Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 4 (1910)
- Issue
- 46 (18.11.1910)
- Date
- 1910-11-18
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Ne. .4fr Seife?,J. geben-wlti gut y&tafeiieteai.und,-fftßi§pf9rt»ge; &fes ilecftiing passenden Böden1; in 'Par.celfenLyanG jeder1. gewün^cHteä^G^ölle^z^-lyiüfen.^BisfiefjWap^sejßst de^^mUtllten jüäe'r[;:sebr'sctvwef,",^sfedfun|s-j fähiges;Uand;jn Palästina izu erwertjen, ^ejt;j{fe,der Regel/nur ganzngroße;; den Bedarf-: des.Einzelnen Weit ' übersteigeirdb' Grundstücke' zu'-kaufen - und Ijfgßft ini.eineni..3.o/r niedrigen Kulturzustgncje... §intJ, daß}- sie ohne vorherige Ameliorationen niclu besiedelt werden, könneh. Die P. L. D C. will jedem Käufer seine Parzellen so übergeben, daß er sie mit europäischen Geräten sofort bearbeiten kann, daß er Wegeverbindung und Wasser vorfindet. Wer in sich die Kraft und Fähigkeit fühlt, auf diesem Boden Ackerbau, d. h. Getreidebau zu treiben und sein eigenes Geld dafür wagen will, mag es tun;, allen denen aber, die sich nicht diese Kraft Zutrauen, bietet die P.-L. D. C. zugleich mit dem Boden einen Pfianzungskontrakt an, durch den sie sich verpflichtet, auf dem Boden für Rechnung des Käufers eine Baumpflanzung anzulegen Und bis zur Fruchttragung zu pflegen. Auf diese Weise kann der Käufer in Europa so lange seinem Berufe nachgehen, bis seine Pflanzung in Palästina Frucht trägt und ihm eine sichere Existenz gewährleistet. Die P. L. D. C. wird insbesondere versuchen, größere Gruppen von solchen Pflanzungsbauern in den jüdischen Zentren Osteuropas zu organisieren und aus diesen Gruppen ganze Kolonien in Palästina zu bilden. Die P. L. D. C. wendet weiterhin ihre Aufmerksamkeit. den Arbeitern zu. Nicht allein, daß sie landwirtschaftliche Großbetriebe teils als Selbstzweck, teils als Zwischenbetriebe für die Zwecke der Parzellierung und Ameliorierung einrichten und auf ihnen jüdischen Arbeitern Gelegenheit zur Ausbildung und Arbeit geben will, sie will auch durch eine Gewinnbeteiligung der Arbeiter, die dasAequivalent einer erhöhten Inanspruchnahme der Arbeitskraft der Arbeiter sein soll, den Arbeitern die Möglichkeit geben, Ersparnisse zu machen, aus denensie sich ein Häuschen erbauen und etwas Gemüsebau, Geflügelzucht oder Milchwirtschaft treiben können. Die Arbeiter werden auch nachdem für eine Reihe von Jahren ihren Hauptverdienst noch aus der Lohnarbeit ziehen müssen,, aber sie haben doch durch das eigene Häuschen und die eigene kleine Wirtschaft die Möglichkeit, zu heiraten und sich mit der Frau in die Pflege der. eigenen Wirtschaft zu teile.n. Die bescheidene, aber sichere Existenz, die sie hierdurch haben, würde aus ihnen bodenständige, zufriedene Menschen machen und gewiß für viele kräftige junge Leute in Osteuropa verlockend genug sein, um sie nach Palästina zu ziehen. Wenn es der P. ,L. D. C. gelingen würde, den Pflanzungsbau für Rechnung osteuropäischer Auftraggeber und den Betrieb von Gutswirlschaften in großem Umfange aufzunehmen, würde es verhältnismäßig leicht sein, noch ein anderes jüdisches Bevölkerungselement für die