Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 31 (29.7.1904)
- Date
- 1904-07-29
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 31 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt. 29. Juli 1904 Seite V « wir bitten unsere Leset! ihren Bedarf bei unseren z« decken, und sich dabei auf unser Blatt zu beziehen. ■ i .5 i 'Goethes' Botschafterin Nannten' wir sie ünd schier' Hat es best -Anschein, als wäre sie nur seine BotenläMrin gewesen:' Dsni 'ist - - nicht so.- Er mutz auch ihr literarisches -Ürteik? ihren künstlerischen > Geschmack hochgeschützt Habens er wacht sie zur Vertrauten ^seiner .. 'dichterischen Pläne, gönnt ihr Einblicke in die innerste Werkstatt. .Sie wird nicht so unmittelbar bedeutsam für seine dichterische Produktion/ wie jene andere Marianne,'-die schöne Lmzerin, die später den. Frankfurter Patrizier heiratete, Marianne v. Willemer, sieht, sich aber in den wichtigsten Fragen zUm poetischen Beirat erhoben, Sie^ist die erste Leserin der Wvhlverwandtschaftess, ihr wird das - Werk, noch vor der Drucklegung vom Dichter mitgeteilt und er hört . auf ihr-Urteih. ändert nach ihrer Meinung Und versäumt nicht, beim Erscheinen des Romans ihr zu bezeugen, wie sehr sie das' , Buch'„durch ihre'Teilnahme gefördert habe'". .... .... Ganz, selbstverständlich wird sie' ^ur Vermittlerin zwischen , .Goetheund. seinen-anderen Wiener Freundinnen. In Karlsbads . . dem .Knotenpunkte, aus dem seine österreichischen Beziehungen nach -.-allen-,-Seiten sich verzweigten, ist er dem-ganzen Kreise näher getreten. Er hat dort die.Batonin Es ke l e s, ihre Tochter v. Fließ, ( ihre Nichte P e r e i.r a (Tochter der Arnstein)' kennen gelernt und.! hei -jeder. dieser Damen Geist, Schönheit) dien stfertige "Bewunderung '. -'.''.-gefunden, mitunter als. willkommenes Beiwerk gute Wiener Küche. > ... Brieflich,gesellt sich. Karoline Pichler Hinzu, die schreibende Frau.! In -dieser Umgebung gewinnt er mich, seine Hoflieferanten für Autogramme berühmter Wiener Persönlichkeiten. Man kann des Sammlers Freund nicht werden, ohne für die Sammlüng das . SH.nige. beizusteue.ru.. Mt vielen dieser Persönlichkeiten steht der Dichter im Briefwechsel und man macht da einige überraschende Be-' gegnungen. Da ist beispielsweise ein - gewisser Lerse, sein Wiener Faktotum für.- Mineralisches, Numismatisches-und ähnliche Lieblingssächex. Lerse,- Lerse, wie. bekannt das klingt! Es ist 'in der Tat. kein anderer, als -ex bekannte Goethe'sche Jugendfrennd, der' Genosse der Straßburger Studentenzeit,. den der Dichter in seinem Götz, verewigt hat.. Lerse ist mit der Zeit ein Wiener geworden. Als vortrefflicher Numismatiker war. er für die Sammlung des , Gräf.en v. Fries tätig, wohnte, in dessen. Palais auf dem-Josefs-' plgtze.und starb daselbst. Auch dieser Fries gehört zu Goethes W/i'ener Freunden. Sie alle scheinen -bisweilen ihre Stimmen' zu vereinigen, um den. Dichter fast mit Gewalt zu. einer Reise nach Wien zu vermögen. Ein Graf Purgstall bietet ihm sein ganzes Palais in der Stadt zum. Aufenthalte an, ein Graf Palffy, offenbar der Theater-Palffy, läßt ihm sagen, daß drei Zimmer in semem Hause beständig.. zu seiner Verfügung stehen.