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Jüdische Zeitung · 1913-03-14 · 11 (14.3.1913) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
7 (1913)
Issue
11 (14.3.1913)
Date
1913-03-14
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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.. Nr- 11__ 1 i a n z“ einen frei zugänglichen Vortrag über die Einwanderung der jemenitischen "Juden nach Palästina, wobei er zahlreiche von der'„Jüdischen Zeitung“ herausgegebene Palästina-Lichtbilder vorführte. Die Budweiser Kultusgemeinde spendete gemeinschaftlich mit den Budweiser jüdischen Vereinen einen Betrag von K 1000.— zur Errichtung eines Jemeinitenhauses, welches den Namen „Budweis“ führen soll. Dieses erfreuliche Zusammenarbeiten des Kultusvorstandes mit der jüdischen Bevölkerung im Interesse unserer palästinensischen Siedelungen wird hoffentlich auch in anderen ' Gemeinden Nachahmung finden. JAKOB PINKAS im Neubau des ■W5 HOTEL NEW-YORK -ffiD Wien, II., Kleine Sperlgasse 5 bietet den P. T. Gästen allen Komfort. — Küche und Keller sind als erstklassig bekannt. Elegante und geräumige Lokalitäten. Hochzeits¬ und Festbankette werden bestens arrangiert. Vereinsnadipiditen. Wien. (Erster zionistischer Frauenverein.) In der nächsten Woche wird Herr Adolf Stand einen Vortrag über den „XI. Zionistenkongreß“ halten. Ort -und Zeit werden später bekannt- < gegeben werden. * Wien. (Jüdischer Turnverein in Fünfhaus, XV., Herklotzgasse 21.) Samstag, den 15, März ... findet in Weigls Dreherpark (Katharinenhalle), ’ XII., Schönbrunnerstraße, ein Schauturnen statt. Beginn präzise 9 Uhr. Wien. (Jüdischer Handlungsgehilfen-Verband, Ortsgruppe Wien.) Dienstag, deii J8. d, M., findet im Privatlokale, II., Taborstraße ll b, ein ein Vortrag des Kollegen Benno Deutsch statt. Thema: „Die Sprächenfrage und‘ihre Bedeutung für die kaufmännischen Angestellten“. Beginn 8 Uhr abends. Gäste willkommen.' Wien. (Akad. Verein Jüdischer Mediziner.!) Ausschußwahlen für 1913: M. U.C.; Otto Gersuny, Obmann; M. U.' C. Moses Rabbach, I. Obmann- . Stellvertreter; M. U. C. Eduard Weiß, ' II. Obu^maiuirStellvertreter:; med. JsiJornKlaber, Kassier;- ’ fordnuhg und Maßstab', den - talmüdischen Be ichmed. Otto Lichtwi z, I. Schriftführer; med. Lud- Jetzt war er schon ganz gebrochen. Die Energie seines Geistes versagte und die Phantasie war erloschen. Er kroch nur noch instinktiv, mechanisch zum Hekdesch... Im Hekdesch empfing ihn Jankel Ganew mit einem Masel-Tow: „Komm, Chaimki, komm, auch Du sollst Dich heute freuen“, rief er ihm zil Chaimki, todmüd, abgespartn1, matt und - energielos, öffnete -die Augen und sah, — was er noch nie im Hekdesch gesehen hatte: An zwei . ■ langen Tischen saßen die Hekdeschleute bei Brot, -■' Hering, Gurken und Schnaps und schmausten gemütlich. Er schaute weiter und bemerkte am Ende des Tisches Jankel den Ewigen mit seiner Familie und einen jungen Mann, der neben Jankels ToChter Zippeli Platz genommen hatte. . Außer Jankel Ganew begrüßte ihn keiner der Hekdeschleute.. Nur Zippeli bemerkte ihn, Zippeli, -die an jenem Abend ihre Verlobung mit dem Auserwählten — ihres Vaters, den er in die Lehre . der Totengräberei genommen, feierte. Auch sie sprach kein Wort als sie ihn erblickte, nur ihr Gesicht ..wechselte die Farbe.. . Chaimki Hund betrachtete sie einen Augenblick -- verächtlich1, fixierte hönisch den Bräutigam, fixierte ihn recht scharf und lange, daß er errötete, — und seinen qualvollen Hunger vergessend, zog er sich still in einen Winkel zurück. Mit Ausnahme von Jankel Ganew waren alle froh, daß er sich geräuschlos und ohne einen Skandal zu machen, zurückgezogen hatte. Chaimki verkroch sich zwischen den Bettelsäcken und-blieb. dort eine Zeit lang still. Dann grabelte und kratzte es —' man sah nicht recht wo, jedoch niemand wollte in den Winkel schauen. : Nach einer geraumen Weile kroch er aus seinem . ..Versteck hervor, glotzte mit einem paar, wilden,; feuersprühenden Augen Zippeli an; aber, die Hekdeschleute. taten, als bemerkten sie ihn nicht. — Er blieb ein paar Augenblicke unter dem stummen Entsetzen aller Anwesenden stehen und verließ dann stumm und geräuschlos des Hekdesch. * •: Am Morgen fand man Chaimki am Zaune des.Friedhofs tot auf.