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Jüdische Zeitung · 1912-04-05 · 14 (5.4.1912) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
6 (1912)
Issue
14 (5.4.1912)
Date
1912-04-05
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Personen (43%) ist das Hebräische; 177 Personen (35%) bedienen sich im täglichen Leben des. Jüdisch-Deutschen, 89 Personen (11% sprechen vorzugsweise russisch, 9 Personen (1%) deutsch, je 14 (2°'o) französisch und englisch, 31 (4%) spaniolisch und 15 (2%) arabisch. In unmittelbarer Nachbarschaft von Tel-Awiw wird jetzt mit Hilfe des Jüdischen Nationalfonds ein zweites jüdisches Stadtviertel erbaut, das den Namen Nachalath-Benjamin führt. Bisher zählt dieses Viertel 21 Wohnhäuser mit 30 Familien. Jüngst wurde dort eine öffentliche Lesehalle und ein Konsumverein ins Leben gerufen. Von den palästinensischen Musikschulen. Jaffa: Vor etwa U/2 Jahren begründete Frau Dr. Arthur Ruppin eine Musikschule in Jaffa. Die Anstalt wurde mit 40 Schülern eröffnet, zählt aber gegenwärtig bereits über 80 Schüler und Schülerinnen, darunter 50 für Klavier, 25 für Violine, 5 für Blasinstrumente usw. Das Schulgeld wird im laufenden Jahre ca 8— 10.000 Frcs. betragen. Es gibt aber auch Freischüler und einige, die sogar ein Stipendium von der Schule erhalten. Die Lehrer der Anstalt haben ihre Studien durchweg an europäischen Konservatorien, wie Moskau, Petersburg, Wien, Berlin, Paris .absolviert. Vor kurzem fanden in Jaffa die ersten öffentlichen Schülerübungsabende statt, die einen glänzenden Beweis für die Fortschritte der Schüler in allen Abteilungen lieft Auch in Jerusalem wurde vor einem halben Jahre unter Leitung von Frau Dr. Ruppin eine Musikschule ins Leben gerufen, die von Moskauer Zionstreunden in tatkräftiger Weise gefördert wird. Die Jaffaer Schule hat insbesondere in Herrn Rabbinersohn aus Kiew einen warmherzigen und hilfsbereiten Freund gefunden. Generalversammlung der palästinensischen Winzergenossenschaft. Risch on-Lezion: Vor kurzem fand hier die fünfte Generalversammlung der palästinensischen Winzergenossenschaft statt, an der Delegierte aus den Kolonien Rischon, Rechoboth, Sidiron-Jakob, Katra und Wadi-Chanin, ferner zahlreiche Gäste teilnahmen. Es wurde über die Absatzverhältnisse des palästinensischen Weines in den verschiedenen Ländern, über die Reorganisation des Vertriebs und über die Aenderung des Vertrags der Winzergenossenschaft mit der Ica Bericht erstattet. Die Generalversammlung faßte eine Reihe wichtiger Beschlüsse, die für die zukünftige Entwicklung der Genossenschaft von tiefgreifender Bedeutung sein dürften. Eine amerikanische Agitationsreise für das Hebräische Gymnasium in Jaffa. New York: Herr Dr. Benzion Mossinsohn vom Jaffaer Hebräischen Gymnasium kehrte am 12. März nach New York zurück, nachdem er in einer Reihe von Provinzstädten Vorträge im Interesse des Hebräischen Gymnasiums gehalten hatte. Ueber den Erfolg seiner Reise äußerte sich Dr. Mossinsohn sehr befriedigt. Zahlreiche wohlhabende Persönlichkeiten in Baltimore, Philadelphia, Pittsburg, Chicago, St. Louis, Cleveland und Washington haben auf seine Veranlassung für die Jaffaer Anstalt namhafte Jahresbeiträge gezeichnet, die bisher die Summe von 120.000 Mark ergeben. Außerdem sind in New York selbst Beiträge in der Höhe von mehreren tausend Dollars gezeichnet worden. Am 17. und 18. März sprach Dr. Mossinsohn in Boston und hat auch dort Zeichnungen von einigen tausend Dollars erhalten. Am 23. März ist Dr. Mossinsohn von den Vereinigten Staaten abgereist. Sport. Hakoah gegen Kricketer. Hakoah I gegen Kricket I 1:1. Hakoah II gegen Kricket II 1:0. Die zweite Mannschaft spielt sehr brav, hervorragend ist Katz, der alle' gefährlichen Situationen rettet Hakoah I trat nicht komplett an (Bader und Rosenthal fehlen), wogegen die Krikketer ihre beste Mannschaft und ihren Schiedsrichter stellen. Aus einem Gedränge kann Krikket in der 24. Minute einsenden.