Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 6 (1912)
- Issue
- 33 (16.8.1912)
- Date
- 1912-08-16
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 33 MM Telefon 12429. 1111 I-«. TourMsriisl JMM. Telefon 12429. Ludwig Lazar Wien, IX., Kolingasse Nr. 13, Liechtensteinstraße 6 empfiehlt sein großes Lager in allen Fecht-, Turn-, Sport-, Tennis-, Fußball-, Hockey-, Militär- und Beamten-Uniformsorten in billigster bis feinster Ausführung und gewährt allen Mitgliedern sämtlicher akad. Verbindungen, Turn- und Sportvereinen 10% Rabatt auf die auf jedem Stück ersichtlich gemachten Preise. * * * * * * ◄ ◄ ◄ ◄ ◄ ◄ Soeben erschienen! Neu!^^? Beda Neue Satiren K K * Aus dem Inhalte: * Die göttliche Selma, Pollak v. Parnegg, Der Stolz von Göding, Die Nase des Ladislaus u. a. Preis K 1.20, Porto 10 h. Nur gegen Voreinsendung oder Nachnahme [45 h mehr] durch die . „Jüdische Zeitung“, Wien, ll|3, Stefaniestrasse 12 R * * * Monate im Jahre und können nichtin ihrer arbeitslosen Zeit einlösen, was sie während ihrer Saison versprochen haben. Die Westend-Juden, mit Ausnahme des Sir Francis Montifiore, standen der Idee eines jüdischen Theaters feindlich gegenüber. Als sie um Hülfe angegangen worden sind, antworteten sie: für ein englisch-jüdisches Theater werden wir Geld geben, nicht aber für ein jüdisches. Aber ein englisches Theater hätte seinen Zweck ganz verfehlt, da 80°/o aller Juden in Whitechapel kein Englisch verstehen. Dann kamen noch allerlei Reibungen mit den Gesetztreuen, die Aufführungen an Samstagen beanstandeten, daher das Institut ignorierten. Selbst die Hülfe einer reichen christlichen, adeligen Dame, im Betrage von 10.000 Mark, konnte das Theater vor Untergang nicht mehr retten. Die reichen Juden des Westendes sind natürlich froh, daß es soweit gekommen ist, denn sie betrachteten das jüdische Theater als eine die Assimilation hindernde Macht. Die Whitechapeler Juden hingegen, die in dieses Unternehmen 80.000 Mark hineingesteckt haben, sind tiet betrübt, Weniger des materiellen als des moralischen Verlustes wegen. Sie können sich jetzt nur damit trösten, daß eine neue jüdische Schauspielertruppe aus New York herübergekommen ist, um' ein neues jüdisches Theater zu gründen. bemberger Brief. (Von unserem Berichterstatter.) Der in Krakau stattgefundene Esperantokongreß war vornehmlich als Ehrung für den aus der öffentlichen Wirksamkeit für die Bewegung scheidenden Schöpfer der Esperantosprache Dr. Zamenhof gedacht. Am Kongresse nahmen Vertreter aller Kulturnationen teil. Nur die Juden waren als Volk nicht vertreten. Allerdings hat der jüdische Schöpfer des Esperanto des Judentumes gedacht, indem er in seiner Rede hervorhob, daß er wegen der Unveränderlichkeit seiner politischen Ueberzeugungen (Zamenhof ist eifriger Jude) in der Esperantobewegung auf Widerstand stoße. Der „Kurjer Lwowski“ welcher diesen Passus aus Zamenhofs Rede wiedergibt, fügt hinzu, daß viele Kongreßteilnehmer es als peinlich empfinden, daß gerade ein Jude der Erfinder des Esperanto ist. * . Die Gemeinderatswahlen in Tarnopol endeten mit einem vollen Siege der oppositionellen zionistisdi-ruthenischen Liste. Der Sieg ist umso höher einzuschätzen, als die Polen und Assimilanten im Gefühle ihrer Ohnmacht Wahlabstinenz proklamierten und der Kandidat, gegen welchen sich die Gegnerschaft am stärksten richtete, Gg. Dr. Israel Waldmann, während der ganzen Wahlkampagne krankheitshalber abwesend war. Die Polen müssen sich nolens volens mit der Tatsache abfinden, daß 'die führende jüdische Partei der Zionisten, in den galizischen Gemeindevertretungskörpern ilire Vertrauensmänner besitzt. Das war ein unaufhaltsamer Gang der Ereignisse und von den größeren galizischen Städten wird neben Zloczow und Tarnopol bald auch Stanislau zionistische Gemeinderäte haben. Vereinsnadipiditen. ■ Wien. Aus Anlaß 'des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef I. findet im Bethause II. Gr. Schiffgasse 8 am Sonntag, den 18. August 1. J. um 11 Uhr vormittag ein Festgottesdienst statt. Wien. (Jüdischer Handlungsgehilfen-Verband. II. Taborstraße 11b (Ecke Gredlerstraße). Dienstag, den 20. d. M.