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Jüdische Zeitung · 1908-01-03 · 1 (3.1.1908) · p. Seite 8

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
2 (1908)
Issue
1 (3.1.1908)
Date
1908-01-03
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Nr. 1 JÜDISCHE ZEITUNG 3. Wissenschaftliche und technische Forschungsarbeiten in Palästina mindestens „ 15.000 4. Isfonnationsbureaus in Palästina und den Nachbarländern mindestens „ 15.000 5. Landwirtschaftliche und gewerbliche Wanderlehrer sowie Ferienkurse in Palästina . mindestens „ 10.000 6. Subventionen an: Hebr. Gymnasium, Nationalbibliothek, Kunstgewerbeschule, Bezalel, Museum usw. mindestens „ 20.000 Obgleich die Zahl der bewussten Zionisten auf weit über 100.000 zu schätzen ist, so betragen erfahrungsgemäss die Gesamteinnahmen des Zionistischen Zentralbureaus in kongresslosen Jahren höchstens M 50.000, so dass man damit rechnen muss, dass auch in diesem Jahre die dem Palästinaressort bewilligten 25*/« der Gesamteinnahmen wohl kaum mehr als M 10.000 ausmachen werden, während für die anderen erwähnten Zwecke schwerlich etwas übrig bleiben wird. Meinen es aber unsere Gesinnungsgenossen mit der realen Arbeit in Palästina wirklich ernst, so müssen sie jetzt schon damit beginnen, bei jeder möglichen Gelegenheit Beiträge für die Palästinaarbeit zu sammeln. Es unterliegt keinem (Zweifel, dass bei einer rührigen Agitation eine über die ganze Welt verzweigte Organisation wie die unsrige. den Jahresbetrag von M 100.000 für ihre so überaus wichtige Tätigkeit in Palästina mit Leichtigkeit aufzubringen vermag. Wenn man bedenkt, dass im vorigen Jahre, das doch für unsere russischen Brüder zu den schwersten zählt, das Odessaer Komitee allein am Vorabend des .Versöhnungstages* 20.000 M mittels Tellersammlungen (Kaares) aufgebracht hat, so wird man zcgeben müssen, dass unsere Bitte nicht so schwer erfüllbar ist Jeder Zionist sollte es als Ehrenpflicht betrachten, auch die Palästinaarbeit nach Kräften zu unterstützen! Geldsendungen sind unter dem Titel „Für die Palästinaarbeit“ oder unter Angabe des genauen Zwecks an den Jewish Colonial Trust zu richten, auch das Pälästinaressort, zu Händen des Unterzeichneten, Berlin W. 15, Uhlandstrasse 175, sowie die Sammelstellen der einzelnen Föderationen nehmen Beträge gern entgegen. Der Ausweis der , einzelnen Beträge erfolgt durch die Parteipresse. Palästinaressort des E. A. C. §g O. W a r h u r g. Bücher- und Zeitungsschau. Dr. Bernhard Wachstein. Wiener hebräische Epitaphien. (Sitzungsberichte der Kais. Akademie derWissenschaften in Wien- Philosophisch-historische Klasse, 156. Band. 4. Abbandl.) In Kommission bei Alfred Holder, k. n. k. Hof- und Universitäts- Buchhändler, Wien 1907. Wir werden noch auf diese interessante Publikation zurückkommen. Moses. Eine Tragödie in fünf Akten und einem Vorspiel von Viktor Hahn. J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolsrer. Merkwürdig, wie aktuell ein Drama wirken kann, das vor mehreren tausend Jahren spielt. Möchte man doch fast glauben, es sei die Gegenwart, die da geschildert wird, so sehr gleichen jene längst vermoderten Gestalten den Juden der Jetztzeit, jene längst vergangene Zeit der Sklaverei im alten Aegypten dem heutigen Golus und nur der Moses fehlt uns, der Mann, der unsere Banden löst und das Joch von unserem Nacken nimmt. Das Stück selbst ist gut geschrieben, wenn aiich an einzelnen Stellen der Autor der Grösse der gestellten Aufcrabe nicht ganz gerecht wird und ihm die Macht des Wortes versagt. Dumh das ganze Stück zieht sich, wie ein roter Faden die Geschichte der Freundschaft Moses und Mineptahs, die den eigentlichen Kern der Handlung bildet. Darum mutet auch der