Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 5 (1911)
- Issue
- 13 (31.3.1911)
- Date
- 1911-03-31
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 13 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 7 Plenarversammlung des „Jüdischen Nationalvereines“. Mittwoch, den 5. April, 8 Uhr abends, findet im Cafe Marienbrücke, 1., Rotenturmstraße eine Plenarversammlung statt. Tagesordnung: Stellungnahme zu den letzten politischen Ereignissen. Mit Rücksicht auf die 'Dringlichkeit der Tagesordnung werden die p. t. Mitglieder dringendst ersucht, zuversichtlich vollzählig zu erscheinen. Der Vorstand. Eingesendet. Wohltätigkeitslotterie des Vereines „Einheit“. Die Lotterieverwaltung des jüdischen Vereines „Einheit“ hat bereiis mit der Ausgabe der Lose begonnen. Das große Interesse, welches dieser ausgesprochen jüdischen Lotterie besonders in der Provinz entgegengebracht wird, beweist, daß die Wichtigkeit der yom Vereine in Wien, ,11., Malzgasse 12, errichteten: jüdischen Volksspeisehalle in den weitesten Kreisen der österreichischen Judenschaft anerkannt wird. Der Ruf dieser jüdischen Volksspeisehalle, in welcher täglich 1200 bis 1500 Mahlzeiten an unbemittelte Juden gegen ein mäßiges Entgelt verabreicht werden, ist von den hunderten galizischen Schänkern, die - anläßlich der Schänkerdeputation in Wien in der Volksspeisehalle der ,,Einheit“ in mustergültiger Weise verköstigt wurden, auch in die Provinzstädte des Reiches getragen worden. Die vom Vereine „Einheit“ ausgegebenen Lose präsentieren sich auch äußerlich in ihrer Form sehr einladend. Man sieht in 3 Abbildungen die mit den modernsten Behelfen äusgestattete große Anstaltsküche, in der' Mitte die große, saubere Speisehalle selbst, in welcher Juden jeden Alters vergnügt ihre Mahlzeit einnehmen; rechts ist die Abbildung des separierten Saales sichtbar, den der Verein „Einheit“ den jüdischen Hochschülern als „Mensa academica judaica“ zur Verfügung gestellt hat. Besonders lobenswert ist die Einrichtung in der .Volksspeisehalle der „Einheit“, daß die jüdi- I sehen Festtage auch in der Feststellung des -Menus ohne erhebliche Erhöhung der billigen Preise zum Ausdrucke gelangen. So wird es an Sabbathen und Festtagen geübt und so hat die Vereinsleitung auch am letzten Purimtage die Gäste der Volksspeisehalle mit einer Purim-;sujJ.e überrascht, wie sie in manchem bürgerlichen Hause nicht würdevoller und reichlicher zu sehen war. Diese Rücksichtnahme auf jüdische Skte und Tradition macht die Volksspeisehalle der „Einheit“ so populär und förderungswürdig. Und für die Zwecke dieser. Speisehalle, welcher später noch andere in anderen Bezirken folgen sollen, ist das Reinerträgnis der Lotterie bestimmt. Abgesehen von dem humanitären Zweck, bietet aber der Spielplan der Lotterie auch bedeutende Gewinnstchancen. Der gesamte Wert der Treffer beträgt K 63.000, darunter 4 Haupttreffer von K 30.000, K 5000, K 2000 und K 1000, die auf Wunsch des Gewinners nach den üblichen Abzügen auch in barem Gelde ausbezahlt werden. Die Lose, zu K 1.— das Stück, sind im Lotteriebureau des jüdischen Vereines „Einheit“, I., Wollzeile 24 [Tel. 11.356], zu haben. Liste der Ueberläufer vom 21. bis 27 März. KUinmann Dr. Helene, 1884, Warzvce, ledig, XVI., Hasnerstr. 