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Jüdische Zeitung · 1913-02-28 · 9 (28.2.1913) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
7 (1913)
Issue
9 (28.2.1913)
Date
1913-02-28
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 9 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 Kuhmisten die Schuld aus dem Ertrag der nächsten Ernte zu amortisieren haben. ' Da die Milchwirtschaft auf dem Oute des Jüdischen Nationalfonds in Ben-Schemen, das auf diesem Gebiete wohl als bahnbrechend für unsere Kolonisation anzusehen ist, sich von Anfang an gut bewährt, so steht ein gleicher Erfolg auch für Ekron zu erwarten. Dies würde aber nicht bloß dircKt durch den Absatz der Milch die materielle Lage der Kolonie zu verbessern, sondern auch allmählich die Düngernot, an der Ekron besonders leidet, beseitigen helfen. # Jaffaer Chronik. Anfangs Februar fand hier die Jahresversammlung der Jüdisch-Medizinischen Gesellschaft statt. Dr. Puchowsky eröffnete die Versammlung mit einer Ansprache, in der er auf die moralischen Erfolge ninwies, die die Gesellschaft durch ihre bisherige Tätigkeit errungen habe, und der Hoffnung Ausdruck gab, dall die Gesellschaft im kommenden Jahre eine Reihe dringender Fragen, die jetzt auf der Tagesordnung stehen, lösen werde. Aus dem von Frau Dr. med. Jonas-Gutmann verlesenen Rechenschaftsberichte ging hervor, daß die Gesellschaft jetzt 19 aktive Mitglieder in Palästina und 6 korrespon-' dierende Mitglieder im Auslande hat. Im zweiten Halbjahr wurden Referate gehalten von den Aerzten Beikind, Krinkin, Puchowsky, Schermann, Schamai, Brünn-Jerusalem, Moscowitz-Rechoboth, Jakobsohn-Paris, Apotheker Auerbach und Architekt Fabrikant. Letzterer referierte über „Baugesetze“ in Tel-Awiw. Auf Vorschlag des Dr. Schermann wird die Gesellschaft von nun an , Jüdisch-Medizinische Gesellschaft in Palästina“ (anstatt „in Jaffa“) heißen. Ferner wurde beschlossen, daß von nun an regelmäßig Jahresversammlungen im Frühjahr abgehalten werden sollen. Dieselben sollen den Charakter eines Aerzte-Tages haben, ln den Vorstand Wurden gewählt: Puchowsky, Krinkin, Schermann und Jonas-Gutmann. — Dieser Tage fand hier eine Versammlung zwecks Gründung eines neuen jüdischen Stadtviertels statt. Der zu diesem Zwecke gebildeten Gesellschaft schlossen sich 27 Mitglieder an, darunter auch Sephardim und Jemeniten. Die Gesellschaft beabsichtigt, weit außerhalb der Stadt, wo geeignete Terrains noch billig zu haben sind, ein einfaches, allen Anforderungen der Hygiene entsprechendes Wohnviertel für ihre Mitglieder zu gründen, wobei jeder Art von Mietsspekulaton usw. durch entsprechende Maßnahmen von vornherein vorgebeugt werden soll, ln den Vorstand wurden fünf Aschkenasim, ein Sephardi und ein Jemenite gewählt. — Herr S} Jibnaeli, der Initiator dieser Gesellschaft, hofft, daß es gelingen Wird, in diesem Viertel eine größere Anzahl Wohnhäuser auch für jene neu eingewanderten Jemeniten zu bauen, die in Jaffa als Tagelöhner im Baugewerbe, in den Zement- und Fliesenfabriken usw. tätig sind, ln der Tat wird allgemein festgestellt, daß die Jaffaer Jemenitengemeinde durch die letzte Einwanderung einen sehr nützlichen und fördernswerten Zuwachs erhalten hat. Jüdififie Studenten Wiens! Der Zionismus ist in den letzten Jahren immer mehr und mehr palästinazentrisch geworden. Immer mehr kommt es uns zu Bewußtsein, daß Palästina nicht nur das