Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 6 (1912)
- Issue
- 38 (25.9.1912)
- Date
- 1912-09-25
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2438141-2438380-2438418--3218-2442964- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 38 Seite 6 Aufruf. Bausteine für die Jamenitenhäuser. Das' NF.-Hauptbüro, die Jahreskonferenz und das'AK., diese hervorragenden Faktoren der zionistischen BeegUng, haben es als die wichtigste Aufgabe der nächsten Zeit erklärt, die Verwertung der Jemeniteneinwanderung fürunsere- Palästinaarbeit durch Bau von Familienhäusern zu ermöglichen, und haben darum an unsere begüterten Volksgenossen den Aufruf gerichtet, den Bau solcher Häuser durch Stiftung von je 1000 K sicherzustellen. Durch viele Zuschriften unserer NF.-Kommissäre und anderer treuer Parteigenossen wurde die Landessammelstelle auf das dringende Bedürfnis aufmerksam gemacht, auch der breiten Masse unserer Volksgenossen, welche nicht in der Lage ist, so großzügig Mann für Mann 1000 K zu spenden, die Möglichkeit zu eröffnen, durch kleinweise Spenden die Jemenitenaktion zu fördern: Wir haben diese Bitten und Wünsche mit Nachdruck beim NF.-Hauptbüro vertreten und schließlich durchgesetzt, daß ein Versuch in unserem Sinne gemacht werde. Das wichtigste Bedenken, welches gegen die Einführung kleinweiser Spenden sprach, war die Furcht, daß durch die Buchung und Evidenzhaltung der einzelnen Hauskonti und durch, die Drucklegung detaillierter Spenderlisten die Verwaltungskosten bedenklich erhöht würden. Ein weiteres Bedenken ging dahin, daß Sämmlungen für ein Konto von leistungsunfähigen Einzelpersonen oder leistungsschwachen Gruppen im ersten Eifer begonnen und dann im Stiche gelassen würden. Um diese Bedenken zu zerstreuen,- haben wir folgende Ordnung festgestellt: Es mögen sich die Zionisten bzw. die Vereinskommission je eines ganzen Ortes oder Bezirkes zu ' dem Beschluß, mindestens e i n Jemenitenhaus zu stiften, zusammentun und diesen Beschluß mit dem Ersuchen um Eröffnung eines Kontos (zum Beispiel für das Haus „Stadt Ro- «atyn“) uns mitteilen. Diesem Ersuchen werden wir dann' Rechnung tragen, wenn gleichzeitig eine Anzahlung von 50 K einlaufen wird. Späterhin werden wir nur weitere Spenden von mindestens 10 K oder einem Vielfachen von 10 K als „Bausteine“ für* Rechnung des jeweils zu benennenden Hauskontos' .gutbuchen. . Beträge unter 10 K oder unter, einem Vielfachen von', 10 K werden nur unter „Allgemeine Spenden“ ausgewiesen. Zu den Sammlungen für Hauskonti dürfen weder Sammelbüchsen noch Saipmelbogen benützt werden und ganz gewiß können diese Sammlungen nicht noch nebstbei zu Eintragungen Ins Goldene Büch verwendet werden. Die Bausteine werden mit einem kurzen Schlagworte: „Spende des A in P“ oder „Sammlung des B in R“ ohne weitere Detaillierung ausgewiesen, doch mit Hinzufügung des jeweiligen Kontostandes. Jene Konti, welche nicht bis Ende 1913 die Summe von 1000 K erreicht haben, werden gestrichen und die sich ergebende Summe fällt den „Allgemeinen Spenden“ zu. Wir rechnen bestimmt damit, daß die österreichischen Gesinnungsgenossen von der ihnen eröffneten. Gelegenheit, unseren Jemenitenbrüdern ein Heim in Palästina zu bieten,. freudig'Gebrauch machen werden. Mit Zionsgruß' Die Landessammelstelle d. JNF. ' für Oesterreich Wien, IX., Türkenstraße 9. Achtung! Volks- und Parteigenossen! Samstag, den 5. Oktober 1912, findet im Festsaale des „Jüdischen Volksheim“, II., Stefaniestraße Nr. 12, unter Mitwirkung hervorragender Kunstkräfte ein Simchas-Thora-Fest statt.. Programm: 1. Festrede; 2. Rezitationen: a) in jüdischer Sprache, b) in deutscher ’ Sprache; 3. Musikalischer Vortrag; 4. -Lieder-Vorträge. — Tanzkränzchen. — Beginn i/29 Uhr abends, Saaleröffnung 1/28 Uhr abends. Eintrittskarte 'im Vorverkauf K 1-.