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Jüdische Zeitung · 1907-10-11 · 13 (11.10.1907) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
1 (1907)
Issue
13 (11.10.1907)
Date
1907-10-11
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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JÜDISCHE ZEITUNG Seite 7 Nr. 13 Zwischenzeit Inserate in den verschiedenen, in Frage kommenden Ländern veröffentlicht werden und dass diese Inserate, die Aufforderung an die Aktionäre enthalten sollen, ihre Zustimmung, zu der vorgeschlagenen Abänderung oder ihren •Einspruch gegen dieselbe geltend, zu machen. (Damit das Gericht in den Stand gesetzt wird, sich zu vergewissern, was die Wünsche der Mitglieder "der Gesellschaft bezüglich dieser Sache sind, wird jedes Mitglied der Gesellschaft aufgefordert, ein oder das andere der nachstehend äbgedruekten Formulare auszufüllen '.und an den Sekretär des Jewish-Colonial Trust '(Jüdische Kolonialbank) Limited, 10, Walhrook, London, England zu senden. Diejenigen, welche den Wunsch hegen, die Kolonisationsuntemehmungen der Gesellschaft in der vorgeschlagenen Weise zu beschränken, müssen das folgende Formular unterzeichnen: . Formular Nr. 1. Ich wünsche, dass die Machtbefugnis der Gesellschaft, Kolonisationsuntemehmungen zu fördern, auf Palästina, Syrien und andere Teile der asiatischen Türkei, die Halbinsel Sinai und die Insel Cyprus beschränkt werde. Voller Name. Adresse ..-. Anzahl der im Jewish Colonial Trust (Jüdische Kolonialbank) Limited besessenen Aktien Nummer des Zertifikats...-. (oder Inhaberzertifikats). Unterschrift.. Diejenigen, welche wünschen, dass die Gesellschaft die Machtbefugnis, Kolonisations- Unternehmungen nicht nur in Palästina und Syrien, sondern auch in irgend einem anderen Teile der Welt zu fördern, beibehalten soll, müssen das folgende Formular unterzeichnen': Formular Nr.,2. Ich wünsche, dass die Gesellschaft ihre jetzt besessene Machtibefugn'äs, Kolonisations- Unternehmungen nicht nur in Palästina und Syrien, sondern auch in irgend einem anderen Teile der Welt zu fördern, beibehalte. (Wie oben auszufüllen.) ‘Alle Beantwortungen dieses Inserates müssen von den Mitgliedern in eigener Hand- -schrift unterzeichnet werden und bei dem Sekretär der Gesellschaft nicht später als am '2. März 1908 eintreffen. Im Aufträge des Gerichtshofes: Lewis&Yglesias Solicitors der Gesellschaft. Vereins- und Versammlungs- Nachrichten. Wien. Im hiesigen Vereinslokale der „Poale Zion“ fand Samstag den 28. d. M. eine Diskussion über Zweck und Mittel des Jüdischen Nationalfonds statt, die Herr Dr. Hahn einleitete. Er führte aus, dass es notwendig sei, das zionistische Proletariat über die hohe Bedeutung des Nationalfonds aufzuklären. Dies wird den eingetretenen Stillstand im Sammeln beheben, da nur durch die 'ungenaue Kenntnis der Ziele des Nationalfonds die Untätigkeit der proletarischen Zionisten in der Agitation für den Nationalfonds verursacht werden konnte. An der darauffolgenden Diskussion beteiligten sich fast sämtliche Anwesende, von denen Genosse Gross erklärte, es müsse das Nächste sein, gerade auf dem -Gebiete des Nationalfonds eine gemeinsame Agitationszentrale zu schaffen, in der Bürgerliche und Proletarier gemeinsame Arbeit zur Stärkung dieser wichtigsten jüdischen Institution leisten können. Herr Dr. Zweig begrüsste den Vorschlag des Genossen Gross und betonte, dass es in der Arbeit für den Nationalfonds absolut keine Klassenunterschiede geben dürfe. Zum Schlüsse regte der Nationalfonds- •kommissär des Vereines, Genosse Kafka an, -es möge zum Zeichen eines reellen Erfolges -der Diskussion von den Anwesenden ein monatdicher Beitrag gezeichnet werden. Die sofort unternommene Subskription ergab die beträchtliche Summe von K 10.