Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 5 (1911)
- Issue
- 29 (21.7.1911)
- Date
- 1911-07-21
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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— m & ■;!, .};! £ Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 29 werk, Handel, Taglöhnerdienst. Ausschließlich von der Chalükah ernähren sich nur 4200 Personen, d. h. etwa ein Zwölftel der jüdischen Einwohnerschaft. * Wohltätige Stiftungen der Familie Halpern in Kiew. Odessa. Anläßlich der Genesung des Herrn Moses Halpern .wurde von Herrn Halpern selbst und seinen Familienangehörigen eine Reihe wohltätiger Stiftungen in Kiew und in Palästina ins Leben gerufen. Herr Moses Halpern gründete ein groß angelegtes, den peinlichsten Forderungen der modernen Heilkunde und Hygiene entsprechendes Sanatorium für Lungenkranke. Sein Sohn Markus Halpern läßt im Anschluß an dieses Sanatorium e ine Heilanstalt für Nierenkranke errichten. In naher Zukunft soll auch das von der Familie Halpern gestiftete, für dreißig Zöglinge berechnete Waisenhaus eröffnet werden. Das Waisenhaus soll nach dem Muster der besten europäischen Anstalten dieser Art geleitet werden. Wie bereits gemeldet, hat die Familie Halpern aus demselben Anlaß auch' 30.000 Francs zur Errichtung von Wohnhäusern für jüdische Arbeiter in den palästinischen Kolonien gespendet. Anerkennenswertes Interesse für Palästina hat auch Herr Z. L. Rabbinersohh, iein Schwiegersohn Halperns bekundet, indem er 80.000 Francs zur Gründung einer Handwerkerschule in Jaffa spendete. Herr Rabbinersohn hat sich bereits behufs Verwirklichung dieses Planes mit dem Leiter des zionistischen Palästinaamtes, Herrn Dr. A. Ruppin, in Verbindung gesetzt Eine weitere Spende des Herrn Rabbinersohn wurde der Stadt Kiew zuteil. Zur Errichtung billiger Wohnungen in Kiew für Arbeiter und Handwerker, ohne Unterschied der Religion und Nationalität, spendete Herr Rabbinersohn 120.000 Rubel. Etwas merkwürdig erscheint es, daß ein so zielbewußter und national gesinnter Jude wie Herr Rabbinersohn in Rußland große Summen für Wohltätigkeitszwecke „ohne Unterschied der Religion“ stiftet . . .- Eine spaniolische 'Zeitung in Amerika. New York. Seit kurzem erscheint hier unter dem Titel „La America“ .(Oriental Spanish- Jewish-Journal) ein jüdisches Wochenblatt in spaniolischer Sprache. Die Zeitung, die von der Oriental Printing and Publishing Co. herausgegeben wird, bringt auch kurze Artikel-und Notizen ,im jüdisch-deutschen Jargon. Höchst interessant ist ein In der Feuilletonrubrik abgedruckies für die praktischen Bedürfnisse der in Amerika lebenden spaniolischen Juden berechnetes spaniolisch-englisch-deutschjüdisches Vokabular. Personalnachrichten. Artur Mannaberg und Frau erlauben sich, allen Freunden und Bekannten die £m iDon-i nerstag, den 20. Juli d. J., jum 9 Uhr vorm;., in Mährisch-Ostrau, Oberfeldgasse 9, stattfindende Brith’ Milah ihres Sohnes anzüzeigen. Zauchtel, im Juli 1911. * Herr J. U. C. Friedrich Steiner, Sohn des Herrn Ludwig Steiner aus Teplitz, wurde am 14. Juli d. J. im Festsaale der Wiener Universität zum Doktor der Rechte promoviert. Altbewährte NahrunglHJlliilllHI für gesunde u kranke Kinder sowie Magenleidende. Verhütet ubeseitigf Brechdurchfall. Diarrhoe. Darmkalarrh. Preis per Dose K 1.80,erhältlich in jeder Drog.u.Apotti Der neue aschkenasische Gemeindevorstand in Jerusalem. Jerusalem. Im 15. d. M. nahm das von den Angehörigen aller aschkenasiscfaen Gemeinden gewählte Kollegium der 80 Wahlmänner (vgl. Nr. 21 der „N. J. K.