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Jüdisches Volksblatt · 1904-10-07 · 41 (7.10.1904) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
6 (1904)
Issue
41 (7.10.1904)
Date
1904-10-07
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 41 Wien, Freitag Jüdisches 'Volfeßblatt* 7. Oktober 1904, r * Seite 7 WMdlarf bei «Mr« Insereirteit zu -irdtO 'Wtd^|W4«b>eEDif^ Wr^ Statt zu beziehen. ee^rt^r HUr RedahtZstr! In Ihrem gesch. Blatte Er. 40) vom ab. September l. J. las ich unter Zem TueL^Die Aieue Freie Presse und die Büra- ■ winär tfitt einem Gefühl des' Schnrerzes, daß einer unserer gm jüdisch gesinnten Schriftsteller,>Dr.Adolf A g a i, der hervorragendste der Novellisten (Porzü) ein getaicher .Jude sei. Dies entspricht jedoch der Wahrheit mcht, wrr können vielmehr behaupten, daß Herr Dr. Adolf Agai und seine Familie im strengen Sinne des Wortes Juden, sinb und Mir, die Begründer des zionistisch gesinnten *:iZaidö Nöplap*, ihm vieles zu verdanken haben.' Was stkire Artikel in der „Neben Freien Presse" betrifft, können diese vielleicht auf einzelne Juden m der Bukowina einen unangenehmen Eindruck gemacht haben, aber hatten gewiß nicht echt jüdischen Herzen und der jüdischen Denkweise des .hervor ragenden Dichters bekannt zu werden Mit dem besten Dank für Ihre Güte mit kollegialem Gruß Armtit Bokos Redakteur und Herausgeber des „Zsidö NAplap“. (Ieöenfafts hat Herr Agai irr den bewußten Feuilletons ckein jüdisches Empfinden verraten. Anm. d. „I. B.") Hilfsverein der Deutschen Anden. Sehr geehrte Redaktion! Der Plan, eine Organisation zu schaffen^ die die jüdische Auswanderung aus dem Osten zu überwachen in der Lage ist und die die einzelnen Auswanderer vor Uebervorteilung re. zu wahren sich bemüht, ist ein alter. Seiner Verwirklichung näher geführt wurde er bisher nicht. Nunmehr kann die Hoffnung gehegt werden, daß in gegebener Jeit ein entscheidender Schritt vorwärts getan wird, damit dein dringenden Bedürfnis der armen Auswanderer Genüge geschieht. Der Hilfsverein der Deutsche,: Juden hat in der letzten Sitzung seines geschäftsführenden Ausschußes am 21. September beschlossen, die Durchführung des Planes in die Hand zu nehmen, und zwar wurden den Beratungen beiliegende Ausführungen zugrunde gelegt. Indem wir Ihnen dieses Schriftstück übermitteln, ersuchen wir Sie ganz ergebenst, in Ihrem geschätzten Blatte auf d,ese Bestrebungen Hinweisen zu wollen, oamit durch eine öffentliche Diskussion das Interesse für diese außerordentliche wichtige Angelegenheit in entsprechender Weise gefördert wird. Die -Hilfe der einflußreichen Presse ist ganz unentbehrlich. Wir fügen noch hinzu, daß eine Anzahl deutscher Komitees an unserer Ostgrenze, mit einer Zentrale in Königsberg, die wiederum mit uns in Verbindung steht, bereits gebildet worden ist, und daß es nunmehr geboten erscheint, Verhandlungen einzuleiten, um durch eine gemeinsame Kooperation aller großen Organisationen in Deutschland und außerhalb Deutschlands, die für diese Zwecke in Frage kommen können, die Grundlagen für ein gemeinsames Handeln zu schaffen. In größter Hochachtung Hilfsverein der Deutschen Juden gez. Dr. Paul Nathan. and at)dm WeiHpapi'em gewähre ich in jedem Betrage zii Billigsten Bedingungen. Die Rückzahlung solcher Darlehen kann nach Wunsch der Partei auf einmal oder ..—1. ■■ auch in bequemen Monatsraten erfolgen. .