144. Kantor Marie, Wien, ledig, Kontoristin, 111., Matthäusgasse 6. Zweigenthal geb. Abeies Therese, 18S0, Wien, ger. getrennt, Geschäftsfrau, 1., Werdertorgasse 4. Guttmann Jakob recte Gyula, 1883, Szered [Ung.j, ledig, Zimmermaler, XVL, Thaliastr. 31. Brill Leonie, 1890, Wien, ledig, Manipulantin, III., Hohlweggasse 40. Löwy Isidor, 1880, Gmünd, ledig, Geschäftsdiener, II, Miesbachgasse 14. Frost Elisabeth, 1S91, Wien, ledig, Erzieherin, II., Novaragasse 36A. Grünwald Bertha, 18S5, Wien, ledig, Kontoristin, II., Springerg. 22. Reissmann Edmund, 1SS1, Wien, ledig, Hilfsarbeiter, XII., Bendlgasse 16. Mayer Margarethe, 1889, Wien, ledig, XVL, Grundsteing. 35. Kurzweil Jankel, 1SS3, lt. Zuschrift der Bezirkshauptmannschaft Brück a. Leitha. Jüdische Frauen! Kauft nur bei der Teppichniederlage Mariahitafr. 95. Kleinste Spe en im Hoflokal, daher 307« billigere Preise. Berufung auf dieses Blatt 5“/. Rabatt. (Frovinzversandt). Jüdisches Theater. Direktion M. Siegler. Hotel Stefanie,*“ II., Taborstraße Nr. 12, Freitag, 31., Samstag, 1. April, Sonntag, 2. April, gelangt zur Aufführung: „Blümale“, Operette von J. Latainer. Sonntag, nachmittag: „Ben Jakcjw“, Operette von J. Latainer. Montag, 3. April: „Der jüdische Hamlet“, von Zalatarowsky. Dienstag, 4. April: „Sulamith“, Operette von A. Goldfaden. Mittwoch, 5. April: „Chaim in Amerika“, von Rudolf Max. Donnerstag, 6. Apri : , Rabbi Joselman“, Operette von A. Goldfaden. In Vorbereitung: „Küsse Leinei“, von Goldfaden. „Der Bai Chulojm“,' von Itziksohn. LEBENSVERSICHER UNGS •' o o GESELLSCHAFT o o NIEDERLÄNDISCHE Wien, j., Asper^jTatz^^m eigenen Palais. — Versichertes Kapital ca. 380 Millionen. Reserven ca. 113 Millionen Kronen. NÄHERE AUSKÜNFTE erteilt: Sub-Direktion der „Niederländischen“ Lemberg* Szajnocha 3. — LÖbel Taubes. — Vertreter werden gesucht. Helming Nntionalfond - Kommissäre! Zu ( holhamond-Pessach r-ind überall die Büchsen zu leeren. Bestellet bei uns rechtzeitig Büchsen - Flugblätter, Empfangs- und Leerungshefte! Das NF-Hauptbüro hat ein Goldenbuch- Konto „Jeanette Herzl s. A.u eröffnet, das eine Kollektiveintragung darstellen und bis 1. X offen bleiben soll. Wer zumindest 120 K einzahlt, erhält eine Diplom-Abschrift. Zionisten, tuet Eure Pflicht! Die Landessammelstelle Wien. IX. Tiirkenätrasse 9. ES im es mm „Palästina“, Monatsschrift für die Erschließung Palästinas. Soeben erschienen: Nr. 3 vom 5. März 1911. Inhalt: Die archäologische Erforschung Palästinas. Von dipl. Ing. Ernst Hiller, . Berlin. Einiges über den Orangenbau und seine Kultur. Von S. Katzprovski, Jerusalem. Kleinsiedlungen in englischen Kolonien. jVom jüdischen Nationalfonds. Vom Bezalel. Die Tätigkeit der ICA in Palästina. Vorschläge zur Palästinaarbeit. Eine Jugendzeitschrift in Palästina. Die Auswanderung über Odessa im Jahre 1910. Bücherbesprechung. Palästinareise. — Redaktion und Administration und Versand: Wien, IX., Türkenstraße 9. Postsparkassenkonto 56.167. Bezugspreise: Per Jahr für Oesterreich-Ungarn K 3-k-, Deutschland M 3.—, übrige Länder Frs. 4. -Bei Abnahme von 50 Exemplaren K 2 oder M 2. Die Wunderblume Arumgg ü; coruntum i : aus Ostindien ist höchst interessant. Sie wachst und blüht ohne Erde und ohne Wasser, man braucht sie nur ins warme Zimmer zu stellen und in kurzer Zeit wird plötzlich eine bis 1 Meter hohe Blüte von wunderbarer Schönheit entwickelt. Jeder Blumenfreund wird entzückt davon sein. 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