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Jüdische Zeitung · 1912-03-08 · 10 (8.3.1912) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
6 (1912)
Issue
10 (8.3.1912)
Date
1912-03-08
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Jüdischer Verlag, Geschäftsstelle für Oesterreich-Ungarn, „Jüdische Zeitung“, Wien II/3, Stefaniestraße 12. Empfehlenswerte Neuerscheinungen: Werner Sorabart: Die Zukunft der Juden.K 3.— — Judentaufen.K 2.40 Heinrich Löwe: Die Sprache der Juden.K 2.40 Dr. Arthur Ruppin: Die Juden der Gegenwart, brosch. K 6.— geb.K 7.20 — Protokoll des X. Zionistenkongreß brosch. K 1.80, geb. K 2.70 Theodor H e r z 1: Feuilletons, 2. Aufl., soeben erschienen 2 Bände.K 7.20 — Purimgeschichte der Königin Esther.K 0.50 Bäck: Wesen des Judentums K 3.60 Trietsch: Palästinabilder . . K 4.80 — Palästinahandbuch . . . . K 3.60 Durch die „Jüdische Zeitung“ sind alle, Bücher, Bilder, Musikalien etc. zu zu beziehen. Oer I. Zionistische Frauenverein in Wien Grundbesitzer in Palästina. Der I. Zionistische Frauenverein in Wien verfügte über ein ansehnliches Kapital, welches seinerzeit (von der Präsidentin Fr. 5id. Kahn zur Unterstützung der Kischinievver Waisen gesammelt wurde. Da aber die Waisen von anderen Wohl- ' tätern vollständig versorgt wurden, legte man den Betrag bei der jüdischen Kolonialbank auf den Namen des I. Zion. Frauenvereines ein. Fr. Fanny Weiß gab die Anregung, für dieses Geld einen größeren Besitz in einer Kolonie anzukaufen. Am 29. Jänner fand eine Ausscliußsitzung statt, in welcher der Kauf dieser Besitzung formell genehmigt wurde. Es wurde gleichzeitig beschlossen, daß das Er- Erträgnis für Waisen in Palästina verwendet werden soll. Wir erachten es als unsere Pflicht, die Damen der gegenwärtigen Leitung, welche Mühe und Opfer im Dienste der guten Sache nicht gescheut haben, namhaft zu machen. Leitung: Fr. Sid. Kahn, Fr. Fanny Weiß, Fr. Rappaport, Fr. Dr. Schnirer, Fr. Dr. Fischer, Fr. Frankl, Ft. Dr. Goldbaum, Fr. Müller, Fr. Smolensky, Fr. Spira, Fr. Sternlicht, Fr. Strompf, Fr. Sidonie Weiß, Fr. Weißmann. Auch Herr Johann Kremenctzkv hat sich um das Zustandekommen des Projektes sehr verdient gemacht. Pepsonainadiriditen. Unser geschätzter Gesinnungsgenosse Herr Dr. Arnold Brod aus Schaffa ist nach Wien übersiedelt und hat seine ärztliche Praxis im III. Bezirk, Schlachthausgasse 10, aufgenommen. Vereinsnaihriditen. Wien. Sonntag, den 10. März, halb 5 Uhr nachmittags, findet im großen Saale des Jüdischen Volksheims, II., Stefaniestraße 12, eine jüdisch-literarische Matinee statt. — Programm: I. Dr. Hugo Zuckermann: Conference über J. L. Perez; 2. Herr Egon Brecher Mitglied des Theaters in der Josefstadt: Rezitationen aus den Dramen des Dichters (übersetzt von Hugo Zuckermann); 3. Herr Elias Tisch: Rezitationen im Originaltext; 4. Herr Egon Brecher: aus den Novellen des Diditers. Entree 50 h. Reservierter Sitz: 1 K. < Wien. (Jüd. Toynbee-Halle für den II. Bezirk.) Samstag, am 9. März, halb S Uhr abends, hält Herr med. M. Grosser einen Vortrag über das Thema: „Die Juden in Polen.“ jÜDlSCHE ZEITUNG Wien. (imbcr-Ahend.) Der junge jüdische Dichter S. J. I m b e r, der sich auf der Durchreise nach Palästina in Wien aufhält, wird am 13. März d. J. auf einem vom akad. Verein „Jüdische Kultur“ ihm zu Ehren veranstalteten Abende sein Poem „Esterk e“ und Gedichte .vortragen. Der Abend wird im Jüd. Volksheim, II., Stefaniestraße 12, abgehalten und beginnt um 8 Uhr Abends. Karten zu K 2.—, 1.