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Jüdische Zeitung · 1910-01-07 · 1 (7.1.1910) · p. Seite 8

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
4 (1910)
Issue
1 (7.1.1910)
Date
1910-01-07
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 JÜDISCHE ZEITUNG. Nr. 1 eines eigenen Sportplatzes steht im Mittelpunt der Verhandlungen; dieser schöne Plan dürfte aber infolge unserer vorläufig nicht zulangenden Mittel erst nächstes Jahr verwirklicht werden. Mehrere erstklassige Trainer und tüchtige Spieler, die wir bereits gewonnen haben, lassen unsere Fußballmannschaft eine glänzende Frühlingssaison Voraussagen. Beitritttserklärungen sind an unseren Sekretär S. Weinberger,Beamter, II.Rembrandtstraße 19, zu richten. Monatsbeitrag 1 K. An unsere Leser! Die „Jüdische Zeitung“ beginnt mit dieser Nummer ihren IV. Jahrgang. Sie hat durch ihr unerschrockenes Eintreten für die Anerkennung der jüdischen Nationalität in Oesterreich, durch ihren modernen, gesunden nationaljüdischen Geist und durch ihre zionistische Tendenz immer weitere Verbreitung gefunden. Die „Jüdische Zeitung“ ist durch diese günstige Entwicklung in der Lage, ihren Inhalt immer reichhaltiger und mannigfaltiger zu gestalten. Die besten Federn der bewußtjüdischen Publizistik arbeiten an ihr mit Sie muß aber auch von ihrem Leserkreise erwarten, daß er für das berufenste nationaljüdische Organ eifrig tätig ist und ersucht ihre Abonnenten, auch weiterhin, wie bisher, für die weiteste Verbreitung der „Jüdischen Zeitung“ Sorge zu tragen. Liste der Ueberläufer. (Vom 22. Dezember 1909 bis 7. Jänner 1910.) Johanna Glückselig, 1887, Wiedenutz, ledig, XVI. Neulerchenfelderstraße 27. Edmund Pollak, 1853, Jägemdorf (Schlesien), III. Münzgas se 1. Alfred Grünhut, 1859, Brünn, ledig, Kaufmann, VIII. Florianigasse 5 a. Adelheid Leitner, 1879, Wien, ledig, Hilfsarbeiterin, V. Schwarzhorngasse 5. Armin Tyroler, 1873, Turocz-St. Marton, verh., k. u. k. Hofmusiker, IX. Hebragasse 7. Jakob Berger, 1883, Lopenik, ledig, H.lfsarbeiter, III. Schimmelgasse 17. Dr. Jacques Fischer, 1879. Wien, verh., Kommissär der k. k. Staatsbahn, II. Valeriestraße 86. Stefanie König, 1888, Brünn, ledig, Private, I. Hohenstaufengasse 12. Bernhard Stein, 1877, Wien, ledig, Ingenieur, Krumau. Richard Nettei, 1894. Wien, Wr.-Neustadt. Josef Steiner, 1878, Wien, Misslitz (Mähren). Johanna Reich-Fischer, 1884, Wien, ledig, Privatlehrerin, IV. Margarethenstraße 47. Hermine, geb. Winkler, Tyroler, 1868, Wien, verh., Hofmusikersgattin, IX. Hebragasse 7. Laura Bodenstein, 1890, Wien, ledig, Komptoiristin, II. Obere Donaustraße 53. Friederike Marianne, geb. König, Zerkowitz, 1883, Brünn, ger. gesch., Private, I. Hohenstaufengasse 12. Friedrich Adler, 1895, Wien, ledig, Gymnasiast, XII. Dörfelstraße 12. V ereinsu .V ersatnmlungs- Nachrichten. Voranzeigen. Wien. Jüdische Toynbee-Halle, XX., Othmargasse 46. Beginn der Vorträge: An Wochentagen '/i8 Uhr, Samstag, sowie an Sonn- und Feiertagen 7 Uhr abends. Eintritt frei für jeden Erwachsenen. Vortrags-Programm für die Zeit vom 8. Jänner bis 14. Jänner 1910: Samstag, 8. Konzert, Quartett Zemer. Sonntag, 9. Thema Vorbehalten. Univ. Prof. Dr. Leon Kellner. Montag, 10. „Die hebräische Sprache.