Endziel unserer Bewegung ist, sondern schon heute im Mittelpunkte aller jüdischen Interessen stehen muß, wenn es uns gelingen soll, fruchtbare Arbeit in unserem Lande zu leisten. Wir haben heute ca. 10.000 jüdische Ackerbauer in Erez Jisrael, aut die ,'wir (mit Fug .und Recht stolz sind. Die Einwanderung nach Palästina in Städte und Kolonien hat in letzter Zeit stark zugenommen. Nunmehr bietet sich uns, vielleicht zum erstenmale seit der Chowewe Zionsbewegung der achtziger Jahre Gelegenheit, eine verhältnismäßig große Zahl von jüdischen Landarbeitern in Palästina anzusiedeln. Es hieße Eulen nach Athen tragen, wollte man in diesen Blättern die Wichtigkeit der Jemeniteneinwanderung nach Palästina behandeln und des Näheren aufzählen, was die Jemeniten als Landarbeiter, als Handwerker in den Städten, als Arbeiter im Bezahl und in dessen Filiale Ben Schemen geleistet haben. Der letzte innerösterreichische Distriktstag und die Wiener NF.-Kommission, in der Vertreter aller studentischen Organisationen sitzen, haben beschlossen, daß die Wiener Studentenschaft in kurzer Frist den Betrag von K 1000.— für ein Jemenitenhaus, das den Namen „Haus der Wiener zionistischen Student e n“ führen soll, aufzubringen hat. Bei der großen Anzahl der Wiener organisierten und nichtorganisierten zionistischen Studenten erscheint dieser Betrag als das Minimum dessen, was die Wiener Studenten bei einiger Tätigkeit aufbringen können und müssen. Die Lemberger Verbindung „Emunah“ hat ganz allein den Betrag für ein Haus aufgebracht, desgleichen hat die . Wiener Hanäelsakademikervereinigung „Neure Jehuda“ den-Beschluß gefaßt, allein ein Haus zu stiften. Zur Erleichterung der Sammlungen haben wir Sanunelbogen mit euunonatlicher Laufzeit herausgegeben, welche von den NF.-Kommissären der einzelnen Korporationen, sowie von. einzelnen nichtorganisierten, der Landessammelstelle bekannten Studenten in unserem Büro, II., Karmeliterplatz 1 zu beheben sind. Die Aufteilung der auf die einzelnen Korporationen entfallenden Beträge ist in der NF.-Kommissionssitzung erfolgt. Wir erwarten, daß alle Korporationen mit den Sammlungen sofort beginnen. Wenn jeder Seine Pflicht tut, kann der Betrag von K 1000.— sogar beträchtlich überschritten werden. Wiener jüdische Studenten! Zeiget und beweiset, daß Ihr würdig seid des großen jüdischen Kongresses, der heuer in Eurer Mitte tagen wird, zeiget und beweiset, daß Ihr wie im Anfänge unserer Bewegung alle Opfer zu bringen im Stande seid, wenn es gilt, einen wichtigen Schritt auf dem Wege der Erhaltung und Erneuerung des jüdischen Volkes zu tun. Tuet Eure Pflicht! Der NF.-Kommissär für Innerösterreich : Dr. Georg Weiner. HUT JAKOB PINKAS im Neubau des -KW HOTEL NEW-YORK irr Wien, II.. Kleine Sperlgasse 5 bietet den P. T. Gästen allen Komfort. — Kiiche und Keller sind als erstklassig bekannt. Elegante und geräumige Lokalitäten. Hochzeits¬ und Festbankette werden bestens arrangiert. Vereinsnadipiditen. Wien. (Ness-Zionah.) Mittwoch, den 5. März findet um S Uhr abends ein Vortrag des Herrn Dr. Paul Weisengrün über „Stirner und Nietzsche, ein Beitrag zur Philosophie des Individualismus“ statt. Ort: Cafe Korb (separierter Damensalon), I., Tuchlauben 10. Wien. (Vereinigung Bar-Kochba, IX., Porzellangassc 36.) Am 11. März findet im Saale des Hotel Continental, II., Taborstraße ein Vortrag des Präsidenten des zionistischen Zentral» komitees für Galizien, Herrn Adolf Stand über „Zehn zionistische Kongresse — Rückblick und Ausblick“ statt. Wien. (Vereinigung jüdischer Export-Akademiker in Wien.) Samstag, den 1. März I.J. findet im Cafe City um 7 Uhr abends die 3. ordentliche Generalversammlung der Vereinigung jüdischer Export-Akademiker statt. Tagesordnung: 1. Tätigkeitsbericht; 2. Neuwahl des Ausschusses; 3. Ernennung von A.