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Jüdisches Volksblatt · 1904-02-05 · 6 (5.2.1904) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
6 (1904)
Issue
6 (5.2.1904)
Date
1904-02-05
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr, 6 Wien, Freitag Jüdiü'ehes Volksblatt. 5. Februar 1904 Seite 7 « Wir bitte« unsere Leser, ihren ve-arf bei unseren Inserenten zu decken, und sich dabei auf unser vlatt zu beziehen. -"MD . .■ ' ,—rntitr'^ngwrOTnrnnnMnTmmrui— irrrw genösse, Herr Isaak?lgent ans Braila, wohnte Dienstag den 2. Februar einer Diskussion in der Toynbce-Halle bei. Der Gast war von dem Verkaufe des Abends entzückt und übergab der Leitung der Tohnbee-Halle eine ansehnliche Spende. — Anmeldungen zu Vorträgen wolle man freundlichst an Herrn Dr. Siegmund Werner, 0. Vez., Nußdorferstraße 16, Mitgliedsanmeldungen an Herrn Joh. Kremenezky, 6. Vez., Eiscugasse 6. richten. Die Kindcrjausen. Der Kinderjausen-Ausschuß der Toimbee- Hallc. der unter der Leitung der Frau Dr. Kornfeld seit Bestehen der Institution, also seit drei Jahren, bereits Rühmliches geleistet hat, veranstaltet auch in dieser Saison jeden zlveiten Sonntag eine Kinderjause, bei der durchschnittlich 160 Kinder aus der Brigittenau, dem ärmsten Judeuquartter Wiens, bewirtet, unterhalten und beschenkt iverden. Die nicht geringen Kosten bringt der Ausschuß durch Spenden von Geschäftshäusern und Privatpersonen herein. Leider wird für diesen eminent wohltätigen Zweck nicht in dem Maße gespendet, wie man erwarten sollte. Um so höher ist das Verdienst des Ausschusses anzuschlagen, der bisher seine Kinderjausen zu sehenswerten Veranstaltungen gemacht hat. Am Schlüsse des Vercinsjahres beabsichtigt der Ausschuß durch eine eigene kleine Publikation, die auch eine Aufzählung der cingelanfencn Spenden und der Namen der Wohltäter enthalten soll, einer größeren Oeffcntlichkeit über seine Tätigkeit zu berichten. — Der am Bl. Jänner veranstaltete Kindernachmittag zählte zu den gelungensten. Von den Vortragenden seien vor allem Frl. Lingg, die einige reizende Lieder prächtig vortrug und der kleine Goldschmidt, der als Sänger imb Deklamator sein Bestes bot, hcrvorgchoben. Frl. Berliner hatte mit ihren Gramnwvhon-Vorführungcn den größten Beifall des jugendlichen Auditoriums. Eingesendet. Brüder und Schwestern! Die fast ausschließliche, geistige Nahrung des jüdischen, speziell galizischen Proletariers bilden bis heute die sogenannten inhaltsleeren „Maasc-Büchel"; und doch empfindet der jüdische Arbeiter und Krämer am Tage der von ihm heiß ersehnten Ruhe den Mangel an guter Lektüre vielleicht ebenso schmerzlich, wie die materielle Not. Dem jüdischen Proletarier fehlt nicht nur eine entsprechende Erholung nach Vollendung seiner mühsamen Arbeit; dieser hat ihn auch zur geistlosen Maschine herabgedrückt und ihm das Selbstbewußtsein geraubt. Dem jüdischen Proletarier fehlt deshalb fast gänzlich der Sinn für die gesunde und immer mehr erstarkende Idee der Selbsthilfe. Der jüdische Proletarier ist dopvelt unglücklich. Er hat ebensosehr als Jude, wie als Proletarier zu leiden. Der Zionismus hat für ihn doppelten Wert und deshalb ist sein mangelhaftes Verständnis für diese Idee umsomehr zu bedauern. Beiden Uebeln wird durch eine gute Jargonbibliothek Abhilf.' geleistet. Diese vermag dem galizischen Proletarier die zeitraubenden und Phantasie erregenden „Maase-Büchel" durch gediegene Volksbücher zu ersehen; nicht minder ist sie imstande, den jüdischen Massen das. Baseler Programm begreiflich zu machen. Es ergeht somit an die verehrten Brüder und Schwestern der dringende Ruf, die ins Leben gerufene Jargonbibliothek durch den Beitritt als ordentliche Mitglieder mit dem Mochcnbeitrag von 10 Hellern oder durch Bücherspcnden zu unterstützen, damit sie in Brodh, einer der größten Judengemeinden Oesterreichs, ihren Zweck erreiche. Heiligste Pflicht eines jeden bcivußten Zionisten muß es sei», die Selbstbefreiungsidec in den großen jüdischen Masten , zu verbreiten, damit sie mit der ihnen innewohnenden Begeisterung mithelfen zur Verwirklichung des zionistischen Ideals, die öffentlich rechtlich gesickerte Heimstätte wollen und sie finden. Bücher und Spenden sind an M. O l e s k c r, A l t - B r o d y zu senden. Für die Bibliothek: Markus O l e s k e r. Mitteilungen ans dem Mrlllilmm. Zur Uehersiedelung per Bahn oder Straße kann die renommierte Speditionsfirrna Zd. u. W. D w o r ak, Wien, 1. Vez., Franz Josefs-Kai 29', auf das Beste empfohlen werden. Briefkasten. Juda Jzkovicz Braun. Aktuelle, kurze Berichte sind uns immer erwünscht. Dagegen passen theologische Betrachtungen nicht in den Rahmen unseres Blattes. Unsere geschätzten Abonnenten nnd Aeser! Wir bitten unsere geschätzten Abonnenten nnd Leser nm gefällige Bekanntgabe solcher Adressen, von denen anznnehmen ist, daß eine Probesendung unseres Blattes von Erfolg begleitet wäre. Mit jüdischnrrtionalew Grntz Die Mdmrnrftration. Kei Stuhlverstopfung mehr durch meine Hr.l«.Prospekt gratis. ZurPrOie V2 Stück Iva.—fntnkoNiichnuliin« W »dkg « Niedmlage:Wlan,l.,Hlibsburgorg. WIEN IX., Powellangasse 1 t %pf oHiehmsfes fafe iSJeziFKes Rendezvous der besten Gesellschaft Vollständig neu hergerichtete Kegelbahn mit Parquettboden uuU neuem Salon w#un»%mw> kmm.hawi jn n04A n n &»Vi H u MH», i l „MGMVMML8I©Sra0ti Alle Taged-Journale des Inu, Auslandes, sowie alle bekannten jüdischen Zeit- und Wochenschriften. 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