Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 45 (4.11.1904)
- Date
- 1904-11-04
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 45 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt. 4. November 1904 Seite 7 4 Vir bitten unsere Leser, ihren vebars bei unsere« Inserenten zu decken und sich dabei auf unser vlatt zu beziehen. > Eingesendet. Für diese Rubrik übernimmt die Redaktion keine Verantwortung. Anfruf! Infolge der durch die Kriegswirren eingetretenen wirtschaftlichen Not sind zahllose russische Glaubensgenossen neuerlich genötigt, zum Wanderstab zu greifen. Der Hilfsverein in Krakau hat viele russische Wanderer nach Wien befördert und es der Wiener jüdischen Wohltätigkeit überlassen, für deren Unterbringung cvcntl. Weiterbeförderung Sorge zu tragen. Es gelang dem gefertigten Hilfskomitee, viele Glaubensbrttöer in Werkstätten und Fabriken unterzubringen, wo sie nunmehr als brave Arbeiter ihr Brot gefunden haben. Jedochtrotz aller aufgewendeten Mühe gelang es nicht, alle unterznbringen. Um nun diese Uebriggebliebenen vor der Gefahr, wegen Subsistenzlvsigkeit an die russische Grenze gebracht zu werden, zu schützen, hat das gefertigte Hilfskomitee sich entschlossen, eine Wohltätigkeitsvorstcllung zu veranstalten, deren Erträgnis bestimmt ist, die Kosten der Beförderung der Emigranten zu decken. Unterhandlungen, welche mit der diesbezüglichen Schifffahrtsgesellschaft gepflogen worden sind, sollen die Transport- Darlehen auf Xose und Wertpapiere gebe ich zu j^vtem Betrage zu billigsten Bedingungen. Rückzahlung auf einmal oder.geg. monatliche Teilzahlungen. «um Kail) von Losen aaam und deren sofortiger Rückverkauf gegen monatliche Teilzahlungen. Lose, die bei mir verkauft werden, können sofort gegen kleine monatliche Teilzahlungen rückerworben werden. Es steht dem Inhaber auf diese Weise der ganze Kurswert abzüglich einer Rate zur Verfügung und derselbe behält das Gewinnrecht auf seine Lose und ist in der Lage, dieselben leicht zurückzuerwerben. Vorschläge erstatte ich gerne kostenlos. Verkauf von Losen gegen monatliche Teilzahlungen. Alle Lose werden einzeln od.in beliebig zusammengestellten Gruppen billigst gegen monatl. Teilzahlungen abgegeben. I#f%afac“erttoÄ an öic bekannte Eduard Urban, Bankhaus, BrUnn, Grosser Platz 23-25 jüdische Wohltätigkeit, dieser Veranstaltung ihre möglichste Unterstützung angedeihen zu lassen. Es findet am Donnerstag den 10. November 1904, abends halb 8 Uhr, in Edclhofers Volksspielhalle, 2. Bezirk, Rothen Sterngasse 7, ein jüdischer Jargonabenö statt, an welchem unter anderem das historisch-jüdische Melodram ans der Ge- ■ schichte der spanischen Juden „Kol Nid r e" zur Aufführung gelangt. Das gefertigte Komüee bittet nochmals um möglichst rege Beteiligung Karten sind zu haben bei Herrn Dr. Carl L i f c z i s, Hof- und Gerichtsaövokat in Wien, 1. Bez., Gonzagagasse 14, Telephon 16 341, wohin auch sämtliche etwaige Spenden und Zuschriften zu richten sind, und am Abend selbst an der Kassa. Das Hilfskomitee zur Unterstützung russisch-jüdischer Emigranten. S. Brod. Ludwig Baum. Sigmund Fricömann. Ferdinand Löwy. Dr. Carl Lifczis. Architekt Marmorek. M. Markus. Norbert Rappaport. Richard Rappaport. Adolf Schramek. I. Straßberg. Dr. Albert Wagner. Dr. I. S. Bloch, Redakteur der „Oesterreichischen Wochenschrift". Julius Uprimny, Redakteur der „Welt". Dr. Leo Sofer, Jakob Krausz, Redakteure des „Jüdischen Volksblatt". „Donan-Klnb". (33. Vercinsjahr.) Einladung zur.Teilnahme an der Plenarversammlurkg des Donau-Klub, welche .Samstag den 5. November 1904, präzise halb 8 Uhr abends, im Festsaale des Hotel Central (vorm. „Weißes Roß"), 2. Bez., Taborstraße 8, 1. Stock stattfinden wird. Tagesordnung: L Der niederösterreichische Landtag und die Schule; besprochen vom Reichsratsabgevrdneten Dr. Ludwig Vogler. 