-H.; 4. Statutenänderung; 5. Eventualia. Vollzähliges Erscheinen Pflicht! Wien. (Poale-Zion, II., Stefaniestraße 3.) Samstag, den 1. März I. J., um S Uhr abends wird Gen. M. Kohn über: „Was erwarten wir vom XI. Zionisten-Kongreß?“ sprechen. Gäste willkommen! Wien. Der I. Wiener Jüdische Turnverein veranstaltet Sonntag, den 9. März d. J. sein diesjähriges Schauturnen in den Sofiensälen. Beginn des Schauturnens präzise 9*- Uhr; Beginn des Tanzes 1P - Uhr abends. Eintritts-} karten ä K 2.—, Studentenkarten (gegen Legitimation) ä K 1.— sind an den Turnabenden im Turnlokale IX., Liechtensteinstraße Nr. 20, ferner im Cafe Adler, I., Schottenring 12, Cafe Marienbrücke, I,, Rotenturmstraße 31, Cafe Jägerhof, IX., Porzellangasse 22 und Cafe Maria Theresia, I., Hohenstaufengasse sowie bei allen Vereinsmitgliedern erhältlich. Wien. (Jüdische Toynbee-Halle, Wien, XX., Othmargasse 46.) Vortrags-Programm für die Zeit vom 1. März bis 7. März 1913: Samstag, den 1.: Kammermusikabend; Arrangement: Konzertmeister Dr. Kapperl. — Sonntag, den 2.: Salomon Maimon; Rabb. Dr. Rosenmann. — Montag, den 3.: Deutscher Literaturzyklus (Fortsetzung). — Dienstag, den 4.: Einige Kapitel aus der Erdgeschichte; Professor Dr. Emerich Kohn. — Mittwoch, den 5.: Die Pflege und Ernährung der Säuglinge; Dr. Karl Grünfeld. — Donnerstag, den 6. Hosenthals Judentrama „Deborah“; Prof. Dr. M. Rosenfeld. — Freitag, den 7.: Bibelvortrag. Wien. (Akad. Verein „Jüdische Kultur“, IX., Garnisong. 24.) Montag, den 3. März, findet in unserem Vereinslokale ein Vortrag des Herrn Ben-Zion Rupstein (Odessa) über „Die wirtschaftliche Renaissance der Juden“ statt. Beginn präzise «/iS Uhr abends. Ort: IX., Garnisongasse 24. Gäste willkommen. Wien. Der Verband mähr.-schlesischer Ferialverbindungen veranstaltet Samstag, den 1. März, einen Vortragsabend über das Thema: „Die Stellung' des zion. Studenten innerhalb der Organisation“, zu welchem alle Verbindungen und Vereine hcrzl. eiugeiaden sind. Referent: 1 len üg. L. Bati). Ort: Bude Emuuah-Gamala, VI., Linke Wienzeile 40, Sout. Zeit: 6 Uhr abends. Wien. (Jüd. jugendl. Arbeiterverein, II., Stephaniestraße 3.) Sonntag (Ostersonntag), den 23. März 1913, um S Uhr abends, findet im großen Festsaale des Hotel Continental, 11., Taborstraße 4, das zehnjährige Gründungsfest statt. Wien. Der Verein jüdischer Hochschüler „Mensa academica Judaicn“ übernimmt die unentgeltliche Vermittlung von Hauslehrern. Hofmeisterposten, Uebersetzungs- und Bureauarbeiten. Anträge wolle man richten an die „Mensa academica Judaica“, IX., Pramergasse 31. Wien. (Ness.