‘ 8 Uhr abends findet im Verbandslokal ein Vortrag des Schriftstellers Friedrich Porges statt. Thema: „Der Idealismus im Judentum.“ Gäste (Damen und Herren) willkommen. Wlen.(Herzl-Klub.) Dienstag, 20. August, um 1/28 Uhr abends, Vortrag des Herrn Gg. cand. med. Otto Gersuny über „Der Zionismus als sozial-ethische Bewegung“ statt. Ort: Vereinslokal, II. Stefaniestraße 12. Gäste herzlichst willkommen. Mährisch-Wdßkirchen. (Massada.) Am 31. d. M. feiert die jüd.-akad. Ferialverbindung „Massada“' anläßlich ihres 30semestrigen Bestandes ihr Stiftungsfest, Selbes findet in Mähr. Weißkirchen im Vereinshotelsaale statt. Die P. T. Delegierten mögen ihr Erseneinen früher bekannt geben. Mähr.-Oslrau. (Jüd.-akad. Ferialverbindung „Hessiana“.) Die Chargenwahlen für das Jahr 1912/13 ergaben folgendes Resultat: cand. jur. Emil Wachsberg *, cand. ing. Ernst Roth **F*, cand. jur. Erich Freud ***. Proßnitz. „Der Jüdische Turnverein in Proßnitz veranstaltet am 25. August ein öffentliches Schauturnen verbunden mit Gartenfest und anschließenden Tanzkränzchen pnd ladet auf «diesem Wege alle Freunde und Gesinnungsgenossen hiezu ein.“ Dombrau. (Zweites Jüdisches Studentenkränzchen.) Die jüdischen Studenten von Orlau, Dombrau und Umgebung veranstalten Sonntag, den 25. August im Saale des Werkshotels in Dombrau ein Tanzkränzchen mit vorangehender Akademie. Beginn 8 Uhr abends. Entree K 2.05 pro Person, Familienkarte (3 Personen) K 5.10. Das Reinerträgnis fällt dem1 Fonds zur Errichtung 1 des Jüdischen Studentenheims in Wien zu. Aufruf! ln diesem Monat jährt sich zum 15. Male der Tag, an welchem sich die Vertreter der nationalbewußten Judenschaft zum ersten Zionistenkongresse in Basel zusammengefunden hatte. 15 Jahre der Entwicklung und des Fortschrittes, den der zionistische Gedanke in dieser Zeit gemacht, um uns unserem Ziele näher zu bringen. Durch Vergleiche lernen wir, und nur wenn wir den Anfang und die ersten Ursachen der Dinge kennen, sind wir imstande, weiterzubauen und gedeihlich fortzuschaffen. Das Protokoll des ersten Zionistenkongress es vom Jahre 1897 ist vollständig vergriffen. Die Zahl der vorhandenen Exemplare genügt schon lange nicht mehr der Nachfrage, und doch ist die Kenntnis jener grundlegenden Referate, die damals von begeisterten Männern, den Veteranen unserer Bewegung, gehalten wurden, für jeden Zionisten unerläßlich. Deshalb glaubt die gefertigte Verbindung der bewußten Judenheit kein schöneres upd würdigeres Geschenk zu überreichen, als wenn sie jedem Zionisten Gelegenheit gibt, sich in den Besitz des Protokolls über die Verhandlungen am Ersten Zionistenkongreß zu setzen und veranstaltete mit ausdrücklicher Bewilligung res Aktionskomitees eine Neuauflage des Protokolls des Ersten Zionisten-Kongresscs in vornehmer Ausstattung. Das Buch wird zum Preise von K 2.— Mk. 1.70 (exkl. Versandtporto) abgegeben. Vereinen und Vertrauensmännern werden bei Abnahme einer entsprechenden Anzahl von Exemplaren die weitgehendsten Rabatte gewährt. Jüd.-nat. akad.-techn. Verbindung „Barissia“ im K. P. I. V. z. Hd. d. Herren M U C. Franz Eckstein, Teplitz-Schönau, Waisenhausgasse 6. ■ Wir geben hiemit allen Kollegen und Gg. I die traurige Nachricht, daß unser Bb. bezw. I A. H. I stuö. tedin. u. iur. Ignaz Berger ■ anläßlich einer Bergtour verunglückt ist. Die ■ Wiener zionistische Vereinigung, der I. Wie- ■ ner jüd. Turnverein, sowie die Jugend- ■ Organisation Zion verlieren im Verstorbenen ■ ein aufopferungsvolles Mitglied und begeister- ■ ten Mitarbeiter. ■ Wiener zion. Vereinigung ■ Jugendorganisation „Zion“ mmmmm BETHAUS-KOMITE im Jüdischen Volksheim nvn m Wien, II., Stefaniestraße 12. BethaussRnzeige! An den hohen Feiertagen *tim dvi rwn twn ' wird im „JÜDISCHEN VOLKSHEIM“ II., Stefaniestraße 12 ein Gottesdienst abgehalten. Sitzkarten zu 10, 6 und 4 Kronen gelangen täglich mit Ausnahme des Samstages zwischen 6—8 Uhr abends zum Verkauf. Da die Anzahl der Bethaus-Sitzplätze eine Beschränkte ist, werden die p. t Gesinnungsgenossen ersucht sich wegen Sitzkarten sofort vormerken zu lassen. Das Bethaus-Comitä im „Jüdischen Volksheim“ II., Stefaniestraße 12.