Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitung · 1913-03-28 · 13 (28.3.1913) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
7 (1913)
Issue
13 (28.3.1913)
Date
1913-03-28
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2438141-2438432-2438445--3513-2443284
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 13 Wien. Die Jüd.-akad. Verbindung „Ivriä“ gibt hiemit bekannt, daß sie ihr bisherges Couleurcafe (Maria Theresia) aufgegeben hat und ins Cafe Astoria, Ecke Währingerstraße und Türkenstraße übersiedelt hat. * Wien. (Jüdischer Verein „Einheit“, II., Malzgasse 12.) Montag, den 31. d. M., um i/s9 Uhr abends findet im Turnsaale der „Talmud Thora“ (II., Malzgasse 16) die Generalversammlung statt. * Brünn. Die hiesige Toynbeehalle hielt so wie im Vorjahre auch im heurigen Wintersemester einen hebräischen Sprachkurs ab, welcher unter der bewährten Leitung des Herrn Rabinowitsdi aus Boskowitz stand und sehr gute Erfolge zeitigte. Die zionistischen Kreise, speziell die zionistische Studentenschaft zeigten lebhaftes Interesse für die Erlernung unserer Sprache und die Betätigung hierin förderte die jüdisch-nationale Arbeit in erhöhtem Maße. Der Toynbeehalle, im besonderen Herrn Dr. Schreier, einem warmen Fürsprecher der hebräischen Sprache, gebührt hiefür besondere Anerkennung. Sp. T. * Iglau. Der Jüdische Volksverein „T h e odor Herzl“ veranstaltete am Schuschan Purim, 24. d. M., nachmittags, eine Kinder-Purimunterhaltung, die einen vollen Erfolg aufwies. 160 Kinder waren mit ihren Eltern und Verwandten gekommen und füllten den Festsaal bis auf das letzte Plätzchen. Die Vortragenden, mit Ausnahme des Hr. Professors Bäck, der in prächtiger, dem Verständnis der Kinder angepaßter Weise die Purimgeschichte erzählte, lauter Kinder, boten vorzügliche Leistungen. Prolog: Lena S a n d e r, Rezitationen: Franz Hermann und Ida Glas und Lieder: Annie Wa ch 11. Letztere errang' sich einen besonderen Erfolg mit dem innigen Vorträge ■ des, „Aleph-Beis“liedes; Dann wurde den Kindern eine gute. Jause geboten, nach welcher gemeinsame Lieder gesungen wurden, denen die Lichtbildervorführungen folgten.. Dann wurden jedem . Kinde . die Purimgeschenke, überreicht, eine, schöne.!Schachtel mit. Bonbons,ein Säckchen mit Orangen und Mandeln und Rosinen* dazu jedem Kinde eine Nummer der Jugend^ Zeitschrift „Jung Juda“ und das Kinderflugblatt des Jüd. Nätionalfonds. Man muß die Anteilnahme der Kinder, ihre Freude gesehen, ihren Jubel gehört haben, um zu verstehen, daß Kinder und Erwachsene; alljährlich das Kinder-Purimfest mit größter Ungeduld erwarten. — Am 6. April .veranstaltet -dgr . yerejn ..einen .großen Lichtbildenrortrag, als «essen Sprecher Herr. Dr. Georg Weiner (Wien) ' gewönnen wurde. * Lemberg. .Sonntag, den 23. März d. J. feierte die akäd. Verbindung „Judäa“ das zehnjährige Jubiläums ihres Bestehens. Die Feier begann mit einem Festkonvent, den Senior En es mit einer '.eindrucksvollen. Rede eröffnete. Dann sprach der erste Senior A. H. Dr. Rabner über die Geschichte der zehnjährigen Arbeit. Abends fand ein-Bankett statt, das neben den offiziellen Teil auch einen fröhlichen niehtoffiziellen aufzuweisen hatte. .Anläßlich -Ihres Jubiläums zeichnete die Verbindung „Judäa“ e i n J cm enitenli a us ini Betrage von 1000 K (wovon bereits 600 K voll- -rangezahlt sind) und beschloß dem hebräischen Gymnasium in Jerusalem als Gründungsmitglied mit einem Anteil von 1000 K beizutreten. — Chargenwahlen für -das Sommersemester (XXII): Achr. Cand. Jacob Brenner x, JUC. Karol Meiseis xx, JUC. Heinrich Edelstein xxx. # Suczawa.. (Tikwah.)