Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 4 (1910)
- Issue
- 49 (9.12.1910)
- Date
- 1910-12-09
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2438141-2438273-2438323--2199-2441854- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG. Nr. 49 Von weiteren Beiträgen verdient die Schilderung, die Ahoroni von zwei zoologischen Expeditionen in das Wüstengebiet Syriens und an den Antiochiasec unternommen hat, .fachwissenschaftliches Interesse. Willkommen sind einige bibliographische Angaben D. Thomsons (sowie über populäre . Palästinaliteratur in Rußland von M. G.), der Abdruhk der„Erwerbsaussjchten“, Verzeichnisse sämtlicher jüdischer Kolonien sowie aller zionistischen Institutionen. Erwähnen wir auch die programmatischen Eingangsartikel von Dr. Os. Thon über die praktische Palästinaarbeit, und Ussischkins: „Palästina und andere Länder“. Die Ausstattung ist recht anziehend. In besonderem Maße gilt dies auch von einer sehr feinen Wiedergabe einiger Kolonien und Landschaften, zum Beispiel von Katra und Rischon und einigen Jordanstiramungen, dazu kommen Radierungen von Struck (Wadi-Chanin), Zeichnungen von Lilien (auch in besonderer Beilage) und Stark, Szenen aus Palästina, Schulen und Kindergärten, das neuerbaute Gymnasium und der Plan des Technikums. Literarisches ist nichts aufgenommen außer einer anmutigen Schilderung des Lebens in Tell- Awiw und einem Kapitel aus „Altneuland“. An unsere Abonnenten! Unsere Abonnenten, die mit dem Abonnement im Rückstände sind, werden dringend ersucht, die schuldenden Beträge sofort zu uberweisen. Die neu eintretenden Abonnenten werden aufmerksam gemacht, daß das Abonnement im Vorhinein zu bezahlen ist. Die Empfänger von Probenummern werden um gefl. Mitteilung ersucht, ob sie auf weitere Zusendung reflektieren. Vereinsu .V ersammlungs- Nachrichten. Voranzeigen. Wien. (Ball der „Lese- und Redehalle jüd. Hochschüler.) Das vorbereitende Komitee für die im Februar 1911 stattfindende Ballakademie hat sich bereits konstituiert. Es ist ihm gelungen, hervorragende Kunstkräfte Wiens dafür zu gewinnen, wodurch diese beliebte Veranstaltung, wie jedes Jahr, einen glänzenden Verlauf zu nehmen. verspricht Auskünfte werden im Vereinslokal bereitwilligst, täglich von 11—12 Uhr, erteilt. Das Komitee, IX., Porzellangasse 11. Wien. (.,Hasomir“, Verein zur Förderung jüdischer Literatur und Kunst) veranstaltet Montag, den 12. Dezember im „Jüdischen Theater“ (II.,Taborstraße 12),einen Theaterabend. Zur Aufführung gelangt „M u s c h i a c h s Zeiten“ von Schalom Asch. Vortrag des Schriftstellers J. A. Loubezky. Beginn 8 Uhr. Karten ä K 3.—, 2.—, 1.40 u. —.80, sind bei allen Ausschußmitgliedern und an der Kasse erhältlich. Anmeldungen als Mitglied des Vereines sind an Dr. B. Ostiller, II., Leopoldsgasse 56, zu richten. Wien. („Neß Zionah“.) Dienstag, den 13. Dezember a. c. findet kein Vortragsabend statt, da sich die Mitglieder korporativ bei der Veranstaltung des .Jüdischen Turnvereines in Favoriten“, Lichtbildervortrag über Palästina des Gg. Adolf Böhm, (Arbeiterheim, X., Laxenburgerstraße 8) einfinden werden. Wien. Dienstag, den 13. Dezember, 8 Uhr abends, veranstaltet der jüdische Turnverein Favoriten einen Vortragsabend mit Lichtbildern über „Palästina von heute“. Rererent: Herr Fabrikant Adolf Böhm. Ort: Gartensaal des Arbeiterheims, X., Laxenburgerstraße 8. (Station der Linien N, O, 67.) Regiebeitrag 50 h. Wien. Verein zionistischer Hochschüler „Th e odor Herzl“, VIII., Lenaugasse 7, T. 10. Seminarprogramm für diese Woche: Dienstag, den 13. Dezember, A. H. Dr. Ernst Müller, Palästina- Seminar. Freitag, den 