Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 37 (9.9.1904)
- Date
- 1904-09-09
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 37 Wien) Freitag JÜdiiehec Völfcabiatl 9. September 1904 Seite 7 € der unseren Inserenten zu decken und sich dabei aus unser vlatt zu beziehen. der dreieinhalb Jahre, die seit dem Anffinöen deMeiDWile des Ghmnastasten Wtüter berslosftzit find, dke polizeilichW «yd gerichtlichen Ermittlungen nicht geruht. Bor kurzem wurde, wie wir berichtet haben, ein VorMtersuchungsverfahren eingestellt, das sich gegen die Familie der in einem früheren Zeitpunkt -er Untersuchung wegen Meineids zu Zuchthaus verurteilten Gesindevermieterin Frau Rotz richtete. Eine Eigentümlichkeit -er Konitzer Angelegenheit besteht in den BeleiSigungsprozeffen, die jedesmal nach Abschluß eines solchen amtlichen Verfahrens von den betreffenden Konitzer Einwohnern, gegen die es sich gerichtet hatte, gegen Zeitungelt angestrengt werden, die über die amtlichen Ermittlungen berichtet und dabei die auf eine etwaige Täterschaft hindeutenden Verdachtsmomente betont haben. Wie erinnerlich, wurden so der Verleger und verantwortliche Redakteur eines Berliner Blattes wegen Beleidigung der Familie Levy und anderer Konitzer Juden zu schweren Gefängnisstrafen verurteilt, und die Strafanträge eines Konitzer Lehrers hatten eine Verurteilung zahlreicher Pretzorgane zu geringeren Strafen zur Folge. Heute kam es auf Grund eines Strafantrages des Schwiegersohnes der oben erwähnten Frau Roß, des Schlossers Berg, vor dem Konitzer Gericht zu einer Verhandlung wegen Beleidigung jener Familie gegen die Redakteure eines Danziger und eines Brolnberger Blattes. Die Verhandlung wurde aber vertagt, weil damit welkere Beleidigungsklagen gegen einige Berliner Redakteure verbunden werden sollen. Die Verklagten wollen den Wahrheitsbeweis antreten, und so wird es wohl wieder zu einer Aufrollung der ganzen so vielfach schon behandelten Angelegenheit vor Gericht kommen. Die Organisation der jüdischen Gemeinden in Rumänien. In jüdischen Kreisen Rumäniens wird die Idee ventiliert, einen Kongreß einzuberufen, um eine Massenpetition an die Regierung zu richten, welche gebeten werden soll, daß sie durch ein Gesetz die Lage der jüdischen Gemeinden regle. HeMe hängt die Organisation der jüdischen Gemeinden sozusagen in der Luft und sowohl in ritueller als auch in Schul- und Kirchenfragen fehlt es den Juden an jeder gesetzlichen Grundlage. Die Juden hoffen, daß die Regierung nicht abgeneigt sein werde, in dieser für sie wichtigen Frage eine Besserung herbeizuführen. Eingesendet. Erklärung. Wir werden um Aufnahme folgender Zeilen ersucht: - In der „Hazefirah" vom 26. August d. I. wird erzählt' baß ich eine Zeitschrift „Antizionist" gegründet habe. Ohne näher untersuchen zu wollen, ob und 'welchen lichtscheuen Zwecken diese Mitteilung dient, erkläre 'ich sie hiemit als mutwillig und gewissenlos erfunden. Ich stehe der angeblichen Zeltungsgründung völlig ferne. Wien, den 1. September 1904. Dr. Nathan Birnbaum. Danksagung. Dem Studentenpensionat des Herrn Hch. Gansel in Ung.