Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 32 (5.8.1904)
- Date
- 1904-08-05
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 32 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt. 5. August 1904 Seite« < wir bitten unsere Leser, ihren vedars bei unsere» Inserenten zu decken, und sich dabei aus unser Via«;u beziehen. I In den genannten Provinzen haben die Katholiken nicht weniger als 16-75 Prozent zu wenig höhere Schüler, während die Evangelischen ll*4i Prozent, die Juden 5-41 Prozent mehr Schüler liefern, als der Durchschnitt ihnen zufchreibt. (Die Dissidenten bleiben ebenfalls mit 0-07 Prozent zurück). Am auffallendsten tritt dieses Mißverhältnis in den beiden Westprovinzen hervor. Die Rheinprovinz zählte am 1. Dezember 1900 5,7'>8.523 Einwohner. Hiervon waren 69 64 Prozent katholisch, 28-88 Prozent evangelisch, 0 37 Prozent dissidentisch und 0-9l Prozent jüdisch. Bon den 32-180 Schülern der höhern Schulen dieser Provinz sind aber nur 53 60 Prozent katholisch, dagegen 42-24 Prozent evangelisch, 0*26 Prozent dissidentisch und 3-90 Prozent jüdisch. In Westfalen stehen sich die beiden christlichen Konfessionen fast gleich, 48-28 Prozent evangelisch und 50 72 Prozent katholisch. Zu den höheren Schulen aber liefern die Evangelischen 55-17 Prozent dek Schülerzahl, die Katholiken nur 40 91 Prozent. Um die Frage des Anteils der verschiedenen Konfessionen an dem Besuche der höhern Lehranstalten allseitig erschöpfen zu können, halten wir es für geboten, noch auf die Ergebnisse der Reifeprüfungen an den drei Arten von Bildungsanstalten näher cinzugehen. Oeffnen doch diese Reifeprüfungen einerseits die Pforten der Universitäten und der technischen Hochschulen, wie sie anderseits für den Eintritt in eine ganze Reihe höherer Staatslaufbahnen für unbedingte Voraussetzung gelten. Im Schuljahre 1902/03 bestanden die Refeprüfung an den: Evangel. Kathol. Dissid. Juden Summa Gymnasien 3.009 1.515 8 360 4.892 Realgymnasien 604 58 3 39 704 Oberrealschulen 320_52 — 20 392 Summa 3.933 1.625 11 419 6.988 Bon 5988 Abiturienten sind demnach 65'68 Prozent evan gelisch, 27-14 Prozent katholisch, 0-18 Prozent dissidentisch und 7 Prozent jüdisch. Eine sofort ins Auge springende Tatsache ist die, daß so wenig Katholiken an den beiden realistischen Vollanstalten die Reifeprüfung oblegen. Von den 1096 Abiturienten der Realgymnasien und Oberrealschulen waren 924 84-30 Prozent «vangellsch, 110 --- 10 04 Prozent katholisch, 3---0-28 Prozent dissidentisch und 59 --- 5 88 Prozent jüdisch. Wir haben schon einmal im Laufe unserer Ausführungen betont, daß besonders die wirtschaftliche Zukunft des deutschen Volkes mehr aus dem Gebiete der modernen Realanstalten als auf dem der Gymnasien liege. Da nun schon jetzt zur Erlangung höherer Posten selbst in der Privatindustrie und im Handel die Ablegung einer Reifeprüfung an einer höheren Schule für erforderlich erachtet wird, so kann man leicht ermessen, wie sehr die Katholiken ins Hintertreffen geraten müssen, wenn sie nicht einmal ein Drittel so viel Abiturienten von den realistischen Anstalten liefern, als ihnen nach der Gesamtbevölkerung zukommen. Bei den Gymnasien finden wir, daß von den 4892 Abiturienten 8009 — 61-51 Prozent evangelisch, 1515 — 30-97 Prozent katholisch, 8 — 017 Prozent dissidentisch und 360 7 3, Prozent jüdisch sind. Daß die Katholiken bei den Gymnasien 20-93 Prozent mehr Abiturienten aufweisen, als an den Realanstalten, liegt lediglich an der Forderung des Staates, daß für die Zulassung zu den meisten akademischen Studien di« Reifeprüfung an den Gymnasien bisher als unerläßlich erachtet wurde. Doch auch hier erreichen die Katholiken ebenfalls nicht den ihnen gebührenden Durchschnitt von 35-15 Prozent. 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Weibliche Abteilung: 4 Bonnen und Kindergärtnerinnen, 27 Kontoristinnen und Kanzlistinnen, 2 Dienstmädchen, 7 Expeötentinnen und Manipulantinnen, 1 Kassafräulein (Probierfräulein), 4 Köchin, 3 Näherinnen (Schneiderinnen), 1 Praktikantin, 32 Verkäuferinnen, 2 Verschleißerinnen, 4 Wirtschafterinnen und Stützen der Hausfrau. III. Klasse. Geistige Arbeit: Z4 Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hochschüler, welche Gymnasiasten und Realschüler unterrichten). Offene Steilen: Von männlichen Arbeitskräften: Mehrere Lager- und Kontorpraktikanten, Kontoristen. Von weiblichen Arbeitskräften: Mehrere Bonnen, Kontoristinnen mit Praxis und Sprachkenntnissen, Stenographie und Maschinschreiven, 4 französische Korrespondentin, 1 Kanzlistin mit Stenographie und Maschinschreiben, mehrere Verkäuferinnen der Galanteriebranche, mehrere Verkäuferinnen der Damenkonfektion. Larantiert 8000 Lrloucht ungen gibt diese elektri sch ec, aschen lampe nlmmorllkittt-bevoreine Lrsatzbatterienöiig ist. 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