-Als die Hekdeschleute später ihre Bettelsäcke von der Wand nahmen, lasensie dort zu ihrem Schrecken, die mit Blut geschriebenen Worte: Zipoeli! Rache! Chaimki Hund. O O «m JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 wig Paul, II. Schriftführer; med. Jakob Presser, Oekonom; med. Jean Vecsler, Bibliothekar; Frl. M. U. C. Mela Bloch, Zeitungsverweser. * Wien. (Vereinigung jüd. Hochschüler „Bar Giora“.) Chargenwahlen: Präses: Moritz Ozmo, stud. iur.; Vizepräses: Häjim Altaraj, cand.:med.; I. Schriftführer: Os'kar Schlesinger, cand. ing.,; II. Schriftführer: Emil Nasehitz, stud. med,1; Kassier: Karl Ländler, cand. med.; Bibliothekar: Leon Pinto, stud. med. ' ' * . ’ Wien. (Herzl-Klub.) Dienstag, den IS; März 1913, um V28 Uhr abends, findet der in der Vorwoche angekündigte und des auf denselben Abend fallenden Vortrages Stands wegen nicht abgehaltene Vortrag des Herrn Dr. Egon Zweig über „Die Unzulässigkeit der Mischehe vom zionistischen Standpunkte“ statt. Ort: II., Leopoldsgasse 31. Gäste herzlich willkommen! Wien. (Lese- und Redehalle jüd. Hochschüler.) Der Ausschuß hat neue Abzeichen für die Halle eingeführt. Es wird hiemit dies allen verehrten Korporationen und Vereinen zur Kennte nis gebracht. Wien. Prof. Dr, David Graubart wird ab April eine Serie von Vorträgen jüdischen Inhalts jeden Samstag, 8 Uhr abends, im Lokale der Lese- und Redehalle derjüdischen Hochschüler halten. Näheres wird später bekanntgegeben. Wien. („Ness Zionah“.) Mittwoch, den 19j März, abends 8 Uhr, findet im Cafe Korb, I., Tuchlauben 10 (separierter Damensalon), ein Vortrag des Herrn David Nebenzahl über „Religion und Zionismus“ statt. Gäste herzlichst willkommen! #■ Wien. (Jüdische Toynbee-Halle, Wien, XX., OthmargassC 46.) Vortrags-Programm für die Zeit vom 15. bis 19. März 1913: Samstag, den 15.: Konzert.,— Sonntag, den 16.i: „Hexenprozesse“; Gemeinderat Dr. Rudolf Schwarz- Hiller. — Montag, den 17.: Literarischer Abend; Frau Annita Müller-Rosenzwaig. — Dienstag, den 18.: Pflege und Ernährung der Kinder. (Il\) Dr. Karl Grünfeld. — Mittwoch, den 19.-: Salamon Maimon; Gemeinderabb. Dr. Ma Rosenmann. — Von Donnerstag; den 20. bis inkl, Dienstag, den 25. März bleibt die Töynbeehalle geschlossen. Mittwoch, den-'26. findet ein von der Gesangsmeisterin Frau' Else Freund-Funk arrangierter Konzert-Abend'-- statt.•’ Donnerstag, den 27. beschließt Prof; 0r^ K. Kupifer seinen •Vortrags-Zyklus aüs jüdischer Geschichte. Samsvtagi‘- deni 29. und Sonntag,1 'ÖenvSOy'dj: Ml finden zum Abschluß der Vo:ir(ag3-Saiidir l912/13 Konzert-Abende statt.1 - Wien. Herr . Leo .Schwarzbach* stellte vor einigen Tagen in mehre en Wiener Vereinen ein Modell seines Kunstwerkes* den Sa’omonischen Tempel darstellend, aus. Der Sachkundige bewundert an diesem Kunstwerk die umfassende Kenntnis der großen einschlägigen Literatur, die hier verwertet wurde. Es ist nich.s übersehen. Bis aufs Kleinste ist jede Vorrichtung und jeder Gegenstand zum Ausdruck gebracht und in Anten entsprechend, dem Ganzen angefügt. Der Unkundige wird in den Stand gesetzt, sich in wenigen Minuten ein Bild von dem historisch bedeutsamen Bau zu machen, dem die gesamte zivilisierte Welt ein pietätvolles Interesse entgegenbringt, so daß man auch in nicht jüdischen Kreisen dem künstlerischen Schaffen des Herrn Schwarzbach hier und auswärts bereits große Sympathie bewiesen hat. Allen Freunden von Kunst und Wissenschaft und jedem, der für die kulturhistorische Bedeutung des Salomonischen Tempels zu Jerusalem sich einiges Verständnis bewahrt hat, sei daher Herr Schwarzbach und sein Werk aufs Wärmste empfohlen. Herr Schwarzbach ist bereit, sein Modell in Vereinen und privaten Gesellschaften vorzuführen. Seine Wiener Adresse ist beim Vorstande der Schiffsschule zu