-Doch bald darauf nütztGansl eine schäne Si ua io i aus, ü_erläuft trotz heftiger Gegenwehr Halfs und Backs und sdiießt ein. Bis zur Pause wurde beiderseits vergeblich um die Führung gekämpft Nach der Pause drängen die Weiß-Blauen unaufhaltsam, ein Schuß Schönfe’ds geht knapp über das Tor, ein zweiter (Mahl und Gottlob) an die Querstange, vier Eckstöße verlaufen ergebnislos. Langsam greift die Erkenntnis Bahn, daß die zwei Rivalen den Lohn tei'en werden, und bald kündigt die Pfeife des Sch'edsrichters (mit Leib und Seele Kricketer!) das Ende des Kampfes an. An Stelle Baders trat Bank ein, der vorher schon gegen die Reserven spielte, aber sich trotzdem wacker schlug. Eine neue Acqri ihon in der Stürmerreihe, Gottlob (Veritas, Brünn), hat sich gleich beim ersten Male sehr gut bewährt. Die anderen drei Stürmer brav, wrei immer. Nur in der Halfreihe wollte es gar nicht klappen — etwas weniger oder gar nicht dribbeln wäre angezeigt. Statt Rosenthal spielte Präger. Er ist auf jedem Posten gut und aufopferungsvoll. Sträußler im Abnehmen des Balles und blitzschnellem Erkennen der Gefahr Klasse, Hälpern im Tor ein Meister. Vormittag spielte Hakoah Hl gegen „Zephirah“ 3:1. K. Vereinsnarfirirfiten. Wien. (Touristensektion d. Sport-Klub „H akoah“.) Sonntag, den 7. April 1912 Ausflug nach Sievering—Hermannskogel—Sophienalpe— Neuwaldegg. Zusammenkunft halb 2 Uhr beim Liebenbergdenkmal. Gehzeit. 2i/2 Stünden. Führer: Max Berger. Gäste willkommen! Jüdischer Sportklub „Hakoah“. Voranzeige! Sonntag, den 7. April spielt der Sport-Klub „Hako-ah“ gegen Sport-Klub „Neutral“. Dieses Meisterschaftsmatch findet auf dem „Hakoah“-Sportplatz in Floridsdorf statt. (Erste Haltestelle der elektrischen Linie 31 nach der Floridsdorfer Brücke.) Prag. (Kartell Prager jüdisch-nat. Verbindungen.) Die Chargenwahlen für das Sommer- Semester 1912 ergaben folgendes Resultat: Jüd.- nation. akad.-techn. Verbindung J o r d a n i a: MUC. Gustav Munk *, med. Alfred Kohn **F*. med._ Silvio Stößl ***; Jüd.-nat. akad.-techn. Verbindung Barissia: MUC. Franz Eckstein *, jur. Paul Löwy **F*, cand. ing. Karl Kohn ***. M.-Ostrau. (Jüdischer Volksverein „Zion“) Der Verein hielt am 27. März seine III. ordentliche Generalversammlung ab. Der Reclienschafts- und der Kassabericht wurden genehmigt. In den Ausschuß wurden die Herren Dr. Färber, Dr. -Huss, -Kraus, Krieger, Dr. Lanzer, Löwy, Nacher, Süssmandl, Wechsberg und Dr. Winterstein gewählt. Herr Dr. Max Beer hat zu allseitigem Bedauern eine Wiederwahl abgelehnt und wurde ihm für seine bisherige Tätigkeit als Obmann- Stellvertreter und als Leiter der Rechtsschutzstelle der beste Dank vociert. Wegen des letzten Parteibeschlusses in Angelegenheit der politischen Betätigung kam es zu einer lebhaften Debatte, die in nachfolgenden, speziell diesem Thema gewidmeten Vereinsversammlungen ihre Fortsetzung finden wird, damit die Rüdewirkung des Parteibeschlusses auf die lokalen Verhältnisse besprochen werden kann. Die Konstituierung des NaCher und Dr. Winterstein, Schri.'tführer und mandl, Obmann; Kraus, Obmann-Stellvertreter; Ausschusses ergab die Wahl der Herren Süss- Krieger, Kassier. Czernowitz. (Jüd.-nat. akad. Verbindung „Hasmonaea“.) Die Chargenwahl für das XL1I. (Sommer^) Semester: phil Pinkas Goldmann *, iur. Max Kraus **, iur. Berthold Groß ***. Kreistag in Ung.-Hradisch. Am 31. März 1912 fand der diesjährige Kreistag der Kreisleitung Ung.-Hradisch statt, zu welchem alle zu diesem Kreise gehörigen Nr. 14 Organi'a'io-ei De'eJerte entsendet ha'ten. De- Geschäftsführende Ausschuß des ZK. für Westösterreich war durch seinen Sekretär Gg. Doktor Glücklich, das mähr.