Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 1 (1907)
- Issue
- 14 (18.10.1907)
- Date
- 1907-10-18
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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«da in anderer Form oder an anderer Stelle vor- ,gebrachte bezügliche Ansuchen in Hinkunft nicht berücksichtigt werden können. Für den zionistischen Zentral verein: Dar Schriftführer: Der Obmnnn: M. U. C. Stein. Ing. Robert Stricker. - Landes-Konferenz in Galizien. Am 27. d. findet in Lemberg die zionistische Landes-Konferenz statt. Vereins- und Versammlungs- Nachrichten. Wien. (Kinderturnen.) Der „Erste Wiener Jüdische Turnverein“, I., Mölkerbastei 5, hat unter Leitung des Herrn Bürgerschullehrer Rudolf Pollak einen Turnkurs •für Kinder eingerichtet. Das Kinderturnen findet Dienstag und Freitag nachmittags statt und beträgt der Monatsbeitrag 6 Kronen. Wien. (Akademischer Verein „Jüdische Kul tur“.) Samstag, den 19. d. M. hält Herr Dr. Paul Weisengrün im Lokale des akademischen Vereines „ J ü d. Kultur“ -(II., Flossgasse 6, Tür 9) einen Vortrag über: „Nationalismus undKlassenkampf.“ Beginn präzise Vs8 Uhr abends. Gäste herzlichst willkommen. Wien. Sonntag, den 20. d. M., 7 Uhr abends, findet im Cafö Stephanie, II-, Stephaniestrasse 2, die UI. ordentliche Generalversammlung des Vereines „Jehudah Halevy“ statt. Die .Mitglieder des Vereines werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Wien. (Jüdisch -akademische Verbindung „Ivria‘.) Ins Präsidium des (33) Wintersemesters 1907/8 wurden gewählt: JUC. Hermann L ö w, Präses; ehern. Ernst R e inisch, Vizepräses; Ing. Otto Kraus, Schriftführer. Verbindungslokal IX., Glasergasse 4. Wien. (Jüdisch-akademische Verbindung „M a c c a b a e a“.) Das Ergebnis der Chargenwahl für das laufende Wintersemester 1907/8 ist: cand. ing. Robert W e i s s X» •cand. med. Otto Almoslino XX, cand. jur. Heinrich Kamsler XXX- Wien. („P o a 1 e Z i o n.‘) Samstac, den 19. d. M. findet im Vereinslokale des „Poale Zion“, •Cafö Stephanie, II., Stephaniestrasse 2, ein Vortrag des Herrn Witkin, Lehrer aus Rischon Lezion (Palästina) statt, über: „Die Lage der jüdischen Arbeiter in Palästina“. Beginn präzise 8 Uhr. abends. Gäste willkommen. Wien. („U n i t a s.“) Das Resultat der Chargenwahl ist: cand. med. Max PlatschekX. cand. ing, Ludwig Meilich XX, cand, jur. Artur. Sternfeld XXX- Wien. Donnerstag, den 3. Oktober d. J., veranstaltete die jüd.-akad. Ferialverbindung „Zephyra“ im Cafe Marienbrücke einen Vortragsabend für die jüdische Mittelschuljugend, bei welchem Dr. Nathan Birnbaum und /Dr. Hermann Kadisch über „Jugend und Judentum“ referierten und an dem sich gegen 500 Personen beteiligten. Nach den einleitenden Worten des Präses jur. Bondy begann Dr. Birnbaum seinen Vortrag, der durch seinen geistvollen Gehalt tiefen Eindruck auf die Anwesenden machte. Er führte aus, national sein, liege in der Natur eines jeden Menschen -und sei durchaus nicht kulturfeindlich, im Gegenteile, die nationale Gruppierung sei für die Menschheit etwas Unerlässliches. Das streng ausgeprägte jüdische Bewusstsein im Osten sei durchaus nicht Orthodoxie, sondern reines ' Volksempfinden und der beste Beweis für die nationale' Existenz des Volkes. Dieses Volk habe sich sogar seine eigene Sprache, Kunst und Literatur geschaffen. Der Ausdruck Jargon sei nur eine von den westlichen Juden gewählte gehässige Bezeichnung. Mit dem Ausdruck der Zuversicht, dass die nationale Ueberzeugung die gesamte Judenschaft einen werde, schloss der Vortragende. Nach dem Referate des Dr. Birnbaum sprach Dr. Hermann -Kadisch. Nach einer anregenden, längeren Diskussion schloss der Vorsitzende gegen Mitternacht den Vortragsabend. Krems. Samstag, den 12. d. M. hielt der 'Verein „Zion“ hier seine diesjährige General- -versammlung ab. Bei der Neuwahl wurden gewählt: Herr lg. Rephan, Obmann; Samuel Kolb, Stellvertreter; Otto Auspitz, Kassier; Karl Sachs, Schriftführer; Siegfried Schön, Bibliothekar;LeopoldKohut, Langenlois, .Revisor. Budweis. (Jüdischer Volksvsrein „Zion“ in Budweis.) Samstag, den 19. Oktober. 