Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Volksblatt · 1904-08-19 · 34 (19.8.1904) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
6 (1904)
Issue
34 (19.8.1904)
Date
1904-08-19
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2432763-2433023-2433057--2543-2436420
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 34 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt. 19. August 1904 Seite 7 ( wir bitten unsere Leser, ihren vedars bei unseren Inserenten zu decken, und sich dabei auf uuser Blatt zu beziehen. Eigentum de- Regimentes bleibt, der Synagoge Podol über- 8eben. In Kiew erbalten die jüdischen Soldaten durch einen lerein unentgeltlich koscher« Kost. Luch schreibt mir mein Sohn, ein Soldat, der im 88. Regiment in Grusino im Nowgorodzkoj- Gouvernement dient, daß die dortigen jüdischen Soldaten von nur 6 Familie«, die das dortige Wohnrecht haben, gespeist werde« und zu jedem Schabber zu Tische geladen werden. I« einem in der Nähe von Radomisl gelegenen Städtchen hat während einer Gerichtsverhandlung folgenheS intereffante Intermezzo stattgefunden: Zwei Tartarenbrüder standen unter der Anklage des Vatermörder; als Aeltefter der Gefchworue« fungierte ein reicher Jude. Die Anklageschrift war schon aet* Ufen und einige Zeugen befragt worden, als die übrigen christlichen Geschwornen plötzlich erklärten, daß ein Fehler durch das Gericht begangen worden sei, sie wollen nicht gemeinsam mit einem Juden richten. Der Vorsitzende Richter jedoch erkärte ihnen daß die Juden dasselbe Recht besitzen als Geschworne zu fungieren, gerade wie die Christen. In Kiew hat die jüdische Gemeindeverwaltung beschlossen, die Inhaber öffentlicher Häuser aus der Gemeinde auszuschließen. Gleichzeitig wurde die Frage angeregt, in Kiew eine jüdische Gesellschaft zur Fürsorge und zum Schutze der jüdischen Mädchen und Frauen zu bilden, nach dem Muster einer derartigen daselbst bestehenden christlichen Gesellschaft Vor kurzem wurden alle hiesigen Bethäuser, laut Befehl des Kiewer Gouverneurs, mit Aushängeschildern versehen, auf denen zu lesen ist, in welchem Jahre das Bethaus erbaut ist und wer es genehmigt hat. Nirgends sieht man so viel Schnorrer als hier. Der Rado, miSler Schnorrer ist ein eigenartig seltsames Geschöpf. Er versteht geschmackvoll zu betteln, und niemals, selbst wenn man ein beschämendes Wort an ihn richtet, steigt ihm die Schamröte inS Gesicht! Er bedankt sich, wenn das Almosen seinen Erwartungen entspricht, und murmelt eine leichte Verwünschung, wenn es ihm nicht hochherzig und freigebig genug erscheint. So schleppt er seine angeborene Trägheit von Haus zu Haus, von Ort zu Ort. Gr huldigt eben einem Nomadenleben, ist arbeitsscheu und verläßt sich auf Gaben anderer. Schon im Kindesalter gewöhnt man ihn daran. Ich habe vor einigen Tagen in Z i t o m i r «inen ehrwürdigen anständigen Schnorrer gesehen, der, wenn er zu unfern deutschen oder österreichischen Glaubensgenossen kommt, viel Geld einheimst. Man muß ihn die Erlebnisse seiner Reise erzählen hören! Eine glänzendeTour,um die ihn die unerschrockensten Weltreisenden beneiden würden. Er erzählt, er war schon in Marseille, Lyon, Dijon. Paris. Die Ernte ist hier eine vorzügliche. Niemand hat eS glauben können, daß heuehr, nach solch unstätem Wetter, so eine reichhaltige Ernte zu erwarten ist, nur fehlt hier Futter für das Vieh, so