erfragen. Prag. (Jüd. nat; akad. techn. Verbindung „Barissia“ im K. P. J. V.) Das für die Zeit vom 22. bis 25. März anberaumte XX^-semestrige Stiftungsfest wurde aus technischen Gründen auf die Zeit vom 11. bis- 13. Mai verschoben) Näheres wird noch bekanntgegeben. Prag. (Jüdischnationale akad. techn. Verbindung „Barissia“ im K. P. J. V.). Das Stiftungsfest des XX. Semesters findet vom 23. bis 25. März d. J. in Prag statt. Die Chargenwahlen für das Sommersemester hatten folgendes Ergebnis: J.U. C. Otto Stern x; ing. cand. Ernst Stroß xxFx; jur. Walter Spitz xxx. * Friedek-Mistek. Am 26. Februar fand in Friedek ein von den Friedek-Misteker Zionisten veranstalteter Paläs'ina-Lichtbilderabend statt, der einen starken Besuch zu verzeichnen hatte. Von dem Reinerträge wurde der Betrag von K 100.— als erster Baustein für ein Jemenitenhaus „Friedek-Mistek“ gewidmet. — Die zionistische Tafelrunde „Friedek-Mistek“ veranstaltet jeden zweiten Mittwoch im Cafe „Habsburg“ in Friedek gesellig-wissenschaft'iche Zusammenkünfte. Nächste Zusammenkunft am 19. März, 8 Uhr abends. — Zur Sicherung des Bestandes der „Jüdischen Schule“ in Friedek hat sich ein „Jüdischer . Schulve"ein Friedek-Mi'.tek“ gegründet, dessen konspirierende Gene a've-sammlung am l8. März 1913 im Sitzungssaale deisrae’i tischen Kultusgemeinde statfindet. — Der Ausschuß der is ae i ischen Kultesgem^inde F ie 'ek- Mistek hat dem jüdischen Nationalfond eine Subvention von K 25.— bewilligt. Znahn. Dank den besonderen Bemühungen derzion. Kreisleitung in JgJau. und der zion. •Tafehrunde •: „Theodor - Herz'!1 ■ -in Znain*-haben die-Vorarbeiten unter der jüdischen Gese'lschaft Znaims und Umgebung ein de-a tiges I ife-esse ausge'dst, daß die Damerikncipe der Jü l.-aknd. Verbindung „Lv ia-Wien“,. die Samstag, den 15. d. M, im Vereinshause zu Znaim statt inde‘, ein zionistisches und gesellschaftliches Ereignis sein wird. Krakau. (Akademische Verbindung „Haszachar-Przedswit.) Chargenwahl für das 31. Semester: cand. iur. Samuel Landau x, cand. iur. Roman Scheuer xx, stud. iur. Wilhelm Braunig xxx. Subskriptions- Eröffnung auf eine sensationelle MUSIK-NOVITÄT, künstlerisch prachtvoll ausgestattete Ghetto-Lieder für eine Singstimme mit Klavierbegleitung. Text von Ed. Rada. Musik von Rud. Vaäata. Deutsch von Dr. Ernst Rychnovsky. 1. Auf dem alten Judenfriedhof. I 3. Meiselgäßchen. 2. Schön Lea. | 4. Jörn Kippur. Titelblatt, Illustrationen und künstlerische Ausstattung vom akad. Maler A. Wierer. ■V- Subskriptionspreise b. 15. März d. J. gegen Voreinsendung des Betrages Pracht-Exemplar auf Handpapier mit Hand gedruckt und Autographen der Autoren 12 K (nachher 20 K), auf Velinpapier gedruckt 3 K (nachher 5 K), Originaleinbände 5 K (nachher 8 K). per Post um30 h mehr. Mit diesem Werk, seiner Ausstattung und; der Originalität des Themas werden ganz neue Bahnen in der MasOcHteratar eingeschlagen. Die zwei größten, auf der■ ganzen Welt gepriesenen Sehenswürdigkeiten Prags, der geheimnisvolle, alte jüdische Friedhof und das Prager Ghetto, beide amwohen von so vielen stimmungsvollen Sagen, sind hier Sajet empfindsamer, poeslevoller Gedichte, die den Komponisten zu einer originellen, die Stimmung wund-rvol! einhaltenden Musik begeistert haben. Das harmonische Schaffen des Poeten und des Kompon’sten ergänzt Maler A. Wierer mit seinen meisterhaften Federzeichnungen, die gemeinsam m-t dem prachtvollen Titelblatt das in Musik gesetzte Wort mit kongenialer Kraft durch das ganze Werk begleiten, so daß diese Ausgabe ein wahres Kleinod für jeden Bibliophilen, ein Schmack jeder Bibliothek, eine Seltenheit für Jeden Sammler wohlfeiler Ausgaben and die Zierde jedes vornehmen Salons sein wird. Musikverlagshaus — Klaviermagazin Moimir (Jrbänek m Prag <u‘£r^w- Telephon 30 Kammerlieferant Telephon 3000 Sie eine Anstellung? eine Vertretung? Sie etwas zu verkaufen? eine Neuheit abzusetzen? zwingt man durch ein Inserat in der t-ä Jüdischen Zeitung Wien, II/3. Karmeliterplatz 1 7817

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