- Chargenwahlen: cand. jur. Alphons Krämer x, stud. phil. Philipp Rohrlich xx, ing. Chäim Grünseit xxx. JüdisAep Sport. Hakoah in Bielitz und Troppau siegreich. Die erste 'Mannschaft der Hakoah spielte zu Ostern über Aufforderung unserer Bielitzer und Troppauer Gg. ein Propagandamatch in Bielitz am Ostersonntage gegen den Bielitz-Bialer Sportverein und besiegte diesen 2:1. Am Ostermontag trug Hakoah 1 ein Pröpagandamatch gegen den Meister der mähr, schles. Fußballklubs, den Troppauer deutschen Sportverein, aus und besiegte diesen mit 3:2. Dienstag blieb Hakoah I im Revanchematch, ebenfalls Sieger mit 3:1. Ausführlicher Bericht über die Propägandatoume in der nächsten Nummer. K. Eingesendet. ■ Villach, im März 1913. V« rehrliche Redaktion! Dem' freien Ermessen der Grazer Kultusgemeinde ist die Bemessung der Kultussteuer jener Juden anheimgestellt, die in den Alpenländern, weit draußen, getrennt von der Gemeinde, hr Domizil haben., r So wurde z. B. ein italienischer Jude, der •‘mit 4 Kindern vor 8 Jahren aus Italien hier'Teinwanderte und bei einer hiesigen Holzfirma Anstellung fand, mit einer jährlichen Kultussteuer von 60 K bedacht. Seine Kinder wuchsen heran (zwei davon sind heute der Schule schon entwachsen), ohne jemals Religionsunterricht genossen zu haben. Wollte er zu hohen Feiertagen den nächsten Tempel besuchen, so waren die Auslagen für Bahnfahrten, Hotelkosten und Tempelsitze so hoch, daß diese Summe die. Höhe eines seiner Monatsgehalte überstieg. Nun ist der Mann seit zwei Jahren mit der Kultussteuer im Rückstände, weshalb er vor Kurzem ausgepfändet wurde und jetzt vor der Feilbietung steht. Ich frage nun an: Wofür zahlt dieser Mann die hohe Steuer? Es gibt hier in Villach 9 jüdische Kinder im schulpflichtigen Alter, die des Religionsunterrichtes entbehren, trotzdem die Eltern zu wiederholten Malen vorstellig wurden und zusammen 300 K an Kultussteuer zahlen. Der Religionslehrer .in Klagenfurt, Herr Rabbiner Glaser, ein Verfechter des nationalen Gedankens, ist gerne bereit, den Unterricht hier kostenlos zu leiten und verlangt 'nur die- Vergütung "der ermäßigten Bahnspesen, die ' sich für die Dauer eines Jahres auf zirka 80 K belaufen würden. Trotz dieser nur minimalen Auslagen tut die Grazer Kultusgemeinde nichts als die Steuern rücksichtslos eintreiben. Im Namen von fünf jüdischen Familienvätern in Villach bitte ich um Veröffentlichung dieser Zeilen. Vielleicht kann dadurch Abhilfe geschaffen werden. J. F. Jüdifdie Bühne. Direktion M. Siegler. Hotel Stefanie, II., Taborstraße 12. Freitag, den 28. und Samstag, den 29. März: „Kune L ein i 1“, Komödie in 4 Aufzügen von Goldfaden. — Samstag, den 30. März, i/24Uhr nachmittags: „Chanale“, Lebensbild in4Aufzügen von Feinmann. — Sonntag, den 30. und Montag, den 31. März: Letzte Vorstellungen: „Chaim in Amerika“, Lebensbild in 4Aufzügen von Lateiner. Magenleiden