Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 5 (1911)
- Issue
- 37 (15.9.1911)
- Date
- 1911-09-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr, 37 JODtifcHE ZEITUNG Seite 7 Vereinsnachriehten. 'Voranzeigen. Wien. (Ness Zion ah). Dienstag, den 19. Sep- - iember, um 8 Uhr abd.findet;im>Cafe Goa co r- ■d i a, ,1., Concordiaplatz, eine Vereinsversammlung .statt ,mit der Tagesordnung.: Bericht über den X. Ziotiistenkqngreß. Referenten: dje Delegierten äDr. Egon Zweig und Alexander Geller.. Gäste willkommen. Wien. Jüdischer Schulverein für den IX. Bez. Wien IX., Seegasse 16. Die Einschreibungen fin- -„•den statt: Von Sonntag,.Sden 17. bis 21. September- <1. Jahres. Sonntag von' 9'bis l2 ,Ühr .vormittags, •an Wochentagen von 4 ibts 7 Uhr nachmittags. ' Wien. Der .Jüdische Turnverein Favoriten“ veranstaltet, am »Mittwoch, den 11. Oktober 1911, .in J. Hofhnanns „Rosensälen“, X., Favoritenstraße Nr. 89, ein Simchas-Thöra-Tanzkränzdien . mit Vorträgen. Musik des Infanterie-Regiments! Nr .82. Soireetoilette. Entree: K 1.50. Beginn präzise 9 Uhr abends. Eintrittskarten sind zu haben: Bei den Mitgliedern des Turnrates, im Cafe Favoriten, Cafe Drill, X., Laxenburgerstraße Nr. 16 und im Turnlokale, X., Erlachgasse Nr. 131,. an den .Turnabenden. Göding. Die Jüdisch-Akademische Ferialverbindung „Gamala“ veranstaltete am 10. September einen Kommers, der von den Mitgliedern in glänzender- Weise vorbereitet, die autgewandte , Arbeit mit einem reichen Erfolge krönte. Trotz der vorangegangenen heftigen politischen Kämpfe war die Zahl der Gäste groß. Den Mittelpunkt des Abends bildete die Tendenzrede unseres A. H., Delegierten beim X .Kongreß, Professor Hugo •Ster n. in eindrucksvollen Worten verstand er es mit Hinweis aut die ewige Judennot die Notwendigkeit des Zionismus darzulegen und gab durch die Schilderung der Kongressvorgänge ein deutliches Bild der praktischen Arbeit die von seinen Anhängern geleistet wird. Der reichste Beifall, mit welchem diese Rede autgenommen wurde, bürgt uns auch1 für einen guten agitatorischen Erfolg. Die Beschickung des Kommerses durch befreundete Verbindungen war eine erhebliche und sagen wir auch aut diesem Wege unseren lieben Gästen für die freundliche Teilnahme unseren Dank. Der inoffizielle Teil des Abends verlief in gleich schöner Weise. * Iglau. Im Rahmen eines Vortragsabends der Jüdisch-akad. Ferialverbindung „H as1n onala“ erstattete A- H. Dr. Werner sein Referat als ' Delegierter des Kongresses.'Tr besprach in seiner meisterhaften Rede die in letzter Zeit geschaffenen Institutionen und das vergangene und künftige Programm des A. C. wobei er zu dem Resul- . .gelangte, daß die Bewegung gegenwärtig einer innerlichen und vertieften Kulturarbeit izusteuere. Nicht nur daß die Arbeit im heiligen Land ihre Früchte zu tragen beginnt, auch im Golus gelange die Kulturarbeit zu dem sehnsüchtig. erstebten Ziel: Pflege des eigenen Gedankens, dereigenenSprache. Die Versammlung nahm einstimmig die Resolution an, darin die Erlernung des Hebräischen von jedem wirklichen Zionisten als erstes Postulat gefordert wird. Kossow. (Gartenfest.) Am 20. August fand hier ein Gartentest statt, welches Dank der rühri- .gen Arbeit der