“) die Wahl des neuen Gemeindevorstandes, des sogenannten Waad- Hair, vor. Es wurden in geheimer Abstimmung 23 Männer aus den verschiedenen Landsmannschaften zu Mitgliedern des Waad-Hair gewählt. Unter der jüdischen Bevölkerung herrscht großer Jubel, daß diese seit langer Zeit schiebende Angelegenheit zur allgemeinen Zufriedenheit erledigt worden ist Man setzt in weiten Kreisen große Hoffnungen auf die Tätigkeit des neuen Waad, der berufen ist, der trostlosen Zerfahrenheit in den hiesigen Gemeindeverhältnissen ein Ende zu machen und insbesondere auch die Berufung eines Oberrabbiners der Astihkenasim in die Wege zu leiten. Die Oberrabbinerstelle ist bekanntlich seit dem Tode R. Samuel Salants unbesetzt * Die Wahlen in Bulgarien. Sofia. Am 19. Juni haben die Wahlen zur großen Sobranje stattgefunden. In Sofia wurde der jüdische Kandidat Apotheker Farchi mit großer Majorität gewählt Massenausweisung jüdischer Apotheker aus Kiew. Kiew. Das hiesige Gouvernementalamt erließ dieser -Tage eine Verfügung, wonach' sämtliche Apothekergehilfen und Provisoren, die nicht als Angestellte bestimmter Apotheken amtlich eingetragen sind, die Stadt verlassen müssen. Die Betroffenen rekurrierten an den Generalgouverneur, wurden aber auch' hier abschlägig besdhieden. Die Kiewer Polizei nimmt zurzeit den ausgewiesenen jüdischen Apothekern eine schriftliche Erklärung ab, derzufolge sie sich verpflichten, innerhalb acht Tage die Stadt freiwillig zu verlassen. Von der harten Maßregel werden zirka 1000 Personen betroffen. Viele der Ausgewiesenen besitzen in Kiew Drogerien und Apothekerwarengeschäfte, andere sind in solchen Geschäften angestellt. Die Lage der Ausgewiesenen ist eine geradezu verzweifelte. Vereinsnachrichten. Wien. Der hebräische Konversationsklub „I v r i a h“ läd seine Mitglieder zu der am Samstag, den i22. d. M. im Vereine Lese- und Redehalle (IX, Müllnergasse 35.) stattfindenden Sitzung ein. Referent Herr J.Rosenblatt aus Berlin über: „li Hs e r V erh a 1J e if'zu d e rA e b r äi sc'h'e n Konf eren z.“ Beginn 5 Uhr nachmittags. Gäste Willkommen. * Lundenburg. Ergebnis der Chärgenwahl der jüdisch-akad. Ferialverbindung „Hatikwah“: *(**F*) Robert Neumann, cand. ehern.-, **F* (***) Albert F 1 e i ß i g, cand. med, w Maximilian Altbach', stud. iur. * Nikolsburg. Die hiesigen jüdischen Hodhschüler haben 'sich zur jüd. akad. Ferialver-/ bindung „H ebronia" zusammengeschlossen. Farben: lila — weiß —- gold. Der Gründungsfestkommers findet Sonntag, den 23. Juli, statt. Liste der Überläufer. Vom 11. bis 18. Juli 1911. Mandl Eugen* 1887, Sarosd, Ung, ledig, Kommis, II, Ausstellungsstraße 43; Agular Margarethe, 1891, Wien, ledig, Manipulantin, VII, Sigmundsgasse 5; Schlesinger Alfred, 1882, Rumburg, ledig, Archivar, XX., Klosterneuburger( straße 30; Feinberg, Dr. Josef Viktor, 1884, Weidlingau-Hadersdorf, ledig, Bankbeamter, I, Herrengasse 2; Biach! Eduard, 1865, Brünn, Witwer, Je. k. Finanzwachoberaufseher, XIX, Zahnradbahnstraße 3; Günszberger Elenora, 1885, Fünfkirchen, ledig, Schneiderin, VIII., Lerchenfelderstraße 94; Sass Simon, 1890, Nowosielko (Galiz.), ledig, Handelsagent, XII, Franz Emeridi'gasse 3; Metzl Josef, 1876, Czabrendek (Ungarn), ledig, Reisender, XVI, Paletzgasse 12. Jerusalem, Dr. Ernst, 