“ Lehrer H. Löw-Vogel. Dienstag, 11. „Pariser Liebenswürdigkeiten“, mit Lichtbildern. Lehrer J. Faltitschek. Mittwoch 12. „Ueber das Kartell- und Trustwesen“. Export Akad. Oskar Fischer. Donnerstag 13. Ibsen als Erzieher. Zyklus II. Bibliothekar Dr. Bernhard Münz. Freitag 14. Bibelvortrag. Wien. (Ersterzionistisch er Frauenverein.) Dienstag, den 18. Jänner d. J. findet im Saale des wissenschaftlichen Klubs, I., Eschenbachgasse 9, ein Vortrag des Herrn Prof. Leon Kellner statt. Thema Vorbehalten. Anfang präzise ‘/-8 Uhr abends. Gäste herzlich willkommen. Wien. „Ness Zionah“ Dienstag den 11 .Jänner a. c. findet im Klublokal „Cafe Mocca“, I. Schottenring 12, 8 Uhr abends, ein Vortrag des Herrn Moriz Frühling über Jüdisches Soldatenleben statt Die Gg. werden ersucht pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Gäste herzlich willkommen. Wien. Der Verein „Achwah“ veranstaltet am Sonntag den 23. Jänner 1910, vormittags 10 Uhr, in seinem Lokale, II., Floßgasse 9, eine außerordentliche Generalversammlung mit folgender Tagesordnung: Ersatzwahlen in den Vorstand. Aenderung der Statuten. Eventualia. DerVorstand. Wien. (Vortrag aus jüdischer Gesch i ch t e, L i t e ra t ur u n d K u 1 tu r.) Donnerstag, den 13. Jänner 1910, präz. Uhr abends, findet im Festsaale des Ingenieur- und Architektenvereines, I. Eschenbachgasse 9, ein Vortrag des Herrn Dr. Armin Abeies statt. Thema: „Das volkstümliche Vortragswesen im Judentum“. Eintritt frei, ohne Karten. Wien. „Zephirah“. Wie im vorigen Jahre werden auch heuer allwöchentlich und zwar jeden Donnerstag, 7 Uhr abends, Vorträge aus dem Gebiete des Zionismus sowie der jüdischen Geschichte, Literatur und Kunst stattfinden. Bisher haben sich folgende Referenten gemeldet: 13. Jänner: M. U. C. Emil Gahlberg, „Judenlieder“. 20. Jänner: stud. phil. Paul Berger, „Zionismus, Poale-Zionismus und Sozialdemokratie“. . 27. Jänner: J. U. C. Walther Baß, „Zionismus und Itoismus“, 3. Februar: stud. phil. Arthur Wachsberger, „Ergebnisse des IX. Kongresses“. 10. Februar: J. U. C. Josef Rufeisen, „Jüdische Organisationsfragen“. 17. Februar: stud. ing. Arthur Löwinger, „Zionistische Probleme“. Die Vorträge finden auf der Bude (IX., Porzellangasse 7 b, Telephon 20.031) statt. Budenstunden täglich von 6 bis 8 Uhr. Gäste willkommen. Wien. Die Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler hat eine Fechtsektion gegründet, welche an den Fechtübungen des jüdischnationalen Finkenverbandes an den Wiener Hochschulen teilnehmen wird. Die erste Zusammenkunft findet Mittwoch, den 5. Jänner im Fechtlokale IX., Servitengasse 5 Souterrain, statt. Wien. Allgemeiner jüdischer Arbeiterverein. Samstag den 8. Jänner, um '/j 9 Uhr abends, ordentliche Generalversammlung. Mit Rücksicht auf die besondere Dringlichkeit wäre Erscheinen sämtlicher Parteigenossen sehr erwünscht. Die Generalversammlung findet im Cafe Stephanie, II. Stephaniestraße 2, statt. Wien. (Hebräischer Konversationsklub „Ibriah“.) Samstag, den 8.Jänner 1910findet im Cafe Brammer, IX., Liechtensteinstraße 1, ein Vortrag des Herrn Kongreßdelegierten Dr. Chaim Tartakower über das Thema: „Die hebräische Kulturkonferenz“ statt. Anfang präzise l'h Uhr abends. Gäste herziichst willkommen. Wien. (Humanitärer Geselligkeitsverein „Benei Zion“ Wien, zur Bekleidung armer Schulkinder des II. und XX. Bezirke^.) Samstag, den 8 Jänner 1910 findet im Saal „zum goldenen Widder“, II., Taborstraße 36, ein Unterhaltungsabend statt unter gefälliger Mitwirkung der Herren Kantor Josef Grob (Gesang), Dr. Fritz Löhner (Beda) (Vorlesung eig. Dichtungen), Josef Nikolaus Fischoff v. Schechnitz (Violine), des Frl. Martha Läufer (Klavier), der Geschwister Willy von Moulinrouge und anderer beliebter Kunstkräfte nebst Aufführung des Lustspiels „Ich habe keine Zeit“ von Labiche. Regie: Herr Wilhelm Figdor. Nach Schluß der Vorstellung Tanzkränzchen. Damen-Schönheitskonkurrenz (drei wertvolle Preise). Juxbazar. Beginn 8 Uhr abends. Regiebeitrag für Mitglieder 30 Heller, für Nichtmitglieder im Vorverkauf 60 Heller, an der Kassa 80 Heller. Eintrittskarten sind im Vorverkaufe zu haben: I. Bezirk: „Cafe zur Börse“, Wipplingerstraße 35; II. Bezirk: „Cafe Stefanie“, Stefaniestraße Nr. 2, Schnipper, Friseur, Große Pfarrgasse 3, Tabaktrafik, Obere Donaustraße 45a, Restaurant „Gold. Widder“, Taborstraße 36, Wolfensohn, Graveur, Kleine Sperlgasse 3; IX. Bgzirk: Cafe Brammer, Liechtensteinstraße 1, Cafe Jägerhof, Porzellangasse Nr. 22; XX. Bezirk: „Cafe Neptun, Mathildenplatz 7. Wien. (Verein der jüdisehen Handels¬ und Privatangestellten „Achwah“ in Wien.) Die konstituierende Versammlung des Vereines findet Montag, den 10. d. M., 8 Uhr abds. im Souterrainlokale des Cafe Dohan, II., Untere Augartenstraße 26, statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Gründungskomitees. 2. Referat des Kollegen Weinberger über den „Zweck des Vereines“. 3. Wahlen in die Vereinsleitung. 4. Referat des Kollegen Grünwald über „Organisation und Agitation“. 5. Eventuelles. Wir hoffen, daß jeder national gesinnte jüdischeAngestellte zu dieser Versammlung kommt Gäste (Damen und Herren) willkommen. Wien. Das Vorkränzchen zur Ballakademie der Lese- und Redehalle jüd. Hochschüler findet am 11. Januar im Hotel „Post“ statt. Beginn präzise 8'/* Uhr abends. Die Vorarbeiten zur Baliakademie, an der hervorragende Künstler teilnehmen werden, sind bereits abgeschlossen. Der Kartenverkauf beginnt Mittwoch, den 12. Jänner im Lokale der Lesehalle täglich von 10 bis 12 Uhr vormittags und 5 bis 7 Uhr nachmittags. Einladungen zu der am 25. Jänner stattfindenden Ballakademie gelangen in den nächsten Tagen zur Versendung. Wien. Der Verein zionistischer Hochschüler „Theodor HerzI“ veranstaltet Sonntag den 23. d. M. im Kursalon einen jüdisch-literarischen Abend Die Veranstaltung, deren Zweck es ist, ein Bild jüdisch-literarischen Schaffens im Osten und Westen zu geben, hat folgendes im Programm: Ein Vortrag über das jüdische Kulturproblem von M a r t i n ■ B u b e r (Berlin), Vorlesung Jacob Wassermann: Gedruckte und ungedruckte Dichtungen, Rezitation ostjüdischer Dichter: k. k. HofburgschaüSpieler Konrad Löwe. Der Kartenverkauf hat bereits begonnen. Karten zu 10, 6, 4, 3, 2.50 und 2 K sind zu beziehen durch Guttmanns Hofmusikalienhandlung und durch den Verein, VIII. Alserstraße 7, täglich von 7—9 Uhr abends. Eventuelle Anfragen sind zu richten an die Adresse: F. Sternberg, IX. Mariannengasse 2,. Tür 6. Berichte. Wien. Die jüdisch-akademische Verbindung „Ivria“ teilt ihren Bb. Bb., Gesinnungsgenossen und Freunden mit, daß sie das Cafe Maria Theresia (I., Hohenstaufengasse, Telephon 15664) als Couleurcafe gewählt hat. Wien. Wie alljährlich fand auch heuer eine Makkabäerfeier Wiener zionistischer Mittelschüler (Chewra) statt. Das Publikum füllte den Saal bis auf das letzte Plätzchen. Die Ausführungen des jungen Festredners Herrn Korn fanden slürmischen Beifall. Seinen Ausführungen folgte ein überausreiches Programm. Die Ansprache des Gg. Herrn Dr. Hugo Zuckermann beschloß die erhebende Feier, die dem J. N. F., wie der Zeitschrift „Unserer Hoffnung“ eine große Spende brachte. Wien. Am 14. Dezember fand vor einem: distinguierten Publikum die überaus gelungene Chanukah-Feier des theologischen Vereines der Hörer an der isr. theol. Lehranstalt in Wien statt. Auf die mit großem