- ' ■„ , - Auch bei Banken; Sparkassen odef Privaten verpfändete Lose und Wertpapiere löse ich aus und können selbe bei mir im Depöt bleiben oder Verkauft werden. Auf Wunsch können dieselben' Stücke auch sogleich gegen angenehme Monatsraten wieder rückgekauft werden, wobei " der völle Kaufpreis abzüglich 'eine# Rate zur Verfügung ' des 'Besitzers der Lose steht Und doch das Volle GevHnnrecht gewahrt bleibt. Bankgeschäft, Firmabestancf seit 1869. in Grosser Platz Nr. 25, im eigenen Hause. — Solide Agenten wer den überall angestellt. Briefkasten. Baltisch. Wir teilen Ihnen mit, daß die Ausschreibung der Gemeinde Schönwald gesetzwidrig ist, und zwar verstößt der Ausschluß israelstischer Bewerber gegen den Art. 2 des' Staatsgrundgese'tzes vom 21. Dezember 1867, RGB. Nr. 162 und gegen Ws. 2 der Gewerbeordnung. Wollen Sie sich an Ihre zuständige Bezirkshauptmannschaft wenden behufs Abhilfe und sich eventuell dabei auf eine Entscheidung ödr k. k. Bezirkshauptmannschaft Friedet berufen, die auf eine Beschwerde der Kultusgemeinde Friedek-Mistek wegen einer Ausschreibung des Gemeindevorstandes Altstadt in diesem Sinne entschied. Prämiiert Weltausstellung Paris 1889 und 1900. älteste bestrenommierte Warstand SelcMeischwaren - Fabrik Fabrik und Hauptdepöt: MieN) I!., Takorstraße 32 (im eigenen Hause) empfiehlt ihr Sortiment -,^2 Wurst-, Selchfleischwaren, Ungar, und Veroneser-Salami bester Qualität. Durch Aufstellung der neuesten Maschinen und Kühlapparate ist sie in der Lage, den weitestgehenden Anforderungen und Wünschen ihrer werten P. T. Kunden zu entsprechen. Preis-Kurante gratis und franko. Garantiert 5000 Erleuchtungen gibtdiefeelektrische Taschenlampe Jmmerllcht“bet»or eine Lrsatzbatterienötig ist. Prett in Ledecimitation Hl 3, in Perl» mutter» oder LHildkrotimitation K 4, mit vergröberungslinse AI mehr. Lrsatz.Dauer» batteri« II I.k. 8vh«srtr. vlslss, Lerchen» felderstratzel24/3l.versänd peruachnahme.' Vertreter gesucht! 1 r fvlähmaschlnen, vorzUgl. 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Manuelle Arbeiter: 7 Anfpapper, 2 Bäcker, 4 Buchbinder, 3 Vuch- 2 Anstreicher, örucker, 1 Bürstenbinder, 2 Kartonnagearveiter, 2 Drechsler, 4 Fleischhauer, 4 Friseure, 3 Goldarbeiter, 3 Gürtler, 28 Hausknechte, Geschäfts- . und Bureaudiener, 46 Hilfsarbeiter, 1 Kellerarveiter, 6 Kellner, 2 Kutscher, 6 Laufburschen, 2 Lederzurichter, 10 Lehrlinge, 6 Magazineure, 3 Maschinisten und Heizer, 8 Metallarbeiter, 2 Monteure, 23 Schlosser, 30 Schneider, 6 Schuhmacher, 2 Spengler, 3 Tapezierer, 2 Taschner, 14 Tischler, 6 Uhrmacher, 2 Zeichner, 1 Zimmermaler, 1 Zuckerbäcker, tüchtige und verläßliche Hausbesorger. II. Klasse. Kaufmännische Angestellte; 1 Branntweinverschleißer, 26 Buchhalter und Korrespondenten, 108 Kommis diverser Branchen, 43 Kontoristen und Strazzisteu, 3 Inkassanten, 9 Kanzlisten und Schreiber, 6 Manipulanten und Expedienten, 4 Platzagenten und -Vertreter, 16 Praktikanten ,8 Reisende. Weibliche Abteilung: 8 Bonnen und Kindergärtnerinnen, 58 Kontoristinnen und Kanzlistinnen, 2 Krawattenzuschneiderinnen, 10 Expedientinnen und Manipulantinnen, 3 Hilfsarveitertnnen, 2 Näherinnen, Schneiderinnen, 11 Praktikantinnen, 42 Verkäuferinnen, 4 Wirtschafterinnen und Stützen der Hausfrau. III. Klasse. Geistige Arbeit: 40 Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hochschttler, welche Gymnasiasten und Realschüler unterrichten). Offene Stellen: Von männlichen Arbeitskräften; Mehrere Holzdrechsler, Monteure, Installateure für Gas- und Wasserleitung, Dreher, Lehrlinge, Kontornnö Lagerpraktikanten. Von weiblichen Arbeitskräften: 3 Bonnen für auswärts, mehrere Bonnen, keine Anfängerinnen für hier. M«-> I I’ i I von Frau IDA EPSTEIN, Breslau II GARTENSTRASSE 67 Vorzügl. Verpflegung, gediegene wissenschaftliche, gesellschaftliche u. häusliche Ausbildung. Beste Referenzen. Prospekt auf Wunsch. I Das Bessere ist der Feind des Guten! 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