jungen Festkomiteemitglieder sehr gut verlief. Das Fest eröffnete der Zug der Kinder der (hebräischen Schule „Satah Berurah“, welche mit blau-weißen Fahnen singend durch die Straßen zogen. Auch in dem reichen Fest- . Programme nahmen .die hebr. Schulkinder durch Spiele und Gesang in hebr. Sprache unter Leitung der hebr. Lehrerin Frl. Stein die erste Stelle ein. Der Reinertrag 140 K ist für die hier bestehende hebr. Bibliothek bestimmt. Andrychow. Sonntag, den 27. August veranstaltete die jüdische Jugend einen Vortragsabend •mit nachfolgendem Tanz. Dank den Bemühungen der Veranstalter war der Reinertrag des Festes ein überaus befriedigender. K 120.— wurden dem JNF. in -Aktien der PLDC. überwiesen, weitere K 120.— entfielen aut den hiesigen jüd. Frauen-' verein und Krankenverein. Czernowitz. Jubiläumsfest der „Hasmonaea“. Am 14. Juli 1. J. waren 20 Jahre seit der Gründung der jüd.-akad. Verbindung „Hasmonaea“ . verflossen, am 14. Juli 1891, wurde die erste .jüdischnationale akademische Korporation an der Gzernowitzer Universität ins Leben gerufen. Die .junge VerbindungJhatte.in den ersten Jahren ihres Bestandes unter mannigfachen Anfeindun- Tanz-Lehr-Institut JACQUES LÖW WIEN, II., Taboretrasse 20 a. •Geschlossene Lehrkurse für Erwachsene und Kinder P. T. Studierende und größere Korporationen genießen Ermäßigung. gen von nichtjüdischer, aber auch von jüdischer Seite zu leiden, aber schließlich rang sich die wackere Schar der Gründer nach kurzer Zeit zu allgemeiner Achtung und Anerkennung durch. Die Gründung der Verbindung .war für das Bukowinaer Judentum eine Kulturtat ersten Ranges. Die „Hasmonäa“ waren die ersten Pio- ,i .nire des jüd.-nati'pnalen und zionistischen .Ge-; dankens in diesem Lande, die Verbindung schifckte ’ himmer müde Sehdboten in das ganze Land, . und allerorten würden jüd-nat und zionistische : Vereinigungen inS Leben gerufen. Das Auftreten der „Hasirionäa“ wirkte namentlich1 auf die Studentenschaft der Czernowitzer Universität.. Im Laufe der Zeit tat sich eine jüd.-nat. akad/. Verbindung nach der anderen aut. Heute zählt .die Czernowitzer Universität fünf jüd.-nat. akad. Verbindungen, die zwar aut getrennte Wegen den gleichen jüdischen Idealen dienen. Die Feier des 20 jährigen Jubiläums hatte einen internen Charakter, indem an derselben nur die Mitglieder und die A. H. A. H. der Verbindung, sdwie die anderen befreundeten akad. Korporationen teilnahmen. Am 14. Juli fand eine festliche Auffahrt zur Universität statt.' Eine Deputation dankte dem Rektor für das der Verbindung seitens der Universitätsbehördeh stets bekundete Wohlwollen. Nach der Auffahrt vereinigte ein Festbankett im Garten des jüdischen Nationalhauses die Teilnehmer. Am 15. vorinittags fand ein Festkonvent statt, bei welchem der Senior der Verbindung iur. Ludwig K o m m e r einen fesselnden Rückblick aut die 20 jährige Geschichte der Verbindung warf. Abends fand ein Festkommers statt, an dem neben einem zahlreich erschienenen Publikum, Vertreter auswärtiger Verbindungen und viele alte Herren der „Hasmonäa“ teilnahmen. Die Festrede hielt stud. phil. P. Goldmann. Es sprachen noch die Delegierten der Ver- Verbindungen und die A. H. Dr. Bierer und Dr. Ebner. Zu