Hämorrhoiden, Stuhlverstopfung, Flechten, Hautausschläge, Beinwunden. Softenlbß teile tcfj auf SSunfcfj fcbern, tueldjer an SRageits, Serhauuitgö. uitb etu&I&efdjtDcr&eit, Stutftocfunaen, fomie a,t üämorrtjoiben, grerfjteu, offenen Seinen, tintjünbungen :c. leibet, mit, tote jafjlrcidje Patienten, bie oft jahrelang mit foldjett Seihen behaftet toaven, bot biefett UijUgen Uebetn fttiuetl utt& bauernb befreit toutben. ffileijr alb 10000 Sautunb ShiertcnnungSfdjreihenTiegen bot. Krankenschwester Klara Wiesbaden, Walkmühlstraße 26. MM Telefon 12429. 1-lWsl»' MM Telefon 12429. iä Lazar B Wien, IX., Kolii^gasse Nr. 13, Liechtensteinstraße 6 empfiehlt sein große»--Lager in allen Fecht-, Turn-, Sport-, Tennis-, Fußball-, Hockey-, Militär- und- Beamten-Unif ormsorfenAn billigster bis* feinster Ausführung und gewährt allen Mitgliedern sämtlicher akad. Verbindungen, Tum- und Sportvereinen 10% Rabatt auf die auf jedem Stück ersichtlich gemachten ’ ’ Preise. •ürp 'MMnt <1.IflLTW Wien, II., StefaniestraBe Nr. 14. Telephon interurban 13702. - 70 mt,„ernst eingerichtete Zimmer von K'2.80 aufwärts. In unmittelb. Nähe des Nordu. Nordwestbahnhofes, 5 Minuten vom Stadtzentrum. BADEN bei Wien, Antonsg. 13, Franzensstr. 34 ... Telephon;interurban 217. 400 Personen fassend schöner Naturgarten. Elektrisch beleuchtet - Große Veranden und Säle vis-ä-vis dem Kuipark. Große Speisesäle zur Abhaltung von Hochzeitsdiners und anderen festlichen Veranstaltungen Pension nach Uebereinkommen. Exquisite Küche und Keiler ADLERPLÄTTE und feiner Aufschnitt ist die Nachtmahl-Spezialität des Cafe Adler, Tefephönenri473^r' — Biere vom Faß. Weine offen u. in Bouteillen. Großes Souterrainlokal mit Kegelbahn für einige Tage zu vergeben. r Soeben erschienen: Der Heg zum Reiditum“ »» Ein neuer Roman vqn Hermann Blumenthal. Preis broch. K 2.40. In diesem Roman 'schildert der Autor die Zusiände in Dröhobycz und ßoryslaw und beleuchtet die Verhältnisse des galiz. Naphtagebietes.und des Ostens. Zu beziehen durch*die „Jüdische Zeitung“, Wien, II/3. J rarsvsvrarssirairsifivsir&'nsvsvs'rsirsvsi Chem. FabHk UI. Bross Wien, II. Pazmanitengasse 21. . G^i/acsas) (g m >in! M“in V THE BESTlEBTHERPniir, i t1jS>toBBonTi and iun«> PauJHfSS^ liefert eine vorzügliche Creme unter der Marke „Nago“ in 5 Größen: Nr. 5 . . . K 12 — Nr. 10 . . . K 15-- Nr. 15 . . . „ 20-— Nr. 20 . . . „ 30*— Nr. 50 . . . K 80 — per Gros, franko Stationen. Wlederverkoufer io Wien und ollen Orlen der Provinz gesudif. 5 o/o Kassa-Skonto - 5o/0fur'Nationalfond BiiaiaiamcflBiBagagagieagagiBiBi Der jetzt nicht kauft, bekommt nie in seinem Leben was Gutes. Eine hochelegante Schweizer Taschenuhr, 36 Stunden Gang, zur Sekunde gehend, ist aufgezogen, mit 4jähr. Garantie, 3 Mantel gedeckt, extra flach, von 18 krat. Gold nicht zu unterscheiden, für nur K 8.50. Französische Double-Doppel-Kette neuester Fagon, lOjähr. Garantie K 3.50 pr. Stk. Dieselbe Uhr kostet K 35.— Ladenpreis, ' Zu beziehen per Nachnahme durch S. BRANDES, Uhren en gros, Krakau Berka-Joselowicza 11. Geo Seinleid, Damenhuifa&rik Wien, IL, Untere Hugartenste. 21. Detailverkauf zu Fabrikspreisen. 5% 5% 1 Kassa-Skonto. - für Nationalfond | haben Inserate in der »Jüöisihen Zeitung« ^971570971

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.