Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 5 (1911)
- Issue
- 50 (15.12.1911)
- Date
- 1911-12-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 50 Jüdisches Rechtsschutzbüro. Der Vorstand des Jüdischen Nationalvereines gibt bekannt, daß die Sprechstunden jeden Donnerstag zwischen halb 7 bis halb 8 Uhr abends im Jüdischen Volksheim, II., Stefaniestraße 12, stattfinden. Sämtliche Zuschriften in Rechtsschutzangelegenheiten sind an diese Adresse zu richten. m Sonntag, den 17. d. M., um 7>4 Uhr abends, findet im jüdischen Volksheim, II., Stephaniestraße 12 ein ScholeDi-flIeichem-flhent) statt. Mit diesem Abend leitet der Verein zionistischer Hochschüler „Theodor Herzl“ einen Zyklus jüdisch-literarischer Abende ein. Die Conference hält Dr. A. C o r a I n i k. VereinsnaAridifen. Wien. (Vortragszyklus 'der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien, IX., Müllnergasse 35.) Der nächste Vortrag findet Samstag, den 16. Dezember, statt. Thema: Das Kulturproblem im Zionismus. Redner: Herr Heinrich Fleiß. Beginn präzise halb S Uhr. Gäste willkommen! . Wien. (Jüdische Toynbee-Halle, Wien, XX., Othmargasse 46.) Vortrags-Programm für die Zeit vom 16. bis 22. Dezember. Samstag, den 16. Dez.: Konzert. Arrangement Frl. Freistädt. — Sonntag, den 17. Dez.: Channkafeier. Rabbiner Dr. M. Bauer, Oberkantor Neumann. — Montag, den 18. Dez.: „Unsere Mütter.“ (II.) Prof. M. Antscherl. — Dienstag, den IQ. Dez.: „Bilder aus dem Rechtsleben.“ Dr. M. Reiß. — Mittwoch, den 20. Dez.: „Jüdische Geschichte.“ (Zyklus.) Prof. Dr. K. Kupfer. — Donnerstag, den 21. Dez.: „Die französische Revolution.“ (II.) Prof. Dr. Edm. Jerusalem. — Freitag, den 22. Dez.: „Bibelvortrag.“ Herr J. Rosner. Wien. Donnerstag, 21. Dezember, halb S Uhr, im Festsaale des Ingenieur- und Architekten-Vereines, I., Eschenbachgasse Q, Vortrag des Herrn Rabbiners Dr. J. Hirsch aus Prag-Karolinenthal. Thema: „Die religionsgeschichtliche Bedeutung R. Akibas.“ Eintritt frei, ohne Karten. Wien. (Vereinigung Zion. Handels-Akademie- Absolventen „Neure Jehuda“, Wien, IX., Servitengasse 10. Nächster Vortragsabend Dienstag, den 19.d. M. Thema: Die Mischehe. Referent: Herr Dr. Georg Weiner. Gäste willkommen! Wien. (Sportklub Hakoah. — Beda- Abend.) Die Freunde des Sportklubs Hakoah seien nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß der Beda-Abend heuer am 16. d. M. im Saale des „Hotel Post“ unter Mitwirkung der hervorragendsten Beda-Interpreten statthaben wird. Es werden erscheinen: Die Damen Trude Voigt (Fledermaus), Mimi Marlow (Apollo), die Herren Richard Hutter (Fledermaus), Paul Morgan (Ronacher), Viktor Franz (Neue Wiener Bühne), ferner die Herren Dr. Leo Ascher (Komponist) und Dr. Fritz Löhner (Beda), der nach längerer Zeit wieder mit einigen Neu-Schöpfungen vor die Oeffentlichkeit treten wird. Nach den Vorträgen Tanz. Karten; ä 5, 3 und 2 K im Vorkaufe in den Cafe Jägerhof, Rembrandt und Marienbrücke, sowie an der Abendkasse. Teeund1 Suppenanstalt des Vereines „Achwah-Jücischs Brüder“. Der Verein „Achwah-Jüdisclie Brüder“ hat in seinen Speiselokalitäten, Wien, II., Herminengasse 8, auch eine Tee- und Suppenanstalt eröffnet, ln derselben wird eine große Schale Tee mit Zucker und Zitrone oder eme kräftige Suppe zum Preise von 6 h (mit Brot 10 h) verabreicht. Der Verein hat mit dieser neuen Einrichtung bewiesen, daß er in jeder Weise bemüht ist, der Not unter unseren armen Glaubensgenossen entgegenzuarbeiten. Wien. (Vereinigung „Neß-Zionah“.) Die Vereinigung „N e ß - Z i o n a h“ hat ihren Sitz in das „Jüdische Volksheim“, IL, Stefaniestraße 12, verlegt. Die erste Veranstaltung in dem' neuen eigenen Heim findet am Dienstag, den 19. Dezember I. J., abends 8 Uhr, statt. An diesem Abend gelangen jungjüdische Dichtungen zum Vortrag. Die Vereinsleitung bittet um zahlreiches Erscheinen. Gäste herzlichst willkommen. Wien. (Hebr. Sprachklub „Ivriah“.) Wir geben hiemit unseren Mitgliedern, Freunden und Gg. bekannt, daß unsere allwöchentlichen Zusammenkünfte nunmehr in unserem neuen Vercinslokale im „Jüdischen Volksheim“ (Stefaniestraße 12) stattfinden werden. — Mittwoch, den 20. Dezember, um halb S Uhr abends, Vortrag des Gg. Chacham über: , ,Erech Awoda l’umith b’galuth.