daß die armen Leute wegen Futtermangel ihr Vieh z« verkaufen verurteilt sind. Braun. seriellen nnk Lore üi)d andere Wertpapiere gewähre ich in jedem Betrage zu billigsten Bedingungen. Die Rückzahlung solcher Darlehen kann nach Wunsch der Partei auf einmal oder . auch in bequemen Monatsraten erfolgen. Auch bei Banken, Sparkassen oder Privaten verpfändete Lose und Wertpapiere löse ich aus und köpn^n selb* bei mir im Depöt bleiben oder verkauft werd-n. Auf Wunsch können dieselben 8tunke auch eogleich gegen angenehme Monatsraten wieder rück^ekauft werden, wobei der volle Kaufpreis abzüglich einer Rate zur Verfügung des Besitzers der Lose steht und doch das volle Gewinnrecht gewahrt bleibt. Eduard Urban in Brünn Bankgeschäft, Grosser Platz Nr. 25, im eigenen Hause. Firmabestand seit 1869. — Solide Agenten werdejn überall angestellt. Mitteilungen aus dem Publikum. Rohrplattenkoffer in jeder Größe von der billigsten bis angekündigt -sind. PreiSkurante gratis. Der Verein kür unenlgeltUcden Arbeitsnachweis Wie n . II.. Tabors t r. 59 (Tel. 13920) bietet den P. T. .Arbeitgebern seine kostenfreien Dienste an. Brieflicher oder telephonischer Auftrag genügt, uni männliche und weibliche qualifizierte Arbeitskräfte, sowie Hilfsarbeiter, ferner kaufmännische Angestellte und Lehrkräfte beiderlei Geschlechtes zugewiesen zu erhalten. * Vorgemerkt sind: , L Klasse* Manuelle Arbeiter: 1 Anstreicher, 5 Aufpapper, 3 Bäcker, 7 Buchbinder, 4 Buchdrucker, 1 Kartonnagcarbeiter, 2 Drechsler, 6 Elektromonteure, 3 Fleischhauer, 2 Friseure, 1 Glaser, 4 Goldarbeiter, i Güxtler, 82- Hausknechte, Geschäfts- und Bureaudiener, 46 Hilfsarbeiter, 1 Hutmacher, 2 Kellerarbeiter, 2 Kellner, 3 Kutscher, 6 LmrfbUrschen, 3 Lehrlinge, 5 Magazineure, 3 Maschinisten und Heißet, 6 Metallarbeiter, 6 Monteure, 36 Schlosser, 32 Schneider- 7 Schuhmacher, 10 Spengler, 9 Tapezierer, 2 Taschner, 2 Tischler, 2Uhrrnacher, 1 Zeichner, 1 Zimmermaler, 1 Zuckerbäcker, tüchtige und verläßliche Hausbesorger. II. Klasse. Kaufmännische Angestellte: 2 Hranntweinverfchleitzer, 20 Buchhalter und Korrespondenten, 80 Kommis diverser Branchen, 84 Kontoristen und Strazzisten, 4 Inkassanten, 7 Kanzlisten und Schreiber, 3 Manipulanten und Expedienten, 6 Platz-Agenten und -Vertreter, 24 Praktikanten, ' ’ 5 Reisende. Weibliche Abteilung: 4 Bonnen und Kindergärtnerinnen, 36 Kontoristinnen uyb KäNzlistiNnen, 8 Expedientinnen und Manipulanttnnen, 1 Hilfsarbeiterin, 1 Kafsafräulein (Probierfräulein), 2 Näherinnen (Schneiderinnen), 5 Praktikantinnen, 83 Verkäuferinnen, 2 Verschleitzerinnen, 4 Wirtschafterinnen und Stützen der; Hausfrau. - Ul. Klasse. Geistige Arbeit: 22 Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hochschüler, welche Gymnasiasten und Realschüler unterrichten). Offene Stellen: Von männlichen Arbeitskräften: Mehrere Anstreicher, Zimmermaler, Tischler, Lehrlinge, Kommis der Galanterie-Branche, l Kommis für Wirkwaren En- . * grys, ntetzrere Lager- und Kontorpraktikanten. .]Von weibliche« Arbeitskräften: Mehrere Kontoristinnen mit Praxis, Stenographie, Maschinschreiven, 1 Korrespondentin (Französisch), 1 Kontoristin mit 1 Französisch und Englische > 3n RabbincrfamHie, Vien i 1-—2 Knaben aus gutem Hause in Pension genommen. Gewissenhafte Aufsicht;' nM Wynseh Nachhilfe« und hebr. Unterricht. Zuschriften unter „Dr. M. A.C-* an die Expedition dieses Blattes. Israelitisches Stiidenten-Pensionat für Volks- und Gymnasjalschüler Heinrich Gansei '..