— monatlich. N. T. ' Wien. Die akademische Verbindung„Kadimah‘ in Wien feiert im Laufe dieses Studienjahres ihr fünfzig-semestriges Stiftungsfest.Der Generalkonvent des Jahres 1907 hat beschlossen, dieses Fest, würdig der grossen Bedeutung, die es für die Geschichte der jüdischen Renaissance hat, zu begehen. Die FeriaUeitung richtet an alle, die jemals mit der „Kadimah“ in Verbindung oder Verkehr gestanden sind, das Ersuchen um Einsendung ihrer Namen,Adressen undMitteilungen, damit man sie über alle Massnahmen der Festkomitee verständigen könne. Alle Zuschriften sind gefl. an das Sekretariat der „Kadimah“, Wien, IX., Grüne Torgasse 19a zu richten und mit dem Vermerk „L S e m e s t e r“ zu versehen l Wien. Wie wir vernehmen, soll demnächst in Wien von einigen hebräischen Schriftstellern, zu denen auch der bekannte Lehrer und Schriftsteller Herr Simche Gelb gehört, eine hebräische Schule nach dem Systeme .Iwrith b’iwrith* gegründet werden. Es wäre wünschenswert, dass die kompetenten Kreise dieses Werk nach Kräften unterstützen, da der Mangel einer modernen, nach den Grundsätzen der Pädagogik geleiteten Schule, in der man wirklich hebräisch lernen kann, in Wien längst fühlbar ist Czernowitz. (Akademische Verbindung „Hasmonaea“.) Die Chargenwahl für das XXXIII. (Winter-)Semester hat folgendes Resultat: cand. jur. M. Arie X (Senior!, cand. jur. B. Weber X X (Consenior), stud. jur. B. SchimmeiX X X (Schriftführer. Zablotow. Ueber Initiative des zionistischen Distriktakomitees in Stanislau fand am 1. d. M. im Lokale des H. Singer eine § 2-Versammlung statt, bei der mehr als 200 Personen anwesend waren. Den Vorsitz führte Herr Wilhelm Th au, als Schriftführer fungierte Herr Moses Herzog. Ueber die Lage der galizischen Juden sprachen Gg. Leon Spottheim, jur. Zucker, Jakob Locker. Es wurde eine Resolution angenommen, in der das allgemeine Wahlrecht für den galizischen Landtag und die nationale Autonomie gefordert wird. Die Resolution wurde telegraphisch dem Landtage übermittelt. Chrzanöw. Samstag abends, am 28. September, fand im hiesigen Vereine „Bnei Zion“ die ordentliche Generalversammlung statt, die zahlreich besucht war. Aus dem vom Präsidenten erstatteten Rechenschaftsbericht ist zu ersehen, dass der Verein sich entwickelt und dass die Leitung bemüht war, mit Agitationsversammlungen und Vorträgen für die Entwicklung des Vereines Sorge zu tragen. Unter anderem wurde die Schekel-und Nationalfondssammlung energisch betrieben und brachte gute Erfolge. Im letzten Jahre wurde auch eine Bibliothek errichtet. An den Rechenschaftsbericht schloss sich eine längere Debatte, an welcher sich die Gg. Dr. Kiengei, Jungerwirth und Klein beteiligten. Auf Antrag des Dr. Krengel wurde dem Ausschüsse das Absolutorium erteilt. In die neue Leitung wurde gewählt: Dr. Adolf Ri es er als Präsident, Isak Jakub o w i t z als Vizepräsident and Kassier, Salamon Gutter als Sekretär, Hirsch Klein als Bibliothekar, Samuel Wolf J u n g e r w i r t h als Nationalfondskommissär, Dr. Isidor K r e n g e 1 und Jakob Büchner als Ausschussmitglieder. Ferner wurde beschlossen: die Gründung eines hebräischen Kurses, eines Shareklubs und die Einführung der Selbstbesteuerung. Erwähnenswert ist die unermüdliche Tätigkeit des Gg. Dr. Krengel im Dienste des Vereines. S. W. J. Poale