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Jüdische Zeitung · 1912-01-19 · 3 (19.1.1912) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
6 (1912)
Issue
3 (19.1.1912)
Date
1912-01-19
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITÜNG Nr. 2 Staate Connecticut pflegen die jüdischen Farmer vorzugsweise die (Milchwirtschaft und den Tabakbau. Ganz besonders zeichnet sich die jüdische Kolonie Ellington durch den hohen Stand ihrer Kulturen und die Vorzüglichkeit ihrer Bodenprodukte aus. Oie Bewohner dieser Kolonie waren schon inihrer russischen Heimat mit Erfolg in der Landwirtschaft tätig. Erster zionistischer Frauenverein. Sonntag, den 21. Jänner 1912, 5 Uhr nachmittags, findet im Hotel Kontinental, II., Tabcrstraße 2, eine FEST-VERANSTALTUNG zugunsten der Informationsbüros für Palästina statt. Programm: Künstlerische Darbietungen von "Kindern: Trio Morini. Klara Meiser (Tanz und Gesang).; Mimi Pollak (Deklamation); Mizzi WiegenfelE (Charakter-Tänzerin); KI. Wurzel (Bedagedlchte); Kinderreigen, ausgeführt von Heimannsschülerinnen. Karten ä K' 2, 3 und 4 sind zu haben: Zionistisches Zentralbüro, IX., Türkenstraße 9, Jüdisches Volksheim, II., Stefaniestraße 12, Caf£ City, IX., Porzellangasse und bei der Kassierin des Vereines Frau Berta Rappaport, II., Roten Sterngasse 6. Der Zweck der Veranstaltung macht es allen Parteigenossen zur unbedingten Pflicht, für einen zahlreichen Besuch dieser Veranstaltung Sorge zu tragen. isiiQiiQiQiisiiBiiaiaiBiiaiaiaiaiBiiQQi Vorträge im jüdischen Volfisheim. Verein „Theodor HerzI“ veranstaltet im Jüdischen Volksheim Mittwoch den 24. und Samstag den 27. Jänner I. J. je einen Palästinavortrag mit Lichtbildern. Beginn 8 Uhr abends. Regiebeitrag SO h. Karten sind im Jüdischen Volksheim erhältlich. ln nächster Zeit findet der 2. literarische Abend des Vereins statt, und wird derselbe dem hebräischen Dichter Ch. V. B i a 1 i k gewidmet sein. Die Konfereze hält Herr Dr. D. Rotblum. Näheres in der nächsten Nummer des Blattes. Aus Palästina. Von der Klagemauer. Jerusalem: Die Jerusalemer Stadtverwaltung hat die Aufstellung von Stühlen und Ruhebänken auf dem Platze vor der Klagemauer verboten. Diese Verfügung hat in allen Kreisen der jüdischen Bevölkerung große Erregung hervorgerufen. ln einer Versammlung des Waad- Hafr wurde beschlossen, den neuen Chachambaschi Franco aufzufordern, beim Pascha von Jerusalem Protest zu erheben und nötigenfalls durch Vermittlung des Großrabbiners Haim Nahum bei der Zentralregierung vorstellig zu werden. Die Juden von Jerusalem sehen in der fraglichen Verordnung der Stadtverwaltung, die ohne jede Begründung erlassen (wurde, eine bloße Schikane, da die Aufstellung von Ruhebänken seit Jahrzehnten üblich war, ohne daß von irgendwelcher Seite Einspruch dagegen erhoben worden wäre. „Haor“ erinnert daran, daß die Klagemauer auf Grund eines Firmans des Sultans - Abdul-Aziz Eigentum der jüdischen Gemeinde ist und tier (betreffende Firman den Juden die ungestörte Verrichtung ihrer Andacht an der Klagemauer gewährleistet. Elektrische Straßenbahn in Jerusalem und Jaffa. Jaffa: Dem Vernehmen nach plant die Gesellschaft, die im Besitze der Konzession zum Betrieb einer elektrischen Straßenbahn in Jerusalem ist, audi in Jaffa eine solche einzurichten. Dieselbe soll späterhin möglicherweise über Tel-Awiw nach Sarona und Pethach-Tikwah durchgeführt werden. Eine neue Eisenbahnlinie Port-Said—Jaffa? J erusalem: Wie die Zeitung „Haor“ in einer ihrer letzten Nummern mitteilt,, bewirbt sich eine anglo-ägyptische Gesellschaft um die Konzession zum Bau einer neuen Eisenbahn von Port-Said nach Jaffa. Die seit längerer Zeit schwebenden (Unterhandlungen /mit der türkischen Regierung haben durch den