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Jüdische Zeitung · 1912-02-16 · 7 (16.2.1912) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
6 (1912)
Issue
7 (16.2.1912)
Date
1912-02-16
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 7 Weiß, I. Vizepräses; cand. ing. David Wallach, II. Vizepräses; cand. ing. Leo Reich, cand. phil. Andermann, Kassiere; med. Josef Gläser, exp. acad. Abraham Reiner, Schriftführer; med. Moses Turnen, MUC. M. Keßler, Oekonomen; med. S. Mann, Hausverweser; cand. phil. I. Goldberger, MUC. T a j f a z a k, Revisoren. Wien. (Anmeldungen für das Ferienheim und das Seehospiz.) Montag, den IQ. Februar d. J. und an jedem folgenden Montag, Mittwoch und Freitag werden Ansuchen um Aufnahme cn das „Kaiser Franz Josefs- Ferienheim“ und in das „österr. Seehospiz“ von 4—6 Uhr nachmittags in der Vereinskanzlej, IX., Türkenstraße 17, entgegengenommen. Hiezu haben sich Vater, Mutter oder Vormund mit dem betreffenden Kinde möglichst unter Mitbringung eines Armutszeugnisses einzufinden. Bei der großen Anzahl der Gesuche empfiehlt es sich, die Anmeldung möglichst frühzeitig vorzunehmen. Berücksichtigt können nur Kinder im schulpflichtigen Alter werden. Wien. Der" Unterstützungs-Verein „Emes Weschulam — Wahrheit und Friede“ veranstaltet zugunsten seines Witwen- und Waisenfondes am Mittwoch, den 21. Februar 1912 im Prachtsaale des Hotel „Bayrischer Hof“, II., Taborstraße 39, sein 10-jähriges Jubiläumsfest, verbunden mit Vorträgen und Tanzkränzchen. In Anbetracht des humanitären Zweckes hofft die Vereinsleitung auf zahlreiches Erscheinen. Der „Zionistische Verband ehemaliger Hochsdiüler“ veranstaltet Dienstag, den 20. Februar 1912 präzise 8 Uhr abends im Saale des „Jüdisdien Volksheim“, <II„ Stephaniestraße 12, einen Vortrag, bei dem Herr Gg. Adolf Böhm über „Die Entwicklung des. Zionismus nach Herz!“ sprechen wird. Gäste willkommen! Wien.. („Zionistischer Losverein Leopoldstadt“.) Am :22. Februar findet die Februareinzahlung statt. — Es werden noch einige Mitglieder aufgenommen. Anmeldungen Donnerstag, den 22. d., 8—10 Uhr abends am Sitze des Vereines „Jüdisches Volksheim“, IL, Stefaniestraße 12. Wien. (Zionistischer Mädchenverein „Moriah“.) Ergebnis der Neuwahlen: Gisela Kohn, Präs.; Malwine Steiner, Vizepräs.; Alma Fallek, Schriftführerin; Jetti Wolfmann, Kassierin. Der Verein teilt allen Gesinnungsgenossinnen mit, daß sich sein Lokal im „Jüdischen Volkslieim“, JL, Stefaniestraße 12, befindet. Wien. („Bar-Kochba“.) Ausschußwahlen: med. Leon Spiro, Präses; med. Iro Gutmann, Vizipräses; iur. Josef Kleiner I. und med. Dawid Majer II. Schriftführer; med. Osias Raps, Kassier. Wien. Die jüdischen Mediziner Wiens veranstalten am 27. Februar im Hotel Post ein Piknik. Wien. (Neure Je-huda.) Am 16. Jänner a. c. sprach unser Gg. Dr.' K a d i s c h über die „Jüdische Moderne und ihre nächsten Aufgaben“. In seiner bekannten temperamentvollen Weise schildert der Referent die modernen Zeitströmungen. Die nationale und die (soziale Frage sind das 'Um und Auf moderner Menschheit. Der Zionismus, die Renaissancebewe-, gung des Judentums, muß beide Fragen zu einer harmonischen Synthese verbinden. Die Assimilation konnte dies nicht. Konnte es nicht, weil sie fehlte in, nationaler und sündigte in sozial-ökonomischer Hinsicht. Dies Fehlschlagen der Assimilation ist ein Sieg des Zionismus in negativer Weise. Soll der Zionismus auch positiv vom Erfolge gekrönt werden, so kann er es nur in Erfüllung folgender fünf Aufgaben: 1. Palästinaarbeit; 2. Kulturfrage; 3. Landespolitik (in Nationalitätenstaaten); 4. Wirtschaftliche moderne Politik; 5. Ethisierung der Massen. „Ethisieret die Massen!