Landwirtschaft zu gewinnen, nämlich die orientalischen Juden, d. h. die Juden aus Jemen, Urfa, Aleppo und Marokko. Sie könnten neben dem osteuropäischen Arbeiter in den landwirtschaftlichen Betrieben der P. L D. C. Beschäftigung finden und würden in vielen Fällen die Beschäftigung jüdischer Arbeiter überhaupt erst möglich machen, weil nur sie mit ihren geringen Bedürfnissen die Konkurrenz mit dem nichtjüdischen Arbeiter aushalten. Der osteuropäische Arbeiter ist dieser Konkurrenz nicht gewachsen, soweit rein manuelle Arbeit in Betracht kommt, und kann sich nur da behaupten, wo die Arbeit an den Verstand und die Zuverlässigkeit des Arbeiters höhere Ansprüche stellt. Die P. L. D. C. ist durch ihre eben skizzierten Ziele ein wichtiges, vielleicht das wichtigste Glied in der Aufgabe, die Juden in der Landwirtschaft heimisch zu machen. Hoffentlich findet sie mit dem wachsenden Verständnis für ihre Ziele auch die großen Mittel, die für ihre Arbeit erforderlich sind. HOCHAKTUELL! ^iatiötiäiit^tMpröbletnei Maxim Anin, Preis K 1.—, Porto 10 h. ■ Zu beziehen durch: „Jüdische Zeitung“, Wien, IX/i Liechtensteinstraße 11. ■ Nur gegen Voreinsendung. —: V ereinsu . V ersammltings- Nachrichten. Voranzeigen. Wien. Die Vereinigung jüdischer Hochschüler aus Galizien „Bar-Kochba“ veranstaltet am 23. November, um 8 Uhr abends, im Saale des Hotel Post, Wien, I. Fleischmarkt, eine Versammlung mit der Tagesordnung: Die allgemeine Volks- Zahlung und die jiidische Studentenschaft. Referent: S. Kaplansky- Kaplan. Für die jüdische Studentenschaft besteht in Anbetracht der Aktualität und Wichtigkeit der Frage die Pflicht sich vollzählig einzufinden. Damit die Kundgebung würdig ausfalle, fehle keiner, dem die jüdische Sache :am Herzen liegt! Wien. Der zionistische Mädchenverein „Moria“ veranstaltet Sonntag, den 20.d. um 5 Uhr im Kongreßbureau, IX. Türkenstraße 9, einen Vortragsnachmittag. Regiebeitrag 50 h Gäste, Damen und Herren, herzlich willkommen. Wien. 'Verband der jüdischnationalen Finken an den Wiener Hochschulen!) Der Ausschuß bringt hiemit zur Kenntnis, daß die IV. ord. Generalversammlung Samstag, den 19. November 1910,7'/* Uhr abends, im Saate des Zentralvereines, IX. Türkenstraße stattfindet. Alle Gg. Finken werden zur Teilnahme an der Versammlung aufgefordert, da wichtige Fragen zur Sprache kommen sollen. Der Ausschuß teilt ferner mit,' daß die Fechtsektion auch in diesem Semester wieder eingerichtet wird und ersucht um umgehende Anmeldung der Interessen. Zuschriften und Anfragen sind derzeit an die Adressen der Herrn cand. phil. A. Engländer, II. Schwarzingergasse 8, dz. Vizepräs. und cand. iur F. Wessely, 11. Darwingasse 27, zu richten. Wien. (V o r tr a g D r. Z o 11 s c h a n.) Einer Einladung der Oest.