“ * Wien. (Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien, IX., Müllnergasse 35.) Am 5. Dezember sprach Herr Adolf Bö hin in der Halle über den Zionismus nach Herzl. In fast zweistündiger Rede schilderte der Vortragende den Entwicklungsgang der zionistischen Bewegung nach dem Tode unseres Führers. Er hob die Verdienste seines Nachfolgers David Wolfsohn,* der durch seine stille und unermüdliche Mitarbeit an der Gründung aller großen zionistischen Institutionen, namentlich der Kolonialbank, sowie durch seine Palästinaliebe * zur Uebernahme des Erbes Theodor Herzls prädestiniert war, an der Kräftigung der zionistischen Organisation hervor, die früher auf die große Persönlichkeit Theodor Herzls zugeschnitten und völlig unzulänglich war. Er nahm dann zu allen Problemen, die in den letzten sechs Jahren aufgetaucht waren, Stellung und gab der Ansicht Ausdruck, daß nur der Radikalismus der Gesinnung uns zum Ziele führen könne. Der Prozeß der Zionisierung der jüdischen Massen sei eine historische Notwendigkeit, der schon jetzt uns fernstehende Organisationen in den Bann unserer Idee ziehe, die die letzte Wahrheit des Judentums sei. — Die zahlreiche Versammlung lauschte in gespannter Erwartung den Ausführungen des Referenten, die in ihrer Gänze wiederzugeben eine lange Abhandlung erfordern würde. Sport. Sportklub „Hakoah“, Wien. Fußball-Sektion. Die Sektion absolvierte am 10. d. das letzte Match in der Wintersaison und bleibt der Fußballbetrieb bis zum Antritt der schönen Witterung eingestellt. Schwimm-Sektion. Diese Sektion macht anhaltend schöne Fortschritte und an jeder Trainingsstunde (Stellen J:ich neue Schwimmlustige ein. Die Uebungen, die Montag und Donnerstag von halb 8 bis halb 10 Uhr im Dianabad statthaben, gestatten Ausbildung in jedem Zweige des Schwimmens und Springens. Die Einrichtung einer Schwimmabteilung für Damen ist in Aussicht: genommen. T o u r i s t"i k - S e k t i o n. Dieselbe steht unter der Leitung der Brüder Berger und soll durch kleinere und größere Streifzüge in die Umgebung Wiens das Freiluft-Training auch im Winter fortsetzeh, andererseits Nichtschwimmer und Nichtspieler, ebenso wie Damen in den Sportbetrieb einbeziehen. Ro d e 1 - A b t ei 1 u n g. Nach Eintritt der ersten größeren Schneefälle wird unter der Leitung Rosenthals in Sievering unsere Rodel-Abteilung installiert. T anz-Sektion. Dieselbe übt in der Stärke von 15 Mann seit 15. November zweimal wöchentlich bei Tanzmeister Jaques Löw. Oiste der Überläufer. Vom 6. bis 13. Dezember 1911. Schwarz Otto, 1897, Wien, ledig, Privatier, IL, Kaiser Josefstraße 29. — Gräbner Rosa, 1887, Wien, ledig, Privatbeamtin, V., Margarethenstraße 47. — Weigl, geb. Löwenbach, Gabriele, 1859, Wien, verwitwet, Private, IX., Müllnergasse 5. — Bamm Itzka, 1872, Welüsch (Rußland), verheiratet, Schiffahrtsdirektor, IX., Hotel Union (Nußdorferstraße). — Gus Julie, 1886, Wien, ledig, Geschäftsleiterin, IX., Spitalgasse 25. — Westreich Gustav, 1865, Kochornocz (Ungarn), gerichtlich geschieden, III., Marxergasse 17.— Ritter Hugo, 1888, Wien, ledig, II., Glockengasse 23. — Steiner Robert, 1891, Wien, ledig, Maler, IL, Castellezgasse 34. — Straß Hermance, 1877, Wien, ledig, Private, IV., Belvederegasse 7. — Sonn David, 1884, Wien, ledig, Kontorist, VII., Lerchenfelderstraße 15. — Grünwald, geb. Wiesner, Olga, 1887, Brünn, getrennt, Private, VIII., Albertgasse 1 a. — Hofer Maks, 1877, Wien, laut Zuschrift der israel. Gemeinde Krakau. Jüdische Bühne. Hotel Stefanie, IL, Taborstraße 12. Direktion M. Siegler. Freitag, den 15., Samstag, den 16., Sonntag, den 17. und Montag, den 18. Dezember 1911 „Bar K o c h b a“, Operette von Goldfaden. Dienstag ,den 19. Dezember 1911, Wohltätigkeitsvorstellung des Humanitären Unterstützungs-Vereines „Der Kolomear“ „D er wilde M e n s c h“, von J. Gordin. Mittwoch, den 20. Dezember „D as Pintale Ju d“, von B. Thomaschewsky. Donnerstag, den 21. Dezember „B I ü m a 1 e“, Operette von Lateiner. In Vorbereitung: „Das T o j n a 1 e“ und „K idisch Haschern“. Ein armes israel. Mäderl v. 6—10 Jahren wird unentgeltlich in Pension genommen. Anträge unter S. H. an die Adm. d. Bl. Eigene Gärtnerei in Eichgraben a. W. Avis für Blumenkäufer! Die billigste, beste und solideste Bezugsquelle für frisch abgeschnittene Blumen, Hochzeitsbuketts, Tafel- und Zimmerdekorationen, Kränze und sonstige in das Blumenfach o einschlagende Artikel o Mathilde Aschner Wien, I., Dorotheergasse Telephon Nr. 5514. 14 <«♦»»» H Kat Für Zuckerkranke! Wie ich meinen Zucker los wurde und wieder arbeitsfähig bin, teile ich aus Dankbarkeit unentgeltlich jedem Zuckerkranken mit. Ferd. Hessel, Metzger, Rheinböllen (Hunsrück) Deutschland. 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