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Jüdische Zeitung · 1913-03-21 · 12 (21.3.1913) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
7 (1913)
Issue
12 (21.3.1913)
Date
1913-03-21
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 12 tung hat zweifellos den Kontakt der Vereinsmitglieder untereinander neu bestärkt und wir wollen hoffen, daß hiedurch audh die ernstere Arbeit im Dienste unseres Volkes vorteilhaft beeinflußt wird. Znaim. Die Damenkneipe der jüd. - akad. Verbindung „Jvria“-Wien hat alle Erwartungen die man einer zionistischen Tendenzveranstalt tung entgegenbrachte, weitaus übertroffen. Es! war nicht nur ein gesellsdiaftlidies Ereignis, es war vor allem ein durchschlagender Erfolg der zionistischen Idee, die begünstigt durch den Antisemitismus in Znaim, sich rasch die Sympathie und Zustimmung der jüdischen Bürgerkreise erwarb. Wieder ein Beweis, daß zionistische Arbeit, wenn man Mühe und Opfer nicht scheut, immer neue Erfolge der Idee erwirbt. Jüdisto Sport. Hakoah I gegen Graphia I 4:2. Endlich gelang es Hakoah auch diesen Gegener einwandfrei zu besiegen. Die Graphia verfügt seit jeher über ein, wenn auch technisch nicht ebenbürtiges, köperlich den Unsern weit überlegens Team. Die zwei Erfolge der Gegner resultierten aus Strafstößen. Auch zwei Erfolge Hakoahs entstanden aus Strafstößen, welche von Sträußler (Kapitain) virtuos verwandelt wurden. Die anderen zwei Erfolge waren das Resultat vorbildlicher Kombination und wurden der eine von Grasgrün, der andere von Gansl erzielt. Halpern im Tore hielt schier unmögliche Bälle, ja sogar die beiden Strafstöße waren bereits in seinen Händen und nur durch den, auf unserem Platze besonders wütenden Sturmwind verwandelt Der gesamten Mannschaft ist für ihr sonntägiges Spiel alles Lob zu spenden. Hakoah II gegen Graphia I 3:1. Samstag abends begibt sich unsere I. Mannschaft. mit Ersatz — geführt von phil. Artur Baar nach Bielitz, woselbst Sonntag nachmittags gegen den dortigen Fußballklub ein Match gespielt “wird. Sonntag abends geben unsere Bielitzer Gg. den Hakoahnem einen Kommers. Montag früh fährt die Mannschaft nach Troppau und spielt am Nachmittag und nächstfolgenden Nachmittag gegen den deutschen Sportverein Troppau, den Meister der mährischen Klasse. Dienstag abends veranstalten die Troppauer Gg. für unsere Mannschaft' einen Kommers. Nachts Rückreise nach Wien. Hakoah . wird auf seiner Tournee in folgender Aufstellung spielen: Halpern, Sträußler, Rosenthal, Dukes, Glasl, Mehler, Grasgrün, Ko^ lisch, Gansl,-. Schönfeld, ' Horwitz. - Ersatz* Buf rian, Reiß, Hirsch, Fischer. Dienstag, den 17, d. JVL fand im Cafe Dohan das erste interne Klubmeeting statt. Der Meetihgld+ung stellten sich 10 Ringer und 4 außer Konkurrenz. Gerungen wurde nach griechischrömischem Srile (4 Minuten Pause, Entscheidung) in vier Gängen. Der erste Gang wurde von folgenden Paaren bestritten: Graus—Bank, Hirsch—Löwy, Sträußler—Weil (a. k.), Berger— Bunan, Kohon—Dr. Weiß (a. k.), Glück—B. Weiß, Deutsch (a. k.)—Schlittner Turnverein Fünfhaus (a. k.). Das Endresultat war: Berger 1., Kohon 2., Löwy 3., Bunan 4., Hirsch 5., Graüs 6. Den glänzenden und fairen Kämpfen würde vom zahlreichen Publikum lebhafter Beb fall, gespendet Dr. Körner nahm die Preisverteilung vor und. dankte den unermüdlichen Herren Dr.. Weiß /Sektionsleiter) und Deutsch S. (Trainer) im Namen des Ausschusses des Sportklubs Hakoah für ihre glänzenden Leistungen. * Schauturnen des. I. Wiener Turnvereines. _ Zu einer der fruchtbarsten Manifestationen jüdischen Könnens gestaltete sich das Schauturnen des Erstöi Wiener Jüdischen Turnvereins, das Sonntag, den 9. d. M. in den Sofiensälen unter der musterhaften Leitung des allseits beliebten Herrn Emil1 Popper einen beispiellos glänzenden Verlauf genommen hat. Genau halb 10 Ohr abends vollzog sich der Einzug der Herren-Abteilung, deren Darbietungen an den verschiedenen Geriften