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Jüdische Zeitung · 1911-11-24 · 47 (24.11.1911) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
5 (1911)
Issue
47 (24.11.1911)
Date
1911-11-24
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 47 Übungen im Diana-Bad statt. Die Leitung der Sektion hat in liebenswürdigster Weise Herr Dr. Karl Bond}- übernommen. Anmeldungen und Auskünfte jeden Mittwoch abends von 8 bis 10 Uhr im Cafe Remhrandt, II., Untere Augartenstraße 11. Erster Wiener jüdischer Turnverein, Wien, IX., Liechtensteinstraße 20. Am 16. November a.,c. fand die ordentliche Jahresversammlung, in welcher der scheidende Ausschuß einen Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr vorlegte, statt; der Verein hat im abgelaufenen Vereinsjahre bedeutende Fo-tschritte zu verzeichnen. Besonders hervorzuheben sind: 1. Die Gründung ci-e" Vorturnerschal t unter der ausgezeichneten Leitung des I. Turnw a r t e s Herrn Ing. Philipp P o 11 a k, welche zur Entlastung des Turnrates die turnerischen. Agenden verwaltete. 2. Abhaltung eines unter der bewährten Leitung des Platzleiters Herrn Emil Popper stehenden Vorturnerkurses. 3. Die Einführung des volkstümlichen Turnens, zu welchem Zwecke der C r i c k e - ter Sportplatz für die Sommermonate gemietet wurde. Sowohl die Zöglingsals auch die Kinder- Abteilung wiesen eine starke Beteiligung und einen erfreulichen Aufschwung in turnerischer Beziehung auf. Dasselbe ist in erhöhtem Maße in der Damen- und Herrenabteilung zu konstatieren, so daß trotz der großen Turnlokaütätcn sich ein fühlbarer Raummangel bemerkbar machte. Die Neuwahl des Turnrates ergab folgendes Resultat: Obmann: Dr. Arthur Immerglück, Obmann- Stellvertreter: Ing. Theodor Deutsch, I. Kassier: Leopold Wessely, II. Kassier: Siegfried Weiner, Schriftführer: Nikolaus Benedik, I. Turnwart: Wilhelm Ullmann, II. Turnwart: Isidor Horowitz, Zeugwart: Heinrich Poliak; Beisitzer: Hugo Spitzer, Dr. M. Rosenzweig, Frl. Irma Wellwarth. Der jüdische Turnverein kann mit Recht auf die bis nun aufzuweisenden Erfolge stolz sein. In rühriger, unermüdlicher Arbeit ist es ihm gelungen, sich aus bescheidenen Anfängen durch eigene Kraft zu einer großen, achtunggebietenden Körperschaft zu entwickeln. Aber noch nicht sind^ alle Ziele, die er sich gesteckt hat, erreicht, -noch steht der größte Teil der Wiener jüdischen ^Bevölkerung interesse- und teilnahmslos der jüdischen Turnsache gegenüber, noch entbehrt der größte Teil derselben der segensreichen körper- und gemütsi äh lenden Vorteile des Turnens. Gerade das jüdische Volk, das infolge (jer geschichtlichen Entwicklung körperlich hinter den anderen Nationen zurückgeblieben ist, hätte es am allernotwendigsten, der jüdischen Turnidee zumindest dasselbe Interesse z u z u wenden, wie die anderen Kult.urnationen, welche den hohen Wert des Turnens schon längst begriffen haben, das in deren Kulturleben eine solch große Rolle spielt. Der jüdische Turnverein richtet an alle jüdischen Kreise, die ihm bis jetzt noch ferne stehen, die Aufforderung, sich mit den Bestrebungen des Jüdischen Turnvereins bekanntzumachen, und lädt zu diesem Zwecke jedermann zu einem Besuche des Turnplatzes, während der Turnzeiten,' herzlichst ein. Die Turnzeiten sind: Herrenturnen: Montag und Donnerstag:_'v bis 1 Uhr abends und 3 .8 bis 1 *10 Uhr abends. Damenturnen: Mittwoch und Samstag: 1 4S bis 3 ,9 Uhr abends. Zöglin gsturnen: Sonntag vormittags: 9 bis 1 2U Uhr, Dienstag: 1 2S bis 9 Uhr abends (für 14—18-jährige). Monatsbeitrag für Mitglieder: Herren und Damen K 2.20, für Zöglinge: K 1.10. Behördlich bewilligte Turnschule für Kinder unter Leitung eines staatlich geprüften Turnleiters. Mittwoch und Samstag für Mädchen: von 6 bis 10 Jahren: von 3 bis 4 Uhr von 10 bis 14 Jahren: von 5 bis 6 Uhr; für Knaben: von 6 bis 10 Jahren: von 4 bis 5 Uhr von 10 bis 14 Jahren: von 6 bis 7 Uh^ jene aber, die sich nicht aktiv betätigen können, mögen durch Beitritt als Förderer zum Gedeihen der jüdischen Turnsache beitragen. Der kleinste Fördererbeitrag beträgt K 10.—. I Spenden für das Jüdische Volksheim in der Leopoldstadt. III. Ausweis. Heinrich Suchestow K 53.—, Dr. Ludwig Stricker K 20.—, J. Herz K 20.—, Dr. Isidor Margulic-s K 20.—, Sammlung Barber K 15.70, Sammlung Robert Guttmann, Prag K 12.53, Sammlung N. Starer K 11.40, Rudolf Taussig I. K 10.—, Direkt. Wahlhaltig iK 10.—, N. *N- 'K 10.— durch Schafberg: Dr. Karl Natansohn K 10.—, Prof. Rud. Pick K 10.