Beifall aufgenommene Eröffnungsrede des Präsidenten Dr. M. H a 1 b e r s t a m folgte die deutsche Festrede des Herrn stud. phil. Isidor Kohn, die durch reichen Beifall belohnt wurde. Ebenso erntete die in klassischem Hebräisch gehaltene Festrede des Herrn stud. phil. Abr. Kristianpoller wohlverdiente Anerkennung. Erwähnt seien auch die herrlichen musikalischen Vorträge des Komponisten Dr. L. Ascher, des Violinvirtuosen J. Z i m b 1 e r, des Konzertmeisters H. Kreisler, die empfindungsvollen Liedervorträge des Oberkantors M. Mätgäs und die kunstvolle Rezitation jungjüdischer Gedichte durch Schauspieler V. Franz. Wien. Samstag den 6. Tebeth 5670 (18. Dezember 1909) fand im „Hotel Guth“ eine „Makkabäerfeier“ der „Ahawath-Zion“ zu Gunsten des- Jüd. Nationalfonds statt. Nachdem Frl. Mitzi Ringelheim die Ouvertüre gespielt hatte, eröffnete Herr M. Geiger die Feier. Herr Dr. Fritz Löhner (Beda) hielt die Festrede, die mit stürmischem Beifall aufgenommen wurde. Von den weiteren Programmpunkten seien noch folgende erwähnt: Gedichte von Morris Rosenfeld, vorgetragen von Herrn Albert Pordes, Gedichie von Beda, vorgetragen von Herrn Wilhelm Goldschmiedt und: Rezitation des Herrn Hans Sperling. Die Vorträge wurden durch reichen Beifall belohnt. Konzertsänger Herr Hermann Reich, der mit Klavierbegleitung des .Frl. Mitzi Ringelheim die „Arie des Bombardons“ "von IgnatzBrüll und zwei Lieder von Schubert sang,, erzielte starke Wirkung. Der Violinvirtuose Herr Adolphe Steiner ergötzte durch sein gelungenes. Spiel. Der Vizepräses des akad. Vereines „Bar- Kochba“, Herr N. Schmorak hielt das Schlußwort.. Hierauf fand ein Kommers statt, an dem alle Anwesenden teilnahmen. J. A. Karlsbad. Der am 18. Dez. in großen Kurhaussaale abgehaltene Kommers hat bei großer Beteiligung sowohl des heimischen Publikums als auch auswärtiger studentischer Gäste einen glänzenden Verlauf genommen, Den Höhepunk) des Abends bildete die Festrede des Herrn Dr. E. Margulies aus Prag, die schwungvoll und tiefdurchdacht zugleich eine vollendete Begründung unserer jüdischnationalen Bestrebungen war. Es folgten die Begrüßungsansprachen der studentischen Korporationen. „Ivria“, „Barissia“, „Bar Kochba“, „jüd. Rede- und. Lesehalle“. Im inoffiziellen Teil wurde das „Abschiedssouper“ von Schnitzler gespielt, in dem insbesondere Fräulein Lola Kohner als Annit, eine prächtige Leistung bot auf das beste unterstützte von den Herren JUC. Alfred Löwenstein, MUC. Walther Kohner und Erwin Hirsch. Ein Damentoast und eine äußerst flott gespielte lustige Szene „Die Galerie“ riefen stürmirche Heiterkeit im Publikum hervor. Dem jüd. Studentenheime in Wien: kann ein namhaftes Reinerträgnis zugeführt werden. Ung.-Hradisch. Die Jüd.-akad. Ferialverbindung Achiwah veranstaltete am 19. Dez. in dem städtischen Redoutensälen eine Makkabäerfestakademie, die sich des lebhaften Zuspruches hiesiger und auswärtiger jüdischer Gesellschaftskreise erfreute. Auf die Begrüßungsansprache des cand. iur. Siegfr. G r o ß I i c h t folgten glänzende Rezitationen des Gg. Oskar Rosenfeld, sowie vorzügliche Gesangsvorträge des Herrn med. Sigm. Preiß. Daran schloß sich eine überaus gelungene Ausführung des Pinskischen Schauspieles „Vom Glück vergessen“. Auf die virtuosen Violinvorträge des Bb. A. H. Dr. Josef Weiner, der in vorzüglicher Weise von Frl. Rosa Mühlstock begleitet wurde, und die ernsten und humoristischen Rezitationen des Bb. A- H.Dr. Weißmann solche ein Tanzkränzchen.

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