-isr.. Union folgend, hält Dr. Z o 11 s c h a n Samstag, den 26. d. M., *8 Uhr abends im Festsaal des niederösterr. Gewerbevereins Wien, I. Eschenbachgasse 11, über „Taufe, Rasse, Zukunft“. Zeitliches Erscheinen ist bei der Kleinheit des Saales angezeigt. Wien. (Vereinigung zionistischer Hochschüler „Judaea“, Wien, I. Universität.) Die Chargenwahl für das Wintersemester 1910/11, JUC. Benjamin Ropp, Präses, jur. Moriz Kaufmann, Vizepräses, JUC. Ignaz Czuczka, Schriftführer, MUC. Oskar K r i v a c e k, Kassier und Bibliothekar. Wien. (Jüdischer Handlungsgehilfen-Verband „Achwahu.) II., Taborstraße 20 (Souterrain). Samstag, den 19. d. M., 8 Uhr abends, Vortrag des Herrn Dr. Leopold P1 a s c hk e s: „Einführung in die N a t i o n a 1 ö k o n o m i e.“ Mittwoch, den 23. d. M., 8 Uhr abends, Vortrag des Herrn Dr. K. Kupfer: Geschichte der Juden in Oesterreich. (Gäste, Damen und Herren willkommen.) Der Unterricht in Hebräisch für Anfänger (Berlitz-Methode) beginnt am 29. November, halb 9 Uhr abends. Wien. (Jüdischer Turnverein in Fünfhaus.) Samstag, den 26. November 1910, 8 Uhr abends, in der Turnhalle, Wien, XV., Herklotzgasse 21, zwei Vorträge: 1.Warum sind wir jüdische Turner?Vortragender: Herr Dr. Arthur Mahler, Reichratsabgeordneter. 2. Der gesundheitliche Wert des Turnens. Vortragender: Herr Dr. Max Jerusalem. Eintritt frei. Wien. Verein zionistischer Hochschüler „Theodor Herzl“. Das Seminarprogramm für diese Woche lautet: Freitag, den 18. November, Alt- und Neuj üdisch e Literatur, Referent Herr iur. Abraham Juris. Samstag, den 19. November, Plenarversammlung. Dienstag, den 22. November. Hebr. .Kurs, II. B i,he 1 ehrest o m a ■ Eeitdr//Ä.^Hr; Dr. ■'RfefWüiler. Mittwoch;: dea23. November; J ü tfcrac ft.e L i.fecä t u r, IV.. N aum bt er g-(L e k fett re),; Referent, Bbvfjieg-? fried Sctynitz, - Freitag, den, 25.. November,rjejb r. Kurs TL'für Anf änger," Leitet; Herr ’rtiedl; Rosenbaum. Samstag,- den 26.'November; Geschichte Palästinas wätorenid cke;r iD-ias^ spara, Referent, Btfe.iur. ArnoltLFriedmann........... Wien. Akademischer Verein Jüdische Kultur“ inf Wien." Die jüdischen Sprachkurse "(ostjtfdfsche' Volkssprache) beginnen Mittwoch, den 23. November 1910, im Vereinslokale (II., Blumauergasse20/8)'. I. Kurs: Jüdisch Lesen und Schreiben, Lektüre kleinerer Werke. II. Kurs: Grammatik und Etymologie, Lektüre größerer Werke und Literaturgeschichte. Die Kurse sind unentgeltlich und werden zweimal wöchentlich abgehalten. Anmeldungen sind mündlich oder schriftlich bis zum 23. d. M. an die Vereinsadresse zu richten. Wien. „H a s o m i r“, Verein zur Förderung jüdischer Literatur und Kunst. Die nächste Gesangsprobe findet Mittwoch, den 23. d. M., halb 8 Uhr abends, im Ca.e „Dohan“, 11., Untere Augartenstraße 26, statt. Jene Damen und Herren, die der Gesangsektion beitreten wollen, werden zu dieser Probe höflichst eingeladen. Montag, den 21. d. M., veranstaltet der „Hasomir“ im jüdischen Theater, II., Taborstraße 12, einen Theaterabend. Zur Aufführung gelangt „M u s c h i a c h s Zeiten“ von Schalom Asch. Eingeleitet wird der Abend durch einen vom Vereinsobmanne, Schriftsteller J. A. Loubetzky gehaltenen Vortrag sowie vom „Hasomirchor“ zum Vortrage gebrachte Lieder., Karten ä 4, 3, 2 und 1 K sind bei allen Ausschußmitgliedern und an der Kassa erhältlich. Die Mitglieder, die auf Karten für diesen Abend reflektieren, wollen dies freundlichst auf die Adresse: Ing. Bruno