letzte Auftritt, der nach dem Tode Minepthas spielt, wie ein überflüssiges Nachspiel an. und das um so mehr, als gerade hier die Kraft des Auiors versagt. Allerdings würde man diesen Mangel weniger empfinden, wären nicht die Anforderungen durch die bessere Leistung des Vorhergegangenen höher gespannt. Jedenfalls bildet das Stück eine beachtenswert Erscheinung der modernen Literatur. An die P. T. jüdischen Eltern, Advokaten, Techniker, Geschäftsleute etc. Die Tatsache, dass der grösste Teil der jüdischen Hoehschüler aus armer Familie stammt, ist allgemein bekannt. Dem jüdischen Studenten stehen nicht die Unterstützungsquellen seiner christlichen Studienkollegen zu Gebote; er kann nur auf einige Philanthropen und wenige Wohltätigkeitsvereine rechnen. Er ist also grösstenteils auf sieh selbst angewiesen und muss sich seinen bescheidenen Lebensunterhalt seihst verdienen. Wenn dadurch auch oft das Studium verzögert wird, braucht der arme Student, falls er eine Nebenbeschäftigung besitzt, wenigstens nicht mit. den drückendsten Nahrungs- und Wohnungssorgen kämpfen. Wie schwer es aber oft ist, eine Beschäftigung zu finden, besonders heute, wo sogar Juden lieber einen Nichtjuden in ihren Bureaus etc. beschäftigen, ist leicht zu ersehen. Daher richtet der ergebenst gefertigte Verein für unentgeltliche Arbeitsvermittlung an jüdische Hoehschüler, Wien, IX., Liechtenstein- Strasse 11, an alle jüdischen Eltern, Advokaten, Techniker, Geschäftsleute etc. die dringliche Bitte, sieh seiner kostenlosen Vermittlung zu bedienen, falls ein Hofmeister, Hauslehrer, Stenograph, Zeichner'etc. gesucht wird. Der Verein hat es sieh zum Prinzip gemacht, nur verlässliche und würdige Kräfte zu empfehlen und ist daher während seines zweijährigen Bestandes ein Bedürfnis für beide Parteien geworden. Es ergeht schliesslich nochmals an jedermann die dringende Bitte, den gefertigten Verein in seinem humanitären Bestreben zu unterstützen und sich im Bedarfsfälle an ihn zu wenden. Der Lohn ist das erhebende Bewusstsein, einem armen, arbeitswilligen Studenten das Studium teilweise zu erleichtern. Der Verein für unentgeltliche Arbeitsvermittlung an jüdische Hochschüler Wien, IX., Liechtensteinstrasse 11. Bureaustanden: 11—12 Uhr vormittags. Für den Vereinsvorstand : Dr. Josef Grünfeld, Präsident. PersonalQachrichfen. Heir Moritz Weissmann aus Karlsbad, hat anlässlich seiner Verlobten g mit Fräulein Hermine Sichl aus Eger-Dresden dem jüdisch-nationalen Verein „Dorschej-Zion“ in Kotzman einen namhaften Betrag gespendet, wofür ihm namens der Vereinsleitung der herzlichste Dank ausgesprochen wird. Mitteilung der Administration. Die p. t. Abonnenten, die mit dem Abonnement im Rückstände sind, werden ersucht, den fälligen Betrag zu überweisen, da sonst die weitere Zusendung eingestellt wird. Den zahlreichen Bestellern auf die letzte Nummer, die die Bede des Beichratsabgeordneten Stand enthielt, diene zur gefälligen Kenntnis, dass die Nummer, trotz der grossen Auflage, bis auf wenige Exemplare vergriffen ist. _ Österreichischer Kunstverein I., Weihburggasse-Seilerstätte. POQROniNKIEW (Judenmassacre 1905.) Ü>an)itKlsfc11e des Düdiscbei) Rationalfoi)ds für ©cstcppcicb, Wien, IX., Türkenstrasse 9. Der Jüdische Nationalfonds ist dazu bestimmt, palästinensischen Boden als Gesamteigentum des jüdischen Volkes zu erwerben und. auf ewiue Zeiten zu erhalten. Vom 5. Zionistenkongress 1901 gegründet, besitzt er heule bereits ein Vermögen von über i‘/2 Millionen Kronen. Allgemeine Spenden: Jeder Jude soll hei allen Anlässen des Jüdischen. Naiionalfonds gedenken. Bolecböw. S.G.: Per B.Schächter: Sammlung Daw Patrach u. Frl. Fina Eskreis bei Hochzeit Popper- Diamandstein 6.—. ^Verein „PoaleZion“.6.