■ . Ung-Hradisch (Mähren). -- Auch werden Stu ienten über, die Ferien zum Landaufenthalt genommen. — Referenzen: Sa. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Josef Burs tyn hierorts und die hox*hlöbliche Direktion des hiesigen k. k. deutschen StaatsrObergymnafliums. — Massiger Pensionspreis. — Prospekte gratis. Zur gefälligen Beachtung! Echt französische und amerikanische Gummi-Spezialitäten ■§■ sowie französische Fischblasen — A. HELD WEIN -- WIEN, I., Herrengasse 4 (Eingang Uhrenladen). Wir machen unsere geschätzten Abonnenten in Russland darauf aufmerksam, dass wir der Buchhandlung des VersefiddUkret. Garantiert 5000 Erleuchtungen gibt diese el e k t rische Taschenlampe „imm«r>Ioi»t*b«vor«ine Lrsatzbattertenöüg ist. Preis in Ledertmitation X 3, in perl, mutier» oder Schtldkratimitation il 4. mit vergrötzerunaslinse ii I mehr. Ersatz«vauer. batterie K I. F. Schwarte.VIIIH,Lerchen, feiderstratz« 124/81 .Versand perNachnahmr. Vertreter gesucht. dlähmasvhinsn, vorrügl. A't, Kurdslstlokmascbinsn, seht irsnr., Paten» Strickmaschinen, Schreibmaschinen, neue u. gebrauchte, - Fahrräder, Modell »G04.Unglaublloh billige Preise, böquemst. Abzahlung, Garantie, Umtausch-kulantest Jacobi,Wien, IX.,Thurng.4. TÄon Das bessere ist der Feind des Guten! Etwas wirklich Besseres als alle bisher für LeinenundBaunrnollwäschaim Gebrauch befindlichen Waschmittel, wie Seife, Soda, Pulver etc. i$t Schichte neu erfundener Waseli 5 Extrakt u Nalewki Iwanow Bazar die Ganeralwertretung unseres Blattes für Russland Qbe^gebein haben. .■nX '■t Administration des „Jüdischen Volksblatt“, WienvII., Leopoldsgasse 2 a. Mayonais-Oele französischer und italienischer Provenienz bei J. B. MARSANOS’8 zum .Einweichen der Wäsche. Vö rzüge: 1. Vermindert die zum Wäschen bisher notwendige Aaholta^.' ' aolt auf die Hälfte, 8,. die Mühe auf •In VIertel» 3 Mäöht die Verwendung von Soda gfinxllah abarfMkssig. 4, Macht die Wäsche, weil rnlaeif, etiöh viel welnser. ' 6, lat für ftände und Wäsche vollkommen unschädlich, wor Tür Unterzeichnete Firma^ede Garantie leistet. 6. Kommt wegen seiner ausserordentlichen Ausgiebigkeit ’ .■ billiger als, alle an deren Waschmittel; '' •••' Ein einziger Verauohmaoht diesen Waaohextrakf Jeder Hausfrau imd Wäscherin unentbehrlich. UeheraU■'$$: hüben. Für Walt*, Seldon- und (irblg* Wliehi, Spitzon, Stlokereloa und dergl. ist und ' bleibt das beste Reitzigun^smlttel Schicht's KaHaeife mit Marke! o ta w o. „ Schicht, Äusstg a. Grösste Fabrik ihrer Art auf dem europflisohen Faatliwla (gegründet 1662) ' IV.» Wiednerhaupts.tr. 10, Freihaus jaiir 4. Hof; Vor Irreführung wird gewarnt! Hi Wie«, 3. gteftek, Kefie«l»rückr«gasse Ur, Ä Elektrische Strassenbahn f- HaUeatelle: . So fienbrizyke,-ErdjDerger8tras#iL oder Rssumpchkxgasse il I Stadtbahn HaltesteUp r Hauptzoiiamt yder Radetz^kpiatD». «Wch« Schwitz-, .Vampsmt wana«nbi>der : LtiiltlhlM, Aschias, Sicht m» «heumatUip«. ■VW- :"in' l*/4 Stunden von Wien?! : ^Herrlichste .Lage am Füsse der kl. Karpathen. Sämtliche Arten hydratischer Prozeduren. , fechön yröhUerte Zimmer. Vor^rCffljöhe Küche, Auskünfte; erteilt die Badevervaltuo^ Zötzsn^ Prospekte gratis, i Aerztlicher Leiter: Dr. R. STELNER. - >» feinster ün,<XV,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.