Ausbruch des tripolitanischen Krieges eine Unterbrechung erlitten, doch sollen nach einer Meldung der englischen Zeitung „Globe“ die Verhandlungen vor kurzem wieder aufgenommen werden und dem Abschluß nahe sein. Man schätzt die Kosten des Bahnbaues auf 60 Millionen Francs. Die betreffende Gesellschaft erwägt auch den Plan einer Weiterführung der Eisenbahn nach Jerusalem über Beer-Scheba. Sollte das Projekt zur Ausführung gelangen, so würde damit eine direkte Eisenbahnverbindung zwischen Jaffa, bezw. Jerusalem und Kairo, geschaffen sein. Dies wäre für die Entwicklung des Handels und Verkehrs zwischen Palästina und Aegypten von der allergrößten Bedeutung. Das Ende einer judenfeindlichen arabischen Zeitung. Haifa: Die hiesige antisemitische Zeitung „El-Karmel“, die, wie bekannt, eine gehässige Agitation gegen die jüdische Einwanderung nach Palästina, wie überhaupt gegen alles jüdische betrieb, hat aus Mangel an Abonnenten ihr Erscheinen eingestellt. Der Herausgeber des „Karmel“ war ein christlicher Araber. Ein hebräisches Lehrerinnenseminar in Jaffa. Jaffa: Das Odessaer Komitee der Chowewe-Zion geht daran, in Jaffa ein Seminar für hebräische Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen zu errichten. Die Anstalt soll schon zu Beginn des neuen Schuljahres eröffnet werden. Die erforderlichen Geldmittel werden in der Hauptsache durch einen Fonds aufgebrächt, der den Namen des im Vorjahre verstorbenenhebräischen Schriftstellers E. L. Lewinsky trägt, und bereits eine ansehnliche Höhe erreicht hat. Die neue Lehranstalt soll an die vom Odessaer Palästinakomitee in Jaffa unterhaltene Mädchenschule (Beth Sepher Le-Banoth) ungegliedert werden. Eine neue hebräische Zeitung in Safed. S a f e d: Seit kurzem besteht hier eine jüdische Buchdruckerei. Die beiden Eigentümer der Druckerei beabsichtigen nun, demnächst ein hebräisches Wochenblatt unter dem Namen „H ag a 1 i 1“ („Galiläa“) herauszugeben. Viele der in den galiläischen Städten und Kolonien lebenden hebräischen Schriftsteller haben sich bereit erklärt, an dem neuen Blatte, das. in erster Linie die Interessen der jüdischen Bevölkerung in Galiläa pflegen will, mitzuarbeiten. . Die Generalversammlung der Chowewe-Zion. Odessa: Die 'achte Generalversammlung des Odessaer Palästinakomitees findetin der Zeit vom 14. bis zum 18. Februar statt. Zur Beratung stehen die verschiedensten wirtschaftlichen und kulturellen Fragen der Palästinaarbeit. Die Tagung verspricht sehr inhaltsreich zu werden. Nach den bisherigen Erfahrungen (die Generalversammlung der Chowewe- Zion findet alle drei Jahre statt) ist eine überaus große Beteiligung der Mitglieder aus allen Teilen Rußlands zu erwarten. Gründung eines jüdischen Arbeiterklubs in Beirut. Beirut: Dieser Tage wurde hier ein jüdischer Arbeiterklub nebst Bibliothek und Lesehalle eröffnet. Dies ist der zweite jüdische Klub in Beirut. Einen solchen besitzen nämlich auch die jüdischen Hörer des hiesigen amerikanischen College. Dieser Studentenzirkel führt den Namen „Kadimah“. Vepeinsnartirtfiten. Wien. („Jordania“, Vereinigung jüdischer Hochschüler aus der Bukowina.) Montag, den 22. d. Al., hält auf unserer Bude, IX., Servitengasse 10, Bb. F. Siegel einen Vortrag über „Hebräisch und Jüdisch“. Beginn präzise 7 Uhr abends. Gäste willkommen. Wien. Samstag, den 27. Jänner, findet im Kursalon der Stadt Wien, eine, von der „V e reinigung zionistischer Handelsakademieabsolventen „Neure Jehuda“ veranstaltete „geschlossene Maskenredoute“ statt. (Kein Maskenzwang.) Eintritt 'nur gegen Vorweisung der Einladung. Anfragen sind an das Vereinslokal, IX., Servitengasse 10, zu richten. (Auskünfte Dienstag, Mittwoch und Freitag von 7—9 Uhr abends.) — Sonntag, den 21. Jänner, 6 Uhr