— Czernowitz. Bu.: jur. Mark. Krämer 20.—, Sammlung Frl. Tauber bei Hochzeit Frl. Beinisch-Stowozynetz. A k a d. Verbindung, Zephirah“.35.8«' Eger B.: Per A. Herrmann: Sammlung Aussiger Mittelschüler.5.— Graz. I.-Oe.: Sammlung Art. Preis bei Verlobung Frl. Elsa Preis.3.S0 Jamnitz. M.: Sofie und Max Neumann zum Todestag (5. Jänner) ihres Sohnes Otto 10.— Kolomea. S. G.: Zion. Mittelschuljugend. Schriftsteller Mos. Frostig- Lemberg.. . ..11.50- Kunowitz. M.: LinaL., Siegfr. G. bei Austragung einer Ehren affäre ä 0.30, Julie W., Osk. B. 0.40.1.— Knty. S. G.: Sammlung auf Hochzeit Frl. Schattner—H. Kohn 5.64, von Vortrag deBH.Thaul.70, ab Porto 0.13. „Zion‘- Kuty .7.21 „Bnoth Zion“.2.4« - Leipnik. M.: Jüd. Mittelschüler.11.14- Nadwörna. S. G.: Sammlung Leiser Förster bei Hochzeit Frl. Sobel-Preminger, Mikulyczyn : Brautpaar 3.—, H.L. Sobel 2.—, D. Preminger, Förster ä 1.—, Engelstein, Preminger, S Sobel ä 0.50, Schor, Keifer ä 0.30, FrL Burstin 0.40. ab Porto 0.10. Ehepaar Leiser Förster . . . . 9.4« Sammlung Alter Jekel auf Hochzeit Steinhard in Holyn.1.55h Olmütz. M.: Per Zion:' Frau Hedw. Finzi 0.30, Walter Löw bei deren Anwesenheit, Sammlung Baumgarten ä 1.—, H. Löw statt Telegramm zur Troppauer Makk.- Feier 0.70. Jüd. Mittelschüler Olmütz ..3.— Perehinsko. S. G : Hersch Hirschhaut, Coupon 2, 3, Sammlung 2.—.3.44- Stary-Sambor. O. G.: Sammlung durch Frl. Ottilie Erlbaum und Sarah Henisch auf Hochzeit Witzlum und Halpem in Smolice. Jüd. Klub .3.10 Sereth. O. G.: Ch. Kraft bei Thoraaufruf, L. Stepler anl. Wiegenfestes Frl. Hel. Pistiner ä 050, K. B. anl. Wiegenfestes Frl. Frieda Bosenstock in Scbotz 0 30. Ahavath Zion.-. . . ... ... 1-3®» Stanislaü. S. G.: Sammlung Ziering und Kudisch auf Hochzeit Bertisch-Wagler: D. M. Bertisch 1.— , Wagler Jak. 0.50, Goldberg L. 0.40, Sal. Nagler, Klein, A. Nagler, N. N. ä 0.30, Ziering Abr., J. Kaswinci, Nagler Schioma, Lazar,. Wädler, Bertisch, Sperber, Hermann, Krauthamer, Lipa Nagler. Karliner, Eifermann, N. N., Nagler Nath., Wiederburg, Lauterstein, Pohorylles, Eigenfeld, Urman, Kaswiner ä 0.20, W., K., G., H., F. ä 0.10...7.60* Stanislaü. S. G.: M. Henisch und Frau zu Hochzeit Mark. Bothfeld-Kolomea . . . 0.60» Kossöw. S. G.: Sammlung S. A. Häusler und H. Ernst bei Makkabä’rfeier: D. Eltisp, Ch. Eltiss, die Enkel D. Eltiss’, S. Wechsler, Buezacz. Toeker, Sniafyn, S. Bosenberg und Braut ä 1.—, Frl. Fläscher, Wiznitz. M. Fröhlich ä 0.60, S. A. Häusler, J. Mück ä 040, S. Horowitz 0.50, L. Gottesfeld. Dr. Schur. Stanislau, F. Hillmanr, B. Goldstpin, E. Schneeberg ä0.30, H. Emst. A. Kalman, J. Kalman, M. J. Scharf, L. Kamill. A. Tannenzapf, A. S. Kweczer, H. Tannenzapf, D. Vovel, S. Fieber. S. B«scb, J. Majer, J. Häusler, S. Eisenkraft, W. Krumholz, J. Mayer jun., S. Speicher ä 0 20, diverse 0.38. Jüd. Klub . . . . 13.78- Tarnow. W. G. : Frl. Traum bei Hochzeit Miinz-Kassler 10.20, Sammlunsr Brandstätter und Neiger hei Brith-milah bei Mos. Stern 7.50, N. N. 4 20. N°iger M. A. 2.—, Müller Mos. neder, N. N. ä 1.—, Fast Daw., Nehmer Aleke. (Photographie Zywipc) ä 0 50 Frau Dr. Ewa Salz 26.90- Per Bar Kochba : arch. J. Laszkowiiz, jur. E. Tisch zu Hochzeit Bb. Archit. Kassler—Frl.F.Münz ä 1.—. Ad. Monderer.....2.— Trautenau. B.: Dr. A. Tausaig u. Dr, H. Bappaport per Dr. Emil Margulies für niebtbenutzte Fahrkarten .5J20- Wien. I.-Oe.: Per B. Asarch: M. Suez-, kewer 1.40, Holitscher 1.—.2.40- Dr. Bernh. Gansei, A. H. der Achiwah- Ung. Hradisch. Jul. Siehenschein 21.— Sammlung Gansei statt Begrüssungstelpgramm zu Makkabäerfeier der Achiwah ..3.— ' Libanonia statt Telegramm zu Makkabäerfeiern Komotau und Achiwah-Ung. Hradisch ä 0.60.L20»

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