Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 26 (24.6.1904)
- Date
- 1904-06-24
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 26 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt. 24. Juni 1904 Seite 7 ( Wir bitten unsere Leser, ihren vedars bei unseren Inserenten zu decken, und sich dabei aus unser vlatt zu beziehen. 1819, Juden und Ausländer künftig nicht mehr in die Burschenschaft aufzunehmen. Damit siel das Heidelberger Prinzip zu ©unfteit des Jenenser. (Dietz, das., S. 71.) Der Burschentag in Dresden (29. Sept.—8. Oktober 1820) bestätigte nochmals den Ausschluß der Juden und Ausländer aus der Burschenschaft einstimmig, allerdings mit der sehr dehnbaren Nebenbestimmung, daß sie ausgenommen iverden könnten, „wenir erwiesen wäre, daß sie sich christlich-teutsch für unser Volk ausbilden wollten". (Das. S. 73.) Aber bereits auf dem Burschentage gtt Streitberg (Oktober 1821) wurde unter dem Vorsitze Erlangens der Beschluß des Ausschlusses von Juden mit der Begründung verschärft, „weil die Inden kein Vaterland haben" (Wiegand, Geschichte der Erlanger Burschenschaft, S. 43). Vergeblich hatte die liberale Würzburger Richtung 1827 das Aufnahmerecht in die deutschen Burschenschaften für Juden gefordert. Erst unter dem Eindrücke dor Revolutionen tu Frankreich, Polen und Belgien erstarkte der Liberalismus in der deutsches: Burschenschaft, sodaß auf dem Burschentage zu Dresden (4—8. April 1831) in § 21i die Forderung einer „christlich-deutschen Ausbildung" der Burschenschaften in die Forderung einer „deutsches: Ausbildung" umgewa::delt wurde (Wilhelm Kalb, die alte Burschenschaft Erlangen, 1892, S. 89). Der Frankfurter Burscheiüag (26. September—4. Oktober 1831) bestätigte die Preisgabe der „christlich-deutschen" Tendenz und erklärte da::n nochmals die Aufnahme von Juden in die deutscher: Burschenschaften ausdrücklich sür zulässig (Dietz, Neue Beiträge, S. 73). Prediger Dr. Ri eg er-Hamburg. Zur Ergänzung der obiger: Darstellung schreibt uns Herr Dr. n:ed. Sklarek in Mehlen: am Rhein: Ich bin in de,: 80er Jahren auf drei Hochschulen Mitglied vor: A. D. C. Burschenschaften gewesen, habe auch bis heute die Fühlung mit burschensch östlichen Kreiser: rricht ganz verloren ur:d glaube aus eigener Erfahrung vor: "damals ur:d heute genüger:d urrterrichtet zu sein, um eingehend darüber zu berichten. Vorneweg möchte ich feststellerr, daß meines Wissens niemals auf den Delegiertentagei: der deutschen Burschenschaften (dieselben tage:: jährlich zu Psingster: ir: Eisenach, die Beschlüsse sind bindend für alle deutschen Burschenschaften) ein Beschluß gefaßt worden ist, Juden vor: der Mitgliederschaft deutscher Burschenschaften auszuschließen. Ich will nicht bestreiten, daß einige Burschenschaften in ihrer: Statuten derartige Bestimmungei: Haber:, aber ein offizieller,- für sämtliche Burschenschaften bir:der:der Beschluß ist meirres Wisser:s niemals gefaßt worden. In meiner Studienzeit, arrfangs der 80er Jahre, wurde beim „Keiler:" überhaupt nicht gefragt, welcher Religion man angehöre. Damals war ger:au nach sozialdemokratischem Brarrch Religior: Privatsache. Eir: anständiger, brauchbarer ur:d sympathischer Geselle rvurde mit Vergnügen aufgenornmen, nicht mir vor: der: Burschenschaften, sondern ebenso -vor: der: Korps, Turnvereinen, wissenschaftlich er: und geselligen akademischer: Korporationen. Mit wenigen Ausnahmen haben sämtliche zur Zeit rroch bestehende Burscherffchafter: damals und auch ir: der: 60er und 70er Jahren Juder: zu Mitgliedern gehabt urrd im Verzeichnis der alter: Burscherffchafter nach dem Stande von: August 1893 (Leipzig, Verlag vor: Heinrich Jaeobsen) finbet sich eine ganze Reihe alttestamentarischer Namen. Die jüdischer: Burschenschafter von damals Haber: auf der Krreipe, in: Konvent, wie auf der Mensur ihrer: Main: gestanden und die bundesbrüderliche Freundschaft vor: der Hochschule hat bei der: meisten für das Leben gehalten. Erst nrit der Gründur:g der „Vereir:e deutsch e r S t u d e r: t e ::" trat allmählich eir: U m s ch rv u r: g eir:. Die Vereine deutscher Studenten waren die erster: Korporationen ir: einem geschlossener: Verbarrde, welche von vornhereir: p r i n z i p : e l l I u d e n a u s s ch l o s s e n (ausgenommen Verbärrde rvie Wirrgolf; katholische Korporationen, die als rein christliche natürlich Jude:: nicht ausrrahmer:, denen aber