Meisner, II., Negerlegrsse 1/9, rechtzeitig anzeigen. Beginn des Abends präzise 8 Uhr. Wien. Vereinigung Zionistischer Handelsakademie-Absolventen „Neure j e h ud a“. Die in der konstituierenden Versammlung vom 8. d. M. stattgehabte Ausschußwahl für das Wintersemester 1910/11 ergab folgendes Resultat: Edgar Bing, Präses, Moriz Finzi, Vize-Präses, Robert Weinberger, Schriftführer, Hans Perutz, Kassier, Erwin Bierer, Bibliothekar. Das Vereinslokal befindet sich IX., Servitengasse 10. Gleichzeitig werden hiemit alle 1. Gg. Gg. zu der am Sonntag, den 20. d. M., stattfindenden Eröffnungsfeier herzlichst eingeladen. Dienstag, den 22. d. M., beginnt der von Bb. Brüll geleitete Kurs über Palästiriageographie- und Kunde und Freitag, den 25. d. M., der von Bb. Oesterreicher geleitete Kurs über Jüdische Geschichte, womit die Vereinigung ihre Tätigkeit beginnt. * * * Berichte. Wien. Die Verbindungsbude der akademischen Verbindung „Kadi mah“ befindet sich ab 10. November 1910, Wien, I., Wiesingerstraße 3. Wien. (Chejruth.) Vereinigung poale-zionistischer Hochschüler, Wien. Wir teilen hiedurch mit, daß in unserer letzten Generalversammlung folgender Ausschuß gewählt wurde. Samuel Bieter, stud. techn., Obmann, Lazar Zeisler, stud. ing., Vizeobr mann, Moses Thau, stud. ing., Schriftführer, S. Saphin, stud. med. vet., Kassier und M. Kohn, stud. phil. Die Versammlungen und Vorträge finden jeden Freitag, 7 Uhr abends, im Cafe Stefanie, II., Stefaniestraße 2, statt. Sämtliche poale-zionistisch Hochschüler Wiens werden zum Beitritt aufgefordert. Wien. „Bar-Kochba“, VIII., Langegasse 5—7. Samstag, am 5. November l.J. fand ein Vortrag des Bb. Schmorak über „Die Grundlagen der Nationalökonomie“, am 12. November des Bb. Waldmann über .Jüdische Briefe vom Jahre 1618“ statt. Samstag, den 19. November wird H. Maxim Anin um halb 8 Uhr abends über „Klasse und Nation“ vortragen. Gäste willkommen. Wien. Jüd. akad. Vereinigung für hebräische Sprache und Kultur, „Hatchyah“. Die Wahlen für das Wintersemester 1910/11 ergaben folgendes Resultat: U. M. C. Abraham Schönbaum, Nassi, iur. Zwi Diesendruck, Sgan, phil. Ephraim Sonnenschein, Maskir. Adresse der Vereinigung „Hatchyah“ per Zwi Diesendruck, iur., II., Unt. Augartenstr. 25/19. Wien. Hebräische Studentenkurse. Die von der „Hatchyah“ gegründeten hebräischen Sprachkurse für Hochschüler und Mittelschüler (Anfänger wie auch Vorgeschrittene) werden am 1. Dezember d. J. eröffnet. Die Anmeldungen zur Teilnahme an den genannten Kursen werden nur bis zu dieser Frist entgegengenommen. Es wird gleichzeitig bekanntgegeben, daß für hebräischen Einzelunterricht von der „Hatchyah“ bewährte Lehrer anempfohlen werden. Zuschrift an Lewi, Dichter, cand. phil., II., Schreigasse 4/16, Naphtali Siegmänn, med., IX., Brünnlgasse 7 14. Einlagen auf Büchel 4% An- und Verkauf von Wertpapieren. Börsenordres. Darlehen auf Wertpapiere. Wechsel-Eskompte. Versicherung gegen Kursverlust. Safes der besten Konstruktion. WIENER FILIALE DER 2IVN0STENSXÄ BANKA PRO ÖECHY A MORAVU .WIEN, I., HERRENGASSE Nr. 12. 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