—, an der' Kassa. K -1.20. Vorver-, kaufskarten sind ' bei allen Komiteemitgliedern sowie im „Jüdischen Volksheim“, II., Stefaniestrkße Nr.- 12, zu haßen.: Das Festkomitee des „jüdischen Volksvereins - f. d. Leopoldstadt“. OereinsnadiNffiten. --lyien, {Verein jüd,. Hochschüler „Mensa academica judaica“.) Am .31. September -1912'wird die Mensa ■ academica . Judaica, IX., Pramergasse-31, eröffnet Diese Wohlfahrtsinstitution verfolgt den Zweck, . den jüdischen Studenten der ‘Wiener Hochschulen während der Dauer ihrer Immatrikulation "wie auch zwei Jahre nach. -MM ■ Telefon 12429. MM Telefon 12429. Wien, IX., Kolingasse Nr. 13, Liechtenstemsträße 6 empfiehlt sein großes Lager in allen Fecht-, Turn-, Sport-, Tennis-, Fußball-, Hockey-, Militär- und Beamten-Uniformsorten in billigster bis feinster Ausführung und gewährt allen Mitgliedern sämtlicher akad. Verbindungen, Turn- und Sportvereinen 10% Rabatt auf die auf jedem Stück ersichtlich gemachten Preise., erlangtem Absolutorium eine billige und nahrhafte Kost zum Selbstkostenpreis zu bieten. Für Mitglieder beträgt der Preis für ein Mittagmahl 52 Heller, für ein Nachtmahl 40 Heller im Abonnement; die übrigen Kollegen entrichten 56 Heller für ein Mittag- und 44 Heller für ein Nachtmahl. Die Speisezeit für das Mittagmahl ist zwischen i/»12 bis 2 Uhr, für das Nachtmahl zwischen i/27 bis l/?9 Uhr. Die Mitgliedschaft kann täglich zwischen 12 bis 2 Uhr im Vereinslokal, IX., Pramergasse 31, angemeldet werden. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 2 K pro Jahr. Abonnements werden zwischen dem 1. bis 5. und 15. bis 20. eines jeden' Monats ausgegeben. Wien. (Jüdischer Handlungsgehilfenverband.) Anfangs Oktober beginnen unentgeltliche Unterrichtskurse in englischer, französischer, italienischer und tschechischer Sprache sowie in Buchhaltung, Stenographie und Tarifwesen. Einschreibungen hiefür werden bis 30. d. M., täglich zwischen S und 9 Uhr abends, im Vereinslökale, II., Taborstraße 11 b, entgegengenommen. Wien. Die- Lese- und Redehalle' jüdischer Hochschüler. IX.. Grüne Thorgässe 19a, das Zentrum der jüdischen Studentenschaft an den Wiener Hochschulen eröffnete in diesem Semester tb 15. Sentember ein Informationsbüro, wo täglich von 10 bis 12 Uhr vormittags (auch Sonntag) unentgeltlich Auskünfte in aßen Studienangelegenheiten für sämtliche Fakultäten erteilt werden. - Wien. (Allgemeiner Jüdischer Arbeiterverein „Poale Zion“.) S’^stag. den 2S. d. M., 8 Uhr abends, hält im IndufctrH'encafe, I.,' Konkordiaplatz 4, Ingenieur S. Kaplanski- Kaplan einen Vortrag über „D ie Arbeiter- und die Landfrage in Palästin a“, in welchem er die ‘•Eindrücke ' und Erfahrungen seines halbiähriTen Aufenthaltes daselbst darlegen wird. — Samstag, den 5. Oktober, findet im Saale des Hotel „Arcd“ ein Unterhaltungsabend unter Mitwirkung hervorragender Kunstkräfte mit anschließendem Tanzkränzchen statt. Aus dem 'Programm: Aufführung des „Get“ von Schalom Alechem; Vortrag deutscher und jüdischer Lieder, Vorlesung komische Vorträge etc. Eintrittskarte K —.70, an der Kassa —.90; erhältlich im Cafe Stefanie, II., Stefaniestraße 2, Cafe Brammer, IX., Liechten-, steinstraße 1. ' Prerau. Ende Juni erstattete hier Dr. Hermann Kadisch in einer gutbesuchten Vertrauensmänner-Yersammlung ein Referat über die jüdisch-politische Konferenz und über die näch-;ten