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Jüdisches Volksblatt · 1904-11-25 · 48 (25.11.1904) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
6 (1904)
Issue
48 (25.11.1904)
Date
1904-11-25
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr« 48 Wien, Freitag Jüdische« Volksblatt. 18. November 1904 Seit« V (L tzktter im Heere des Königs Bvachia wir bitten unsere Leser, ihre« vebars bei unseren Inserenten zu -ecken und sich dabei auf unser viatt zu beziehen. I nannte feinen Sohn «Afgahan" 'und JereMäs M s „Usbag". Afgahan, ein gewaltiger Kriegshew, wollte sich den fehlen des Königs Salomo nicht beugen, verließ sein Vaterland, lntt nch und seinen Nachkommen ein neues Reich zu gründet. In den Gebirgen östlich von Persien siedelte er sich an, gründete einen Staat und nannte sich „Den melik Tahut" (Sohn des Königs Saul). Seine Nachkommen vermehrten sich sehr schnell, eroberten Grenzländer, bauten Burgen und Festungen und nannten sich „Beni melik Talut", dem Lande aber gaben sie den Namen Afghanistan nach ihrem Urahn Afgahan." lieber die Zulässigkeit -er Beisetzung von Aschenurnen auf israelitischen Friedhöfen ist von dem Regierungspräsidenten inSchleswig anläßlich eines ganz konkreten Falles eine Entscheidung getroffen worden, deren Bedeutung es rechtfertigt, wenn wir sie hier im Wortlaut wiedergeben. Der dieser Entscheidung zugrunde liegende Tatbestand ergibt sich ohnerveiters ans dem Wortlaut des Bescheides, der an den Vorstand der israelitischen Gemeinde in Elmshorn gerichtet ist unfolgenden Wortlaut hat: „Die Beisetzung von Aschenurnen widerspricht der jüdischen Glaubenslehre und ist geeignet, in -en Kreisen der jüdischen Glaubensgenossen die lebhafteste Beunruhigung hervorzurufen. Der Herr Oberrabbiner zu Altona Alte Lose werden einzeln;0d. in beliebig zusammengestellten Bat daher mll Recht zu wiederholten Malen darauf hingewie- Gruppen billigst gegen monätl. Teilzahlungen abgegeben, sen, daß die Beisetzung der Asche krematorisch Verbrannter auf cf|..Älij||l>i1Äii DniiMn ^«nnDUNOQ oc jüdischen Friedhöfen nach dem israelitischen Religionsgesetze ^DUAfu Urban, Bankhaus, Brünn, uTOSSGPPlatz 23-25 unzulässig ist. Da der Vorstand der israelitischen Gemeinde in! (im eigenen Hause). Elmshorn eine der Auffassung des Oberrabbiners gegenteilige 8olide, stabile Vertreter werden überall angestellt. Billige Anschauung vertritt, nehme ich Veranlassung, darauf hinzuwei-, Preise, gute Provision. sen, daß die Beisetzung von Aschenresten auf Friedhöfen gegen! -... ■ ■ ... ■ ■■■■■■■.. .. die ausdrücklichen Bestimmungen des Gesetzes vom 14. Juli 1863 verstößt. Wenn es im Paragraph 21 a. a. O. heißt, daß die Juden auf einem jüdischen Begräbnisplatze zu bestatten sind, so ist damit zum Ausdruck gebracht worden, daß den Juden ein besonderer Begräbnisplatz gestattet wird, sowie daß eine Bestattung, d. h. eine Beerdigung ihrer Toten stattzufin- Äen hat. Es ist nicht angängig, diese Bestimmung dahin auszulegen, daß an Stelle der rituellen Beerdigung jegliche andere Art der Bestattung treten darf. Ich weise den Vorstand hiernach an, die Aufnahme von Aschenresten aus dem jüdischen Friedhöfe nicht zu gestatten." auf Xose und Wertpapiere ich zu jedem Betrage zu billigsten Bedingungen. Rückzahlung