr. W. A. Neumann (Vertreter des Katholizismus) und Prof. A. Wünsche (Vertreter des Protestantismus), unter Mitwirkung zahlreicher Fachgelehrter, von denen Dri Bergmann (Berlin), Prof. Dr. Berkowicz (Bielitz), Prof. Dr. Blau (Budapest), Dr. Brodetzky (London), Prof. Dr. Eibogen (Berlin), Dr. Gandz (Wien), Prof. Dr. Guttmann (Budapest), Prof. Dr. Kraus (Wien), Prof. Dr. Neumark (Cincinati), San.-R. Dr. Preuss (Berlin), Dr. Thon (Krakau) genannt seien, fortgesetzt. Zunächst sollen die „Monumenta Talmudica“ (der erste;in sich völlig selbständige Teil des Gesamtuntemehmens) erscheinen und, .wie wir von der Redaktion erfahren, wird der erste von S. Funk verfaßte Band: „Bibel und Babel“, welcher den ‘kulturhistorischen Untergrund des talmudischen Zeitalters und Weltbild und Weltanschauung des alten Judentums entwickelt, durch ein demnächst herauskommendes Schlußheft komplett werden. Ihm wird das erste Heft des zweiten Bandes über den Gegenstand „Recht“ (von S. Gandz) folgen. Dieser Band wird das schwierige und im Gegensätze zijm römischen .Rechte noch wenig »werden, als es auf streng objektivem, wissenschaftlichem Standpunkte steht und jede. Tendenz ausschließt. Oiste der Überläufer. Vom 23. März bis 12. April 1913. Dr. Bernhard Bauer, Arzt, 1882, IX., Spitälgasse 23.— Frieda.Khin, Sängerin, 1888, Wien, IX., Müllnergasse 6. — Dr. Ing. Esriel Atelier, 1886, Bokow, Vill., Breicenfeldgasse 20. — Müller Stefan, Beamter, 1877, XIII., Trautmannsdorffgasse 27. — Josef Reich, Privatbeamter, 1870, II., Engerthstraße 191. — Wifhehnine Seidler, ‘1893, Göding, VI., Mollardgasse.-79. — Jakob Susler. Hilfsarbeiter, 1891, Starania, XVI., Koppstraße. 28. — Tobias Weiß, Monteur, 1868,. Brünn, II., Präterstraße 50. — Hinz Anna, geh. Steiner, Täpezierersgattin, 1886, II., Springergässe 6. — Klempner Josefine, geb. Porges, Private, 1884, VI., Barnabitengasse 6. — Poch Stefan, Bürgerschüler, 1877, Nyiregihaza, XVII., Springgasse 17. — Alt Gisela, 189i, Wien, XVI., Wurlitzergasse 36. — Herzig Dr. Samuel, auch Siegfried, Buchhändler, 1861, Stanislau, III., Rudolf v. Alfplatz .5. — Hönich, geb. Roth, Mathil'c, Malerin,-1866, Werschetz, IX., Mariannengasse 15. — Marschik Gisela Maria, Kontoristin, 1870, Rechnitz, XVIII., Standgasse 62. — Marianne Polla, Modistin, 1889. Wien, VIII., Lerchenfeldergürtel 6.' — Reich- Tischer Elise, 1880, Hetzendorf, IV., Margarethenstraße 47. RcbPschek, Dr. Alfred, Dr. pliil., 1871, Wien, I., Rathausstraße 20. r— Stark Bernhard, Privatbeamter, 1886, IX., Mosergasse 9. — Ing. Otto Steiner, 1887, Retz, VIII., Schlösselgasse 8. — Strauß Ida, geb. Fischer, 1872, Olmütz, VI., Mariahilferstraße 81. — Weiller Marlha, geb. Löwith, Ingenieursgattin,: 4884, I., Goldschmiedgasse 9. — Weiß Lilli, Private, ,1883, Wien, XII., Rechte Wienzeile 23.? bekannte Gebietjtalmudischer Gesetzgebung und Rechtsschöpfung j behandeln und den Juristen, Rechtsliistorikernj Soziologen und Staatsmännern wertvolle Einblicke gestatten. "*^T Die weiteren Bände- (imganzen sind 6 geplant) werden der Theologie, den Volksüberlieferungen, der Geschichte und dem profanen Wissen der talmudischen Zeit gewidmet sein. Hier wird man, den ganzen ungeheuren Stoff der talmudischen Ueberlieferung zum erstenmale nach’ modernen . wissenschaftlichen Grundsätzen geordnet und erläutert finden und dadurch erst; einen Ueberblick darüber bekommen — was der Talmud alles enthält. — Ohne Zweifel wird dieses Werk, indem es das gesamte Wissen und Wollen des alten Judentums klärlegt und die Richtlinien seiner Entwicklung und seines Einflusses bis zur Gegenwart gibt, das 0<=>000<00000<^>000<I>0 8 Cafe flstorki! o *-• o O Uornehmes Familien-Cafe o o o o o Ö modernste Frisriiluftuentilation o.; A Wien, IX., Währin ger$trafje 13, -jJ. O vis-ä-vis der Alt-Pilsenetzer Bierhalle.' * O 1 Min. von der Universität. Billard und Spielsäle.-; O 9 Coieurcafe der ,Iuria‘. RenSezoous ö. Zionisten Q l\ Sämtliche in- 11. ausländische Zeitungen liegen auf. IY \J ALBERT ELSNER, Cafütier. \y 0<Z>000<Z>0000<Z>000<~>0 MM Telefon 12420. MM' Telefon 12429. Ludwig Lazar Wien, IX., MM Kolingasse Nr. 13, Liechtensteinstraße 6 empfiehlt sein großes Lager in allen Fecht-, Turn-, Sport-, Tennis-, Fußball-, Hockey-, Militär-üiid Beamten-Uniformsorten in billigster bis feinster Ausführung und gewährt allen Mitgliedern sämtlicher akad. Verbindungen, Turn- und Sportvereinen 10% Rabatt auf die auf jedem Stück ersichtlich gemachten Preise. ' ■rauavswsuraiss Bad Oesnliausen Hotel zur Ppst Das ganze Jahr geöffnet - Pension Inh.: MAX FLEISCHER ■iSASkSiUSikSAS« MMMMMMMM Ia Petersilie Möhren, Zeller, Zwiebel und andere Gemüsearten zu billigsten Marktpreisen liefert Firma Rnton Prochazfta Wracow, Mähren. Preisliste gratis. Israel. Wohlfahrts- - verein „Union“ Prag ist-der einzige Verein, wo Dätfien u. Herren bis z. 50. -(1863), Knaben und Mädchen bis zum 14. Lebensj. (1899).. Aufnahme finden. ' Die „Union** bietet seinen Mitgliedern eine angemess. Rente, für Mädchen eine größ. Mitgift und für Knaben im Assentfalle eine ausgiebige Unterstützung. 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