“ ist ein Wort — kein Schlagwort —, das unser Gg. Dr. Kadisch unermüdlich als einziger in der ganzen zionistischen Weltbewegung immer und immer predigt. Sportklub „Hakoah“, Wien. jr % Der Beginn der Frühjahrs-Saison für den Fußball-Betrieb steht vor der Türe und sind die ersten Trainings bereits absolviert. Die Hakoali hat es sich angelegen sein lassen, durch die Miete eines vorzüglichen, leicht erreichbaren Platzes dem jüdischen Fußballwie auch dem leichtathletischen Sport eine möglichst weite Basis zu geben. Von allem Anbeginne werden wie im Vorjahre drei komplette Mannschaften, neu ausgerüstet, ins Feld gestellt. Die Aufstellung einer Zöglings-Sektion, wie auch 1—2 akademischen Mannschaften ist eine Frage der Zeit und werden Reflektanten für diese Abteilungen ersucht, sich gefl. Dienstag z.wischen S und 10 Uhr abends zwecks Auskunfterteilung im Cafe Rembrandt einzufinden. Der volle Sportbetrieb wird am 1. März eröffnet. 1 Fechts&ktion. Für die zahlreichen Freunde unserer Bestrebungen, die sich der Fußballgemeinde nicht anschließen wollen, wurde eine unter der flotten Leitung der Herren Sittig und Krenberger der J. A. V. „Kadimah“ stehende Fechtsektion eröffnet, die bereits 21 Mitglieder zählt und durch die Miete eines sehr geeigneten Uebungsbodens die Grundlage für einen noch größeren Aufschwung zu bieten vermag. PaukStunden zweimal die Woche zu je zwei Stunden. Brünn. Die jüd.-akad. Verbindung „Veritas“ veranstaltete am 17. Jänner 1. in den Festsälen des „Grand Hotel“ ein schwarz-weißgrünes Dominokränzchen, welches einen animierten Verlauf nahm. Eine Woche später, am 24. Jänner 1. J., hielt Felix Salten als Gast der Verbindung im kleinen Festsaale des „Deutschen Hauses“ vor einem zahlreichen und gewählten Publikum eine Vorlesung und erntete stürmischen Beifall. An den Vortragsabend schloß sich zu Ehren SaltenB eine solenne Damenkneipe. Brünn. (Vereinigung der östlichen jüdischen Hochschüler.) Die Tendenzen des Vereines sind: Bekanntmachen der Mitglieder mit allen wichtigen jüdischen Fragen kultureller und nationaler Natur. In der ersten Generalversammlung wurden folgende Herren in den Ausschuß gewählt: Präses mech. Wilhelm Spind ler; Vizepräses mech. Bernhard Herziger; Schriftführer ehern. Jonas Eis er; Bibliothekar mech. Eisik Meidmann; Kassier Moses T e p I e r; Beisitzer: mech. Daniel Lichtenstein, mech, Mendel T e 11 n e r. Graz. (Jüd.-akad. Verbindung „Charitas“.) Chargenwahlen: cand. arch. Moses Hausner *, - cand. med. Paul Weiß **, ing. Hermann Weichselbaum ***. Czernowitz. Im Monate Jänner Veranstalteten die Verbindung „Hasmönäa“ einen Repräsenta-~ tionsball der Bukowinaer Judenschaft und die akademischen Vereine „Zephira“, „Emunah“, „Hebronia“ und „Jüdische Kultur“ einen Judenhaß. An beiden Bällen nahmen die Spitzen der Zivil- und Militärbehörden, das Präsidium der Landeshauptstadt sowie Vertreter aller das Land bewohnenden Nationen, teil. Wir registrieren mit Genugtuung, daß es den mannhaften Juden der Bukowina gelungen ist, sich als Juden auch gesellschaftlich Geltung zu verschaffen. In Wien wäre es undenkbar, daß das offizielle Judentum einen Judenball veranstalten würde. Wie unwürdig und unvernünftig die Scheu ist, frank und frei als Juden aufzutreten, lehrten die beiden Czernowitzer Veranstaltungen, welche trotz der Bezeichnung „Judenbälle“ von „hohen und höchsten“ Herrschaften besucht waren. Aussig. Am 31. Jänner 1. J. sprach Herr Dr. Felix Theilhaber (Berlin) über den „Untergang der deutschen Juden“. Seine Ausführungen wurden von der zahlreich erschienenen Zuhörerschaft mit’, größtem Interesse und Beifall aufgenommen. — Am 1. Februar fand die erste Generalversammlung unseres Vereines statt. Nach Verlesung der Rechenschaftsberichte, die allgemeine Begeisterung und Zustimmung fanden, wurde über Vorschlag des Vorstandes Herr Ernst Bechert, Obmann des Volksvereines „Zion“ in Teplitz, in Würdigung seiner großen Verdienste um die Gründung unseres Vereines zum Ehrenmitgliede desselben einstimmig ernannt. Hierauf wurde die Neuwahl des Vorstandes vorgenommen und ergab die im Anschlüsse