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Jüdische Zeitung · 1913-02-21 · 8 (21.2.1913) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
7 (1913)
Issue
8 (21.2.1913)
Date
1913-02-21
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 8 ' Grzz. (Jüdischer Turn verein.) Samstag, den 8. ^ehruar veranstaltete unser Verein ein Kränzchen, das in allen seinen Teilen als gelungen bezeichnet werden kann. Der Abend, welcher sich durch vortreffliche Stimmung auszeichnete, wurde mit turnerischen Vorführungen eingeleitet. Nach dem allgemeinen Aufmarsch, welcher sich unter lebhaften Beifall und unter den Klängen des Bundesliedes vollzog, richtete unser verdienstvolle Obmann Herr Karl Schwarz an alle Anwesenden einige Worte, die zum Teile der Begrüßung gewidmet waren, zum Teile jedoch auch die Tendenz unseres Vereines, resp. der jüd. Turnbewegung, zum Ausdrucke brachten. Anschließend wurde mit den Stabübungen begonnen, welche von allen Turnern exakt und rhytmisch ausgeführt wurden. Es folgten nun die Einzelvorführungen der Riegen und zwar der Mittelschülerriege und der ersten und zweiten, Männerriege. Die Mittelschülerriege zeigte am' Barren, trotz ihres kurzen Bestandes, ganz respektable Leistungen und waren unter den Schülern im Allgemeinen gute turnerische Veranlagung zu beobachten. Die zweite Männerriege bot auch Gelegenheit, am Pferd turnerisches Können zu beobachten. Den Höhepunkt erreichte das Turnen in der ersten Männerriege. Jeder einzelne Turner dieser Riege zeigte am Hochbarren wirklich erstklassige Leistungen, welche nach jeder Uebung tosenden und langanhalten'den Beifall auslösten. Das Turnen, welches vom Publikum mit großem Interesse verfolgt wurde, war wieder ein Beweis, daß unser Verein in ‘stetem Aufblühen ist. Nach einer kurzen Pause wurde nun der Tanz mit einer Polonaise eröffnet, an welcher als erste Paare die Damen und Herren des Vereines teilnahmen. * Freistadt. (Jüdischer Handlungsgehilfe n - V c r b a n d.) Samstag, den 15. d. M. veranstaltete der Jüd. Handlungsgehilfen-Verband eine Propaganda-Versammlung, um nun endlich auch die hiesigen jüdischen Angestellten zu einer Ortsgruppe zusammenzuschließen. DieVersammlung, bei der die jüdischen Angestellten Freistadts vollzählig erschienen waren, und der auch zahlreiche Kollegen aus der Umgebung, sowie aus Dcmbrau-Orlau beiwohnten, eröffnetc Koll. A. Löwv mit einer kurzen Ansprache, in der er die Notwendigkeit einer jüdischen Organisation auseinandersetzte. Das Referat über: Die Lage der jüd. Angestellten, hielt Kollege G u tmann aus Orlau, dessen klare Ausführungen allgemeine Zustimmung fanden. Schließlich wurde eine Resolution im Sinne der Gründung eines Ortsgruppe des J. H. V. angenommen, und traten alJe^Freistädter . Kollegen, ausnahmslos, .der Organisation“‘"'Bei.’ Mit den Arbeiten bis zur Konstituierung wurde ein dreigliedriges Proponentenkomitee betraut, bestehend aus den Kollegen A. Löwy, Obmann der Krankenkasse. Kollege L. Wohlmuth, Obmann des Gehilfenausschusses und Kollege J. Rotter. Hiermit ist nun bereits die dritte Ortsgruppe des J. H. V. im Ostrauer Kohlenbecken zur Wirklichkeit geworden (Dombrau-Orlau, Mähr.-Ostrau u. Freistadt); bereits in den nächsten Tagen wird Oderberg nachfolgen, wodurch dann die Zahl der Ortsgruppen des J. H. V. auf 9 gestiegen sein wird. Olmiitz. Jeden Mittwoch abends im Club- Zimmer des „Grand-Cafe“. Iglau. Jüd. Volksverein „Theodor Herzl“. Jeden Samstag, um S Uhr abends im Vereinszimmer des „Grand Hotel“ (Leupoldgasse 3). JÜDISCHE ZEITUNG Notizen. „Glücksrad“ in Brünn. N o c h viel e M i Ilionen Kronen werden in Haupttreffern verlost. Jedermann kann einen von diesen um den geringen Betrag von K 3.30 oder 3.95 usw. durch Losankauf gegen Ratenzahlungen