auf einmal oder geg. monatliche Teilzahlungen. m—m Kauf von Losen mmmm und deren sofortiger RQckverkauf gegen monatliche Teilzahlungen. Lose, die bei mir verkauft werden, können sofort gegen kleine monatliche Teilzahlungen rückorworben werden. Es steht dem Inhaber auf diese Weise der ganze Kurswert abzüglich einer Rate zur Verfügung und derselbe behält das Gewinnrecht auf seine Lose und ist in der Lage, dieselben leicht zurückzuerwerben. Vorschläge erstatte ich gerne kostenlos. Verkauf von Losen gegen monatliche Teilzahlungen. AafAII»iMch8t8nB«f»hlSBlnar|fa k.u. k,ApostolischenMajMlft Telephon 13.560. Elektr. Ventilation. Eingesendet. Vom Präsidium der israelitischen Kultus gemeinde in Wien erhalten wir folgende Zuschrift: „Das Präsidium der israelitischen Kultusgemeinde in Wien konstatiert über Wunsch des Herrn Architekten Oskar Marmor ek in Angelegenheit der geschäftlichen Beziehungen des genannten Herrn zur Wiener Kultusgemeinde das folgende : Anfangs Oktober des laufenden Jahres traten an die Kultusgemeinde verschiedene schwierige Fragen bautechnischer Natur heran. Der Vorstand ersuchte den Herrn Architekten Oskar Marmore! um seinen fachmänuischen Rat. Herr Architekt M a r m o r e k unterzog sich in bereitwilligster Weise der an ihn ergangenen Aufforderung, untersuchte die in Frage kommende Baulichkeit (den Leopoldstädter Tempel) und legte dem Vorstände ein Projekt für die notwendigen Adaptierungsarbeiten vor. Das Projekt fand in allen seinen Teilen, insbesondere durch die Lösung eines den Vorstand schon längere Zeit beschäftigenden, sehr schwierigen technischen Problems die einhellige Zustimmung des Bertreterkollegiums sowie des Vorstandsplenums und so wurde Herrn Architekten Marmorek die Leitung der Ausführungsarbeiten übertragen. In Abwesenheit des genannten Architekten und ohne sein Vorwissen beschloß der Vorstand, den genannten Architekten nach dem usuellen Tarife des österreichischen Ingenieur- und Architekten-Bereines zu honorieren. Herr Architekt Marmore! erklärte-jedoch sowohl in einer Rücksprache mit einigen Vorstandsmitgliedern und sodann in einer an die Kultusgemeinde gerichteten Zuschrift, daß er ein Honorar seitens der Kultusgemeinde entschieden ablehne und nach Fertigstellung der Arbeit bloß die ihm selbst erwachsenen Auslagen verrechnen werde. Wien, 20. November 1904. Der Präsident: Dr. Alfred Stern." Oer Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis Wien. II., T a b o r s t r. 59 (Tel. 13920) bietet den P. T. Arbeitgebern seine kostenfreien Dienste an. Brieflicher oder telephonischer Auftrag genügt, um männliche und weibliche qualifizierte Arbeitskräfte, sowie Hilfsarbeiter, ferner kaufmännische Angestellte und Lehrkräfte beiderlei Geschlechtes zugewiesen zu erhalten. * Vorgemerkt sind: I. Klasse. Manuelle Arbeiter: 9 Anstreicher, 7 Aufpapper, 3 Bäcker, 9 Buchbinder, 2 Buchdrucker, 3 Bürstenbinder, 1 Kartvtznagearbeiter, 1 Drechsler, 4 Elektromonteure, 3 Mischhauer, 5 Friseure, 1 Glaser, 4 Goldarbeiter, 1 Gürtler, 28 Hausknechte, Geschäfts- und Bureaudiener, 69 Hilfsarbeiter, 2 Kellermeister, 3 Kellner, 9 Kutscher, 6 Laufburschen, 1 Lederzurichter, 5 Lehrlinge, 3 Magazineure, 2 Maschinisten und Heizer, 6 Metallarbetter, 1 Monteur, 16 Schlosser, 22 Schneider, 