Zion Wien j Am 12. Oktober 1. J. findet im Saale zum „Goldenen Widder“, II., Taborstrassa 36, eine b öffentliche Versammlung statt, in der Genosse S. Kaplanski - Kaplan über die I. allweltliche Poale-Zion-Konferenz, über den VIII. Zionistenkongress und den internationalen Sozialistenkongress referieren wird. Beginn präzise 8 Uhr abends. Briefkasten der Administration. Bukowinaer Volkszeitung. Ihr Blatt wurde uns wohl nur zugesandt, damit wir einige Proben Ihrer Kampfesweise gegen Dr. Straucher kennen lernen. Wir verzichten dankend auf die weitere Zusendung, da wir es ablehnen müssen, aus so zweifelhafter Quelle über die Bukowinaer Verhältnisse unsere Informationen zu holen. A. Brettholz, Diöszeg. Senden Sie die Gesammelten Gegenstände gef. an die Wiener Sammelstelle des Nationalfonds, IX., Türkenstrasse 9. Eingesendet. 3ur fjerbftfaifon! Die Auffrischung der Garderoben, Toiletten etc. bildet die Sorge jeder Hausfrau. In der bekannten Hof-Kunstfärberei und chemischen Wäscherei von Sigmund Fluss, Brünn, Zeile38—40 (Fabriksniederlage Wien, 2. Bez., Sperlgasse Nr. 8) werden alle Herren-, Damen- und Kindergarderoben chemisch gereinigt und im ganzen Zustande gefärbt Prompte Lieferung, vorzügliche Ausführung, billige Preise, kennzeichnet diesen modernen grossen Fabriksbetrieb, welcher auch Provinzaufträge rasch und bestens ausführt Reichtum oder wenigstens Wohlstand kann jeder Geschäftsmann erwerben, wenn er seine Geschäftsbücher genau führt Für die Lieferung bester und billigster Bücher und aller Bureaurequisiten empfiehlt sich Geschäftsböcher-Fabrik I. Gfimsfeld i Eo.,vi«>,i, 6om«.2i. Eltern und Vormündern, die ihre Pflegebefohlenen rasch versorgt und in Stellung sehen wollen, empfehlen wir die drei- und sechsmonatlichen Kanzlei- und Kontorfachkurse, in welche Mädchen und junge Männer mit entsprechender Vorbildung aufgenommen werden und nach Ablegung der Schlussprüfung Zeugnisse und kostenlosen Stellennachweis erhalten. Für Auswärtige sind briefliche Fachkurse eingerichtet Prospekte, Probebriefe und Jahresberichte versendet gratis die Direktion der Fachschule für Stenotypisten, Wien, VII/a, Neustiftgasse 3. Mitteilung des Hauptbureaus des Jüdischen Nationalfonds, Köln. Solange die Formalitäten betreffs Eintragung des hiesigen Boreaus noch nicht zum Abschlüsse gelangt sind, ersuchen wir, um Verzögerungen bei der Auslieferung zu vermeiden, sämtliche für uns bestimmte Briefe, Wertbriefe, Postanweisungen, Pakete etc. zu Händen des Herrn Rechtsanwaltes Dr. M. i. Bodenheimer, Köln, Richmodstrasse Nr. 6 zu adressieren. Das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds, Köln Karolingerring 6. §an)ft)dstelle des Uüdiscbei) ßJaftoi)aIfoi)ds fär ©esfcmicb, Wien,!X., Türkenstrasse 9. Werte Gesinnungsgenossen! Laut Weisung des Nationalfondshauptbureaus in Köln (siehe Nr. 40 der „Welt“) sind alle Spenden aus Oesterreich ausschliesslich an unsere Sammelstelle abzuliefern und werden sowohl diese Spenden als auch die unrechtmässig nachKöln (Hauptbureau) oder London (Bank) gesandten künftig detailliert nur in der „Jüdischen Zeitung“ ausgewiesen, während die „Welt“, als zionistisches Zentralorgan — wie bei allen anderen Ländern — bloss die von der Landessammelstelle rapportierten wöchentlichen Gesamtsummen der einzelnen Spendengattungen publizieren wird. Sonstige Zuschriften an das N.-F.-Hauptbureau sind vorläufig zuhanden des Präsidenten Herrn Rechtsanwalt, Dr. M. J. Bodenheimer, Köln, Richmondstrasse 6, zu adressieren.

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