von dem Geldinstitute „Glücksrad“ in Brünn, Rudolfsgasse 12 (Mahren) gewinnen. Der Losankauf ist eines der besten Mittel zum Einlegen von kleinen Ersparnissen, die sich jederzeit durch einen eventuellen Treffer vervielfältigen und Sem Einleger eine sorgenlose Zukunft bereiten können. Alle Lose, die wir verkaufen, sind in Oesterreich erlaubt und müssen binnen einer bestimmten Frist gezogen werden. Jedes Los muß mindestens einmal gewinnen, es ist deshalb ein vollständiger Verlust des eingelegten Geldes vollkommen ausgeschlossen. Jedes Los kann man jederzeit laut amtlichen Notierungen gut verkaufen und in jedem Geldinstitute ohne Bürgen einen größeren Betrag darauf ausleihen. Es sind also Lose nichts arideres als Geld, weshalb jedermann einen Teil seiner Ersparnisse dem Losankaufe widmen sollte. Es ist niemand so reich, um unter so günstigen Bedingungen auf einen Haupttreffer verzichten zu können. Wir machen deshalb unsere Leser auf den heute beigelegten Prospekt der Firma „Glücksrad“ in Brünn, die wir zum. Losankaufe bestens empfehlen, aufmerksam, wohin alle Bestellungen, Anfragen etc. zu richten sind. Wer djese Beilage durch Zufall nicht erhalten sollte, der fordere sie von der genannten Firma. Seiteä Palästina-Gesetischaftsreisen. Das Verhältnis der in den Golusländeru zerstreuten Juden zu Erez Israel wird immer inniger. Es genügen uns nicht mehr die bloßen Nachrichten aus unserem aufblühenden Lande, wir wollen in unmittelbare Berührung mit demselben und mit unseren Brüdern kommen, welche die Zukunft unseres Volkes bauen. Wenn es auch nicht jedem Juden möglich ist, nach unserem Lande zu übersiedeln, soll er wenigstens einmal in seinem Leben eine Wallfahrt dorthin unternehmen. Mit .Vergnügen stellen wir fest, daß die vom Berliner „Jüdischen Turnverein“ veranstaltete Palästinafahrt unter Leitung des Herrn Dr. Theodor Zlocisti bereits gesichert ist. Dieselbe wird durch Vermittlung des P a 1 ä s t i n a -1 n - tormationsbüro in Wien mit dem Eildampfer des Oesterr. Lloyd am 14. März von Triest angetreten, die Rückfahrt erfolgt von Chaifa am 20. April. Es muß aber, wie auch in den vorigen Jahren im Frühjahr eine Palästinafaiirt stattfinden, bei welcher die Teilnehmer das Pess ach fest in unserem, zu dieser Zeit blühenden Lande werden feiern können. Zu diesem Zwecke wird vom Palästina- Informationsbüro in Wien eine Gesellschaftsreise arrangiert, die am F r e i t a g, den 2$. März von Triest angetreten wird. Ankunft in Jaffa Donnerstag, den 3. April, um 7 Uhr früh. Ermäßigte Fahrpreise Triest- Jaffa und retour: Kl.Frcs. 643.50 mit Kaj. u. Verpll. II. „ . 447.10 „ UI. „ (ab Alexandrien II. Syr,) „ 252.— „ III. „ (ab Alexandrien Hl. Syr.j „ 167.— . „ IV. ... 91 - . Auf Wunsch rituelle Verpflegung. Die Retourkarte hat eine Gültigkeit von vier Monaten und gestattet längere Fahrtunterbrechungen in Alexandrien tinil Brindisi, so daß den Teilnehmern auch Gelegenheit geboten wird, unterwegs Aegypten und Italien zu besichtigen. Mehrere, Teilnehmer haben sich bereits gemeldet. Es wiru um rechtzeitige weitere Anmeldungen ersucht, damit die entsprechenden Vorbereitungen getroffen werden können. D i e A n m e Icl u n g e n für di e G e s e I 1 s c h a f t s r e i s <• werden bis in kl. 3. März d. J. e n t gegen g e n o m m e n. Das Fahrgeld für di .