— und —.50 sind erhältlich irii Vereinslokale II. Bez., Blumauergasse 20 und im Volksheim. Wien. Der „Unterstützungsverein jüdischer Hochschüler aus der Bukowina“ veranstaltet Samstag, den lö. März 1. J. um 8 Uhr abends im großen Saale des Jüdischen Volksheim, (11., Stefaniestraße 12) eine Akademie mit darauffolgendem Tanze, Viele Kunstkräfte haben in uneigennütziger Weise ihre Mitwirkung zugesagt. Karten zu K 2.— und 1.50 sind auf der Bude der „Jordania“ (IX., Servitengasse 10) am Montag, Donnerstag und Samstag zwischen 6 und 7 Uhr abends zu bekommen. Erster Wiener jüdischer Turnverein, (Wien, IX., Liechtensteinstraße 20.) Unser diesjähriges Schauturnen findet Samstag, den 23. März a. c., 9 Uhr abends in den Sofiensälen statt. Eintritt K 2.—. Karten am Turnplatz, IX., Lichtensteinstraße Nr. 20, im Cafe Maria Theresia, IX., Maria Theresienstraße 00, im Cafe Herz, I., Franz Josefsquai, Rotenturmstraße 31, und im Cafe Jägerhof, IX., Porzellangasse 22, zu haben. Frausn-Riege des I. Wiener Jüd. Turnvereines. Der I. Wiener Jüd. Turnverein hat einem vielseitigen Wunsche Rechnung tragend, eine Abteilung für Frauen unter der bewährten Leitung eines geprüften Turnlehrers ins Leben gerufen. Die Turnstunden sind Montag und Donnerstag von i/j5 bis ’jö Uhr nachmittags. Beitrag K 6.— per Monat. Auskünfte am Turnplatz. Jeden Sonntag, halb 6 Uhr nachmittags gemütliche Zusammenkunft am Turnplätze bei freiem Entree. Gäste willkommen. Wien. (Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler, IX., Müllnergasse 35.) Ueber vielfachen Wunsch findet der Kartenverkauf für den am Dienstag, den 12. März im Beethovensaal stattfindenden Kostümrummel nur noch am Sonntag, den 10. März, von 10 bis 1 Uhr, im Komiteelokal, I., Strauchgasse 4 (Beethovensaal) statt. Für das Exekutivkomitee: iur. Jakob Landau. Wien. (Zionistischer Losverein Leopoldstadt.) Dienstag, den 12. März findet im Jüdischen Volksheim, 8—10 Uhr abends, die März-Einzahlung statt. Vorher Diskussion: „Zionistische Fragen“. Mitglieder werden noch aufgenommen. Wien. Dienstag, den 19. März, 8 Uhr abds., findet im Festsaale des Jüdischen Volksheim, II., Stefaniestraße 12, ein Wohltätigkeits-Abend unter Mitwirkung bekannter Kunstkräfte und anschließendem Tanzkränzchen statt. Entree 1 K. Wien. Der Erste zionistische Frauenverein lädt Gesinnungsgenossen zu dem am Montag, den 11. März, präzise 4i/s Uhr stattfindenden Vortrag der Frau Dr. Sidonie Kahn über „Die Kolonien in Palästina“ höflichst ein. Ort: Damensalon Cafe City, IX., Ecke Berggasse. Wien. (Jüdische Toynbee-Halle, XX., Othmargasse 46.) Vortragsprogramm für die Zeit vom 9. März bis 15. März 1912. Samstag, den 9.: Konzert. Arrangement Konzertsängerin Frau Kenedy; Sonntag, den 10.: Literarischer Abend, Schriftsteller Heinrich Glücksmann; Montag, den 11.: Aus der ältesten griechischen Kunst und Kultur (II.), mit Lichtbildern. Prof. Dr. Emmerich Kohn; Dienstag, den 12.: Konzert, Arrangement Frau Regine Stern; Mittwoch, den 13.: Jüdische Geschichte (Zyklus). Prof. Dr. K. Kupfer; Donnerstag, den 14.: Ueber das Zelluloid und einige neuere Ersatzstoffe (mit Demonstrationen). Prof. Dr. Feitier; Freitag, den 15.: Bibelvortrag, Herr J. Rosner. ■ Wien. Der Verein zionistischer Hochschüler „Theodor Herzl“ veranstaltete am 3. d. im „Jüdischen Volksheim“ einen Lichtbildervortrag über den Maler Samuel Hirschenberg. Am Vortragstische saß ein Mitglied des erwähnten Vereins, der junge Zeichner Osias H er sch dürfe r. In einem vortrefflichen, mehr als einstündigem Referate entwarf er die menschliche und künstlerische Silhouette des frühzeitig