Aufgaben der jüdisch-nationalen Politik. An das anregende Referat schloß sich eine lebhafte Diskussion, in. deren Verlauf die anwesenden Vertreter beider Gemeinden, Herr Max Mayer als Präses jjer Kultusgemeinde, Herr Emil K lein als Bürgermeister, ihre Zustimmung mit den vom Referenten angeführten Thesen Ausdruck gaben. Ein Komitee, das den Kontakt zwischen dem jüdischen Nationalverein in Wien und der Provinz herzustellen hätte, wurde eingesetzt. Anschließend an diese Vertrauensmännerversainmlung veranstaltete die jüdisch-akademisch^ Ferial- . Verbindung ..Massada“ einen Vortragszyklus, der sich der lebhaftesten Teilnahme aller jüdischen Bevö'kerungsschichten erfreute. Anfangs August sprach Gg. Dr. Alfred Löw über „Assimilation und Nationaljudentum“. Mitte' August sprach A. H. Dr. Oskar Horner über „Die Aufgaben einer jüdischen R e i.eh s o r g a nlsation“, Anfangs September spra-h IUp. Heinrich Mandl über „Das Verhältnis der Jüdischnatiörialen zu den .anderen Nationen“. Die Thesen „Nichteinmengung und neutrale Haltung der Juden in fremdnationalen Angelegenheiten sowie die Notwendigkeit eines Kooperierens mit den fortschrittlichen Elementen der anderen Nationen unter Betonung und Wahrung der jüdischen Eigenart, fanden lebhafte Kommentierung. Die „Literarische Beilage“, pro September wird wegen technischer Schwierigkeiten anfangs Oktober erscheinen. . . Personalnadiriditen. Unser ' Gg. Schauspieler Alfred' Winardt- Weinreb würde für das kommende Spieljahr an das Stadttheäter in Teplitz-Schönau engagiert. Jacques Löw’s \ \ Tanz- Institut I 5 Tür distinguierte Kreise £ \ II., Taborstraße Nr. 20 a; & Die P. T.. Studierenden.sowie.Korporationen % '0 genießen Honorarbegünstigungen. lunmuummmuurara« Jüöiidie Buhne. . Direktion. M- Siegler..: Hotel Stefanie, Wien, LL, Taborstraße Nr. 12. Ab Freitag, den 27. September täglich'' : DIE ERSTE LIEBE ' von A. Schorr, Musik von - Mogulescu'.- Sonntag nachmittags, i/»4 Uhr, ermäßigte Preise: DER DESERTEUR von-.J. Latainer. " ... _..In „Vorbereitung^ SCHIR HASCHIRIM Operette, von AvSchorr. ■ Studenten zahlen an Wochentagen halbe Preise. Verlagsunö bagersKalalog des Jüdischen Verlages ist . soeben erschienen. Enthält' folgende sechs Sonderverzeichnisse: I. Eigene Publikationen des Jüdischen Verlages. II. 1. Belletristik. 2. Jugendliteratur,'3. Sprachen und Literatur., III. Geschenkwerke. IV. 1. Geschichte. 2. Biographien, Memoiren und Briefwechsel. ’* V. 1. Zionismus.. 2; Palästinakunde. 3...Broschüren. VI. 1. Nationalismus,' Volkskunde, Statistik ,ü. ,a. 2. Antisemitismus u. a. 3. Religionsphilosophje, Theologie u. a. 4. Bibeln, Gebetbücher, Kochbücher usw. Die Verzeichnisse werden auch einzeln abgegeben. Zusendung kostenfrei durch . die . „Jüdische Zeitung“ Wien, II./3, Stefaniestraße 12. Telephon 22.075. . Allen a. H. a, H., i. a, B. i. ä. B. und Förderern . entbietet zum Jahreswechsel < die besten Glückwünsche Jüd,-akad. Verbindung „(VTAKKABÄA“ •CS3«CV3«CJK)«CJr3»CK)«CK)*Cjrti«C!K} Adolf Böhm und Frau, Wien zeigen' die glückliche Geburt / eines Sohnes/an. eV3tcn«C13VC>lD»QI3i|CI3«CI3tCia« ESp Ralbfage (9-4 Uhr) sucht intelligenter, . repräsentatiorisfähiger Mann Beschäftigung als Korrespondent, Sekretär etc. Gefl. Zuschriften erbeten unter: . „Vertrauenswürdig“ an die. Ädm. d.’ Bl. . .. >V Bestellungen bei ^Glasbilder“, Diapositive als Fensterbilder, dekorativ und plastisch, schönster Fensterschmuck, in feinem Rahmen mit Schnitten, Größe .18X24 cm, nur gegen Bestellung. Pfeis pröi Bild samt Rahmen K. 7.— „ ' C : „Jüdische Zeitung", 11., Stefaniestraße 12. *