—, Leo Weiß, Klosterneuburg K 10.—, David Nebenzahl KH0.—, Dr. Jakob Ehrlich K 10.—, durch N. Drimmer: Simon Rubel K 10.—, Sammlung Fleischmann K 9.—, Sammlung Dr.' Plaschkes K 9.—, Dr. Jakob Kohn K 5.—, Hugo Spitzer VI. K 5.—, Sammlung Scharfberg K 5.—, Dr. B. Hahn III. K 5.—, Dr.. Salz K 4V—, Emil Kafka K 3.—, Alexander Landau K 3.—, Sammlung Scharfberg K 3.—, Slg. Lermer K 3.—, Leon Friedmann K 2.—, Sammlung Sinnreich K 2.—, M. Moscovics K 1.—, Sammlung Jonas K 1.—, Summe K 299.63, bereits ausgewiesen K 597.42, zusammen K 897.05. Das Rechtsschutzbüro des Jüdischen Naticnalvereins befindet sich ab 30. d. M. im Jüdischen Volksheim, II., Stephaniestraße 12. Sprechstunden vorläufig jeden Donnerstag 1/21 bis JA,8 Uhr abends. Chorprobe für die Makkabäerfeier. Freitag den 24. d. M., um 8 Uhr abends, findet auf der Bude der jüd. akad. Verbdg. „Ivriah“, IX.; Glasergasse 4a, unter Leitung des Herrn K. Frankel die Chorprobe für die Makkabäerfeier statt. Die P. T. Sänger werden dringend ersucht, zuversichtlich- und pünktlich zu erscheinen. Wien. Am Freitag den 1. Dezember findet in den Vereinslokalitäten des akad. Vereines Bar-Giora, VIII., Piaristengasse 17 15 ein Vortrag des Gg. Herrn Ludwig Batö über „Die Juden in Italien^ statt. Gäste willkommen. Wien. (Hebr. Klub „Ivriah“, Cafe Bramer.) Samstag, den 25. November;d. J., >/« 8 Uhr, Referat des Gen. Nagler über den „Jom Haiwrim“. Wien. (Vereinigung zion. Handels-Akademie- Absolventen „Neure Jehuda“, Wien, IX., Servitengasse 10.) Nächster Vortragsabend, Dienstag, den 28. November, 8 Uhr abends. Thema: „Die Emigrationsfräge“. Referent: Herr Doktor Herrmann Löw. Gäste herzlichst willkommen. Unser geschätzter Gesinnungsgenosse und Mitarbeiter Dr. Paul Weisengrün wurde von einem schmerzlichen Verluste betroffen. Am 18 d. M. ist in Bukarest sein Vater, Herr Samuel Ueisengriiu Großgrundbesitzer und Industrieller plötzlich verschieden. Das Leichenbegängnis findet in Bukarest statt. Ehre seinem Andenken! Judilche Rolonialbanb fiimited. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß eine außerordentliche Generalversammlung des Jewish Colonial Trust (Jüdische Kolonialbank) Limited im Gesellschaftsbüro: Brook Hoüse, Walbrook, London, E. C., am Mittwoch, den 29. November 1911, um 5 Uhr nachmittags ,stattfinden wird. Dieser Generalversammlung wird nachstehende Resolution, welche bereits auf einer außerordentlichen Generalversammlung, abgehalten am 6. November 1911, in Berlin-Wilmersdorf, angenommen wurde, behufs Bestätigung unterbreitet werden. Resolution. „Daß die Statuten in folgender Weise geändert werden: Am Ende des Artikels 136 a sollen die folgenden Worte hinzugefügt werden: ,Alle Dividenden, sowohl bisherige, als auch zukünftige, welche fünf Jahre nach ihrer Erklärung nicht behoben sind, können durch Beschluß des Direktoriums zu Gunsten der Compagnie für verfallen erklärt werden, mit der Maßgabe jedoch, daß dieser Beschluß erst drei Jahre nach dem Datum der öffentlichen Bekanntmachung, gemäß § 152 dieser Statuten, in Kraft treten soll.“ In Gemäßheit der Statuten müssen Vollmachten nicht später als am 27. November 1911 im registrierten Büro der Gesellschaft, Brook House, Walbrook, London, E. C., niedergelegt werden. In Gemäßheit der Statuten und der vom Direktorium diesbezüglich getroffenen Bestimmungen müssen Besitzer von Inhaberaktien, welche ihr Stimmrecht ausüben wollen, ihre Aktienzertifikate im registrierten Büro der Gesellschaft Brook House, Walbrook, London, E. C„ spätestens am 24. November 1911 deponieren, um dagegen die zum Einlaß und zur Abstimmung berechtigenden Depotscheine in Empfang zu nehmen. Brook House, Walbrook, London, E. C„ den 7. November 1911. Im Aufträge des Direktoriums: H .Neumann, Sekretär. MolleMil 1D3 “ffifBna HOB bt£? zur Erzeugung von Wursteln u. verschiedener Bäckereien für MDB Erzeugt unter persönlicher Aufsicht des Särvärer Orthodoxen-Oberrabiners, den rigorosesten religiöten Anforderungen «■**»*«»*■» zu jeder entsprechend mit lUir Wl I Faktura (auf Wunsch auch Bäckereirezepte) zu haben bei Biss Salamon in Särvär, (Eisenburger Komital) Ungarn. Für Zuckerkranke! Wie ich meinen Zucker los wurde und wieder arbeitsfähig bin, teile ich aus Dankbarkeit unentgeltlich jedem Zuckerkranken mit. Ferd. Hessel, Metzger, Rheinböllen (Hunsrück) Deutschland. Paris 1902 höchste Auszeichnung. — Wien 1908 Kammer- Medaille und London 190S Ehrendiplom. 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