1907 findet in der „Budweiser Bierhalle“ «in Vortrag des Herrn Ludwig Steiner, Fabrikanten aus Teplitz, über den VIH. Zionistenkongress in Haag statt Beginn 8 Uhr abends. -Nach dem Vortrage Diskussion. Eintritt frei.J Kimpolung. Am Samstag, den 5. d. M. erstattete der von den hiesigen Scheckelzahlem ^-gewählte Delegierte Herr Dr. Salomon Kassner („Hasmonaea“) aus Czernowitz vor einer gut besuchten Versammlung im Tempel den Rechenschaftsbericht über den VIII. Zionistenkongress. Seine sehr ausführlichen Schilderungen über den Kongress machten auf die Versammlung einen sehr guten Eindruck. Es sprach-n noch der Kultusvorsteher Dr. Z a 1 o s c e r und Herr Nathan L u w i s c h. Der Herzlverein veranstaltete sodann zu Ehren des genannten Delegierten, Herrn Dr. Kassner einen Kommers. der sehr animiert-verlaufen ist. Personalnachrichten. Vormählung. Sonntag den 20. d. M. findet im israelitischen Tempel zu Oderberg die Trauung des Fräulein Flora Zänker, Tochter unseres Gesinnungsgenossen Herrn Josef Zänker, mit Herrn Dr. Karl Thieberger, Rabbiner in Budweis, Btatt Da ich nach Galizien und der Bukowina verreise, bitte ich, Briefe an mich nach Lemberg, Hotel Bristol, Dependance, in den letzten vier Tagen des Monates nach Czernowitz, Hotel Zentral, zu adressieren. Dr. Nathan B i r n b a u m. Briefkasten der Administration. Rabbiner Horowitz (Mariampol). Es ist ratsamer, dass Sie Ihren beachtenswerten Vorschlag auf direktem Wege den kompetenten Faktoren unterbreiten. Wir bitten um gefl. Mitteilungen über den Erfolg. Juwelier Kohn, Brigittenau. Die Berichtigung, dass der ganze Vorstand sich für die Errichtung einer Bethausfiliale mit grosser Energie eingesetzt habe, ist aus Versehen weggeblieben. Wir holen sie hiermit nach. Wolf Liehtenberg, Tarnöw. Die Redaktion hat mit den Ausweisen nichts zu tun. Wir haben Ihre Beschwerde weitergegeben, sie wird gewiss zu Ihrer Zufriedenheit erledigt werden. M. T. Berichte solcher Art bringen wir nicht. Heinrich Mandl. Die Broschüre kostet 50 Heller. Auf mehrere Anfragen. Der entscheidende Beschluss des letzten Kongresses lautet: * „Der Kongress steht nach wie vor auf dem Stanc punkt, dass das Memorandum nach dem Beschluss des dritten Kongresses geändertjwerden soll, insofern diese Aenderung durchzuführen ist, ohne die Interessen des Jewisch C jlonial Trust zu schädigen. Für alle Fälle soll das engere Aktions-Komitee durch Ergänzung der Statuten Vorsorge dafür treffen, dass der J. C. T. nirgends in der ganzen Welt, mit Ausnahme von Palästina, Syrien und den Nachbarländern kolonisatorische Tätigkeit vornehmen darf.“ Die Frage der Statutenänderung ist vom Kongresse mit allen gegen eine Stimme im bejahenden Sinne beantwortet worden, so dass organisierten Zionisten nur das Formular 1 zur Ausfüllung übrig bleibt. Ueber die Prozessführnng kann mann trotzdem anderer Meinung sein. Wir kommen auf die Angelegenheit ausführlich zurück. Tiefbetrübt geben wir hiemit allen unseren Bb. und Freunden Nachricht vom Ableben unseres unvergesslichen Bb., Gründers und gewesenen Conseniors unserer Verbindung Ing. Adolf Monderer. Die jüd.