2. Kommunale Angelegenheiten; besprochen von Mitgliedern des fortschrittlichen Parteiverbandes im Wiener Gemeinderate. Die geehrten Mitglieder, Freunde und Gäste des Donau-Klub, sowie deren Damen werden zur Teilnahme an dieser Versammlung höflichst eingeladen. Wien, 31. Oktober 1904. Der Obmann: Wilhelm Stiaßtly. Der Obmannstellvertreter: Leopold Qniex. (im eigenen Hause). Solide, stabile Vertreter werden überall angestellt. Preise, gute Provision. Billige Auf Allerhöchsten Befehl Seiner k. u. k. Apostolischen Majestät xxxvi. k. k. Staats Cotterie für Zivil-Wohltätigkeilszwecke der diesseitigen Reichshälfte. Diese Geldlotterie, die einzige in Oesterreich gesetzlich gestattete, enthält 18.435 Gewinste in barem Geld© im Gesamtbetrags von 592 980 Kronen. Der Haupttreffer beträgt: 200.000 Kronen bar. Die Ziehung erfolgt unwiderruflich am 15. Dezember 1904 Ein Los kostet 4 Kronen. Los© sind bei der Abteilung für Staats-Lotterien in Wien, III., Vordere Zollamtsstrasse 7, in Lottokollekturen, Tabaktrafiken, bei Steuer-, Post-, Telegraphen- und Eisenbahnäratern, in Wechselstuben etc. zu bekommen; Spielplane für Loskäuter gratis. Die Lose werden portofrei zugesendet. Von der k. k. Lotto-Gefälls-Direktion. Abteilung der Staats-Lotterien. Telephon 1356. Elektr. Ventilation. Care . WIEN, IX., Liechtensteinstrasse 4 (nächst d. Schottenring) Grosses, geräumiges, rauchfreies Lokal. — Elektrisch ventiliert. — Anfliegen der gelesensten Journale, Revuen u. Parteiblätter. — Spezialität: Amerikanische Seifert - Präzisions - Billards neuester Konstruktion. — Anerkannt vorzügliche Getränke bei aufmerksamster Bedienung. — Rendezvous der besten Gesellschaft. — Altes Renommee. Anna Ruthmayr, Cafetiere. Xladnoer Steinkohlentoo© stückJCronen-grikells (ä 460 gr. ca.) spesenfrei ins Haus gestellt K 17 — ‘ Steinkohlen- Garantiert 5000 Erleuchtungen! Mitteilungen am dem Mrblrknm. Nach dem Mittagessen eilt jeder ins Kaffeehaus, um seine ihm passenden Blätter zu Icfen und dabei seinen Schwarzen zu trinken. Jeder sucht sich natürlich ein ihm passendes Kaffeehaus, in welchen: er sowohl seine Bekannten als auch ein distingiertes Publikum findet. Als altrenommiertes Kaffeehaus gilt das Cafe Ruthmayr, Wien, 9. Bez., Liechte n st e i n st r a ß e 4. Es liegen hier die gelesensten Blätter auf. Dieses Kaffeehaus ist auch der Renöezvousort der vornehmsten Gesellschaft, einerseits wegen der prompten B e - dienung und andrerseits wegen seiner vorzüglichen Lage. Das Cafe Ruthmayr liegt nämlich in unmittelbarer Nähe der Effektenbörse, des Parlaments und Rathauses. Hier werden also die neuesten Nachrichten diskutiert, Meinungen ansgetauscht usw. Unsere Freunde, Leser und Abonnenten werden sich des Cafe Ruthmayr gewiß erinnern. Für ein schön mövl. Zimmer, mit fep. Eingang, wird ein Herr gesucht. Näheres: Grünspan, 8. 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