abends, gesellige Zusammenkunft im Beethovensaal (ehern. Militärkasinö). Namhafte Kunstkräfte haben ihr Erscheinen zugesagt. Wien. Der Verein „Mensa Acadcmica J u d a i c a“ veranstaltet am 30. d. M. im großen Beethovensaal, I., Strauchgasse 4, einen Ball mit Festakademie, unter Mitwirkung der Damen Frau Kiurina, k. k. Hofopernsängerin, Frau Popper-Janowitzer, Violinvirtuosin, Frl. Helene Lampl, Klaviervirtuosin, der Herren Hubert Leuer, k. k. Hofopernsänger, Richard Waldemar, Mitglied des Carltheaters und eines Sextettes aus Mitgliedern der Hofoper. Karten zu haben: Mensa academica Judaica, IX., Pramergasse 31, Kartenbüro Kehlendorfer, Cafe Maria Theresia, L, Hohenstaufengasse 10. Wien. Der erste österreichische Hilfsverein für kranke zugereiste Juden hat seine ärztliche Untersuchungsstation und Kanzlei II., Stefaniestraße 12. Es ist für jeden zugereisten Kranken von Vorteil, sich sofort nach seiner Ankunft' in Wien an diesen Verein zu wenden, um nicht in die Hände der sogenannten „Krankenführer“ zu fallen. Kanzleistunden: 8—9 Uhr vormittags, 5—6 Uhr nachmittags. Wien. (Vortragszyklus der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien, IX., Müllnergasse 35.) Der nächste Vortrag findet Montag, den 22.Jänner d. J„ im Vereinslokale statt. Thema: „Das Kulturproblem im Zionismus.“ Redner: Herr Heinrich Fleiß. Beginn halb 8 Uhr. Gäste willkommen! Whn. (N e ß - Z i o n a h.) Die am 16. d. M. stattgehabte Generalversammlung hat den Antrag auf Auflösung des Vereines einstimmig abgelehnt und beschlossen, die Tätigkeit des Vereines mit aller Energie fortzusetzen. Der nächste Vereinsabend findet am 30. Jänner 1912 statt. Näheres hierüber in der nächsten Nummer. Wien. (Jüdische Toynbee-Halle, Wien, XX., Othmargasse 46.) Beginn der Vorträge: An Wochentagen halb 8 Uhr abends, Samstag, sowie an Sonn- und Feiertagen 7 Uhr abends. Eintritt für jeden Erwachsenen. Vortrags-Programm für die Zeit vom 20. Jänner bis 26. Jänner 1912. Samstag, 20 . Jän.: „Palästina.“ (Lichtbildervortrag.) Dr. Georg Weiner. — Sonntag, 21. Jän.: Orchester-Konzert. — Montag, 22. Jän.: „Bilder aus dem Rechtsleben.“ (Zyklus III.) Dr. M. Reiß. — Dienstag, 23. Jän.: „Jüdische Geschichte.“ (Zyklus.) Prof. Dr. K. Kupfer. — Mittwoch, 24. Jän.: „Die Gesundheitsp'flege der Frau.“ (Nur für Frauen und Mädchen.) Frau Dr. Amalie Friedmann. — Donnerstag, 25. Jän.: Literarischer Abend. Lehrer Max Rieden. — Freitag, 26 .Jän.: Bibelvortrag. Wien. (Allgem. jüd. Arbeiter-Verein „Poale- Zion“.) Samstag, den 20. d. M. findet im Vereinslokale, II., Herminengasse 8 (Speisehalle Achwah) eine vertrauliche Besprechung statt. Beginn präzise 8 Uhr. Erscheinen aller Parteigenossen ist Pflicht. Gäste ausnahmsweise keinen Zutritt. Wien. (Vortrag aus jüdischer Geschichte, Literatur und Kultur.) Donnerstag, den 25. Jänner 1912, halb 8 Uhr abends, findet im Festsaale des Ingenieur- und Architektenvereines, I. Bezirk, Eschenbachgasse 9, ein Vortrag des Herrn Prof. Dr. Julius Goldstein aus Darmstadt statt. Thema: „Nietzsche in seinem Verhältnis zu Juden und Judentum.“ Eintritt frei, ohne Karten. Wien. Der Verein „Ahawath Zion“ in Neunkirchen veranstaltete am Do nnerstag, den 11 .Jänner 1912, eine außerordentliche Generalversammlung, da infolge Ausscheidens einzelner Gesinnungsgenossen aus der Leitung des Vereines Ergänzungswahlen notwendig waren. Einstimmig gewählt wurden: Herr cand. jur. Erich Maier zum Obmanne, Herr Heinrich Moser behält seine Stelle als Obmann-Stellvertreter bei, Herr Ignatz Reininger zum Kassier und Herr Adolf Löwy als Schriftführer. ® für distinguierte Kreise. ■ II. Bezirft, Taborstrafte Nr. 20 a ■ Geschlossene Kurse für Hochschüler. ® Die P. T. 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