1884, Wien, ledig, VII, Siebensterngasse 33; Velkusz Irene, 1883, Großwardein, ledig, III, Baumgasse 54; Saxl Ernst, 1895, Wien, ledig, Realschüler, XV, Fünfhausgasse 5; Grünbaum Bodog, 1877, Wien, laut Zuschrift des Rabbinats Budapest; Lewy Valerie, 1909, Wien, laut Zuschrift der Kultusgemeinde Prag; Schwarz Rudolf, 1888, Wien,' laut Zuschrift der k. k. Bezirkshäuptmannschaft Göding. II. Jahrgang. Probenununern gratis, „HflIBRI“ unparteiische hebräische Wochenschrift für die gesamten Interessen der Juden, gehalten im Geiste der jüdischen Ueberlieferung und der nationalen Renaissance. Erscheint jeden Freitag unter Mitwirkung der ersten jüdischen Gelehrten und Schriftsteller, zeichnet sich (durch seinen eleganten und feinen Stil besonders ^us und ist in allen jüdischen Kreisen mit besonderer Sympathie begrüßt, worden. Abonnements-Preis: Jährlich: Mark 8.—, Fes. 10.—, St. 8.—, Rbl. 4.—, Dollar 2.—. Halbjährlich: Mark 4.—, Fcs. 5.—, St. 4.—, Rbl. 2.—, Dollar 1.— usw. Geldpnd Briefsendungen Sind zu adressieren j Redaktion „Haibri“, Herrn M. Berlin, Berlin N 24. Abonnements-Einladung. Die „Jüdische Zeitung“ kostet: vierteljährlich . . . . K 3.— halbjährlich ...... 5.— für 1 Jahr.. „ 10.— _DIe„JüdischeZeitung“ ist Organ de» „Jüdischen Nationalvereines für Österreich“ nntt der innerösterreichischen zionistischen Partei. Es ist Pflicht eines jeden Gesinnungsgenossen, die,, Jüdische Zeitung“ zn abonnieren nnd für ihre Verbreitnng unablässig tätig zu sein. Adressen von Personen, an die mit Aussicht auf Erfolg Probenummem gesendet werden können, sind stets erwünscht. 3ustP0-9mBFiGana Triest. 33 Ozeandampfer. 33 Ozeandampfer Regelmäßiger Passagier- und Warendiei;;-!; zwischen Triest und Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien, Nord-, Zentral- und Südamerika mit erstklassigen, neuerbauten Doppelschraubendamptern aut welchen Marconis drahtlose Telegraphenapparate eingerichtet sind. Nächste Abtahrt von Triest in den Passagierlinien: 24. Juni: Einschraubendampfer „Eugenie“ nach Patras, Palermo, Ärgier, Almeria. 29. Juni: Dampfer „Francesca“, Almeria, Las. Pataas, Rio de Janeiro, Santos, Montevideo.. I. /üli: Doppefschraubendampfer „Oceanfä“ nach Patras, Palermo, Algier, Almeria. 8. Juli: Doppefschraubendampfer .Martha Washington“ nach Patras, Palermo, Algier, Almeria. 20. Juli: Doppelschraubendampter „Laura“ Almena, Las Palmas, Rio de Janeiro, Santos,. Montevideo. 29. Juli: Doppelschraubendampter .Ärgentinä“ nacn "Patras, Palermo, Algier, Almeria. Auskünfte bei der Direktion in Triest, Via Molino Riccolo Nr. 2. — (Telegrammadresse Consulich, Triest), bei den Generalagenten Schenker & Co., Wien, I., Neuthorgasse Nr. 17, Passagebureau, Wien, II/,, Kaiser Josofstrasse 36, -I., Kärntnerring 7 und bei allen anderen Vertretern der Gesellschaft. Zivnostenskä banka Filiale Wien i. Heppengasse 12. 4 Aktienkapital und Reserven: K 95 Millionen. °LI Wechselstuben In Wien: I. Herreng. 12, 11. Praterstr. 24, VII. Mariahillerstr. 84, X. Favoritenstrasse 95, XVI. Neulerchenielderstrasse 41. ]Verzinsung^fl 1 0 EIN AGEN auf Büchel: EINLAGEN im Konto nach Vereinbarung. _ Zentrale in Prag, eegr. 1868. — Filialen: Brünn, Budweis, Iglau, Klattau, Krakau, Lemberg, Melnik, Olmütz, Mährisch-Ostrau, Pardubic, Pilse Pisen, k, Proßnitz. Reichenberg, Tabor, Triest. Q Kulante Besorgung aller Bankand Börsentransaktioneg gegen Bankschuld- Verschreibungen" 0