6 Schuhmacher, 4 Spengler, 4 Tapezierer, 1 Taschner, 6 Tischler, 3 Uhrmacher, 2 Zeichner, 2 Zimmermaler, 1 Zuckerbäcker, tüchtige und verläßliche Hausbesorger. II. Klasse. Kaufmännische Angestellte: 4 Branntweinverschleißer, 33 Buchhalter und Korrespondenten, 112 Kommis diverser Branchen, 71 Kontoristen und Strazzisten, 4 Inkassanten, 8 Kanzlisten und Schreiber, 11 Manipulanten und Expedienten, 4 Platzagenten und -Vertreter, 17 Praktikanten, 6 Reisende. III. Klasse. Geistige Arbeit: 40 Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hochschttler, welche Gymnasiasten und Realschüler unterrichten). Weibliche Abteilung: 7 Bonnen und Kindergärtnerinnen, 70 Kontoristinnen und Kauzlistinnen, 1 Krawattenzuschneidertn, 2 Dienstmädchen, 10 Expedientin neu und Manipulantinnen, 3 Kassafräulein: Probterfräulein, 4 Näherinnen, Schneiderittnen, 20 Praktikanttnnen, 44 Verkäuferinnen, 6 Berschleißertnnen, 9 Wirtschafterinnen und Stützen der Hausfrau. Ofteue Stellen; Von männlichen Arbeitskräften: l Optiker nach dem Orient, tüchtiger Verkäufer, Kemttnis der deutschen,.. liche Ano Lehrlinge,.. ... ... deutsche und böhmische Sprache, Kenntnis der Buchhaltung. Caft Ruthmayr WIEN, IX., Liechtensteinstrasse 4 (nächst d. Schottenring) Grosses, geräumiges, rauchfreies Lokal. — Elektrisch ventiliert. — Anfliegen der gelesensten Journale, Revuen u. 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Abteilung der Staats-Lotterien. »,, »■ . . ». ..■■■ ., ' Steinkohlenl ni Ein alter, wahrhaft frommer Kollege, hervorragender B e^n -Thora und Jerei-Schoraaim ist durch mannigfache Schicksalsschläge und dauernde Krankheit in der Familie in bitterste Not geraten. Es fehlen demselben nicht nur jedwede Mittel, um sich eine Existenz zu gründen, sondern auch das tägliche Brot für sich und seine zahlreiche Frmilie. Alsein Wohltäter seiner Mitmenschen hat er stets mit vollen Händen gespendet, wenn es galt, Tränen zu trocknen, Sorge zu lindern und jetzt muss er selber leiden, unter der Wucht schweren Elends ächzen und seufzen. Racbti)ai)im JSebei RacbtnaDitn. Es ergeht daher der dringliche Ruf an alle Kollegen: Erbarmet Euch dieses unglücklichen Kollegen! Helfet schnell, denn schnell geholfen, ist doppelt geholfen! Zur Entgegennahme von Beiträgen, auch der kleinsten, sind die Unterzeichneten gerne bereit und werden Beiträge in diesem Blatt öffentlich quittiert. Rabbiner M. Rawitseher in Strelno (Prov. Posen). Kantor M. Rehfeld in Fi 1e h n e (Prov. Posen). Kantor J. Guttmann in S c h ö n f 1 i e s s, N. M. iooo stock Xtonen-Brihelts (ä 460 gr. ca.) spesenfrei ins Haus gestellt K 17.—. Xladnoer Steinkohlen- JCuss-SJrMs vorzügliches und sparsames Brennmaterial für Köche u. Haus ______ Frankozustellung per fünf Zentner in plombierten Säcken ä 50 Kg, netto K 8.—. I^eine Sehlaeke, kein Staub. ^QMfl Bestellzentral e: Wesselner Coks- und Kaumacitwerke Telephon 2274 MELHARDT Telephon 2274 Wien9 I., Fried rieh stresse 6« Echt französische und amerikanische Gummi-Spezialitäten + sowie französische Fischblasen j — A. HELDWEIN- WIEN, I., Herrenuasse 4 (Eingang Ubrenladen). Versand diskret. Geehrte Hausfrau! Wün.chen Sie viel Arbeit und Aerger zu ersparen: Wünschen Sie viel Waschu. 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