16. Dezember: Ein Beitrag zur jüdisch-tschechischen Assimilationsbewegung, Referent Bb. Theodor Rieß. Samstag, den 17. Dezember: Grundlagen der Soziologi e, Referent Herr Dr. Paul W e i s e n g r ü n. Wien. (Akademischer Verein „Jüdische Kultur“.) Der akad. Verein „Jüdische Kultur“ in Wien veranstaltet am 15. Dezember 1. J. im Hörsaale 41 der philosophischen Fakultät einen Vortrag des bekannten Schriftstellers M a x i nr A n i n über „Die Ueberwindung des heutigen Judentums“. Beginn präzise 7 Uhr abends. Gäste herzlichst willkommen. Berichte. Wien. (AkademischerVerein „Jüdische Kultur“). Die Chargenwahlen für das laufende Wintersemester des Studienjahres 1910/11 ergaben folgendes Resultat: cand. ing. Michael' Hellmann X, cand. phil. Menasche Rath XXi cand. ing. Josef Klinger XXX- Wien. (Theologischer Verein.) Die Neuwahlen für das Wintersemester 1910/11 ergaben folgendes Resultat: Präsident: Ernst Deutsch; Vizepräsident: Bela Diamant; Kassier: Emil Friedmann; I. Schriftführer: Israel Kohn; II. Schriftführer: Hersch Andermann; N. F. K. Albert Weiner. Wien. („Esperanza“.) Ergebnis der Chargenwahlen pro Wintersemester 1910/11: cand.. jur. Sumbul Athias, Präses, cand. med. Nissim Testa, Vizepräses, stud. jur. Vita D. Kajon, I. Schriftführer, cand. med. Salomon Abrahamoff, II. Schriftführer, stud. med. Salomon Davidovitz, Kassier, stud. med. Isak Samokovlija, Bibliothekar. Czemowitz. Jüd. nat. akad. Verband „H a s m o n ä a“, Czemowitz. Die Chargenwahl für das XXXIX. Wintersemester ergab folgendes Resultat: cand. iur; Karl Josef Pächt X (Senior), cand. iur. Däv id Lunenfeld XX (Consemor), stud. iur. Ludwig Kommer XXX (Schriftführer). Gurahumora. (Verein „Jüdisches Schülerheim“.) Die Wahlen in der am 27. November 1. J. stattgefundenen Generalversammlung und in der daran sich anschließenden konstituierenden Ausschußsitzung ergaben folgendes Resultat: Ausschuß: Obmann: Advokat Dr. Ghomed, I. Obmahnstellverlreter: Prof. Dr. Schenker. II. Obmannstellverlreter: Stadtarzt Dr. Gartenlaub, Schriftführer: Prof. Pomeranz, Kassier: Gerichtskanzlist Lehr, ohne Funktion die Herren: Jonas Braun, Apotheker, Loebel, Hermann Noe, Chaim J. Schieber, Saul Schieber, Lehrer Singer und Menasche Sommer. Zu Ersatzmännern wurden gewählt die Herren Wolf Ellenbogen, Abraham Gelber, Isidor Schäfer, Meschulim Scharfstein, Martin Schneider und Antschel Steinhorn. Als Revisoren wurden die Herren Jakob Buchbinder und. Salomon Smiche bestellt.* - Stockerau. Sonntag, den 20. November, hielt im hiesigen „Zion“ Herr Dr. Hermann Löw aus Wien einen Vortrag über das Taufjudentum. Er besprach die Zusammenhänge der Nation und Religion, legte die Motive der Taufe dar und besprach die Abwehr. Als beste Abwehr erscheint dem Referenten nebst des gesellschaftlichen Boykotts des Täuflings, der als Deserteur zu behandeln sei, die Verbreitung des Wissens aus jüdischer Geschichte;* Man müsse damit schon bei den Kindern bfeginfftä, :da diekindliche'Seele am empfänglichsten sei. Aber auch der Erziehung der Mädchen in jüdischem Sinne müsse größere Aufmerksamkeit geschenkt werden. In der Debatte sprachen einige Vereinsmitglieder. In seinem Schlußworte polemisierte Dr. Löw mit den Orthodoxen, die für Zion beten, dafür,‘aber nichts tun. Er forderte zum Beitritt in den hiesigen „Zion“ auf. Der Eindruck des Vortrages waV ein nachhaltiger und haben wir neue Mitglieder geworben. AB01E1NTS-EEAD1G. Die „Jüdische Zeitung“ kostet: vierteljährlich . . . . K 3.— halbjährlich .... „ 5.— für 1 Jahr „ 10.