Ehren der Verbindung hat die „Emunah“ in Lemberg, 10 Oelbäume gestiftet. Jüdisches Technikerheim in Brünn. Es gelangen für das kommende Schuljahr 12 Freiplätze zur Verleihung .Der Einreichungstermin endet am 18. September. Nähere Auskünfte sind beim Unterstützungs-Verein für mittellose jüdische Techniker in Brünn (Adresse: Franz Josefs techn. Hochschule) zu erfragen. Personalnachrichten. Die Hochzeitsfeier Unseres Gesinnungsgenossen. Josef T hie berge r mit Fräulein Antschi Steindl er findet "Sonntag; den 17. September um 4- Uhr nachmittags im Tempel, Wien, VIII., Neudeggergasse 12 statj, Ung. Brod. Hier starb am 3. August nach langjährigen Leiden Herr Hermann Löwy im Alter von 71 Jahren. Der Dahingeschiedene war in den Jahren 1883 bis 18S5 Bürgermeister und Kultusvorsteher in. seiner Vaterstadt und erfreute sich allgemeiner Sympathien. An der Bahre trauern die schwergebeugte Witwe und fünt Kinder, darunter unser Gg. Herr Dr. I s idor Löwy, Arzt in Lundenburg. Dr. David Schreiber bat seine Advokaturskanzlei in Lemberg, Brajerowskagasse Nr. 7 eröffnet. Briefkasten der Redaktion. N. Junger 167: Auskünfte erteilt das Palästinainformationsbureau in Wien, IX., Türkenstraße 9 . Bekanntmachung. Es wird hiermit bekanntgegeben, daß auch heuer in den Räumen des Jüdischen Nationalfonds an dein hohen Feiertagen Roschhaschonoh u.JomKippur ein Gottesdienst stattfinden wird. Anmeldungen für die Plätze nimmt Herr Sekretär W. Teitelbaum im Bureau IX. Türkenstrasse Nr. 9 entgegen, Die Gesinnungsgenossen werden ersucht, sich rechtzeitig Plätze zu sichern. Wohftätigheifsfoiteiie de» jüdischen Vereines „Einheit“. Dem jüdischen Verein .Einheit« zur Erhaltung jüdischer Volksspeisehallen wurde mit Erlaß des k. k. Finanzministeriums,. Z. ZI.145 ex . lälQhdie Bewilligung zur Veranstaltung einer Eüekten-Lotterie erteilt, deren Erträgnis zur Erhaltung der in Wien, II. Malzgasse 12, bereits bestehenden und zur Errichtung weiterer jüdischer Volksspeisehallen in Wien bestimmt ist Heute schm verabre.cbt der Verein „Einheit11 in seiner mit allen modernen hygienischen Einrichtungen ausgestatteten Speisehalle und den, den jüdischen Studenten zur Vei fügung stehenden eigenen Mensaräumen täglich durchschnittlich 1000—1400 Speiseportionen. Jeder Jude, in dem noch ein jüdisches Hers schlägt, in dem das alte jüdische Humanitätsgefühl nicht ausgestorben ist, und der Sinn hat für eine modem-soziale Fürsorge, wird dieses dem Gemeinwohl dienende Unternehmen durch Ankauf und Verbreitung der Lose fördern. Die ersten vier Haupttreffer im Werte von K 30.000, K 5000, * 3000 tt. £ 1000 können auf Wunsch des Gewinners in barem Geld» abgelöst Xwerden. Lose ä K 1 sind in allen Tabak-Trafiken und im Bureau der Lotterieverwaltung Wien, I. Wollzeile 44 zu haben. K. K. Patent Nr. 41589. Rettung für jeden Bruchleidenden. Wundervolles GesundheHshrncIiltaad zur radikalen Abhilfe neu erfundenes Bruchband, bei welchem die besonders geformte zweiteilige Pelotte die Bruchöffnung nicht eindrückt, mithin den Darm nur in seiner richtigen Lage erhält und keine innerliche Läsionen hervorruft, wie es bei den bisherigen Bruchbändern leider der Fall ist. 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