- Hradisch (Mähren), in welchem meine Söhne durch mehrere Jahre gediegene Ausbildung, sorgsame Pflege und die "weitgehendste geistige Förderung genossen, sage ich hiermit öffentlichen Dank und kann ich dieses, Institut allen Eltern aufs wärmste anempfehlen. I. Klagsbrum, Wien-Floridsdorf, Jägergasse 15. Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis Wien, II.. T a b o r s t r. 59 (Tel. 13920) bietet den P. T. Arbeitgebern seine kostenfreien Dienste an. Brieflicher oder telephonischer Auftrag genügt, um männliche und weibliche qualifizierte Arbeitskräfte, sowie Hilisarbeiter, ferner kaufmännische Angestellte und Lehrkräfte beiderlei Geschlechtes zugewiesen zu erhalten. Vorgemerkt sind: I. Klasse. Manuelle Arbeiter: 1 Anstreicher, 4 Aufpapper, 2 Bäcker, 4 Buchbinder, 2 Buchdrucker, 2 Drechsler, 4 Elektromonteurs, 3 Fleischhauer, 2 Friseure, 2 Goldarbeiter, 8 Gürtler, 26 Hausknechte, Geschäfts¬ und Vnreandiener, 31 Hilfsarbeiter, 1 Kellermeister, 2 Kellner, 2 Kutscher, 4 Laufburschen, 6 Lehrlinge, 5 Magazineure, 2 Maschinisten und Heizer, 3 Metallarbeiter, 6 Schlosser, 21 Schneider, 2 Schuhmacher, 4 Spengler, 2 Tapezierer, 1 Taschner, 5 Tischler, 2 Uhrmacher, 1 Zeichner, 1 Zuckerbäcker, tüchtige und verläßliche Hausbesorger. II. Klasse. Kaufmännische Angestellte: 1 Branntweinverschleißer, 18 Buchhalter und Korrespondenten, 90 Kommis diverser Branchen, 32 Kontoristen und Strazzisten. 3 Inkassanten, 8 Kanzlisten und Schreiber, 6 Manipulanten und Expedienten, 4 Platzagenten und -Vertreter, 12 Praktikanten, 6 Reisende. Weibliche Abteilung: 4 Bonnen und Kindergärtnerinnen, 60 Kontoristinnen und Mtimten, 2 Kravattenschneiderinnen, 10 Expedientinnen anipulanttnnen, 2 Hilfsarbeiterinnen, 0 Praktikantinnen, 1 Schneiderin, 88 Verkäuferinnen, 1 Verschleißerin, 4 Wirtschafterinnen und Stützen der Hausfrau. III. Klasse. Geistige Arbeit: 30 Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hvchschüler, «velche Gymnasiasten und Realschüler unterrichten). Offene Stellen: Von männlichen Arbeitskräften: Mehrere Tischler, Schlosser, Schuhmacher, Monteure, Lehrlinge, Kommis diverser Branchett, Kontoristen, tüchtig, mit Praxis, Lager- und Kontvrprakttkanten. Von weiblichen Arbeitskräften: Mehrere Kotttoristinnen, tüchtig, mit Praxis und Sprachkenntnissen, Stenographie und Maschittschreiben. at)ä andere gewähre ich. in jedem Betrage zu billigsten Bedingungen. Die Rückzahlung solcher Darlehen kann nach Wünsch der Partei auf einmal oder - auch ih bequemen Monatsraten erfolgen. —.; ■ Auch bei Banken, Sparkassen oder Privaten verpfändete Lose und Wertpapiere löse ich aus und .könäeii.selbe^ bei mir im Depöt bleiben .oder verkauft werden. Auf Wunsch können dieselben Stucke auch sogleich gegen angenehme Monatsraten wieder rückgekauft werden, wobei der volle Kaufpreis abzüglich einer Rate zur Verfügung des Besitzt der Lose steht und. doch das.volle Gdwinnrecht gewahrt bleibt. Bankgeschäft, Grosser Platz Nr. 25, im eigenen Hause. Firmabestand seit 1869. — Solide Agenten werden überall an ge stellt. Israelitisches Stiidenten-Pensionat für Volks- und Gymnasialschüler des Heinrich GanseB Ung.-Hradisch (Mähren). Auch werden Studenten über die Ferien zum Landaufenthalt genommen. — Referenzen: Se. 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