• Tour- und Retourfahrt muß bis zu diesem Zeitpunkte im Büro erlegt werden. Geldsendungen sind an die „Jüd. Zeitung“ für Palästina-Informationsbüro, Wien II.. Karmeliterplatz 1, zu richten. |- Nähere Auskünfte erteilt das Büro. Eiste der Überläufer. Paul Granichstädten, 1384, Wien, ledig. Privat, IX., Hörigasse 18. — Max Silber, 1885, Wien, ledig, jächuhoberteilherrichter, XVI., Hyrtlgasse 2/. Franziska Marie Prohaska, 1888, Wien, ledig, XV1IL, Hildebrandgasse 8. Richard Schlesinger, 1S7(, Wien, ledig, Bankbeamter, 1., Schottenring 22. - Sucher Lang, 188-1, Suczawa, ledig, Spenglergehilfe, VII., Burggasse 128. Gisela Kotiis, 1SS2, Nikolsburg, ledig, Kindergärtnerin, II., Ybbsstraße 12. - Dr. Emil Schwarz, 1881, Wien, II., Praterstraße 32. Marie Tauszig, 18SU, Wien, ledig, XII., Woifganggasse 28. Josef Grünwald, 1874, Wien, verheir., Goldarbeiter, L, Nibelungengasse Nr. 8. — Vioietta Neumann, 1892, Eszek, iedig, XIII., Fenzlgasse 49. — Eugenie Spieimann, 18S2, Wien, ledig, Schneiderin, 11., Arnetzhoferstr. 7. Otto Fischer, 1878, Postupitz, ledig, Kaufmann, 11., Aspernbrück eng. 4--6. Hans Pick, 18S9, Königl. Weinberge, ledig, Universitätshörer, V1L, Kaiserstraße 51-53. - Rosa Fischhof, geb. Ernst, 1869, Groß-Seelowitz, verwitw. Kommerzialratsgattin, VIII., Langegasse 74. Klara Berger, 1S69, Wien, ledig, Schriftstellerin, VIII., Josefstädterstraße 34. Jüdifiiie Buhne. Direktion M. Siegler. Hotel Stefanie, II., Taborstraße 12. Freitag, den 21., Samstag, den 22. und Sonntag, den 23. Februar: „J u d ith und H «lote r n“, Operette in 4 Aufzügen von Goldfaden. Sonntag, den 23. Februar, 1 -4 Uhr nachmittags : „D er Philosoph im Irren h a u s“, Lebensbild in 4 Aufzügen von Fiorowitz. Montag, den 24. Februar: „Die weiße S k 1 av i n“, Drama in 4 Aufzügen von Salatorewski. Dienstag, den 25. Februar: Großer Lachabeml des Komikers M a x Streng: „S c h i r Fl a - schiri m", Operette in 4 Aufzügen von M. Schorr. Mittwoch, den 26. Februar: „Josef in Egypten“, Operette in 4 Aufzügen von Finkeistein. Donnerstag, den 27. Februar: „Die jüdische Neschutne“, Lebensbild in 4 Aufzügen von J. Gordin. mm natOrtieher ALKALISCHER ERBRUN N Vortreffliches Heil- und Tafelwasser. DER SPORTKLUB „HAKOAH“, WIEN veranstaltet im großen und kleinen Beethovensaai, I., Strauchgasse Nr. 4, ein MASKENFEST. Musik des k. u. k. Infanterie-Regimentes Nr. 82. Tanzarrangement: Prof. Jacques Löw. Kostüm oder Balltoilelte. Damen: Maskenzwang. Saaleröffnung: 9 Uhr. Karten im Vorverkauf ü K 2.50 im Cafe Liechtenstein, IX., Liechtensteinstraße Nr. 27, Cafe Marienbrücke, I., Franz Josefs-Kai und bei allen Klubmitgliedern. An der Abendkasse K 3. . Studentenkarten im Vorverkauf K 1.-—, an der Abendkasse K 1.50. Die achtundvierzigste ordentliche General=Versammlung der k. k. privilegierten Allgemeinen österreichischen Boden>Credif~Anstalt findet am 13. März 1913, um' 4 Uhr nachmittags, in Wien, 1., Teinfaltstraße Nr. 8, statt. Verhandlungs-Gegenstände: a) Bericht des Gouverneurs. b) Bericht der Zensoren. c) Beschlußfassung über die Gesellschaftsrechnungen und die Verwendung des Gewinnes. d) Beschlußfassung über Statufen-Aenderungen. e) Wahl von Verwaltungsräten. f) Wahl eines Zensors. In dieser General-Versammlung sind jene Herren Aktionäre stimmberechtigt, welche mindestens 14 Tage vor dem Zusammentreten derselben, daher bis I ä n g s t e n s 27. Februar 1. J., fünfzig Aktien nebst Coupons bei der Kasse der Gesellschaft in Wien (Teinfaltstraße Nr. S) oder in Paris (Avenue de l’Opera Nr. 19) deponieren. fiohnenfler Nebenerwerb! Trafikanten, Papierhändler, jeder Geschäftsmann alsUiederverbäufep I in allen Orten | : der Provinz : I können mühellos Geld ' verdienen. Anfragen an die I „Jüdische Zeitung“ | Wien 11/3. ß line frohe Botschaft: 3 Korpulente,« B Sie können sBhlankwerden e P durch Sudol -Bäder. —- g U Gleichzeitig Kohlensnurehad am f für Herzkrankel g n Nur 3 ‘hrobebäder, und Sie sind p ■ überzeugter Anhänger. B Ö btz. Bad. I&20M. 3 Probeb. 3.90 aL g G SudolaM.m.b.H„Ch*rlottonburs 129 * Sgarsontt vevfo* , :\\ . \\>«' . „VV, im 33/2500} LJ: i! % i.; % li li f 3 :? % * i $ >1 •-* *

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