die beifälligste Aufnahme fanden. Vomehm'ich waren es abd’ die Uebungen der ersten Riege am Hochreck, die durch ihre über das gewöhnliche Maß hinausgehende Fertigkeit die .Erschienenen-in atemloser Spannung hielten und jedesmal wahre Beifallsstürme auslösten. Hierauf Wandte sich das Interesse den exakt ausgeführten Freiübungen der Zöglinge zu. Ein nicht minder prächtiges Bild boten die Frei- und Stabübungen der Damen- und Herrenabteilung, zumal hier die kleidsame Turnertracht mit Grazie und Anmut der Bewegung vorteilhaft ineinanderfloß. Nun betrat der Obmann des Vereines, Dr. Beer das Podium, um in beredten Worten den Zweck dieses Abends zu feiern. Tosende Kundgebungen innigsten Verständnisses - lohnten seine Ausführungen. Unter dem sympathisch-strengen Kommandotone des verdienstvollen Herrn Horowitz nahm sodann das Zöglingsturnen an 3 Barren «inen aufmerksam beobachteten Gang. Der Lorr beer des Abends, fiel aber dem Damenturnen am hochgestellten Schwebebaum zu. Unter den Mitgliedern diese*: Damenriege taten sich besonders hervor cfie Fräuleins Bondy, Brückner. Goldner, Rosenberg, Silbermann, Lobek, Kamilla Wellwarth und Martha Werner. Einen würdigen Abschluß bildeteeine Mustervorführung 7 am Tisch, die als Moment der letzten Spannungzum Tanzkränzchen hinüberleiten sollte!. .Das gute Gelingen dieser Veranstaltung ist vorzüglich das Werk des- Tumleiters Herrn Emil Popper, der mit bewundernswerter Hingabe und Selbst-: Verleugnung die Exerzitien für das Schauturnen leitete. Die admiiiistrativ-technische Leitung lag' in den Händen des Fräulein Irma Wellwarth', welche sich diesen Arbeiten mit unermüdlichem Eifer widmete. JuOifdie Buhne. Samstag, den 22. und Sonntag, den 23. März: „König Salomon“, Operette in 4 Aufzügen von G. Finkeistein. — Sonntag, den 23. März, i/24 Uhr nachmittags: „König Lear“. — Mon-> tag, den 24. und Dienstag, den 25. März: „K ö - nig Ahasver“, Operette in 4 Aufzügen von A. Goldfaden. —; Montag, den 24!' März, i/24 Uhr nachmittags: „S c h i r H a s c h i r e m“, Operette in 4 Auizügen von M. Schorr. — Diensi tag, den 25. März, i/24 Uhr nachmittags: „Gott, Mensch und Teufel“, Drama in 4 Auf-c Zügen von J. Gordin. — Mittwoch, den 26. März: Ehren-Abend der Fr. S. Weinberg „Die lebende Statue“. — Donnerstag, den 27.März: „Schülern Aleichem-Abend“ unter freundlicher Mitwirkung d. Herrn J. Mestel: 1. Menschen, 2. 3 D ok t o r, von Schülern Aleichem. * Schalom Aleichem-Aband. Donnerstag, den 27. März 1913, um 8 Uhr abends, findet im Saale der „Jüdischen Bühne“ Hotel Stefanie, Taborstraße ,12, ein Schalom Aleichem-Abend statt, an welchem Herr J. Mestel aus den Werken des Dichters lesen, undder Tenor der Jüdischen Bühne Herr J. Deutsch einige Lieder zum Vortrage bringen Wird. Hierauf gelangt zur Aufführung „Men-1 sehen“ und „a Doktor“ von Schalom Aleichem unter gütiger MiKvirkung des Frl. S o n i a Gorskaja. Die Namen des Autors und der Mitwhkenden verbürgen einen genußreichen literarischen Abend. Karten ä K 3.50, 2.20, 1.70 und 1.— sind im Cafe Weiß, Taborstraße 25 und bei den Komiteemitgliedern Zu haben. Ludwig Lazar i Wien, IX., > * * Kofingasse Nr. 13, Liechtensteinstraße 6 empfiehlt sein großes Lager in allen Fecht-, Turn-, Sport-, ’ Tennis-, Fußball-, Hockey-, Militär- und Beamten-Uniformsorten in billigster bis feinster Ausführung und gewährt allen Mitgliedern sämtlicher akad. Verbindungen, Tum- und Sportvereinen 10% Rabatt auf die auf jedem Stück ersichtlich gemachten i Preise. HMesfonnf J. Gii to: Wien, II., SfelaniestraBe Nr. 14. Telephon interurban I3702. 70 mouemst eingerichtete Zimmer von K 2.80 aufwärts. In nnmittelb. Nähe des Nordu. Nordwestbahnhofes, 5 Minuten vpm Stadtzentrum. BADEN bei Wien, Antonsg. 13, Franüensstr. 34 Telephon interurban 217. 400 Personen fassend schOner Naturgarten. Elektrisch beleuchtet Große Veranden und Säle vls-ä-vis dem >Kmpark. 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