an die Generalversammlung erfolgte konstituierende Versammlung folgende Zusammensetzung des Vorstandes: Obmann Louis Schiff; Obmannstellvertreter Siegmund H o- I u b; Kassier Emanuel Guttmann; Kassierstellvertreter Rudolf Preß; Schriftführer Otto Reichmann; Schriftführerstellvertreter Heinrich Wolf; Nationalfondskommissär Rudolf Schneider; Beiräte': Hermann Heller, Egon Heller, Semin Katz, Arnold Maier, Julius Fabischkowitz; Revisoren: Simon Kornfeld, Joset Läufer. Jüdisifie Bühne. Direktion M. Siegler. Hotel Stefanie, IL, Taborstraße 12. Freitag, den 16., Samstag, den 17. und Dienstag, den 20. Februar: „Hadassa“ von J. Lateiner. Sonntag, den 18., Montag, den 19. und Donnerstag den 22. Februar zum ersten Male: „E s r a“ Operette von J. Lateiner. Sonntag den 18. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: „Kol-Nid re“, Operette von J. Lateiner. Mittwoch, den 21. Februar: „Held der Armee“, Operette von S. Feinmann. Oiste der Überläufer. vom 7. bis 13. Februar 1912. Leidersdorf Stefanie, 1888, Wien, ledig, Hilfsarbeiterin, XL, Eyzingasse 7. — Sterk, geb. Birnbaum, Emma, 1872, Wien, verheir., Schriftstellersgattin, IV., Johann Straußgasse 34. — Sterk Vilmos, 1880, Budapest, verheir., Schriftsteller, IV., Johann Straußgasse 34. — Sterk Peter Cornelius, 1906, Wien, IV., Johann Straußgasse 34. — Sterk Gertrud Magda, 1907, Wien, IV., Johann Straußgasse 04. — Husserl, geb. Forst, Johanna Auguste Gabriela, 1881, Berlin, IX., Porzellangasse 45. — Manhard, Theodor Hermann, 1880, Wien, ledig, Kaufmann, IX., Peregringasse 4. — Kocheies Karl, .1887, Wien, Portier des Sanatorium Dr. Feiler in Judendorf bei Graz, römisch-katholisch, laut Zuschrift der k. k. Bezirkshauptmannschaft Graz. BITTE! Armer, kranker Hochschüler, der von allen Lebensmitteln entblößt ist, appelliert an den Wohltätigkeitssinn edelherziger Menschen um irgend welche Unterstützung. Spenden unter „Dankbar“ an die Administration der „Jüdischen Zeitung“. Dekorateur mit allen vorkommenden Kontor- und Lagerarbeiten der Manufaktur- und Modenwarenbranche vertraut,. sowie Lackschriftschreiber sucht Stellung. Beste Referenzen. Offerten an Julius Müller,. Dresden, Postamt I. postlagernd. Die stimmfähigen Aktionäre des k. k. priv. Oesterreichischen Credit-Institutes für Verkehrsunternehmungen und öffentliche Arbeiten werden hiermit zu der .am 29. Februar 1912 um 10 Uhr vormittags im Gebäude der Niederösterreichischen Escompte-Gesellschaft, . I. Bez., Freiung 8, stattfindenden XVI. ordentlichen Generalversammlung eingeladen, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung gelangen werden: 1. Vortrag des abschlusses pro 1911; 2. Berichterstattung der Rechenschaftsberichtes und Vorlage des Bilanz- Rechnungs-Revisoren; 3. Verwendung des Geschäftserträgnisses und Bestimmung der für das abgelaufene Geschäftsjahr zu zahlende Dividende; 4. Wahl eines Mitgliedes des Verwaltungsrates; 5. Wahl von Rechnungs-Revisoren. Jene Herren Aktionäre, welche an dieser Generalversammlung teilzunehmen beabsichtigen, werden demnach eingeladen, mindestens je fünf Aktien vom .15. .Februar 1912 angefangen bis längstens 20. Februar 1912 inklusive in Wien bei unserer Hauptkassa und bei der Liquidatur der Niederösterreichischen Escompte-Gesellschaft gegen Empfangnahme der Legitimationskarte zu hinterlegen. Wien, am 13. Februar 1912. Der Verwaltungsrat. (Nachdruck wird nicht honoriert.) ZIVNOSTENSKfi BHNKR EIGIHQE MEN, I., Heragaue Nr. Vf. EHUSfl Jtf RDM. 4 Zentrale in Prag, gegründet 1868 Aktienkapital und Reserven: 100 M i 11 i o n e n Kronen. Wechselstuben I., Herreng. 12, II., Praterstr. 24, IV., Favoritenstr. 4, VH., Mariain Wien: liilferstr. 84, X., Favoritenstr. 95, XVI., Neulerchenfelderstr. 41. Kulante Besorgung aller Bank-und Börsentransaktionen. nDnpn . m « Ia Stahlkammern mit vermietbaren SAFES. 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