jede antisemitische Spitze fehlte). „Im Deutscher: Reich." (Schluß folgt.) Darlehen auf Lose (ii)d Äydepe Wellpapiere gewähre ich in jed$ü Betrage zu billigsten Bedingungen. Die Rückzahlung solcher Darlehen kann nach Wunsch der Partei auf einmal oder ===========: auch in bequemen Monatsraten erfolgen. —————— Auch bei Banken, Sparkassen oder Privaten verpfändete Lose und Wertpapiere löse ich aus und können selbe bei mir im Depöt bleiben oder verkauft werden. Auf Wunsch können dieselben Stücke auch sogleich gegen angenehme Monatsraten wieder rüokgekauft werden, wobei der volle Kaufpreis abzüglich einer Rate zur Verfügung des Besitzers der Lose steht und doch das volle Gewinnrecht gewahrt bleibt. Eduard Urban in Brünn Bankgeschäft, Firmabestand seit 1869. Grosser Platz Nr. 25, im eigenen Hause. — Solide Agenten werde'n überall angestellt. Israelitisches‘ für Volks- und Gymnasialschüler des Heinrich Gansei - Ung.-Hradisch (Mähren). " Auch werden Studenten über die Ferien zum Landaufenthalt genommen. — Referenzen: Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Josef B u r s ty n hierorts und die hochlöbliche Direktion des hiesigen k. k. deutschen Staats-Obergymnasiums. — Massiger Pensionspreis. — Prospekte gratis. Echt französische und amerikanische Gummir Spezialitäten sowie französische Fischblasen -A. HEEDWEIN- WIEN, I., Herrengasse 4 (Eingang Uhrenladen). Versand diskret. Ru$$i$clm Bad & & Beitritts-Subskription. 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Monatsbeitrag zu erlegen, längstens einen Monat später ist der zweite Beitrag an unsere Hauptkasse in Budapest, am besten mittels' Postanweisung, zu bezahlen Oer Restbetrag ist in aufeinandeifolgenden Monatsbeitriigen zu mtrichten Auch können beide ersten Monatsbeiträge auf einmal entrichtet werdet. 2. Nach Erlag der 2. Einzahlung erhält jeder Teilnehmer ein gesetzlich ausgefertigtes Oesterrelcliisch-ungarisches Staatspapier- Buch ausgefolgt, welches die Serien u. Nummern der Lose enthält und welches das sofort beginnende Mitspi&irecbt zusichert. Ber Beitritt in die Staatspapier- Gesellschaft ist überall gesetzlich gestattet. Ein Mitglied kann auch mehrere Me«. 3. Bezirk, Sofienkrückensastr Ur. 12. i z---» Elektrische Strassenbahn - Haltestelle: Sofien brücke, Erd- VN" Solide Agenturen mit fixem Gehalt sind zu vergeben --- ——: bprgerptrasae oder Rasumofskygasse .; Stadtbahn - Haltestelle: Hauptzollamt oder Radetzykplatz. 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Aus dem in der kürzlich abgehaltenen Generalversammlung vorgelegten Jahresbericht geht hervor, dah 6836 Anträge über eine Versicherungssumme von K. 13 063 470 sowie K. 28 470 Jnvaliditäts- und K. 14 000 Leibrente eingereicht wuroen, 4726 Polizzen über K. 11 267 707 Versicherungssumme, sowie K. 28 470 Jnvaliditäts- und K. 14 000 Leibrente zur Ausstellung ^gelangten. Der Versicherungsbestand am 31. Dezember 1003 hat sich von 8126 Polizzen über K. 21 033 800 Versicherungssumme und K. 8614 Rente auf 999» Polizzen über K. 24 042 607 Versichern ngssumme sowie St 26 170 Jnvaliditäts- und K. 14 000 Leibrente erhöht. An Prämien wurden insgesamt K. 064 777 vereinnahmt. das ist tim K. 127 518 mehr als im Vorjahr. Die Prämienreserve ist gegen das Vorjahr um K. 629 377 auf Kronen i 664 107 gestiegen. Das Bessere ist der Feind des Guten! Etwas wirklich Besseres als alle bisher für Leinen- und Baumwollwäscha im Gebrauch befindlichen Waschmittel, wie Seife, Soda, Pulver etc. ist Schichte neu erfundener _ Wasch - Extrakt Marke Frauenlob zum Einweichen der Wäsche. --.'Vorzüge: - 1. Vermindert die zum Waschen bisher notwendige Arbeitszeit auf die Hälfte, 2. die Mähe auf ein Viertel. 3. Macht die Verwendung von Soda gänzlich überflüssig. 4. Macht die Wäsche, wall reiner, auch viel welsaer. 5. Ist für Hände und Wäsche vollkommen unschädlich, wofür Unterzeichnete Firma jede Garantie leistet. 6. Kommt wegen seiner ausserordentlichen Ausgiebigkeit billiger als alle anderen Waschmittel, Ein einziger Versuch macht diesen Waschextrakt jeder Hausfrau und Wäscherin unentbehrlich. Ueberall zu haben. BESTE -WU Bezugsquelle feinster Salat- und Mayonais-Oele französischer und italienischer Provenienz be J. B. MARSANOS’s Wüi (gegründet 1662) 1V„ Wiednerhauptstr. 10, Freihaus nur 4. Hof. Vor Irreführung wird gewarnt! 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