— Es ist Pflicht eines jeden Gesinnungsgenossen die „Jüdische Zeitung“ zu abonnieren und für ihre Verbreitung unablässig tätig zu sein. Adressen von Personen, an die mit Aussicht auf Erfolg Probenummern gesendet werden können, sind stets erwünscht. Eingesendet. giit bic iiu'.tr bi der Sinbriä befhibliiten Criiticiitiimgen übernimmt isic Diebattieu feine SicrantWbvlunfl. Hohe Auszeichnung in Deutschland. Die Gesellschaft Nestle erhielt vor kurzem die offielle Mitteilung des Hofmarschallamtes in Potsdam, daß für die Kinder des deutschen Kronprinzen dasNestle’s che Kindermehl ärztlicherseits verordnet wuiwe und seitdem sehr gute Dienste leistet. Bekanntlich war Nestle’s Kindermehl auch bei den Kindern der spanischen und italienischen Königsiamiiie lange Zeit in Verwendung. Böhmische Industrialbank. Die Einlagen betrugen Ende November Kl53.004.230.92. Kalenderbeilage. Der heutigen Gesammtauflage unseres Blattes liegt der von dem Bankhause Eduard Urban, Brünn herausgegebene Veriosungskalender pro 1911 bei und empfehlen wir dieses sehr schön ausgestältete Büchlein der besonderen Aufmerksamkeit unserer verehrten Leser. Dasselbe enthält _ viele für jedermann wissenswerte Daten über die wichtigsten bankgeschäftlichen Zweige unter besonderer Hervorhebung der für Sparer nützlichen Momente. Das Bankhaus Eduard Urban besteht seit 1869 und erfreut sich durch die kulante Bedienung seiner Kunden des besten Rufes, so daß dasselbe dem P. T. Publikum für seine finanziellen Transaktionen bestens empfohlen werden kann. —sb HOCHAKTUELL! - Die ]^ationalitätenprobleme der Gegenwart. Eine staatsrechtlich-politische Studie von Maxim Anin. Preis .K 1.—, Porto 10 h. Zu beziehen durch: „Jüdische Zeitung“, Wien, lX/i Liechtensteinstraße 11. Nur gegen Voreinsendung.- Bücher des „Jüdischen Verlages“. Vertreter für Oesterreich: Wolf Teitelbaum, IX., Türkenstraße 9. Für Agitationszwecke sowie als Belehrungsmittel über das Wesen der jüdischen Renaissance eignen sich vorzüglich die bisher im „Jüdischen Verlage“ erschienenen Werke modern-jüdischen Inhaltes. Der neue Almanach 5670 der Vereinigung jüdischer Hochschüler aus Galizien „Bar-Kochba“ in Wien. Sehr schön ausgestattet (exkl. Porto).K 6.— Die Entdeckungsreise des Herrn Dr. Theodor Lessing zu. den Ostjuden . ... Ml.— exkl. Porto 10 h. Protokoll des IX. Zionistenkongresses. K 1‘50 (inkl. Porto). Herrn. Blumenthai, Der Weg der Jugend. (Ein Wiener Roman.) III. Teil: Jünglingsjahre. Brosch, anstatt K3.60 nur K 1.80 Gebunden anstatt K 4.80 . . . „ „ 3.30 exkl. Porto. Novitäten ferner: Körperliche Renaissance der Juden. Illustrierte Festschrift ....... K 1.20 Die Judenpogrome in Rußland. 2 Bände „ 9.60 Ausführlicher Katalog gratis. Ferner sind die im Jüdischen Verlag erschienenen Kunstblätter (Herzl- und Nordaubilder, Kunstblätter für das jüdische Haus in allen Formaten und Preislagen), sowie Ansichtskarten und jüdische Musikalien auf Lager. Ausführlicher Prospekt über jüdische Kunst gratis. Soeben erschienen: Die 2. bedeutend vergrößerte und verbesserte Auflage von Dr. Zollschans „Rassenproblem“. Von dem vorzüglichen Werke werden einige Exemplare an Gg. statt um K 7.20 um K 5.40 abgegeben. Zu beziehen durch W. Teitelbaum, IX., Türkenstraße 9. Sammelstelle für Oesterreich Wien IX., Türkenstrasse 9. Telephon 14.199. — Postspark.-Konto 100.208 Der JNF bezweckt, Palästina-Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes zu erwerben. Er beträgt schon 2,700.000 K. Die NF-Sammelstelle dient zugleich als österr. Zahlstelle für alle zionistischen Zwecke. Allgemeine Spenden. Juden gedenket bei jedem Anlaß des JNF. Wien IO Herr Baruch Kahane Frcs. 10.000 ä conto Frcs. 100.000. Bis nun wurden Frcs. 25.000 abgeführt 9500.— ^1771360