-Zionah.) Der Verein, welcher seine Tätigkeit für einige Monate eingestellt hatte, hat sich nunmehr, dank den Bemühungen des Gg. Dawid Nebenzahl, neu konstituiert. In der letzten Plenarversammlung wurde der neue Ausschuß gewählt, welcher sich aus folgenden Herren zusammensetzt: Dawid Nebenzahl, Obmann; Emil Kafka, Brüll, Maver, Mahler, Wiesner, Krämer und Teiteibaum. In derselben Versammlung sprach Herr Gg. Redakteur Julius Löwv über „Die gegenwärtige Lage im Zionismus und der kommende Kongreß“. Der Vortragende schilderte in fesselnder Weise die Entwicklung Fes zionistischen Gedankens und der zionistischen Organisation und besprach dann die kommenden Aufgaben. Seine Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Wien. Mittwoch, den 12. d. M. fand die 2. ordentliche Generalversammlung des „Zionistischen Verbandes ehemaliger Hochsehüler“ statt. Der Tätigkeits- und Rechenschaftsbericht, denen zu entnehmen war, daß der Verband im ersten Jahre seines Bestandes zwar noch mit Organisationsschwierigkeiten zu kämpfen hatte, dagegen speziell in letzter Zeit erfreuliche Ansätze einer günstigen und allgemein mit Interesse verfolgten Entwicklung zeigte, wurde zur Kenntnis genommen und dem abtretenden Ausschüsse das Absolutorium erteilt. Insbesondere fand die Einführung der regelmäßigen Zusammenkünfte der Verbandsmitglieder an den Mittwochabenden und die daran anknüpfenden Diskussionen ungeteilten Anklang. Die Neuwahlen in den Vorstand ergaben folgendes Ergebnis: Dr. Alfred Löwv, Obmann; A. Reich, Obmannstellvertreter; Dr. Reik, Kassier; D.-. Horner, Schriftführer; Ing. E. Fried, Dr. Strisower, Ing. O. Löwv, Dr. Sofer, Beisitzer. Mittwoch, den 5. März, Sp. Uhr abends im Cafe Marienbrücke Vortrag des Gg. Dr. Otto Abel es über „Das Problem des Westjudentum s“. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Wien. (Lese- und Redehalle jüd. Hochschüler.) Die Ausschußwahlen für das Sommerseinester 1912 13, welche die 38. ordentl. Plenarversammlung vom 23. Februar d. J. vorgenommen hat, ergaben folgendes Resultat: Präses: cand. arch. Hans Sobelsohn; I. Vizepräses: M. U. C. Ermanno Schönstein; 11. Vizepräses: chem. Max Sorm'; I. Schriftführer: jur. Hugo Keibl; II. Schriftführer: phil. Friedrich Zucker: 1. Kassier: jur. Hermann Bloch; 11. Kassier: exp. Hans Deutsch; Hausverweser: c. ing. Alfonso Amigo; Bibliothekar: jur. Max Buxspan; Zeitungsverw.: med. Michael Jahr. Wien. (Jüd.-akad. Verbindung „Zephirah“.) Die Chargenwahlen für das Sommer-Semester 1913 ergaben: Phil. Richard Ornstein (xxx) x; J. U. C. Oskar Cirünbaum (x) xxFx; iur. Felix Loria xxx. Bude: IX 3, Währingerstr. 15. - Couleurcafe: IX 1, Pozellangasse 1, Cafe Citv. Wien. (Jüd.-akad. Verb. „Robur“.) Das Ergebnis der Chargen wählen für das S.-S. 1912 13 war folgendes: iur. Wilhelm Heublum x; iur. Richard Klüger xxFx; iur. Artur Bardach xxx. Wien. (Akad. Verb. „Kadimah“.) Die Chargenwahlen für das S. S. 1913 ergaben folgendes Resultat: med. Felix Mandl x (xxx, xx, F.\, xx, Fx), med. Wilhelm Schimmel xx, Fx, J. LJ. C. Enianuel Gewitsch xxx. Mitteilungen aus dem Publikum. Die Wichtigkeit der genauen Kenntnis dr Buchführung wird in immer weiteren Kreisen anerkannt. IJie preußischen Steuerbehörden lassen jetzt hunderte von Beamten in Buchführung ausbilden und benutzen dazu den seit über drei Jahrzehnten anerkannt einfachsten brieflichen Unterricht des gerichtlichen Bücherrevisors Ferdinand Simon. Nach dieser Methode Kann Jedermann Buchführung leicht erlernen und er besitzt dann eine seine Existenz wesentlich fördernde Kenntnis. Verlangen Sie kostenfrei die Zusendung des ersten Unterrichtsbriefes und Sie werden erstaunt st*in, wie sehr Ihnen Schon diese nützt. Es verpflichtet Sie zu gar niChts, schreiben Sie an die Abteilung: Brieflicher Unterricht (A. B. 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