« Die Erfindung immer neuer Ausflüchte war ihm schließlich eine--kleine Marter,! Er fürchtete sich vor dem bewegten- Wiener-Leben. Das bunte Schauspiel aus der Entfernung, anzusehen, war ihm höchst .interessant, allein er wagte sich nicht in den Strudel und zuletzt verlor' Wien seine ganze Anziehungskraft, als Marianne nicht mehr .war. („N. Fr. Pr.") (ii)d apdepe Weplpapiepe .- gewähre ich in jedem Betrage zu billigsten Bedingungen. Die Rückzahlung solcher Darlehen kann nach Wunsch der Partei auf einmal oder - -- •- - - ' <:rrrr, auch in bequemen Monatsraten erfolgen. ..- Auch bei Banken,- Sparkassen oder Privaten verpfändete Lose und Wertpapiere löse ich aus und können selbe bei mir itn Depöt bleiben oder verkauft werden. Auf Wunsch können dieselben -Stücke auch sogleich gegen angenehme Monatsraten wieder rürkgekauft werden, wobei der volle Kaufpreis abzüglich einer Rate zur Verfügung des Besitzers der : Lose steht Und doch das völlq Gewinnrecht gewahrt bleibt. in Bankgeschäft, Grösser Platz Nr. 25, im eigenen Hause. Firmabestah d seit 1869. — So 11 de Agenten werden überall angestell1. für Volks- und,Gymnasialschüler Heinrich. ßabse.8 Ung-Hradisch (Mähren). Auch werden Studenten über die Ferien zum Landaufenthalt genommen. — Referenzen: Se. Ehrwürüen Herr. Rabbiner Dr. Josef B u r s t y n hierorts und die hoHilöbliche < Direktion des hiesigen k,.- k, deutschen' Staats-O bersryrnna-v Wil* fti-urris. — Massiger Pensionspreis• -r Prospekte-sretis. - Abonnenten in R ias s machen unsere Echt französische' und amerikanische 1 ' . Gummi - 5 p e z i a! i t ä t £ n. .«§i sowie französische Fischblasen — A. HELDWEIN -— i WIEN, I.,'Herreneösee'.4 l’Eingan'g Ührenlaüen). geschätzten and darauf aufmerksanti dass wir der Buchhandlung des V-ersatiU diskret. ’■ . .Bitte! -Viele jüdische Gymnasial-, Real- 'und Handelsschüler sind uußxrstande, die erforderlichen Lehrbücher..-und--andere- LehrmWl ays Eigenem anznschaffen. . Der Vorstand der israelitischen Kultüsgerneinde unter stütztalljährlich solche arme Schüler nach Möglichkeit durch Ausfolgung von Lehrmitteln. ' - Der Vorstand wendet sich nun an alle Glaubensbrüöer mit der:Bitte, Lehrbücher, welche ihre Kinder im neuen Schuljahre-nicht mehr gebrauchen können, den"armen israelitischen Schülern'zuzuwenden. - - / ' ' Durch diese Spenden erweiset Ihr Eltern eine große Wohltat dep Mitschülern Eurer Kinder! . Lehrbücher werden dankend entgegengeuvmmeu von den Aemterü der Kultusgemeinde:, , . .. 1. Bezirk: Seitenstettengasse 4; . 15. Pezirk: Tnrnergasse?2; . ' 16,'Bezirk: Huberggsse 8; .18. Bezirk: Schopenhauerstratze 39. - Der Vorstand der israelitischen Knltttsgemeinde Wien. - Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis ' ' Wien. II.. Taborstr. 59 (Tel. 13920) -bietet den P. T. Arbeitgebern seine kostenfreien Dienste an. Brieflicher oder telephonischer Auftrag genügt, um niünniiche und - Weibliche qualifizierte Arbeitskräfte, sowie Hilfsarbeiter, ferner kaufmännische Angestellte und Lehrkräfte beiderlei Ge- ..; schlechtes zugewiesen, zu erhalten. 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