-akad. Verbindung „Judea“ in Lemberg. UUer für die Erziehung der jüdischen Jagend Interesse hat, der abonniere und verbreite „Unsere Hoffnung” Monatschrift für die reifere jüdische Jugend. Abonnementspreis halbjährig K 2.30. Einzelnummern zum Preise von 40 Heller durch die Administration. Wien, fl|3, Scholzgasse li. §atr)H) eis teile des Uüdiscbei) ßfatiooalfoods fäp ©esfomicb, Wien, IX., Türkenstrasse 9. |Werte Gesinnungsgenossen! Laut Weisung des Nationalfondshauptbureaus in Köln (siehe Nr. 40 der „Welt“) sind alle Spenden aus Oesterreich ausschliesslich an unsere Sammelstelle abzuliefern und werden sowohl diese Spenden als auch die unrechtmässig nach Köln (Hauptbureau) oder London (Bank) gesandten künftig detailliert nur in der „Jüdischen Zeitung“ ansgewiesen, während die „Welt?, als zionistisches Zentralorgan — wie bei allen anderen Ländern — bloss die von der : Landessammelstelle rapportierten wöchentlichen Gesamtsummen der einzelnen Spendengattungen publizieren wird. Wir machen darauf aufmerksam, dass alle Geldsendungen, über weiche in Wochenfrist keine nähere Bestimmung getroffen wird, unter allgemeine Spenden ausgewiesen werden. Bereitsausgewiesene Spenden könen nachträglich nicht mehr zu „Goldenes Buch-Eintragungen* verwendet werden. Auf vielfache Anfragen über den derzeitigen Stand von „goldenen Buchkontis* sei darauf verwiesen, dass das bezügliche Verzeichnis vom Hauptboreau in Köln geführt wird, welches demnächst einen Gesamtausweis der unberechtigten Konti veröffentlichen wird. Wir machen die befremdliche Wahrnehmung, dass trotz des alten Kongressbeschlusses die wenigsten Zionisten ihre Korrespondenz mit N.-F.-Marken versehen. Da diese Besteuerungsart zugleich für die Agitation von grossem Werte ist, ersuchen wir dringend, diesem Kongressbeschlusse nachzukommen. Gummierte N.-F. - Marken, wie auch Telegrammblankette (ä K U.50), Sammelbogen, N.-F.-Ansichtskarten (ä K 0.10) werden in jedem gewünschten Quantum von uns prompt geliefert. Das für die jeweils gewünschte Versendungsart (Drucksache, Briefj Einschreibung, Paket) erforderliche Porto ist der Bestellung bei sonstigem Abzüge beizuschliessen. Die Ausgabe der neuen Büchsen wird vom Hauptbureau in nahe Aussicht gestellt. An die Stifter von Oelbäumen! Wir machen darauf aufmerksam, dass alle Oelb aums pen den, weIch e nich t mi t einem besonderen Vermerk versehen sind, für den „Herzl-Wald* ausgewiesen werden. * * * Der Jüdische Nationalfonds ist dazu bestimmt, palätinensischen Boden als Gesamteigentum des jüdischen Volkes zu erwerben und als solches auf ewige Zeiten zu erhalten. Allgemeine Spenden: Jeder Jude solltebei allen Anlässen des Jüdischen NaUonalfonds gedenken. Bnrsztyn. A. Vogel, N. Kohn, P. Rapaport ä 2.—, F.Rottenstreich, P. Gross, Doktor D. Malz ä 1.—, M. Nadler 0.72, A. Mehr, R. Hecht ä 0.24, H. Gelbard 0.14. Schalom Mälzer Hakohen.10.34 Czernowitz. jur. Krämer, bei einer Hochzeit gesammelt. „Z e p h y r a C z.“ . . . 37.— Gablonz a. d. N. Winger & Weil. 1.— Graz. Ertrag einer Wett». 0.24 Grimmenstein. Sammlung Pani Engelmann im Sanatorium. 5.— Jäblunkau. El mole rachamim für Doktor Herzl sei.: A. Marmorstein 2.—, R. und O. Fränkel ä 1.—. „Ivria“ . . . . 4.— Krems, Mittelschüler bei Minjan 14.11, ein Christ 0.60. „Zion*.14.71 Krumau.1 Durch O. Epstein: H. Löwy 2.—, Emil Löwy 0.36. Diverses 0.14 . . 2.50 Leipnik. Durch Fritz apltzer „Massada“ 220 Leitomischl. J. Danzer.1.— Misslitz. Tempelspenden J. Pollenz 10.—, Ad. Grünbanm 7. — , Julie König 2.—, Ad. Wilheim, Mor. Samstag, Rabbiner Dr. Schorstein ä 1.—,.22.— Nadworna. Leiser Förster, bei Thoraaufruf in Harasimöw 5. JCT.-Coupons. Ehepaar Leiser Fö r ster . . . . 4.20 Neusandez. Thoraspenden in der Volkmann-Synagoge: S. Einziger, Hornung -ä 0.24, Majer Silber 1.—, Börner 2.—, Kaare 16.—, Kaare in der städtischen