-schles. DK. durch Gg. Schwarz vert-eten. Nach Begrü3ung der Anwesenden seitens des Kreisobmannes Gg. Rab. Dr. Reach wurde die Tagesordnung, deren wichtigster Punkt die Verteilung von Schekelblocks bildete, erledigt. Gg. Dr. Glücklich wies vor allem darauf hin, daß das ZK. stets einen innigen Kontakt mit al'e.n Provinzorganisationen pflegen wolle und erstattete einen kurzen Bericht über alle Vorgänge in der zionistischen Partei, insbesondere soweit sie Westösterreich betreffen. Gg. Schwarz fo derte die Delegierten zur intensiven Schekelagitation und regen Inanspruchnahme aller zugunsten des JNF. bestehenden Institutionen auf. Mit Erörterungen über die unumgänglich notwendige Agitation für den Zentralfonds, über die bevorstehende politische Konferenz und über die Preßfrage schloß die Sitzung. K. k. priv. allgem. Österr. Boden-Credit-Anstalt Zufolge Beschlusses der siebenundvierzigsten ordentlichen Generalversammlung vom 20. März dieses Jahres räumt die österr. Boden-Credit- Anstalt den Inhabern ihrer derzeit im Umlauf befindlichen Aktien das Bezugsrecht auf die neu zur Ausgabe gelangenden 33.000 Aktien mitDividenden-Berechtigung ab 1. Jänner 1912 zum Preis von K 1140 pro Aktie zuzüglich 5 Prozent Zinsen ab 1. Jänner 1912 bis zum Zahlungstage in der Weise ein, daß auf je fünf alte Aktien eine neue Aktie entfällt. Behufs Geltendmachung des Bezugsrechtes sind die alten Aktien (ohne Couponsbogen) in der Zeit vom 5. April bis inklusive 15. April dieses Jahres bei sonstigem Verluste des Bezugsrechtes bei der Kassa der österr. Boden-Credit- Anstalt in Wien, I. Teinfaltstraße Nr. 8, zur Abstempelung einzureichen, und ist hiebei der Betrag von K 300 samt 5 Prozent Zinsen ab 1. Jänner 1912 zu erlegen. Gegen Entrichtung des Restbetrages von K 840 pro Aktie samt 5 Prozent Zinsen vom 1. Jänner d. J. werden in der Zeit von 1. Mai bis spätestens 30. Juni dieses Jahres bei sonstigem Verluste des Bezugsrechtes und der ersten Einzahlung die neuen Aktien ausgefolgt. Nähere Mitteilungen enthalten die ausführlichen Kundmachungen, welche bei der österr. Boden-Credit-Anstalt (Wien, I. Teinfaltstraße8) kostenlos erhältlich .sind. ... . ..I Wien, April 1912. Zimmer Gurken nos bv nach strengem Ritus konserviert, werden in 5 Kilo Postfassein ä K 4.— franko versandt. Zu haben bei Hejmanek & Wellwarth Alt-Schallersdorf bei Znaim. •csD«cMt>«cjK>*ca3*carattCK)«cara«cK> f PARIS-CENTRES | Belle Chambre meubl6e ä S louer avec ou sans Pension 9 9 : Qua» Valmy 55, Meyer. : | CKDSCaaSCaDSCBDSCaOSCSDSCSbSCBO* . — Soeben erschienen: — —: — . - Dritte bedeutend umgearbeitete u. verbesserte Auflage. DAVIS TRIETSCH Palästina Handbuch. Ueber 350 Seiten. — Kartenbeilagen.— Handliches Baedeckerformat — Biegsamer Einband. — Neueste Daten. — Der letzten Auflage gegenüber: Tausende neuer Tatsachen. Geschmackvoll gebunden K 3.60, Porto 20 h Zu beziehen durch die Wiener Filiale des „Jüdischer Verlag“ (Berlin) „Jüdische Zeitung“, Wien, 1113, Stefaniestrasse 12. _ Hier wird eine unentbehrliche Ergänzung zu den bekannten Reisehandbüchern geboten. Während diese vorwiegend das Historische und Archäologische behandeln, iindet man in-diesem Buche das lebendige Palästina, das Palästina der neuen Weltstraßen, der au'strebenden städtischen Siedelungen, der intensivsten Bauernwirtschaft, der jungen jüdischen" und deutschen Kolonien, das Palästina der Weinrebe und der Orange. - Trietsch’s Werk wird für den Forscher wie den Reisenden gleich nützlich sein. Jenem wird es die_ mühselige Arbeit ersparen, sein Material aus allerlei verstreuten Quellen zusammensuchen zu müssen; der Reisende aber wird in ihm einen willkommenen Begleiter finden und einen Führer, der das Land zu schauen lehrt, wie es ist.

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