verstorbenen Malers. Der Referent wies auf die Poesie Nr. 1Ö hin, die über Hirschcnbergs Werken die „Jeschiba“, „Sabbat-Nachmittag“, „zwischen Miiicha und Maariw“ schwebt und ließ auch die monumentale Wucht und Tragik des „Golus“ und der „Schwarzen Fahne“ — dieser zeit- und raumlose Symbole jüdischer Geschicke — auf das Publikum einwirken. Der ausgezeichnete Vortrag fand lebhaften Beifall. Wien. (Neure Jehuda.) Die Ausschuß - wählen für das Sommersemester ergaben folgendes Resultat: Josef Brüll, Präses; Josef Pick, Vizepräses; Edgar Bing, 1. Schriftführer; Gustav Rosenbaum, 2. Schriftführer; Rob. Koch, Kassier; Fr. Mony Oesterreicher, Bibliothekar; Hugo Bojko, Nationalfondkommissär.. Lemberg. Chargenwahlen der jüd. akad. Verbindung „Jude a“: iur. M. Konstantin *, stud. iur. A. Tunis **, stud. iur. A. Czoban ***. Spenden. Herr A. Pasternak spendete für den Jüdischen Volksverein für die Leopoldstadt K 2.50. Eingesendet. Wir erhalten folgende Zuschrift: Wien, 5. März 1912. Hochverehrter Herr Redakteur! Gestatte mir hiemit, Sie höfl. zu ersuchen, folgender Notiz in Ihrem geschätzten Blatte Raum zu gewähren: Anläßlich einer jüdischen Versammlung im Hotel Gutli wurde eine Flugschrift gegen mich verteilt, in welcher der Passus vorkommt, daß „dem' Chasen Mayer Schorr die Unterzeichnung der „Kesuba“ von dem Vorstande der polnischen Synagoge verboten wurde“. Zur Klarlegung des tatsächlichen Sachverhaltes erlaube ich mir zu bemerken, daß infolge eines Konfliktes zwischen dem Herrn Rabbiner Mayer Mayersohn und mir bei einer Trauung in der Synagoge des Bethauses „Betli Israel“ der Vorstand beschlossen hat, zur Vermeidung derartiger Zwischenfälle in Zukunft weder der Herr iRabbincr Mayersohn, noch ich als Zeugen auf der Kesuba zu fungieren haben. Indem ich Ihnen meinen Verbindlichsten Dank für die gütige Aufnahme dieser Berichtigung in ihrem geschätzten Blatte ausspreche, zeichne ich hochachtungsvoll Oberkantor Mayer Schorr..- Jüdische Buhne. Hotel Stefanie, II., Taborstraße 12. _ ... Direktion M._ Siegler. . ... Freitag, den 8., Samstag, den 9., Sonntag, den 10. und Montag, den 11. Februar: „Vor 400 Jahre“, Operette von J. Lateiner. Sonntag nachmittag, halb 4 Uhr: „Ki dusch Haschern“, von Lateiner. Dienstag, den 12. Februar: „Al Naharojs B u w e 1“ von Lateiner. Mittwoch, den 13. Februar: „Joim Hachipe“ von Lateiner. Donnerstag, den 14. Februar: „Ch anale“ von Siegm. Feinmann. fcisfe der Überläufer. Vom 25. Februar bis inkl. 4. März 1912. Traugott Sigismund Jules, 1881, St. Imier (Schweiz), ledig, Geschäftsführer, VI., Mariahilferstraße 11. — Brand Rosa, 1884, Wien, ledig, XII., Bendlgasse 8. — Weber, geb. Sohr, Ida, 1877, Nagy-Kikinda (Ungarn), verheiratet, Private, XIX., Vegagasse 21. — Mayer Hans, 1893, Wien, ledig, Privatbeamter, III., Löwengasse 29. — Kelsen Paul Fritz, 1898, Wien, ledig, III., Marokkanergasse 20. — Steiner Babette, 1871, Lukawec (Böhmen), ledig, Private, XX., Gerhardusgasse 10. — Ahron Otto, Dr., 1862, Nachod, ledig, Schriftsteller, IX., .Eisengasse 23. — Bayer Hugo, Dr., 1868, Nachod, verheiratet, Arzt, I., Rotenturmstraße 5. Verloren wurde bei der Moriahredoute am 5. März Hotel Kontinental (im Ballsaal, Kaffeehaus, Garderobe) ein Armband (Brillanten). Gegen Belohnung in der Redaktion der „Jüdischen Zeitung“, Wien, II., ’ Stefaniestraße Nr. 12. iiiiiiiiii Heinrich Löwe iiiiiiiiii Die Sprachen der Juden Jüdischer Verlag Berlin. Preis K 2.40. zd.b^d!en „Jüdische Zeitung“, II., Stefaniestrasse 12.

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